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Anderen eine kleine Freude machen – 9 Vorschläge

Die Welt ist schlecht! So zumindest der Eindruck, der uns von den Nachrichtenmedien täglich vermittelt wird. Passiert irgendwo auf der Welt etwas Schreckliches, bekommen wir es innerhalb kürzester Zeit – oft sogar live – mittels diverser Medienkanäle erste Reihe fußfrei präsentiert. Wir werden regelrecht überflutet von schlechten Nachrichten – natürlich auch abhängig davon, inwieweit das jeder von uns zulässt.

Negatives verkauft sich besser!

Dass sich positive Nachrichten längst nicht so gut verkaufen lassen wie negative, ist wohl bekannt. Und je reißerischer die Schlagzeile, desto höher die Anzahl der verkauften Exemplare, die Einschaltquote, die Klickzahlen, …
Natürlich gibt es viel Unerfreuliches auf der Welt, vor dem wir nicht die Augen verschließen sollten. Aber es gibt meiner Meinung nach auch sehr viel Positives, Gutes, Schönes, das wir nie in diesem Umfang erfahren und vor Augen geführt bekommen wie eben das Negative. Die häufige Folge: ein überwiegend negatives Weltbild!
Dabei können wir selbst dazu beitragen, dass diesem Überhang zum Negativen entgegengewirkt wird. Wie? Indem wir hin und wieder anderen eine Freude bereiten – einfach so, ohne eine Gegenleistung zu erwarten! Und diese kleine Freude kann größere Kreise ziehen, gemäß dem Spruch: pxb-freude-machen

Aktion, Reaktion – im Guten wie im Schlechten

Ich bin ja davon überzeugt, dass Gutes, aber auch weniger Gutes, das man Mitmenschen zukommen lässt, auf die eine oder andere Weise zu einem zurückkommt – meistens jedenfalls. Nur zwei Beispiele:
  1. Wenn ich einem Menschen unfreundlich begegne (Aktion), kann ich mir von ihm als Reaktion auch keine überschwänglichen Freundlichkeiten erwarten.
  2. Wenn ich jemandem ein Lächeln schenke (Aktion), ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es erwidert wird (Reaktion).
Kurzum: Wer gibt, bekommt. Wer bekommt, ist auch eher bereit, zu geben. Aktion, Reaktion!

Anderen eine Freude schenken – was das bringt

Es kann sowohl für die „beschenkte“ als auch für Sie als schenkende Person eine Bereicherung sein. Wenn Sie jemandem (z. B. PartnerIn, FreundIn, Kind) eine Freude bereiten,

Wem eine Freude bereiten?

Nun, das kann eine Person in Ihrem unmittelbaren Umfeld sein, die Sie eben besonders mögen: Oder Menschen, die Sie nicht persönlich kennen, denen Sie einfach zufällig begegnen. Setzen Sie sich aber nicht unter Druck – also ich muss heute unbedingt jemandem eine Freude machen, weil ich sonst mein Soll nicht erfüllt habe. Wenn sich eine Möglichkeit ergibt, jemandem eine Freude zu machen oder etwas Gutes zu tun – passt. Wenn nicht, auch ok. Dann können auch Sie selbst dieser Mensch sein, dem Sie eine Freude bereiten oder etwas Gutes tun.

Freude bereiten = schöne Erinnerung schenken

Vielleicht fragen Sie sich nun, wie oder womit Sie einem Menschen eine Freude machen können. Im Grunde ist es einfach:

Es sollte etwas sein, das die Person positiv überrascht – also etwas völlig Unerwartetes, sodass ihre verbale oder gedankliche Reaktion in etwa so lauten könnte:

„Das habe ich jetzt nicht erwartet, umso mehr freut es mich! Schön!“

Denn schon Antoine de Saint-Exupéry brachte es auf den Punkt:
Die schönste Freude erlebt man immer da, wo man sie am wenigsten erwartet.
Und je unerwarteter, umso größer der Erinnerungswert, d. h., umso länger wird sich die Person gerne daran zurückerinnern. Oder anders formuliert:
Indem Sie Menschen eine Freude machen, schenken Sie ihnen eine schöne Erinnerung.

9 Vorschläge, um jemandem eine Freude zu machen

Im Folgenden habe ich einige Vorschläge aufgelistet. Vielleicht mag der ein oder andere banal oder als Selbstverständlichkeit erscheinen, aber oft sind es genau diese unscheinbaren Kleinigkeiten, die im Alltag zu kurz kommen.

