Zeitblüten-Sammlung (831 …)

Von Lesern eingesandte Zeitblüten:


Zeitblüte 876

Eine liebevoll gestaltete Oase

Für den Weg zur Arbeit habe ich einen Abschnitt gewählt, an dem mehrere Bäume mit umgebenden Erd- und Grasflächen liegen.

Eine Erdfläche wurde von einer mir unbekannten Person liebevoll mit Blumen bepflanzt und gestaltet und ist jeden Morgen, den achtlos drauftretenden Fußabdrücken zunickend, wieder liebevoll geharkt:

Ich halte jeden Arbeitstag kurz vor dieser Oase an, verweile dort einen Moment und nicke dabei mit dem Herzen lächelnd dem Gestalter dieser Oase zu, bevor ich meinen Weg zur Arbeit fortsetze.

Auf dem Heimweg komme ich wieder an dieser Oase vorbei, auf der mittlerweile der ein oder andere Fußstapfen dazugekommen ist und so manche Zigarette oder anderer Müll hingeworfen wurde.

Manchmal hebe ich eine Zigarette oder ein Stück Müll auf und werfe es in den nächsten Mülleimer. So leiste ich meinen Beitrag, nehme Anteil und fühle eine Gemeinsamkeit mit dem Oasengestalter: Sei gegrüßt und hab Dank, Du Menschenfreund.

Baddr el Din Dehne / Hannover, Deutschland


Zeitblüte 875

Ein besonderes Vogelhäuschen

Dieses Bild, das ich von meinem Vogelhäuschen gemacht habe, hat eine besondere Bedeutung für mich:

Ich konnte dieses Vogelhäuschen zwei Jahre nach einem schweren Radunfall (Hirnblutung, Lähmungen der Beine, 11 Knochenbrüche, …) an die Fassade meines Hauses montieren: in 4 m Höhe auf der Leiter, das erzeugte eine Art Todesangst.

Ich habe damals die Einschätzungen einiger Uni-Professoren, ein Pflegefall zu bleiben, als Meinung und nicht als Tatsache gewertet. So gegen Gott-Ähnliche anzutreten, hatte natürlich zahlreiche schlaflose Nächte zur Folge.

Nun, zwei Jahre nach dem Unfall und der Pflegefall-Prognose fahre ich wieder jeden Tag mit dem Rad ca. zwei Stunden zur/von der Arbeit: eine sehr wertvolle Zeit nur für mich, und ich genieße morgens um 6 Uhr die Natur und die Begegnung mit Hasen und Rehen. Das ist meine Zeitblüte.

Andreas Nann


Zeitblüte 874

Meine Runde

Mein erster Weg nach einem stressigen Tag in der Arbeit führt mich in meinen Garten.

In aller Ruhe gehe ich „meine Runde“:

Ich schaue im Gemüsegarten, welches Gemüse geerntet werden will, werfe einen Blick in meinen Kräutergarten und überlege, wie ich unser Abendessen verfeinern kann, dann schaue ich in meinen Blumengarten und erfreue mich an der wunderschönen Vielfalt der Blüten und Farben, dann geht’s zum Schwimmteich, wo ich unseren sehr scheuen Frosch beobachte, der blitzschnell hinter seiner Seerose verschwindet.

Diese „meine Runde“ dauert je nach Tagesverfassung unterschiedlich lange, und wenn ich dann wieder in den Alltag zurückkehre, bin ich gestärkt, gut gelaunt und offen für all die Dinge, die noch auf mich zukommen.

Linda


Zeitblüte 873

Teil der Natur

Meine Zeitblüte ist das ruhige und gleichmäßige Arbeiten in meinem Garten. Es ist schön, wenn man Teil der Natur ist und sei es nur für ein paar Stunden.

Dabei kommen die Gedanken zur Ruhe und plötzlich entstehen neue Ideen, welche frisch und zielsicher z. B. zu Problemlösungen beitragen.

Lillith


Zeitblüte 872

Wandertouren planen

Mein Bürojob ist manchmal sehr stressig. Wenn ich aber dann meine Wanderkarten zur Hand nehme und mir Touren in meiner Umgebung raussuche, dann ist das für mich pure Entspannung.

Genauso schön ist es, nach einer Wandertour entspannt die Karte erneut rauszuholen und in Gedanken die Erlebnisse nochmal durchzugehen.

Andre


Zeitblüte 871

Wo mich die Füße hintragen

Letzte Woche hatte ich einen stressigen Tag und hatte am Abend (so gegen 21:30 Uhr) das Bedürfnis, an die frische Luft zu gehen, zumal es auch der erste Tag im Jahr war, der nicht ganz so kalt war.

Ich wollte eigentlich nur um den Block gehen, aber das Laufen und der kühle Wind, der mir ins Gesicht wehte, haben mir so gutgetan, dass ich einfach weitergelaufen bin.

In dieser Zeit habe ich viel über das Leben nachgedacht, mir ist alles Mögliche durch den Kopf geschossen. Ehe ich mich versehen konnte, habe ich gemerkt, dass ich inzwischen in einem anderen Stadtteil angekommen bin. Das war echt verrückt, wo mich meine Füße hingetragen haben, ohne dass ich es wirklich bemerkt hatte.

