Zeitblüten-Sammlung (301 – 600)

Von meinen Lesern eingesandte Zeitblüten:


Zeitblüte 600

Ein gemeinsamer Nachmittag in der Woche

Da ich mit meiner Frau zusammen ein Unternehmen führe, kenne ich das Problem: zu wenig Zeit für mich und meine Familie.

Nach dem Lesen der anderen Zeitblüten und Tipps habe ich mich dazu durchgerungen, etwas zu verändern. Meine Frau und ich nehmen uns seit einiger Zeit einen Nachmittag in der Woche bewusst frei, um zusammen etwas zu unternehmen oder Sport zu treiben – und siehe da, es lässt sich einrichten!

Früher war ich der Meinung, das klappt nicht, da ich unbedingt gebraucht werde. Nein, ich wurde eines Besseren belehrt und es geht uns dabei richtig gut. Es ist einfach klasse!

Roy


Zeitblüte 599

Die Ausarbeitung des Familienstammbaumes

Seit einigen Jahren befasse ich mich mit dem Stammbaum meiner Familie. Ich lerne so viele Menschen mit ihren eigenen Geschichten kennen. Bei den gemeinsamen Treffen mit den Verwandten schwirrt mir danach des Öfteren der Kopf von den vielen Erzählungen. Aber es ist ein herrliches Gefühl.

Bei so einem Treffen kann ich mich richtig entspannen und freue mich schon auf die „Arbeit“ danach, wenn ich meinen Stammbaum wieder ergänzen kann.

Alexandra


Zeitblüte 598

Die blaue Stunde

Ich habe eine kleine Hütte in Norwegen, in der ich so viel Zeit wie möglich verbringe. In der verschneiten Winterlandschaft gibt es für mich ein festes Morgenritual: Kaffee kochen, Kamin anmachen, am Fenster sitzen und hinausschauen in die Dunkelheit. Dann allmählich ist sie da – die blaue Stunde.

Es wird wirklich alles blau, ein zartes und dennoch durchdringendes Blau. Und dieses Blau klärt die Dunkelheit auf eine fast magische Weise.

Schon bemerkenswert, dass das schönste Licht direkt nach der Dunkelheit kommt …

Vera


Zeitblüte 597

In unserem neuen Haus

Meine Frau und ich haben neu gebaut und 16 Monate lang mehr oder weniger für den Hausbau gelebt. Unsere Tage bestanden fast nur noch aus Arbeit und Hausbau.

Als es dann endlich so weit war und unser Traum in Erfüllung ging, legten wir uns am Abend des Umzugs in unser neues Wohnzimmer und zündeten das erste Mal unseren Kaminofen an. Wir lagen lange Zeit nebeneinander, sprachen nichts und genossen einfach die Ruhe und die Atmosphäre. Auch jetzt noch, in den Tagen danach, zünden wir öfter das „Lagerfeuer“ an und genießen die Stille.

Markus


Zeitblüte 596

Ich höre zu

Ich besuche einen alten Menschen im Altenheim und rede mit ihm über sein Leben. Ich höre aktiv zu und ermuntere ihn, sein Leben mit mir zu teilen und zu erzählen. Ich nehme Anteil daran. Das ist meine Zeitblüte.

Bernd


Zeitblüte 595

Lächle, und die Welt lächelt zurück

Mit diesem Tipp habe ich mich mal ganz intensiv “auf die Lauer gelegt”, als ich in der Stadt größere Einkäufe zu erledigen hatte.

Ich sah nur gestresste und hastende Menschen um mich herum, alle mit ihren Gedanken schon wieder bei Dingen, die in der Zukunft liegen.

Dann habe ich Lächeln “verteilt”: Der gestressten Verkäuferin habe ich ein Lächeln geschenkt, um ihren Arbeitstag zu erhellen. Der Mutter mit den quengeligen Kindern, um sie kurz die Mühe des Alltags vergessen zu lassen. Dem traurig dreinschauenden, alten Mann auf der Bank, um kurz seine sorgenvollen Gedanken zu vertreiben. Und von allen bekam ich dieses Geschenk wieder zurück und es erhellte meinen Tag.

