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Loslassen - so gelingt es Ihnen!

Vorweg gleich ein Zitat, welches das Loslassen treffend auf den Punkt bringt:
Loslassen ist die persönliche Befreiung, die auf die Einsicht folgt, dass ein Festhalten nur Energie kostet und wehtut. Larry James
Vielen Menschen fällt das Loslassen schwer. Sie hängen an etwas, das ihnen wichtig scheint, aber (schon lange) nicht mehr für ihr Leben relevant ist. Oder sie können eine Situation nicht akzeptieren, die sich nicht mehr ändern oder rückgängig machen lässt. Die Gründe für das Nicht-Loslassen sind vielfältig und häufig auch nachvollziehbar. Um nur einige zu nennen: Vielleicht ist ein Familienmitglied oder ein Freund verstorben, über dessen Tod man nicht hinwegkommt, eine Trennung vom Partner, oder man hat sich etwas vorgenommen, das man aus bestimmten Gründen nicht mehr schafft, man wird von Schuldgefühlen geplagt oder hadert mit seinem Schicksal, weil man eine private oder berufliche Chance nicht wahrgenommen hat ... Die Probleme sind aber nicht ausschließlich in der Vergangenheit zu suchen. Auch in der Gegenwart gibt es oft Situationen, in denen eine Veränderung gut täte, das Vorhaben aber scheitert, weil man einfach nicht dazu in der Lage ist, einen Schlussstrich zu ziehen. pxb_loslassen

Loslassen und sich endlich (be)frei(t) fühlen ...

Warum fällt das Loslassen so schwer?

Das Loslassen gleicht einem inneren Abschied. Die Endgültigkeit des Loslassens ist es, die vielen Menschen Angst macht. Denn man weiß nicht, was danach kommt. Man fürchtet den Verlust, die innere Leere. Man glaubt, etwas zu verlieren, das man unbedingt benötigt, auch wenn dem nicht so ist. In manchen Fällen ist noch kein „Ersatz“ in Sicht. Manche Menschen lassen auch aus Bequemlichkeit nicht los, da sie sich vor den Mühen scheuen, die die Veränderung mit sich bringt.

Die Folgen des Nicht-Loslassens

Wenn Sie mit einer Situation nicht abschließen können, dann schadet das letztendlich Ihrer eigenen seelischen und körperlichen Gesundheit. Sie beschäftigen sich zu stark mit einem Thema, Sie investieren darin in der Regel langfristig Gefühle und (belastende) Gedanken, die Ihr Vorwärtskommen bremsen. Die negativen Folgen des Nicht-Loslassens können sich in Schlafstörungen, Aufmerksamkeitsdefiziten, Depressionen, Panikattacken, innerer Anspannung und psychosomatischen Beschwerden manifestieren und schließlich sogar in eine Abhängigkeit, eine Sucht führen. Gründe genug, die für ein rechtzeitiges Loslassen sprechen. Aber leichter gesagt, als getan! Denn das ist ja nicht nur eine Entscheidung und damit hat es sich.
Nein, das Loslassen ist ein Prozess und der geschieht nicht von heute auf morgen.

Buch-Tipp – wenn das Loslassen nicht gelingen will:

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So kann das Loslassen gelingen!

Wenn auch Sie Schwierigkeiten mit dem Loslassen haben und diese Schwierigkeiten überwinden möchten, können Sie folgendermaßen vorgehen:

1. Situation bewusst machen

Im ersten Schritt geht es darum, sich der aus dem Nicht-Loslassen resultierenden Belastung mit all ihren negativen Konsequenzen bewusst zu werden. Das gelingt am besten schriftlich. Ziehen Sie sich an einen ruhigen Platz zurück. Notieren Sie in einem Notizblock zuerst die belastenden Situationen, die aus dem Nichtloslassen resultieren. Lassen Sie Ihren Gedanken freien Lauf.

2. Dann kommen die Ängste dran

Auf einem neuen Blatt analysieren Sie Ihre Ängste und denken darüber nach, wovor und weshalb Sie sich in diesem Zusammenhang fürchten. Fürchten Sie sich vor einer bestimmten Konsequenz? In vielen Fällen stellt sich heraus, dass die Angst völlig unbegründet ist.

3. Die positive Veränderung

Nun führen Sie sich vor Augen, welche positiven Auswirkungen das Loslassen haben könnte, auf Ihr Wohlbefinden, auf Ihr Weiterkommen oder allgemein auf Ihr Leben. Auch wenn es manchen vielleicht schwer fällt, sich diese Perspektive zu erlauben, ist es wichtig, sich damit auseinanderzusetzen. Stellen Sie die positiven Folgen des Loslassens den negativen Folgen des Nicht-Loslassens gegenüber.
Allein dieses schriftliche Bewusstmachen, dieses Niederschreiben kann eine reinigende Wirkung haben und damit den ersten so wichtigen Impuls für das Loslassen geben.
 

Sie wünschen eine Änderung in Ihrem Leben, wissen aber nicht genau, in welche Richtung es gehen soll?