Ich wollte schon einen Bus zurück nach Hause nehmen, als ich merkte, dass ich in der Nähe von meiner Grundschule war. Ich nahm den Bus doch nicht und ging zu der Grundschule, die sich kaum verändert hatte.

Während ich von außen gedankenverloren auf den Pausenhof starrte (es war fast 23 Uhr), gingen mir folgende Gedanken durch Kopf:

  • Ich hatte dort vier schöne Jahre verbracht.
  • Unglaublich, was sich seitdem alles geändert hat.
  • Ich kann mich glücklich schätzen, dass ich die Möglichkeit habe, völlig furchtlos mitten in der Nacht durch die Straßen zu schlendern.

Danach bin ich nach Hause und bin mit einem zufriedenen Gefühl eingeschlafen.

Kim


Zeitblüte 870

Ein Auge für die Veränderungen durch die Jahreszeiten

Ich wohne in einer wunderschönen Naturlandschaft. Zweimal in der Woche laufe ich hier einen bestimmten Weg und beobachte dabei den Lauf der Natur mit den verschiedenen Jahreszeiten. Viele Kleinigkeiten ändern sich in dieser kurzen Zeit. Ein Auge dafür zu bekommen, ist wunderschön.

Das ist jedes Mal eine kleine Auszeit für mich und ich habe danach wieder neue Kraft für die kommenden Tage.

Annette


Zeitblüte 869

„Ich vergrabe all meinen Kummer im Garten.“

Es ist nicht selbstverständlich, gesund zu sein und auch zu bleiben. Da ich beruflich mit chronisch kranken Menschen arbeite, weiß ich meine Gesundheit zu schätzen und bin dankbar dafür. Durch das berufliche Umfeld habe ich über all die Jahre auch gelernt, dass die einfachen Dinge die wahrhaft größten sind.

So kann ich wunderbar entspannen und abschalten, wenn ich mich in unserem Garten kreativ betätige und im Sommer all die kleinen und großen, grünen und bunten „Wunder“ in meinem Schaukelstuhl sitzend genießen kann.

In der Natur lässt es sich einfach sehr gut entspannen. Bewegung und frische Luft tun gut. Und in diesem Zusammenhang denke ich immer wieder gerne an meine „Schwiegeroma“, die stets sagte: „Ich vergrabe all meinen Kummer im Garten.“ Sie war leidenschaftliche Gärtnerin bis ins hohe Alter mit zuletzt zwei künstlichen Hüftgelenken.

Petra


Zeitblüte 868

Eine Insel des Wohlbefindens, die ein großes Geschenk ist

Ich mache sehr gerne Nordic Walking. Früher am liebsten alleine. Ich suchte Ruhe von meiner turbulenten Großfamilie und Arbeitsstätte. In der Zwischenzeit ist viel passiert. Die Ruhe ist mir eher zu viel geworden und ich sehnte mich nach laufen, aber mit Begleitung.

Ich überlegte, bei uns im Supermarkt einen Zettel ans Schwarze Brett zu pinnen. Aber Handynummer öffentlich? Keine so gute Idee. Also entschloss ich mich, eine Kleinanzeige aufzugeben. Rubrik „zu verschenken“. Es ging ja nach wie vor um meine Zeit …

Ich schaltete folgende Anzeige: „Suche Laufbegleitung, weiblich, zwischen 40 und 60 Jahren.“

Dazu ergänzte ich ein Foto meiner neuen Turnschuhe. Kurz darauf kam die erste Meldung eines Marios, ob denn meine Turnschuhe noch zu haben wären. Ich verneinte, schrieb grinsend, dass ich die doch zum Laufen bräuchte. Ja, dann hätte er kein Interesse.

Dann folgte eine Antwort, die mein Leben sehr bereichert und verändert hat. Ob ich noch Bedarf hätte, stand darin. Ich bejahte, bekam eine nette Rückmeldung mit einem lieben Gruß an mich am Ende, dann ein ausländischer Name. Keinem Geschlecht zuzuordnen.

Das war verwirrend. Auf Laufen mit etwaigen beziehungsknüpfenden Hintergedanken war ich nicht aus. Afrikanisch? Ich googelte den Namen. Es war ein Nachname. Mehr fand ich nicht heraus.

Beim nächsten Nachfragen stellte sich heraus, dass die Absenderin mit einem Afrikaner verheiratet ist, 54 Jahre und nein, kein Fake. Sie fragte wiederum, ob ich das denn ehrlich meine und es meinerseits kein Fake sei. Ich sage nur „Internet, du lässt einen vorsichtig werden …“.

So kam es, dass wir uns mit Stöcken begegneten, uns unsren schönen Taunus mittlerweile gemeinsam erlaufen, viel reden und zuhören – und das abwechselnd – und dadurch eine große aktive Zeitblüte mein Leben bereichert.