Kelly


Zeitblüte 594

Barfuß im Gras

Ich erinnere mich oft und gerne an einen frühen Oktobermorgen im vergangenen Jahr. Der Morgennebel war noch dabei, sich aufzulösen, einzelne weiße Schleier hingen noch in den Bäumen. Über die Wiese im Garten hinter dem Haus hatte sich eine frische Tauschicht gelegt.

Dieser Garten ist der ganze Stolz meines Vaters. Er kennt hier jede Pflanze und wacht über deren Wohlergehen. Was es heißt, in Achtsamkeit die Natur zu erleben, habe ich als Kind besonders von ihm, inzwischen 83 Jahre alt, lernen dürfen.

Der Zufall hat uns beide im selben Moment ins Freie geführt. Wir sind uns in dieser von Licht und Jahreszeit verzauberten Umgebung begegnet und haben die besondere, uns umgebende Stimmung wahrgenommen.

Ohne dass große Absprachen nötig gewesen wären, haben wir Schuhe und Strümpfe ausgezogen und sind barfuß über das Gras gelaufen – Vater und Tochter, wir wie vor 50 Jahren – und haben die Natur „hautnah“ gefühlt.

An dieses sehr schöne und intensive Erlebnis, an die Nähe und Freude in diesem Augenblick denke ich sehr gerne zurück.

Gabriele


Zeitblüte 593

Sichtbare Fortschritte bei der Gartenarbeit

Wenn ich im Garten vor mich hinarbeite und mich ganz auf meine Gartenarbeit konzentriere, kann ich alles andere vergessen. Beim Unkrautzupfen versuche ich an nichts anderes zu denken als an den Fortschritt, den ich bei dieser Arbeit mache. Das kann fast schon meditativ sein.

Anschließend erfreue ich mich an meinen sichtbaren Fortschritten. Gerade für Schreibtischarbeiter wie mich finde ich das wichtig.

Stefanie


Zeitblüte 592

Arbeitsalltag abschließen

Um den Trubel des Alltags nicht mit nach Hause zu nehmen, gehe ich auf der Heimfahrt in Gedanken meine anstehenden Termine für den Folgetag durch,
danach alle schlechten Erfahrungen und zu guter Letzt die guten Tageserlebnisse und schließe dadurch mit dem Arbeitsalltag ab.

Murat


Zeitblüte 591

Gedankenverloren im Wald

Gelegentlich kann ich recht impulsiv und kämpferisch werden. Das ist dann manchmal so “aufmischend”, dass ich mich kurzerhand anziehe und in den Wald gehe – auch wenn es draußen dunkel und ungemütlich ist.

In der Dunkelheit führe ich Zwiegespräche – mit mir selbst oder dem Wald. Manchmal komme ich so zur Ruhe, ohne zu merken, dass ich immer tiefer in die Dunkelheit vorgedrungen bin.

Dann setzte ich mich an einen starken Baum und umarme ihn. Entspannung und klarere Gedanken sind die Geschenke, welche ich mitnehmen darf. Und dafür bin ich dankbar.

M. D.


Zeitblüte 590

Geschenkte Jahre

Mein Mann ist 80 Jahre alt und seit einer Woche zurück aus der Klinik – gerade kurz vor unserem 44. Hochzeitstag. Wir dürfen noch einmal eine Zeitspanne zu zweit unterwegs sein. Wie lange? Das können wir nicht wissen. Wir können nur den einzelnen Stunden Freude abgewinnen und aus den Tagen wertvolle Bilder der Erinnerung sammeln.

Seit vor acht Jahren die Krankheit ausgebrochen ist, musste er dreimal als Notfall eingeliefert werden – immer in der Nacht.

Jedes Mal kehre ich alleine heim und unsere kleine Wohnung ist plötzlich so groß. Das Licht scheint trüb und es ist unheimlich kalt, auch wenn die Räume warm sind – ein Hauch von einer Zukunft des Nicht-mehr-teilen-Könnens.

