https://www.zeitblueten.com/news/puenktlichkeit/

Pünktlichkeit ist die Tugend der Könige

Es heißt ja so schön:
„Pünktlichkeit ist die Tugend der Könige.“
Besser noch gefällt mir die folgende Definition:
„Pünktlichkeit ist die Kunst, einzuschätzen, um welche Zeit sich der andere verspäten wird.“ :-)
pxb-puenktlichkeit

„Und schon wieder zu spät!“

Ein Zeichen des Respekts

Für mich ist Pünktlichkeit stets ein Zeichen von Höflichkeit und des Respekts gegenüber der anderen Person. Denn erscheint man nicht zum vereinbarten Zeitpunkt, lässt man die andere Person quasi warten. Und wer wartet schon gerne. Das Wartenlassen zeugt nicht wirklich von Wertschätzung. Natürlich gibt es immer Gründe für Unpünktlichkeit. Jeder kann sich mal verspäten. Und wenn es sich abzeichnet, dass man es nicht rechtzeitig schafft, gehört es einfach zum guten Ton, dass man die wartende Person entsprechend informiert. Ein kurzer Anruf genügt!

Pünktlichkeit ist relativ

Aber wann ist man pünktlich, wann unpünktlich, wann überpünktlich? Die Auslegung von Pünktlichkeit bzw. Unpünktlichkeit ist auch von der Veranstaltung bzw. vom Termin selbst abhängig. Nehmen wir als Beispiel eine private Einladung zu einer Party. Bei so einer Veranstaltung ist es durchaus üblich, oft auch erwünscht, dass Sie etwas später auftauchen. Als Gegenbeispiel ein Vorstellungsgespräch. Erscheinen Sie zu einem Vorstellungsgespräch unpünktlich, haben Sie schon mal schlechte Karten in der Hand, denn der so wichtige erste Eindruck wird dadurch beeinträchtigt.

Pünktlich, unpünktlich – wann ist was angemessen?

Bei einer privaten Party oder Feier können Sie in der Regel ohne Weiteres etwas später auftauchen. Meist haben die Gastgeber ohnehin noch alle Hände voll mit den letzten Vorbereitungen zu tun. 10 bis 20 Minuten Verspätung ist angemessen, sogar erwünscht und wird akzeptiert. Bei einer Einladung zum Essen wird max. 15 Minuten Verspätung noch als „im grünen Bereich“ angenommen. Wenn der Gastgeber aber selbst kocht (also kein Essen im Restaurant), dann sollten Sie möglichst pünktlich kommen. Bei Bewerbungs- und Vorstellungsgesprächen ist – wie bereits erwähnt – Pünktlichkeit ein absolutes Muss. Hier sollten Sie genügend Reserven einplanen, um nicht zu spät zu erscheinen und sich dadurch Chancen zu verbauen. Auch und insbesondere für Meetings und Besprechungen wird Pünktlichkeit verlangt. (Hier habe ich ein paar Tipps, wie Sie notorische „Zuspätkommer“ einbremsen können.)

Kürzel auf Einladungen und ihre Bedeutung

Auf Einladungen findet man hin und wieder folgende Kürzel zur Zeitangabe:

s.t. hinter der Uhrzeit

Dieses Kürzel steht für „sine tempore“, was wortwörtlich „ohne Zeit“ bedeutet. Finden Sie dieses Kürzel auf Ihrer Einladung, ist von den Gastgebern gewünscht, dass Sie zur genannten Uhrzeit bereits Ihren Platz eingenommen haben. Also unbedingt rechtzeitig erscheinen!

c.t. hinter der Uhrzeit

c.t. steht für „cum tempore“, also für „mit Zeit“. Das heißt, Sie haben etwas Zeit und eine Verspätung von etwa einer Viertelstunde wird in der Regel akzeptiert.

Ab ...

Dann findet man auf Einladungen auch Angaben wie „die Feier beginnt ab 17 Uhr“. Bei einer solchen Angabe sind Sie relativ frei, was das Erscheinen betrifft.

Unpünktlichkeit hat Einfluss auf das Image

Wenn eine Person ständig zu spät kommt, kann das ein ungünstiges Bild auf deren Persönlichkeit werfen. Ich habe schon das ein oder andere Mal die Erfahrung gemacht, dass mit solchen Personen die Zusammenarbeit häufig mühsam ist. Eben deshalb, weil sie häufig unzuverlässig sind – nicht nur, was die Pünktlichkeit betrifft. Natürlich gibt es genug Beispiele, wo die Zusammenarbeit super funktioniert trotz Tendenz zur Unpünktlichkeit. Zum Weiterlesen:
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