Dazu kam, dass sie auch übergewichtig ist, wir uns darüber austauschen, motivieren und gemeinsam dem entgegenwirken. Durch sie habe ich mich trotz meiner Verbummelung getraut, mich im Fitnessstudio anzumelden – und hinzugehen!

Mit Freude und Lachen sind wir im Feld unterwegs, dreimal die Woche, zweimal davon abends mit Stirnlampen. Das war mehr als ich mir damals beim Aufgeben der Annonce erhofft hatte.

Ganz obendrauf kam, dass ich einen berufsbegleitenden Verwaltungslehrgang mache und sie Finanzbuchhalterin ist und mir beim Laufen Nachhilfe in Rechnungswesen gibt.

Das alles ist meine aktive Zeitblüte, die ich nicht mehr missen möchte. Eine Insel des Wohlbefindens, die ein großes Geschenk ist!

Silke


Zeitblüte 867

Gemeinsam kuschelnd in den Tag starten

Mir hilft besonders mein Garten zum Abschalten von der Alltagshektik. Einfach aus der Terrassentür treten und einen Blick in die Runde werfen, senkt den Stresspegel schon erheblich. Wenn ich mehr Kraft benötige, mache ich noch ein paar Qi-Gong-Übungen, am liebsten ebenfalls im Garten, aber auf jeden Fall mit Blick nach draußen.

Im Büro verwende ich für meinen Bildschirmschoner einige besondere Erinnerungsfotos von der Familie und von den letzten Urlauben. Jedes Mal, wenn eines davon erscheint, erinnere ich mich automatisch an etwas Schönes. Und wenn es besonders hektisch wird, betrachte ich die Bilder bewusst etwas länger und versuche, das Urlaubsgefühl wiederzubeleben.

Meine schönsten Zeitblüten sind allerdings schon vergangen:

Meine zwei Kinder waren noch kleiner – so klein, dass niemand gemeckert hat, wenn er 10 Minuten früher als unbedingt notwendig geweckt wurde. :-) Als Start in den Tag – bevor wir uns in die Schule, den Kindergarten und die Arbeit gestürzt haben – haben wir noch fünf bis zehn Minuten auf dem Sofa gemeinsam gekuschelt. Ein Kind rechts, eines links in meinen Armen.

Martina


Zeitblüte 866

Durch die Wälder galoppieren

Meine Zeitblüte ist mein Pferd. Schon wenn es abends meine Schritte im Stall hört, wiehert es wie verrückt und springt fast durch die Tür. Da ist dann schon fast alles vergessen, was am Tag vorgefallen ist.

Wenn wir dann noch durch die Wälder galoppieren, er buckelt und sich freut, kann der Tag noch so schlecht gewesen sein, die Welt ist für mich dann perfekt und ich gehe zufrieden und glücklich ins Bett, ohne negative Gedanken an die schlechten Dinge des Tages.

Andrea


Zeitblüte 865

Glücksböhnchen

Die Geschichte mit den Glücksbohnen [hier zum Nachlesen] fand ich sehr ansprechend. Deshalb habe ich lieben Menschen individuelle und wunderschöne selbstgebastelte Glücksböhnchen (aus Modelliermasse) verschenkt. Die Böhnchen zusammen mit der Geschichte fanden sehr großen Anklang. Natürlich kann man auch eine bunte Mischung aus Kidney-, Wachtel-, Saubohnen oder anderen Bohnen verschenken, denn die natürlichen Farben dieser verschiedenen Sorten sind auch toll.

Alleine der Vorsatz, mit den Glücksböhnchen besondere Erlebnisse in Erinnerung zu behalten – wie in der Geschichte beschrieben –, wirkt nachhaltig. Heute sehe ich dadurch meine Umgebung mit anderen Augen, nehme viel mehr wahr und genieße jeden kleinen und großen (Glücks-)Moment.

Stefanie


Zeitblüte 864

So viel Zeit muss sein

Meine ganz persönliche Zeitblüte besteht darin, morgens meinen Kaffee gemütlich im Bett zu genießen. Ich schätze es jeden Tag aufs Neue, den Kaffee ganz bewusst zu schlürfen, seine Wärme zu spüren und den herrlichen Kaffeeduft einzuatmen.

Beim Zubereiten des Kaffees bin ich immer sehr gespannt auf den „Spruch des Tages“, den mir mein Kalender schenkt und somit meinen Horizont erweitert.

So viel Zeit muss sein. DENN:

Zeit, die wir uns nehmen, ist Zeit, die uns etwas gibt [Ernst Ferstl]

Sarah


Zeitblüte 863

Die Weite des Meeres – meine persönliche Oase der Ruhe

Für mich bedeutet die Weite Ruhe. Und Ruhe ist im Alltag sehr wichtig.

Um nach einem stressigen Tag wieder „zur Ruhe“ zu kommen, reichen mir meist schon ein paar Minuten Tagträume über den letzten Urlaub an der Nordsee. Die Spaziergänge im rauen Wind, die Sonne, die ab und zu mal die Nase kitzelt, das stürmische aufbrausende Meer … Alles in allem meine Ruheoase.