Etwas hilft mir, diese Grenzerlebnisse und die Erfahrung des Loslassens besser zu verkraften:

Seit Jahren schließen wir die Tage mit einem Still-für-uns-Sein und danken für das gemeinsam Erlebte.

Der Morgen ist neu, zwar mit den alten Sorgen – er hat jedoch immer die Chance, ein ganz besonderer Tag zu werden.

Einer, der erneut beginnt mit Danken für die gemeinsamen kleinen Highlights.

Susanna


Zeitblüte 589

Lesemama

Meine kleine Tochter geht in die zweite Klasse der Grundschule und die Lehrerin hat es sich zur Gewohnheit gemacht, in bestimmten Schulstunden “Lesemütter” zu beschäftigen. Als “Lesemama” werde ich immer schon gespannt und voller Vorfreude von den Kleinen erwartet und darf dann während einer normalen Unterrichtsstunde mit einigen ausgewählten Schülern in einem separaten Raum das Lesen und Vorlesen üben.

Diese Zeit nehme ich mir. Ich nehme sie mir gerne, denn es gibt mir so viel, wenn die Kinder mit ihren sechs oder sieben Jahren ganz stolz Stück für Stück einer Geschichte vorlesen. Nach diesen Schulstunden gehe ich mit einem Lächeln nach Hause und freue mich über die kleinen Erfolge, die ich wieder einmal miterlebt habe.

Verena


Zeitblüte 588

Unterm Kirschbaum

Wir haben leider keinen eigenen Garten und Balkon. Wenn wir raus möchten, nehme ich die Kinder und wir spazieren die Straße hinab bis zu einer Wiese mit einem großen Kirschbaum.

Ich breite eine Decke auf der Wiese aus, die Kinder ziehen umher und ich sitze unterm Kirschbaum. Oft schaffen wir es nur einmal die Woche.

Unter dem Kirschbaum habe ich immer das Gefühl, ganz fest und tief mit der Erde verbunden zu sein, als würde ich dort sitzend Wurzeln schlagen.

Schließe ich die Augen, höre ich entfernt die Kinder, etwas näher das Rauschen der Bäume, Grillenzirpen, Vögel, einen Traktor, …

Wir kehren immer wieder an den gleichen Fleck zurück und machen nichts Bestimmtes – außer dazusitzen und der Umgebung zu lauschen.

Elisabeth


Zeitblüte 587

Unser Abendritual

Fast täglich mache ich abends meinem Sohn (12 Jahre) und mir einen “Schlummertrunk”. Dieser ist ein beruhigender Tee mit etwas Honig. Den trinken wir gemeinsam und reden dabei.

Nachdem es untertags wenig Gelegenheiten zu einem ungestörten Austausch gibt, genieße ich das sehr. Manchmal lese ich ihm auch etwas vor, das ihn interessierten könnte.

Nach dem gemeinsamen Zähneputzen massiere ich ihn noch den Nacken, bis bei ihm eine angenehme, entspannte Schläfrigkeit eintritt.

Ich genieße unser Abendritual sehr und finde, dass es unsere Beziehung zueinander verbessert. Guter Nebeneffekt: Wir schlafen beide besser.

Gertraud


Zeitblüte 586

Meine Wunschliste

Auf meiner Wunschliste notiere ich alles, was ich gerne hätte oder ändern möchte, sollte, muss.

Dann überlege ich, was ich schon alles habe: Materielles, einen tollen Mann, mittlerweile gesunde Kinder, Freundschaften. Und dann bin ich für all das dankbar.

Beim Reflektieren und durch die Dankbarkeit werden die Wünsche und alles Belastende im Kopf mit einem Mal ganz klein und ich kann mich wieder auf die wirklich wichtigen Dinge konzentrieren.