Vorschlag 1

Machen Sie ein Kompliment

Ein ehrliches Kompliment – ohne den Hauch von Anbiederung –, tut immer gut. Dazu bedarf es auch keines besonderen Anlasses. Und je unerwarteter das Kompliment, also je größer die positive Überraschung, desto mehr wird sich der Empfänger daran „erwärmen“.

Vorschlag 2

Eine kleine Herzensbotschaft

Platzieren Sie eine kurze Botschaft an exponierter Stelle, von der Sie ausgehen können, dass sie den Empfänger erfreut. Am besten ein paar Worte, die von Herzen kommen. Dazu können Sie beispielsweise ein Post-it verwenden, das Sie an dem Badezimmerspiegel, an der Schranktür oder an einem für den Empfänger gut sichtbaren Ort anbringen. Beispiele für Herzensbotschaften: freude_machen

Eine Mut machende Herzensbotschaft für eine bevorstehende schwierige Situation


Vorschlag 3

Ein kleines Geschenk

Es muss überhaupt nichts Kostspieliges sein. Eine Kleinigkeit genügt, um damit Freude zu schenken. Zwei Beispiele:
  1. etwas backen und den Nachbarn ein Stück vorbeibringen
  2. einem Bettler etwas Schmackhaftes kaufen und überreichen (anstatt Geld zu geben, das entweder von Hintermännern abgenommen oder anderweitig verwendet wird)

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Vorschlag 4

Einen (Dankes-)Brief schreiben

Insbesondere in unserer digitalisierten Welt können Sie mit einem handgeschriebenen Dankesbrief jemanden positiv überraschen und damit eine besondere Freude bereiten. (Wenn es Ihnen schwerfällt, die richtigen Worte zu finden, hier einige Formulierungsbeispiele für ein Dankschreiben.)

Vorschlag 5

Spontan Hilfe anbieten …

… oder jemandem etwas Unangenehmes abnehmen. Nichts Außergewöhnliches – und wenn es nur eine Aufgabe oder Tätigkeit ist, die für die Person unangenehm, anstrengend, mühsam ist. Hauptsache, es entlastet den Menschen. Es finden sich immer Möglichkeiten, spontan Hilfe anzubieten:

Vorschlag 6

Zeit nehmen und Interesse zeigen …

Jemandem bewusst Zeit und damit Aufmerksamkeit schenken – tut wohl jedem gut. Ein gutes Gespräch oder einfach nur zuhören und da sein. Zeigen Sie Interesse an dem Menschen:
„Was bewegt/bedrückt dich zurzeit am meisten?“

Vorschlag 7

Eine Umarmung

Umarmen Sie einen lieben Menschen einfach mal so – spontan, ohne dass es einen besonderen Grund dazu gibt. Mit so einer Umarmung können Sie Wärme, Geborgenheit, Trost, Entspannung, Liebe und eben auch eine große Portion Freude schenken.

Vorschlag 8

Eine gemeinsame Unternehmung …

… ohne dass die andere Person weiß, was Sie geplant haben. Das kann ein Spaziergang sein, ohne dass Sie vorab verraten, wohin es geht, eine Einladung zu einem (selbstgekochten) Essen, zu einer Veranstaltung.  

Vorschlag 9

Freundlich grüßen und lächeln

Banal? Mag sein! Dennoch sehr wirkungsvoll. Ein Lächeln, dazu ein freundlicher Gruß vermittelt Wertschätzung und erfreut die Empfänger. Haben Sie weitere Vorschläge, um anderen eine kleine Freude zu machen?

Freude schenken: 4 Erlebnisberichte

Abschließend noch von Lesern eingesandte Zeitblüten, die zeigen, welche Bereicherung es sein kann, anderen eine Freude zu machen:

1. Als Dank Tränen in den Augen

Nora schreibt: Ich hatte unlängst eine Begegnung mit einem älteren, etwas verwahrlosten Mädchen, das mich auf der Straße nach Geld gefragt hat. Ich gebe prinzipiell kein Geld und daher habe ich nachgefragt, wofür es das benötigt. Für Essen, war die schüchterne Antwort. Ich habe dann etwas zu essen und zu trinken gekauft. Wenn ich mir dieses zarte schmale Wesen vor Augen führe, bin ich heute noch ganz ergriffen. Vor allem aber, dass sich dieses Mädchen mit Tränen in den Augen bei mir bedankt hat. Freundlichkeit kann meiner Meinung nach mehr bewirken als große Gesten. Freundlichkeit tut niemandem weh und kann sogar, wie in meinem beschriebenen Fall, Tränen in die Augen zaubern. Auf jeden Fall tut sie beiden gut, dem Sendenden und dem Empfangenden. pxb-traenen-traurig