Wenn ich mir dann mit meiner Tochter den gemeinsamen Urlaub an der Nordsee gönne, ist das Leben einfach schön. So kann man bei Spaziergängen oder einfach nur am Meer sitzend die Gedanken laufen lassen, oder einfach mal nichts denken. Auch dies ist gut genutzte Zeit.

Katrin


Zeitblüte 862

Ein guter Gesang wischt den Staub vom Herzen

Ein guter Gesang wischt den Staub vom Herzen.
Christoph Lehmann, dt. Schriftsteller, 1579–1639

Um runterzukommen, einfach nur zu sein, alles fließen zu lassen was da ist und in mir vorgeht, singe ich gerne.

Ich setze mich zu Hause oder raus in die Natur an einen schönen Platz, nehme vielleicht meine Gitarre in die Hand und spiele drauflos. Dabei entstehen manchmal Lieder, die mich selber beim Entstehungsprozess und während des Singens „heilen“ und an denen auch andere Gefallen finden können, weil sie vielleicht Ähnliches erlebt haben oder erleben und sie sich dadurch gespiegelt und verstanden fühlen. Der Verstand spielt dabei eine untergeordnete Rolle.

Alles darf da sein und sich ausdrücken. Es ist meine Seelennahrung.

Larisa


Zeitblüte 861

Meine Mitbewohner

Ich wohne in einer Wohngemeinschaft. Meine Zeitblüte ist das Zusammensein mit meinen Mitbewohnern – ob beim gemeinsamen Essen oder beim allabendlichen Zusammensitzen auf dem Sofa.

Meine Mitbewohner sind meine selbst ernannte Familie. Sie sind für mich da und ich kann auf sie zählen, genauso wie sie auf mich!

Schon allein einen von ihnen in der Nähe zu haben, gibt mir das Gefühl anzukommen, zu Hause zu sein. Und wenn wir dann alle zusammen sind, dann sind wir auch „vollständig“.

Catharina


Zeitblüte 860

Wie neugeboren …

Wenn ich das Gefühl habe, etwas loslassen zu müssen, setze ich mich vor meinen Bild „Die Erschaffung Adams“ (Faksimile) von Michelangelo und begebe mich tief hinein. Es ist wie eine Reise in mein tiefes Inneres. Es kommen zig Gedanken und Gefühle und ich lasse sie alle zu.

Das ist meine ganz persönliche Achtsamkeitsübung und ich fühle mich danach wie neugeboren.

Pamela


Zeitblüte 859

Abtauchen

Im Urlaub genieße ich das Tauchen. Das Besondere daran ist die Schwerelosigkeit und dass man sich einfach nur auf die eigene Atmung konzentrieren kann. Das ist so unglaublich entspannend.

Silvia


Zeitblüte 858

Mein entspannter Spanier

Seit zwei Jahren lebt mit uns ein Hund aus Spanien: Mojo. Mein Lebensgefährte hat ihm den Namen „Dichter und Denker“ gegeben und ich sage immer, er ist ein „entspannter (chilliger) Spanier“.

Mojo ist ein Garant für Entschleunigung, ob man will oder nicht. Er strahlt beim Spazierengehen so viel Ruhe und Gelassenheit aus, dass ich mir auch die Zeit nehme, die Natur zu bewundern: Pflanzen, Tiere, … Und nicht nur große Tiere wie beispielsweise letzte Woche, als wir Otter beobachtet haben. Auch ganz kleine Tiere wie Ameisen, die auf einen Baum raufmarschieren.

Es macht mich glücklich, dass mein Hund mich so etwas gelehrt hat. Er ist mein Goldstück und ich bin dankbar, dass wir beide zueinander gefunden haben.

Sybille


Zeitblüte 857

In der Natur mit meinem Hund

Ich entspanne bzw. entstresse mich am besten, wenn ich mit meinem Hund in die Natur gehe, dort eine lange Runde in den Feldern oder am Deich entlang spaziere und die Seele baumeln lasse. Dabei kann ich neue Energie tanken und mit frischem Elan neue Aufgaben angehen.

Werner


Zeitblüte 856

Mein schriftlicher Tagesrückblick

Jeden Abend nehme ich mir Zeit für mich, d. h., ich erinnere mich, was an dem Tag passiert ist. Das mache ich schriftlich. Ich schreibe auch banale Dinge auf sowie alles, wofür ich an diesem Tag dankbar bin.

Regina 


Zeitblüte 855

Angeln

Meine persönliche Zeitblüte ist das Angeln – ein Hobby, das mir innere Ruhe und Abstand vom stressigen Alltag bietet. Zudem bin ich vor Kurzem aus der Großstadt ins Umland gezogen, um nach Feierabend die Natur und Ruhe besser genießen zu können.

Nils


Zeitblüte 854

Eine wunderbare Begegnung

Es ist schon eine ganze Weile her und doch ist es mir, als ob es erst gestern gewesen wäre. Es sind diese besonderen Augenblicke, die einem im Gedächtnis des Herzens haften bleiben.