Es ist spannend, diese Wunschliste aufzubewahren und nach längerer Zeit zu gucken, was ich in der Zwischenzeit alles streichen kann – weil unwichtig oder erledigt. :-)

Astrid 


Zeitblüte 585

Jammern auf hohem Niveau

Jeder kennt Situationen, in denen der Alltag stresst, man sieht die vielen Dinge, die man gern hätte, man jammert über die tägliche Arbeit, …

Aber uns geht es meist gut – Jammern auf hohem Niveau nenne ich es.

Es gibt – meist sogar im nahen Umfeld – Menschen, denen es viel schlechter geht. Ich habe vor zwei Jahren jemanden kennengelernt, dessen Schicksal ich anfangs kaum glauben konnte:

Mutter gestorben, das Zuhause durch Eigenverschulden weg, Lebensgefährtin mit Kind davon, Arbeitsstelle verloren.

Und doch ist er mein großes Vorbild geworden. Wir telefonieren oft, ich versuche auch, ihn ein wenig “zu tragen”, nehme mir oft Zeit für ihn, was auch mir guttut.

Viele von uns resignieren bei einem (1) Schicksal. Er (über 50) hat es geschafft, sich durchzukämpfen, zahlt fleißig seinen Unterhalt, hat inzwischen wieder einen unbefristeten Arbeitsvertrag, und baut sich ganz mutig mit seiner Hände Arbeit ein kleines eigenes Häuschen. Das ist eine finanzielle Gratwanderung – er arbeitet sehr viel.

An Tagen, an denen ich mal wieder emotional in einem Tal bin, muss ich nur an ihn denken. Das ist dann wieder Antrieb für lange Zeit. Zeit, in der ich dann wieder sehr viel schaffe. Zeit, die ich nicht mehr mit Jammern verbringe, sondern froh bin, dass ich sein Schicksal nicht erleiden musste.

Gabriele 


Zeitblüte 584

So entspanne ich …

Entspannung erfahre ich beispielsweise dann, wenn ich mich joggend in der Morgensonne bewegen, oder mir im Bioladen die besonders süßen Strauchtomaten kaufen kann.

Wenn ich am Wochenende umherdösend entspanne, nicht an die Arbeit denkend, und wenn ich mir als Gegenpol zur Arbeit unorganisierte und unstrukturierte Momente gönnen kann. Als Gegenpol zu einer Arbeitswelt, in der Worte wie Struktur, Organisation und betriebliche Prozessoptimierung an der Tagesordnung sind.

Des Weiteren kann ich entspannen, indem ich mir von den bereits veröffentlichten „Zeitblüten“ Anregungen für Alltag und Beruf hole.

Oder ich schaue mir sehr gerne eine Aufzeichnung von einem politischen Kabarettisten an, um mich an den kritischen Hinterfragungen unseres Gesellschaftssystems zu amüsieren. Dies ist dann für mich eine Abwechslung vom kapitalistischen Büroalltag. Auch wenn das Ganze mit etwas Konzentration und Nachdenken verbunden ist, so sind für mich diese Kabaretts eine Bereicherung in einer 40 h-Arbeitswoche mit zusätzlichen Überstunden.

Christian 


Zeitblüte 583

Mein Positive-Momente-Tagebuch

Es gab eine Zeit in meinem Leben, in der sich vieles einfach schwer, stressig und nervig anfühlte. Mir hat es da sehr geholfen, jeden Abend zu notieren, was an diesem Tag positiv war – und nur das!

Ich habe jeden Tag mindestens einen Moment gefunden, der richtig positiv war, meistens sogar mehrere. Und dadurch, dass ich meinen Blick bewusst in diese Richtung gelenkt habe, fühlte ich mich innerhalb weniger Tage viel besser.

Heute reicht es mir, meine Gedanken darauf zu fokussieren und ich fühle mich gleich gelassener.

Dann habe ich noch eine weitere Zeitblüte:

Egal, ob ich angespannt, traurig, zerstreut … bin – mir hilft es, eine zu der aktuellen Stimmung passende Musik aufzulegen, die Augen zu schließen und einfach die Emotionen in Bewegungen fließen zu lassen.