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4. Akzeptieren

Nach dem Bewusstmachen folgt die Akzeptanz der Situation und damit kommt auch die Bereitschaft zum Loslassen. Versuchen Sie zu akzeptieren, dass nicht immer alles nach Plan läuft und arrangieren Sie sich mit der Tatsache, dass es auf der Welt nicht immer fair zugeht. Akzeptieren Sie, auch in Zukunft nicht immer alles korrekt zu machen und dass auch die anderen Menschen ihre Fehler haben und nicht immer das tun, was man sich von ihnen wünscht. Machen Sie sich bewusst, dass Sie durch das Loslassen die betreffende Situation nicht gutheißen und dass das Loslassen nicht mit einer Kapitulation gleichzusetzen ist. Sagen Sie sich immer wieder, dass Sie bereit zum Loslassen sind. Unterdrücken Sie Gedanken, die Ihnen etwas anderes suggerieren.

5. Hilfe in Anspruch nehmen

Trotz Bereitschaft und Willen kann sich das Loslassen als besonders schwierig erweisen. In solchen Fällen sollten Sie unbedingt Hilfe in Anspruch nehmen. Schließen Sie sich beispielsweise einer Selbsthilfegruppe an oder suchen Sie den Kontakt zu Menschen, die sich in einer ähnlichen Situation befinden wie Sie. Lassen Sie sich ermuntern und besorgen Sie sich einschlägige Fachliteratur. Meiden Sie hingegen den demotivierenden Kontakt zu Menschen, die sich in einer ähnlichen Situation befinden, aber nicht loslassen können. Scheuen Sie sich auch nicht davor, therapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen, falls Sie merken, dass Sie es nicht schaffen.
Werden Sie aktiv! Hadern Sie nicht mit der Vergangenheit. Ziehen Sie einen Schlussstrich und leben Sie für die Zukunft!
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Vier Loslassen-Zeitblüten

Zeitblüten sind Momente und Erlebnisse, die sich vom Alltag abheben, unser Leben wunderbar bereichern und uns einfach guttun – persönliche Momente der Entspannung, des Wohlfühlens, des Krafttankens und des „Abschalten-Könnens“. Abschließend vier von Lesern eingesendete ZEITBLÜTEN passend zum Thema Loslassen: 

Zeitblüte 1

Ich übergebe meine Steine dem Fluss

Wenn mich Herausforderungen des Lebens belasten, suche ich meinen Lieblingsplatz an einem Fluss auf. Ich sammle dann Steine mit unterschiedlichen Größen als Symbol für die Dinge, die mich beschäftigen und die ich gerne lösen möchte.
In die jeweiligen Steine packe ich gedanklich dann all das rein, was mich belastet und ich nicht mehr in der Art in meinem Leben haben möchte. Danach bedanke ich mich für die Aufgabe und übergebe sie dem Fluss zur Auflösung bzw. Transformation.
Manchmal sind es kleine, manchmal größere Steine, mal nur ein Stein und ein anderes Mal sind es mehrere Steine. Auf jeden Fall ist dieses Ritual sehr erleichternd und hilft mir beim Loslassen. Isabella

Zeitblüte 2

Der Weg durch den Park

Meine Zeitblüte liegt schon viele Jahre zurück und trotzdem ist sie immer noch wirkungsvoll. Nachdem ich unter mein altes Leben einen Schlussstrich gezogen hatte, um ein neues zu beginnen, bin ich nach einem Wohnungswechsel jeden Morgen zu Fuß zur Arbeit gegangen. Auf dem Weg dorthin musste ich durch einen Park mit einem Teich, wo sich Enten, Wasserhühner und andere Wassertiere tummelten. Ich habe es jeden Morgen genossen, durch die Natur zu gehen und gelegentlich die Enten zu füttern.
Schon nach kurzer Zeit fühlte ich mich befreit von den unschönen Erlebnissen der Vergangenheit und ich fand meine innere Ruhe wieder. Mit jedem Tag fiel ein weiterer Stein von meiner Seele, bis keiner mehr da war.
Gerne denke ich auch heute noch an diese Zeit zurück. Anita

Zeitblüte 3

Loslassen? Ein Traum gab mir die richtige Antwort

Ich hatte in einer Lebenssituation eine wichtige Frage für mich zu klären: bleiben oder gehen? Ein Traum gab mir die Antwort. In diesem Traum war ich eine Wälin, die die Weite des Meeres genoss. Eigentlich wollte ich ein wenig ausruhen. Doch plötzlich wurde es kalt. Ich versuchte, mit den Augen die Ursache dieser Kälte zu erfassen. Es gelang mir zuerst nicht. Dann bemerkte ich einen anderen Wal, der oberhalb von mir schwamm, und noch einen an meiner Seite. Sie strahlten eine Kälte aus, die mir unangenehm war. Ich wollte mich wohlfühlen. Wie komme ich nun aus dieser kalten, unangenehmen Situation heraus?
Ich tauchte nach unten ab, unbemerkt, und schwamm weit hinaus, um dann wiederaufzutauchen und Luft zu holen.
Gabriele

Zeitblüte 4

In Gelassenheit steckt das Wort „lassen“

Wenn der Stress zu groß wird, ziehe ich mich zurück, suche einen schönen, stillen Ort in der Natur und lasse los … nichts muss sein, nichts ist wirklich schlimm. Ich lebe, ich spüre, ich bin. Alles andere ist nachrangig. Ich bin nichts und doch bin ich (für mich) der wichtigste Mensch. Mich selbst immer wieder auf die wichtigen Fragen im Leben besinnen, das hilft.
In Gelassenheit steckt das Wort „lassen“ – loslassen … Wenn ich losgelassen habe, kann ich wieder neu zugreifen, mir neue Ziele stecken, vielleicht sogar die alten, nur mit neuer Kraft.
Clemens Zum Weiterlesen:
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