Ich hatte ein paar Tage einen Workshop in der Nähe von Koblenz gebucht. Es war nicht das erste Mal, dass ich dort war. Manchmal fahre ich mit dem Zug, allein schon deshalb, um die herrliche Fahrt entlang am Rhein zu genießen. Dieses Mal war ich aber mit dem Auto unterwegs.

Am Ende des Workshops ging ich zur Rezeption, um meinen Zimmerschlüssel abzugeben. Vor dem Eingang spielte ein Mann auf seiner Gitarre. Ich hielt kurz inne, weil mir die Melodie gefiel, ging dann aber schnell weiter, denn wenn ich einmal im Abreisemodus bin, dann gibt es normalerweise kein Halten mehr.

Als ich wieder nach draußen trat, um zum Parkplatz zu gehen, spielte der Mann immer noch diese sanfte und anrührende Melodie. Ich sprach ihn an. Ich bedauerte es, keine Zeit zu haben, um seinem Spiel weiter zu lauschen, doch er meinte, ich könnte mir die Zeit ja nehmen und lud mich ein, mich neben ihn zu setzen.

Ich dachte: „Warum nicht, schließlich bin ich die Verwalterin meiner Zeit und die einzige, die sich selbst zur Eile treibt.“ So kam ich in den Genuss eines ganz privaten und wunderbaren Gitarrenspiels.

Es gibt eben Momente, da tut es gut und not, sich gegen die Uhr und für den Menschen zu entscheiden. Es war eine wunderbare Begegnung!

Ulla


Zeitblüte 853

Momente der Kreativität

Eigentlich gibt es viele Zeitblüten in meinem Leben. Derzeit und immer wieder zählen dazu Momente der Kreativität, wenn ich stricke, häkle, nähe oder male, dann fühle ich mich sehr, sehr wohl!

Ich genieße, dass etwas entsteht, mit dem ich Freude habe und das ich auch verschenken kann, wenn es fertig ist. Auf diese Weise verdoppelt sich dann sogar die Freude!

Esther


Zeitblüte 852

Alte Gemäuer

Ich bin im IT-Trainingsbetrieb tätig und für mich sind Pünktlichkeit und sorgfältige Planung ein absolutes Muss. Aber auch wenn ich mir einbilde, dass ich die mir zur Verfügung stehende Zeit recht gut einteile, gibt es Momente, an denen mir die Mütze qualmt, wie den meisten anderen auch.

Ich komme sehr gut zur Ruhe, indem ich auf Dinge achte, die es schon länger gibt als mich. Besonders gut eignen sich dafür Kirchen, die man ja zum Glück in Deutschland meistens noch kostenfrei betreten kann.

Ich bin kein sehr religiöser Mensch, zumindest nicht als aktiver Kirchgänger, aber bis jetzt ist es mir in fast jeder Kirche so ergangen, dass ich eine deutliche Entschleunigung spüre.

Ebenso schaue ich gerne auf meinen Dienstreisen in Kirchen, auch in kleine Dorfkirchen hinein. Mir scheint, dass sehr alte Kirchen, speziell jene romanischen Typs dazu besonders geeignet sind. Sie sind so unglaublich massiv und von einer beeindruckenden Klarheit.

Und wenn ich z. B. in der Hildesheimer Michaeliskirche (die gibt es u. a. auf der niedersächsischen 2-€-Sonderprägung zu sehen!) einen über 1000 Jahre alten Grundstein sehen und anfassen kann, dann werden meine kleinen Zeitprobleme doch überschaubarer.

Wenn ich dann aus einer solchen Kirche heraustrete, nehme ich gefühlt immer einen Zipfel von der Unsterblichkeit ihrer Erbauer mit in den Alltag.

Dirk Röllecke


Zeitblüte 851

Wenn Unscheinbares an Schönheit gewinnt

Ich habe schon einiges in meinem Leben bewältigen müssen – u. a. den Verlust meiner Mutter, eine Scheidung und den schweren Autounfall meines Partners. Das alles innerhalb eines kurzen Zeitraums.

Hätte ich meine Kinder nicht gehabt, wüsste ich nicht, wo ich heute wäre. Stück für Stück kämpfe ich mich ins Leben zurück.

Jeder Sonnenstrahl, jede Blüte, die frische Brise – alles gewinnt an Schönheit, was vorher so selbstverständlich schien. Das alles lernt man zu schätzen, wenn man so nah mit dem Tod konfrontiert wird.

Sich über diese Kleinigkeiten zu freuen, sie wahrzunehmen als etwas Besonderes, das ist meine Zeitblüte.

Liane


Zeitblüte 850

Zeitblüten über den Tag verteilt

… Nun denke ich über meine Zeitblüten nach und merke, dass ich ganz viele während des Tages erleben darf.

Die erste blüht gleich nach dem Aufstehen: Das Haus ist ganz ruhig. Alle schlafen noch, wenn ich mich mit einer Tasse Kaffee und einer Lektüre in die Wanne setze.

Danach erledige ich erste Arbeiten und wecke die Kinder, oder sie tapsen verschlafen durch die Wohnung auf der Suche nach mir, um eine „Guten-Morgen-Umarmung“ zu bekommen. Wunderschön.