Wenn ich so – mal ruhig, mal wild – 5-10 Minuten getanzt habe, bin ich meistens wieder in meiner Mitte angekommen und fühle mich den Aufgaben des täglichen Lebens besser gewachsen.

Anja


Zeitblüte 582

Von Lilly lernen

Für mich ist es eine entspannende Zeitblüte, wenn ich mit meiner kleinen Lilly (Foxterrierhündin, 3 Jahre jung) per Fahrrad in der Natur unterwegs bin und ich mich an ihr erfreue, wenn sie auf umgestürzte, schräg über dem Wasser hängende Bäume klettert und mich aus deren Kronen anschaut … oder wenn sie auf – für sie eigentlich viel zu hohe – Baumstümpfe geradezu rauffliegt und einen Moment lang einfach nur schwebt, um dann sicher zu landen …

Sie zeigt mir, dass auch das scheinbar Unmögliche möglich ist und schätzt zuvor genau ab, was sie noch aus sich herausholen kann. Ich lerne sehr viel mit und von ihr und bin sehr dankbar dafür.

Karin


Zeitblüte 581

Die positive Macht der Gewohnheit

Die Schönheit liegt im Auge des Betrachters (deutsches Sprichwort).

Wann immer es mir möglich ist – z. B. bei einer kurzen Pause im Alltag –, suche ich zuerst das Schöne, Freundliche, Angenehme oder Erfreuliche.

Ich richte meine Aufmerksamkeit als Erstes ganz bewusst auf die positive Betrachtungsweise. Je öfter ich das so umsetze, umso mehr richtet sich mein Denken positiv aus und wird zu meiner Lebenseinstellung. Die Macht der Gewohnheit hat hier eine wunderbare Wirkung.

Melanie


Zeitblüte 580

Musik – ein Lächeln nach dem anderen

Ich habe mir eine Playliste erstellt, mit Liedern, die mir ein Lächeln ins Gesicht zaubern.

Es sind sehr alte, aber auch neue Songs dabei, softe und härtere Töne. Vorrangig ist lediglich, dass ich bei jedem Lied ein breites Lächeln bekomme. Ich erinnere mich an Personen, die ich damit verbinde, eine Situation, ein Gefühl … aus der Kindheit, Jugend, aus dem Erwachsenenalter. Es folgt ein Lächeln nach dem anderen. Herrlich.

Die Sammlung wächst immer weiter und ich fühle mich fröhlich, glücklich und sehr lebendig, wenn ich reinhöre. Dazu tanze ich oder singe lauthals mit, oder schweige und lausche nur, aber immer mit einem Lächeln und einem guten Gefühl.

Dani


Zeitblüte 579

Meine Traumreise

Um mich zu entstressen, lege ich mich hin oder setze mich auf einen Stuhl und versuche, mich zu entspannen.

Dazu gehe ich alle Körperteile durch. Dann durchschreite ich in meiner Traumlandschaft ein Tor, gehe zehn Schritte und komme zu einem weiteren Tor. Dort herrscht immer das Wetter und die Landschaft, die mir guttun. Ich kann dort schwimmen, wie ein Vogel durch die Luft fliegen oder einfach auf der Wiese liegen. Das freut mich sehr.

Je entspannter ich bin, desto einfacher und “realer” empfinde ich diese Traumreise. Hin und wieder höre ich dazu auch Trommelmusik, damit ich nicht so schnell einschlafe. Wenn doch, macht das auch nichts. Nach kurzer Zeit bin ich sehr erholt.

Achim


Zeitblüte 578

Herzensgespräch

Mein Freund und ich kennen uns nun schon einige Jahre. Zwar arbeiten wir zeitweise zusammen und gehen wöchentlich zum brasilianischen Paartanz, aber zum Herzensgespräch in einer friedvollen und ruhigen Atmosphäre kommen wir erst, wenn wir uns dafür entscheiden und eine Zeit verabreden.

Wir setzen uns bewusst gegenüber auf das Sofa und entscheiden gemeinsam, wer den Anfang macht. Wir stellen die Uhr und jeder hat 10 Minuten Zeit, um sich alles von der Seele zu reden, ohne vom anderen unterbrochen zu werden.