„... mit Tränen in den Augen bedankt.“

2. Die wirklich wichtigen Dinge im Leben …

Kerstin schreibt: Ich lag vor ca. zwei Jahren länger im Krankenhaus. Dort in der Cafeteria wurden unter anderem Briefkarten verkauft. Wunderschöne, handgemachte, individuelle Briefkarten. Als es keine Karten mehr gab, wurde mir die Werkstatt genannt, in der diese hergestellt werden. Eine Werkstatt für Menschen mit Behinderungen. Ich beschloss, die Werkstätte aufzusuchen. Eine Dame führte mich direkt in den Werkraum. Die Personen dort haben teils sehr schwere körperliche und geistige Behinderungen und jeder Prozess der Herstellung dieser Karten ist abgestimmt auf die individuellen Möglichkeiten. Einzelne Damen und Herren schauten neugierig auf mich und grüßten mich mit einer besonders netten Art. Dann geschahen zwei Dinge, die mich mitten ins Herz trafen:
  1. Ich saß inzwischen auf einem Sofa und hatte mehrere Kartons mit Grußkarten zum Aussuchen bekommen. Ich war sehr vertieft, als eine junge Frau ihren Arbeitsplatz verließ und zu mir kam. Sie stellte sich vor mich hin, schaute mir in die Augen, nahm meine Hand, beugte sich zu mir runter und gab mir ein Küsschen auf die Nase. Ich war überwältigt.
  2. Ein anderer Mann stand ebenso auf, verließ seinen Arbeitsplatz mit einer angefangenen Karte. Er lächelte mich so liebevoll an, machte ein Blinzelauge und schenkte mir die Karte.
Ich war und bin noch heute so gerührt und berührt! Da waren für wenige Sekunden Liebe und Vertrauen selbstverständlich und ICH durfte die Empfängerin sein!

3. Ein Lächeln wie eine Umarmung

Magnus schreibt: Nach mehr als 15 Jahren berufsbedingtem Auslandsaufenthalt mit Familie kehrten wir in die Heimat zurück. Ich konnte wieder in die Firma einsteigen, bei der ich vor 22 Jahren angefangen hatte und vor 15 Jahren ausstieg. Mein erster Tag in der Firma war toll! Die meisten Kollegen waren noch dort. Den ganzen Tag erhielt ich ein Potpourri an Willkommensrufen, Umarmungen und vielen anderen Freudensbekundungen. Es war aber nicht nur mein freudiges Erstaunen, wie ich entgegen meiner Vorstellung den Kollegen in Erinnerung geblieben bin. Es war noch eine Sache, die ich so nie eingeschätzt hätte: Ein sehr nahestehender Kollege berichtete mir, dass viele Kollegen sich darüber unterhielten, dass sie sich sehr wohlfühlen, wenn ich sie ansehe, da mein Lächeln so viel Wärme ausstrahlen würde. Da war ich extrem freudig überrascht und konnte eine heimliche Träne der Rührung nicht vermeiden. Mir wurde bewusst, dass es genau das ist, was auch ich immer wieder brauche und wie gut es tut – es ist wie eine Umarmung.

4. Umarmungen

Peter schreibt: Jeden Morgen um fünf Uhr stehe ich auf und bin zeitig auf meiner Laufstrecke. Gegen sieben Uhr treffe ich regelmäßig eine junge Frau, die dieselbe Strecke läuft, aber mir entgegenkommt und immer schon von der Ferne winkte und nett grüßte. Irgendwann blieb sie aus. Ich dachte, sie sei im Urlaub. Dann traf ich sie wieder und rief ihr mehr aus Spaß entgegen: „Ich hab Sie ja sooo vermisst!“ Ja, und dann fielen wir einander einfach in die Arme. Seither umarmen wir uns immer, wenn wir uns morgens treffen, machen ein Drei-Minuten-Schwätzchen, umarmen uns zum Abschied erneut und dann zieht jeder seiner Wege. Zum Weiterlesen:
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