Dann wird’s allerdings sehr hektisch, alles wirbelt durcheinander, bis um Viertel vor acht alle aus dem Haus sind.

Mit meiner Kleinsten gibt’s Frühstück und bald darauf wirbelt der Tag alles herum, drunter und drüber. Hier sind die Zeitblüten verschüttet, und dann am Abend bin ich k. o., die Nerven auch. Aber auch hier gibt es Zeitblüten, viele, aber oft bin ich zu müde sie wertzuschätzen.

Dali


Zeitblüte 849

Alles Negative abwaschen

Wenn ich merke, dass mir mal wieder alles zu viel wird und ich genervt und mit vollem Kopf nach Hause komme, dann packe ich meine Sauna-Tasche und gehe in die Sauna.

Bereits nach dem ersten Durchgang habe ich das Gefühl, alles Negative abgewaschen und ausgeschwitzt zu haben, und komme dann auch zwischen den einzelnen Gängen zur Ruhe und kann meine belastenden Gedanken davonfließen lassen.

Petra


Zeitblüte 848

Glück ist …

Zeitblüte heißt für mich, auch in schlechten Zeiten dem Glück die Tür öffnen.

Denn Glück ist nicht selten, wir machen es uns leider zu wenig bewusst.

Glück ist ein Tag ohne Sorgen,

Glück ist eine Stunde Freizeit,

Glück ist Ruhe finden,

Glück ist wenn wir etwas zu lachen haben.

Deshalb öfter an das Glück denken.

Irma


Zeitblüte 847

Was mich erdet …

Wenn ich spüre, dass ich angespannt, unausgeglichen, unzufrieden bin, gehe ich in ein hiesiges Altenheim. Dort frage ich bei den Betreuern, welche Bewohner in dieser Woche keinen Besuch hatten bzw. bekommen werden.

Dann nehme ich mir bewusst eine Stunde (oft werden es zwei oder mehr), um mich vorzustellen, um vorzulesen, mich zu unterhalten, ein Spiel zu spielen oder auch mitunter nur, um die Hand zu halten. Je nachdem, was die Person möchte und welche Möglichkeiten (noch) bestehen.

Diese Zeit mit den älteren Menschen und die Gespräche mit ihnen über deren Erlebtes erden mich, machen mich dankbar, demütig für mein Sein und erfreuen mich – immer auch noch im Nachgang – eine lange Zeit.

Selbst bei einem nur „Dasein“ erhalte ich von den Bewohnern sehr oft ein Lächeln oder einen Blick tiefer Dankbarkeit zurück.

Zudem ist es Unterstützung und Hilfe für die Beschäftigten und auf jeden Fall Ablenkung für die Bewohner und eine Bereicherung auch für mich.

Janina


Zeitblüte 846

Mein Antistress-Ritual

Meine Kinder haben das Fingerhäkeln in der Schule gelernt. Beide kamen ganz stolz nach Hause und haben jedem, der ihnen „in die Quere kam“, ein Armband gehäkelt.

Meine zwei Armbänder trage ich immer unter meinem Hemd. Wenn es dann mal wieder stressig wird oder ich an einem besonders guten Tag das Gefühl habe, abzuheben, dann schaue ich auf die Bänder.

Dieses Ritual erinnert mich daran, wie wichtig die kleinen Dinge im Leben sind, wenn sie einem nur wichtig genug sind.

Jörg


Zeitblüte 845

Die Zeit steht still

Nach einem anstrengenden Arbeitstag mit einer Reihe von Meetings und Workshops finde ich meine persönliche Zeitblüte beim Flug mit meinem ferngelenkten Modellhubschrauber.

Diese Flüge erfordern meine volle Konzentration. Ich habe dabei den Eindruck, dass die Zeit still steht.

Beim Fliegen nehme ich die Natur und ihre Elemente noch deutlicher wahr als sonst. Vor allem Wind und Licht spielen eine besondere Rolle und wirken auf mich ein. Trotz der Fokussierung auf das Fluggerät erlebe ich in diesen Momenten eine rasche und nachhaltige Entspannung.

Das hohe Entspannungslevel bleibt für eine gewisse Zeit auch nach den Flügen bestehen und ich nehme es in den Alltag mit. In anstrengenden Momenten kann ich durch Gedanken an das Fliegen kleine Erholungspausen für mich selbst schaffen.

Solche Gedanken lassen die Vorfreude für den nächsten realen Flug wachsen – und die Stimmung steigt.

Roland


Zeitblüte 844

Gaaanz langsam, wie ein Faultier

Wenn ich z. B. bei der Tee-Zubereitung merke, dass ich total hektisch bin und Sachen schon fast umwerfe, weil ich mich so sehr beeile, dann sage ich mir „STOPP!“ und mache jede einzelne Bewegung ab dann für ca. eine Minute ganz langsam, fast wie ein Faultier.

Gaaanz langsam Schublade auf, Tee raus, Becher aus dem Schrank, Tee rein, Zucker rein, alles gaaanz ganz langsam.