Dazu benutzen wir einen Redestab, den ich selber gebastelt habe. Das kann ein schön verzierter Ast, ein Handschmeichler oder ein anderes Symbol sein, das einen persönlichen Wert hat und das gut gehalten werden kann.

Vorher haben wir für eine ungestörte Atmosphäre gesorgt, haben unsere Handys ausgeschaltet und versuchen, bei uns selbst zu bleiben – also nicht in eine negative „Du-Botschaft“ abzudriften, sobald ein Thema aufkommt, bei dem der andere eine wichtige Rolle spielt. Dann – ohne Kommentar – wird der Redestab an den anderen weitergegeben, der wiederum seine 10 Minuten auskostet.

Danach besprechen wir, was noch gesagt werden darf, um das Herzensgespräch abzurunden. Diesmal ohne die 10-Minuten-Regel, sondern in einer offenen Konversation mit Übergabe des Redestabs, sobald einer das Wort ergreift.

Danach bedanken wir uns jeweils beim anderen und gehen wieder unseren Aufgaben nach.

Anja


Zeitblüte 577

Ohne Nebengeräusche

Jeden Sonntag schalten meine Kinder und ich Computer, Handy & Co für eine gewisse Zeit aus. (Manchmal kostet es mich etwas Überzeugungsarbeit – meine Kinder sind 15 und 17 Jahre alt.)

Wir verbringen bewusst Zeit miteinander. Wir reden, lachen – und das alles ohne Nebengeräusche. Alle sind begeistert von unserer “Aus”-Zeit.

Nicole


Zeitblüte 576

Alle Sorgen abwaschen

Wenn ich sehr gestresst bin und unter Druck stehe, gehe ich in die Therme. Zuerst schwimme ich mich frei, dabei kann ich komplett alles loslassen. Ich fühle mich wie von allen Sorgen saubergewaschen.

Danach genieße ich die Entspannung in der Sauna, manchmal gönne ich mir auch eine Massage. Das wirkt wie ein kleiner Urlaub.

Zur alltäglichen Entspannung gehe ich mit meinem Hund durch Wald und Flur, genieße den Wechsel der Jahreszeiten und des Wetters. Das macht den Kopf frei und schafft Platz für neue Gedanken und Ideen.

Bernd


Zeitblüte 575

Kinderaugen

Ich arbeite in der Schulkindbetreuung an einer Grundschule im sozialen Brennpunkt. Meine Zeitblüten sind die Kinderaugen, wenn sie staunen, lachen oder auch mal weinen dürfen/können.

Weil ich da bin und wir mal unter vier Augen reden können. Kleine Kinderseelen nehmen manchmal mehr auf, als sie dürften.

Claudia 


Zeitblüte 574

Gewaltige Naturkulisse

Wenn ich abschalten möchte, mache ich eine Bergwanderung auf meinen Hausberg. Da ich sehr zügig gehe (teilweise laufe), komme ich meist schweißgebadet und mit pochendem Puls oben an. Nach einiger Zeit des Durchatmens merke ich, wie ich „runterkomme“. Ich lasse den ganzen Stress des Alltags hinter mir, so, als gebe es ihn nicht mehr.

Ich sitze einfach auf dem Gipfel und genieße das Alpenpanorama, diese gewaltige Naturkulisse. Nach einiger Zeit spüre ich förmlich, wie klein doch der Mensch und wie vergänglich ein Menschenleben dagegen ist.

Dieser Prozess bringt mich dann dazu, über mein Leben und meine Ziele nachzudenken … und er bringt mich wieder auf Kurs.

Christian


Zeitblüte 573

Der Blick in die Ferne

Bei einem Urlaub in Südafrika habe ich entdeckt, wie faszinierend und erholend ein Blick in die Ferne sein kann.

Auf einem Berg oder einer Anhöhe stehend den Blick in die Ferne schweifend bis zum Horizont. Oder auf einer Ebene stehend und einfach blicken, so weit wie das Auge reicht.

