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Trauer bewältigen – alles andere als einfach

Jeder von uns kann in eine Situation kommen, die eine große Trauer auslöst, beispielsweise wenn man einen geliebten Menschen verliert. Man glaubt, in ein tiefes Loch zu fallen, an den Verlust zu zerbrechen und hat keine Kraft, aus diesem Loch wieder rauszukommen.
Aber Trauer ist wichtig, um das Erlebte bzw. den Verlust zu verarbeiten und jeder sollte sich diese auch zugestehen.
Die Trauerphasen bestehen häufig aus vielen Auf und Abs. In den meisten Fällen wird der Schmerz nie ganz verschwinden, man lernt nur, besser damit umzugehen.
Jeder geht anders mit Trauer um.
Während etwa eine Person ihre Trauer nicht nach außen zeigt und damit vielleicht andere irritiert, trägt eine andere alle Traueremotionen nach außen. pxb_trauer-bewaeltigen

Wie kann man die Trauer überwinden?

Es gibt kein Patentrezept oder eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, um den Trauerschmerz zu überwinden, auch weil die Trauerarbeit individuell ist. Aber es gibt Möglichkeiten, die die Trauerarbeit unterstützen:

1. Trauer zulassen

Viele Menschen glauben, sie müssen stark sein, sie dürfen ihre Trauer und die Emotionen nicht zeigen. Das hat oft einen größeren Schmerz zur Folge. Trauer sollten Sie sich zugestehen und auch zulassen.

2. Reden

Den eigenen Schmerz mitteilen und viel über die Gefühle sprechen, kann für Trauernde eine Art Befreiung sein. Es tut einfach gut, darüber sprechen zu können/dürfen.
Deshalb: Sprechen Sie mit Ihnen vertrauten Personen über Ihren Schmerz, über Ihre Trauer!

3. Schreiben

Manche tun sich schwer damit oder wollen nicht über ihre Trauer und über ihre Gefühle reden. Wenn auch Sie zu diesen Menschen gehören, kann Ihnen das Niederschreiben des Erlebten und der Gefühle bei der Trauerarbeit helfen. Dieses Niederschreiben kann beispielsweise in Form eines Tagesbuchs erfolgen oder in Form von Briefen an den geliebten Menschen, auch wenn dieser nicht mehr da ist. Es geht nur um das Niederschreiben und Verarbeiten.

4. Ablenkung

Manche Menschen lässt die Ablenkung die Trauer leichter „vergessen“. Sie stürzen sich in die Arbeit, treiben intensiv Sport – damit sie schmerzende Gedanken aus dem Kopf verdrängen und abends müde ins Bett fallen.

5. Sich etwas Gutes tun

Im Trauerzustand vernachlässigt man die eigene Person. Und darin liegt eine Gefahr. Sie sollten versuchen, sich etwas Gutes zu tun – ohne Gewissensbisse. Und wenn es nur Kleinigkeiten sind, die Sie sich gönnen.

6. Hilfe in Anspruch nehmen

Wenn Sie das Gefühl haben, aus dem Teufelskreis der Trauer nicht alleine herauszukommen, sollten Sie sich nicht scheuen, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Erste Ansprechperson kann der Hausarzt sein, der einen Therapeuten oder auch eine Selbsthilfegruppe vermittelt. Trauernde haben oft das Gefühl, dass die Mitmenschen sie nicht verstehen, ihre Trauer nicht nachvollziehen können. Hier sollte die betroffene Person den Austausch mit Menschen suchen, die ähnlich Schweres erlebt haben. Das kann in der Selbsthilfegruppe oder in einem Internetforum sein. Gerne können Sie sich auch unten in den Kommentaren austauschen. Für viele Trauernde, die einen geliebten Menschen durch Tod verloren haben, ist auch dieser Song von Sarah Connor tröstlich (wie die zahlreichen Kommentare auf YouTube zeigen):

Was fühlen Sie, wie gehen Sie mit der Trauer um?

Unten im Kommentarbereich können Sie sich mit anderen Personen austauschen, die auch mit dem Verlust eines geliebten Menschen konfrontiert wurden.
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