Ich merke dabei recht schnell, wie sich meine Hektik verflüchtigt. Danach kann es normal weitergehen.

Durch diese Übung habe ich zwar ca. eine Minute „verloren“, aber der Tag kann dann stressfreier weitergehen. Ich mache sie oft auch mehrmals am Tag – immer dann, wenn ich merke, dass ich hektisch werde.

Frances


Zeitblüte 843

Momente des SEINS im Hier und Jetzt

Meine spontanen Gedanken zu Zeitblüten:

Lass der Zeit Blüten zu tragen, oder alles hat seine Zeit …

Zeitblüten sind wie Momente des SEINS im Hier und Jetzt, ohne den Blick auf das Vergangene zu leugnen und ohne sich dem Zukünftigen zu verschließen. Das Hier und Jetzt anzunehmen mit seiner ganzen Kraft … ist der Moment des Glücks!

Karin


Zeitblüte 842

Ein unvergesslicher Tag

Ich war zum ersten Mal mit meiner sechsjährigen Tochter beim Eislaufen. Ein wirklich berührendes Erlebnis, denn sie war außer sich vor Freude und fühlte sich von Beginn an pudelwohl auf der Eisfläche, obwohl sie sonst eher vorsichtig ist.

Über dreißig Jahre ist es her, seit ich selbst das letzte Mal auf Kufen stand. Hand in Hand mit meiner Tochter übers Eis zu gleiten, war für mich ein herzerwärmendes Gefühl.

Jojo


Zeitblüte 841

Sich regen bringt Segen

Nach dem Motto „Sich regen bringt Segen“ laufe ich zur Entspannung in der Natur. Ich kann nachdenken, dringe in mein Inneres vor und fühle mich frei. Ich tanke Energie und kann wieder mit viel Kraft meine Ziele verfolgen.

Andrea


Zeitblüte 840

Innere Mitte finden

Ich habe Karate für mich entdeckt. Die für Körper und Geist anspruchsvollen Übungen fordern meine ganze Konzentration. Mein Kopf wird frei und ich verlasse das Training stets entspannt und gut gelaunt.

Meiner Meinung nach kann jeder seine innere Mitte in einer Tätigkeit, Sportart oder durch Lernen finden – solange sich jeder selbst (heraus-)fordert.

Ich bin eine „problemlösungsorientierte Immer-Denkerin“. Mein Motto:

Je mehr Konzentration nötig ist, desto freier wird mein Kopf.

Maria


Zeitblüte 839

Mehr „Treffer“

Hin und wieder geht es sich tatsächlich aus, dass nach dem Einkaufen noch ein wenig Zeit übrig bleibt. Dann besuche ich einen Zeitschriften-Laden, der eine große Auswahl an Magazinen anbietet. Sie kennen mich dort schon. Ich schaue ALLE Regale durch und nehme die eine oder andere Zeitschrift heraus, die mich mit einer Schlagzeile oder einem Bild anspricht. Ich blättere ein wenig durch, und schlussendlich entscheide ich mich für eine.

Das Besondere daran ist, dass ich nicht nur meine bevorzugten Themen anschaue, sondern wirklich alle. Manchmal ist es einfach nur das wunderschöne Papier, das mich anspricht, manchmal ein einziges Foto oder ein kurz dargestelltes Thema, manchmal auch eine Werbung oder ein interessanter Artikel.

Daheim finde ich dann meist erst am Abend oder am Wochenende Zeit, um das ganze Magazin genauer zu „durchforsten“.

Manchmal motiviert mich etwas, ein anderes Mal gewinne ich Einblick in Lebenswelten, die mir vollkommen fremd sind, ein weiteres Mal lerne ich etwas über Jugendsprache, Psychologie, Wirtschaft, Politik, Gesundheit, Mode, Garten, oder ich werde aktiv und bastle, renoviere, koche oder pflanze etwas.

Für mich ist das eine recht entspannende Art des Lernens. Wenn einmal wenig „Brauchbares“ zu finden ist, schneide ich ein Bild für meine Pinnwand oder eine Geburtstagskarte aus, mache eine kleine Collage aus Überschriften oder falte aus schönen Seiten Säckchen für Geschenkverpackungen.

Häufig wandert die Zeitschrift auch noch weiter an jemanden, der sich für das jeweilige Thema interessiert.

In den zehn Minuten, die ich zum Auswählen brauche, kommen bestimmt an die 20 Menschen in die Trafik, die eine Menge Geld in ihr „Glück“ investieren, in Lose, Lotto und andere Gewinnspiele.

Mir scheint, ich habe mehr „Treffer“!

Veronika


Zeitblüte 838

Ein unbeschreibliches Glücksgefühl

Ich lebe auf dem Land und blicke vom Frühstückstisch aus auf die angrenzenden Felder und dann etwas weiter weg in Richtung Au. Wenn während des Frühstückens die Sonne aufgeht und ganz vorsichtig zwischen den Bäumen emporkommt, ist das Glücksgefühl unbeschreiblich. Ich bekomme eine enorme Stärkung für den beginnenden Tag.