Nach der Reise habe ich immer wieder Punkte in der näheren Umgebung gesucht, wo ich meinen Blick schweifen lassen kann. Die Schönheit der Landschaft aufnehmen, die Stille genießen und weit in die Ferne sehen. Die Augen beruhigen sich, der Atem wird gleichmäßig und Ruhe kehrt in mich ein.

Marion


Zeitblüte 572

Swing, move and smile

Nach zehn Jahren als Büroassistentin und zwölf Jahren als Kindergartenpädagogin, hat mich meine Bewegungs- und Tanzlust in die Selbständigkeit als Lebensberaterin und Bewegungs-Coach geführt.

Über das Salsa- und Discofox-Tanzen im Tanzclub bin ich nach mehreren nebenberufliche Ausbildungen zu meiner Hauptbeschäftigung gekommen – dem Smovey-Bewegungsprogramm. Damit bringe ich nicht nur mir selbst Wohlbefinden und positive Energie, sondern lehre dies auch anderen Menschen in Workshops, und das macht richtig glücklich und noch viel mehr Spaß.

Die bei diesem Bewegungsprogramm verwendeten Ringe haben eine für mich besondere und vorher nicht gekannte Faszination, denn ich kann mich dabei gleichzeitig auspowern und entspannen – und das am liebsten tanzend zur Musik.

Durch das Schwingen der Ringe die Vibrationen im Körper zu spüren, bewusst zu atmen und zu entspannenund gleichzeitig jeden Muskel, die Organe und die Gehirnhälften zu aktivieren, ist unglaublich erhebend, leert den Kopf vom „Gewusel“ des Alltags, zaubert immer wieder ein Lächeln aufs Gesicht und wirkt oft noch Stunden ausgleichend nach.

Diese Bewegungsform ist für mich eine wunderbare Zeitblüte und mein täglicher Begleiter – beruflich und privat – geworden.

Birgit 


Zeitblüte 571

Musik

Meine zwei größten Zeitblüten sind das Tanzen und das Spielen des Violoncellos.

Wenn ich mein Instrument auspacke, dann vergesse ich die Zeit um mich, der Stress meinerSelbstständigkeit fällt von mir ab und ich tauche in eine ganz andere Welt ein, kann mich regelrecht fallen lassen.

Etwas anderes passiert, wenn ich tanze. Es gibt für mich wenig Erholsameres, als bei lauter Musik durch einen großen Saal einen langsamen Walzer oder Slowfox zu tanzen. Hier komme ich in einen Schwebezustand.

Wenn Musik in meinen Ohren oder Gedanken ist, bin ich ein anderer Mensch.

Lorenz


Zeitblüte 570

Von den Kindern lernen

Ich habe einen vierjährigen Sohn und zweijährige Zwillingstöchter. Eine meiner Zeitblüten besteht darin, meinen Kindern zuzuschauen, wie sie etwas Neues lernen.

Mit welcher Hingabe und Geduld sie es immer wieder versuchen. Wenn es nicht klappt, wird es weggelegt und wenig später nochmals versucht. Ein Zeitgefühl haben Kleinkinder noch nicht. Es spielt für sie keine Rolle, ob eine Tätigkeit fünf Minuten, eine Stunde oder sogar länger dauert.

Ich habe von meinen Kindern gelernt, durch das Ausprobieren und häufige Wiederholen mir etwas Neues anzueignen. Und dies, wenn immer möglich, ohne mir selbst einen Zeitdruck aufzuerlegen.

Daniel


Zeitblüte 569

Keine Angst mehr

Bis vor einiger Zeit war mir nicht bewusst, dass ich in Bezug auf den Tod negative Vorstellungen und Glaubensmuster hatte.

Bis mir eine Bekannte von einem sehr bewegenden Erlebnis erzählte. Sie hatte als junges Mädchen durch einen Unfall das Bewusstsein verloren und in diesem Zusammenhang ein Nahtoderlebnis: Sie nahm ein warmes und wohliges Licht wahr, das sie wie ein Magnet anzog. Es fühlte sich so gut an, dass sie keinesfalls wieder „zurück“ wollte. Laut ihrer Erzählung hätte sie alles gegeben, um näher dem Licht und der Wärme zu kommen. Sie wurde dann wieder ins Leben zurückgeholt.

