Hier erfahren Sie eine kurze Geschichte vom Frosch im Butterfass und was wir daraus lernen können.

E-Mail-Kurse und eBooks für Ihren Erfolg! Starten Sie gleich durch:

schreibtischordnung Zielmanagement ziele erreichen mail organisation zm outlook

 

Der Frosch im Butterfass

Ich liebe ja Geschichten, in denen kleine oder auch große Weisheiten verpackt sind. Solche „Weisheits-Geschichten“ bleiben in unserer Erinnerung. Und wenn uns etwas in guter Erinnerung bleibt, prägt uns dies in einer positiven Weise. Deshalb heute eine weitere. Vielleicht gefällt Sie Ihnen auch?

Ein allzu neugieriger Frosch sprang auf den Rand eines Butterfasses. Dieses war bis zur Hälfte mit Rahm gefüllt. Der Frosch verlor das Gleichgewicht und fiel in das Butterfass.

Seine Lage schien aussichtslos. Er kam die glatten Wände nicht hoch. Aber er wollte nicht aufgeben. Er begann zu strampeln in der Hoffnung, dass ihn jemand entdeckt und rettet. Als seine Kräfte schon zu Ende gingen, merkte er, wie der Rahm nicht mehr ganz flüssig war. Es hatte sich ein Butterklumpen gebildet. Das gab ihm Hoffnung und nochmals Kraft. Er strampelte weiter und die Butter wurde fester. Nun hatte er eine schwimmende Butterinsel, von der er aus dem Butterfass in die Freiheit springen konnte.

Und die Weisheit dieser Geschichte?

Auch wenn man sich in einer schier ausweglosen Situation befindet, nie die Hoffnung verlieren! Aber man muss auch selber etwas tun, um eine Lösung herbeizuführen.

Hätte der kleine Frosch nur Hoffnung gehabt, dass er befreit würde und hätte nicht gestrampelt, so wäre er im Butterfass ertrunken. Indem er etwas unternahm, also strampelte, gelang ihm der Sprung in die Freiheit.

Kommentare

norbert pflanzer
2010-06-03 18:31
wenn sie das folgende hier noch nicht gelesen haben, vielleicht mal eine
Überlegung wert:

Der kämpfende Frosch oder was Äsop nicht bedachte
von Bernd Niemeyer | Mönchengladbach | 704 mal gelesen
Der Frosch (Mensch) lebt nicht vom Kampf allein.

Das Ergebnis ist auch vom Beobachter abhängig.
Fast jeder kennt die Fabel von Äsop, bei der zwei Frösche in ein Butterfass
mit Milch fielen. Ein Herauskommen war unmöglich und so kämpften sie um ihr
Leben, und als die Milch schon zu Sahne geschlagen war, gab der eine auf und
starb, aber der andere strampelte weiter, schlug die im Fass vorhandene Creme
zu Butter und konnte nun auf der steifen Masse aus der Tonne springen.

Hier beendet Äsop seine Fabel und sie wird noch heute Kinder und Jugendlichen
nahe gebracht. Sie soll als Moral mit dem Fazit dienen: Gib niemals auf!

Leider schrieb Äsop die Geschichte aus verständlichen Gründen nicht weiter,
denn sie endet weit weniger optimistisch als erwartet.

So wird nicht berichtet, dass jemand mit Verstand, aber wenig Herz dem Treiben
im Butterfass teilnahmslos zugesehen hatte und das tödliche Spiel akribisch
analysierte.
Klug wie unser Beobachter war, schnappte er sich unseren wackeren Frosch,
steckte ihn in das nächste Butterfass mit Milch und bekam wieder das gleiche
Ergebnis – beste Butter – und das fast ohne Eigenleistung. Er konnte die
Butter aus dem Fass entfernen, neue Milch hineinschütten und das Ganze
wiederholte sich.

Unser Betrachter berichtete seine Erkenntnis Gleichgesinnten und man kam zu
dem Schluss, diese Spezies muss gefördert und gezüchtet werden. Man brauche
bei dieser perfekten Arbeitskraft nur noch für genügend Milch und Butterfässer
zu sorgen.

So ließ der Erfolg auch nicht lange auf sich warten, man bekam Frösche, die
unter den unmöglichsten Bedingungen schufteten und sogar gegen Reiher und
Störche in den Kampf zogen. Obschon ihre Verluste immens hoch waren kämpften
sie weiter, denn wann immer sie auf weniger kämpferische Frösche trafen
besiegten sie diese.
Und jeder Sieg ließ sie die vielen Niederlagen und das millionenfache Leid
vergessen, sie gaben niemals auf!

Der kämpfende Frosch wurde zum Symbol und Vorbild für die gesamte Welt und so
merkte kaum einer, dass sie mehr zerstörten als aufbauten denn die
Geschichtsbücher waren voll von ihren Heldentaten.

Zweifler wurden so lange niedergebrüllt und verfolgt, bis eines Tages ein
großer Teil der Welt in Schutt und Asche lag. Da hüpften sie nun durch
Trümmerlandschaften und Sieger und Besiegte sahen ganz erbärmlich aus. Alle
lebten und arbeiteten unter schlechteren Bedingungen als vorher und man
schimpfte auf die alten Beobachter samt ihren Lehren sowie ihren
Kampffröschen, beschwor die Solidarität aller mit dem Erfolg, dass es für
jeden spürbar besser wurde.

Doch dieses ist schon eine Weile her und viele scheinen schon vergessen zu
haben, deshalb bekommen Beobachter vom alten Schlage wieder Aufwind,
Solidarität ist fast ein Schimpfwort und die Frösche im Butterfass sollen
länger und mehr strampeln.

Tja, wie wäre die Weltgeschichte nur gelaufen, wenn beide Frösche aufgegeben
hätten, oder noch interessanter, wenn unser Beobachter mehr Herz gehabt hätte
und sich mit Sahne statt mit reiner Butter zufrieden gegeben hätte, denn zu
diesem Zeitpunkt konnte er noch beide aus ihrer misslichen Lage befreien.

So hätten Beide gerettet werden können und alle hätten gelebt, bis an ihr
seliges Ende!
Heidenberger Burkhard
2010-06-07 11:13
Vielen Dank für diese interessante mögliche Weiterführung der Fabel!

Diesen Beitrag kommentieren

Vor dem ersten Kommentar bitte die Kommentarregeln lesen.

Meine kostenlosen Downloads für Sie!

Vorlagen, Muster, Checklisten zum sofortigen Herunterladen:

Brief, Fax, Ordnerrücken, Gutschein, Einladung, Lebenslauf, Bücherliste, 50 Konzentrationsübungen und viele mehr.

Klicken Sie hier, um zur Übersicht zu gelangen!

Verwandte News:

© Burkhard Heidenberger – Mondweg 31/7/1 – A-1140 Wien • Alle Rechte vorbehalten.
Abdruck und Verwendung nur mit schriftlicher Erlaubnis • ImpressumMediadatenAGBDatenschutz nach oben