Christa 


Zeitblüte 837

Das gemeinsame Abendessen

Ich habe eine zweieinhalbjährige Tochter und eine wunderbare Frau, zwei Unternehmen und dadurch sehr viel Arbeit. Trotzdem ist es mir wichtig, mir Zeit für das gemeinsame Nachtmahl zu nehmen. Kein Handy, keine E-Mails, kein Internet. Wir zu dritt an unserem Tisch, und ich genieße dabei jeden Moment. Das ist wunderbar!

David


Zeitblüte 836

Wenn sich Dinge anders entwickeln …

Ich gönnte mir ein paar Tage Ostseeluft (Rügen), um meinen hartnäckigen Infekt endlich auszukurieren ‎und vor allem den Kopf freizubekommen, der die eine oder andere Blockade beherbergte.

Dabei folgte ich dem Slogan „Urlaub von Anfang an“ und reiste mit der Bahn. Auf das Reservieren eines Sitzplatzes hatte ich verzichtet, was mich bei dieser Fahrt zunächst furchtbar ärgerte. Denn ich stellte fest, dass der Zug voll war. Ich war frustriert, suchte nach einem Sitzplatz.

Meine Zug-Sitzplatz-Odyssee ging weiter und ich kam in ein Abteil mit johlenden Fans eines Fußballvereins auf dem Weg zum Spiel. Nicht nur laut waren diese Leute, sie hatten einen „Ghettobluster“ mit Partymusik laufen, überall stapelte sich Müll. Ich sah, wie die anderen Fahrgäste das Abteil mieden. In meiner Not nahm ich die Herausforderung an.

Was erlebe ich dann? Nette, offene Leute mit guter Laune, die mir sofort etwas zu trinken anbieten. Es folgten „Fachgespräche“ über König Fußball und über dies und das. Die jungen Leute erzählten mir sogar von ihren Wünschen und Bedürfnissen. Ich hatte sofort das Gefühl, dass sie mir vertrauen … Ich fühlte mich unter und mit ihnen wohl und hatte Spaß. Es war richtig schade, als die Fangruppe ausstieg.

Was lerne ich daraus? Auch ich, die sich vielleicht etwas mehr mit Wahrnehmung, Wirkung und dem ersten Eindruck ‎beschäftigt, war zunächst von Vorurteilen gelenkt. Ich durfte jedoch erfahren, dass sich die Dinge oftmals anders entwickeln als man im ersten Moment zu wissen glaubt.

Birgit


Zeitblüte 835

Tee trinken und Kraft tanken

Ich lehne mich zurück und trinke schluckweise eine Tasse heißen Tee, und von Schluck zu Schluck entspanne ich mich mehr und tanke Kraft.

Maria 


Zeitblüte 834

Tränen in den Augen

Ich hatte unlängst eine Begegnung mit einem etwas verwahrlosten Mädchen, das mich auf der Straße nach Geld gefragt hat. Ich gebe prinzipiell kein Geld und daher habe ich nachgefragt, wofür sie es benötigt. Für Essen, war ihre schüchterne Antwort. Ich habe ihr dann etwas zu essen und zu trinken gekauft.

Wenn ich mir dieses zarte schmale Wesen vor Augen führe, bin ich heute noch ganz ergriffen. Vor allem aber, dass sich dieses Mädchen mit Tränen in den Augen bei mir bedankt hat.

Freundlichkeit kann meiner Meinung nach mehr bewirken als „große“ Gesten. Freundlichkeit tut niemandem weh und kann sogar, wie in meinem beschriebenen Fall, Tränen in die Augen zaubern. Auf jeden Fall tut sie beiden gut, dem Sendenden und dem Empfangendem.

Nora


Zeitblüte 833

Demut und Dankbarkeit

Meine Zeitblüten sind Momente, in denen ich tiefe Demut und Dankbarkeit empfinde für alles, was ich habe: einen Partner, Familie, Freunde, einen Job, Gesundheit, Freiheit, Freude.

Momente, in denen ich mich an der Pusteblume am Wegesrand erfreue und wie ein Kind herzlich lachen kann. Momente, in denen ich für andere da bin und weiß, ich kann auf andere zählen.

Sternchen


Zeitblüte 832

Warme Steine

Wenn mir im Alltag alles zu viel wird, ist meine Zeitblüte eindeutig die Auszeit in der Sauna. Da kann ich entspannen und zur Ruhe kommen.

Hin und wieder gönne ich mir dazwischen eine Warmsteinmassage. In der Zeit bin ich ganz bei mir und komme dann vollgetankt mit neuer Energie nach Hause.

Anne


Zeitblüte 831

Anders ist anders

Es ist mittlerweile schon einige Jahre her, seit ich einen schönen Spruch gehört habe. Dieser hilft mir noch heute und stärkt mein Selbstwertgefühl. Der Spruch hängt seit Jahren am Badezimmerspiegel:

Anders ist anders.

Anders ist nicht besser.

Anders ist nicht schlechter.

Anders ist anders.

„Und du bist einmalig!“, hat meine Freundin ergänzt.

Maria


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