Seitdem lässt mich diese Schilderung nicht mehr los. Ich habe vor dem Tod keine Angst mehr und weiß nun, dass das Sterben zum Leben dazugehört, dass es nicht schlimm ist und auch dass die Hinterbliebenen weitermachen können. Dieses neue Bewusstsein ist meine Zeitblüte.

Miri


Zeitblüte 568

Spuren im Schnee

Für mich ist das noch junge Jahr wie eine unberührte weiße Schneelandschaft, in der ich jeden Tag Spuren hinterlassen werde.

Wie werden meine Spuren sein?  Mache ich große Schritte oder viele kleine? Gehe ich geradeaus, mache ich Umwege? Wem oder was begegne ich? Erreiche ich meine Ziele? Komme ich an? Werde ich durch das Jahr hetzen oder es Schritt für Schritt angehen? Mache ich vielleicht große Sprünge?

Am Ende des Jahres werfe ich einen Blick zurück auf meinen zurückgelegten Weg und meine hinterlassenen Spuren.

Gabriele 


Zeitblüte 567

Mit Yoga gegen die Affen

Durch Probleme im unteren Rücken habe ich vor Jahren angefangen, regelmäßig Yoga auszuüben. Das Erstaunliche ist, dass dadurch nicht nur meine körperlichen Anspannungen gelöst wurden, sondern dass ich ausgeglichener geworden bin. Die immer mehr wachsende Arbeitsbelastung konnte ich durch die Yogastunden gezielt entschleunigen.

Mir ist jetzt bewusst, dass die meisten Probleme nur in den Gedanken als „Affen“ vorhanden sind und mit Vergangenheit oder Zukunft zu tun haben. Im Hier und Jetzt geht es mir meistens gut. Zugegeben: Es ist nicht immer leicht, diese Affen auszusperren.

Ralf


Zeitblüte 566

Keine Berieselung während der Autofahrt

Anstatt morgens auf dem Weg zur Arbeit das Autoradio anzuschalten und mich von Nachrichten oder Musik berieseln zu lassen, schalte ich es manchmal bewusst aus.

Dann ist es im Auto erstaunlich still und ich genieße einfach die Ruhe während der Autofahrt, lasse meine Gedanken schweifen oder beachte auch bewusst den schönen Sonnenaufgang (sofern der Verkehr das zulässt).

Auf dem Heimweg wende ich diesen “Trick” ebenfalls hin und wieder an – tut mir gut.

Annett


Zeitblüte 565

Barfuß

Meine persönlichen Zeitblüten sind die Momente, wenn ich morgens barfuß durch das noch feuchte Gras marschiere. Genauso gerne gehe ich barfuß durch den Wald oder ich stapfe im Winter für einen kurzen Moment (nur mit warmen Füssen!) durch den Neuschnee.

Dies ist für mich Energietanken. Negative Energie abgeben und neue, frische Energie auftanken

Ingrid


Zeitblüte 564

Die Zeit genießen

Der Tag war noch dunkel. Dass es draußen kalt ist, wusste ich. Aber ich musste los, immer auf Trab sein. Schnell, schnell …

Da merkte ich, dass es noch tiefste Nacht war. Weil ich in der Nacht wach wurde, wurden mir Stunden der Ruhe “geschenkt” – von mir selbst.

Ich kuschelte mich wieder in meine Decke und genoss die Stille. Stunden später wurde ich von meiner Tochter geweckt, sie sagte: “Mama, schau die Vögel im Garten!” Über eine halbe Stunde beobachteten wir die Vögel und die Bäume, die im Wind tanzten.

Wir fingen auch wie die Bäume zu tanzen an und hüpften auf dem Sofa … Und keiner schaute auf die Uhr – es war schon viel zu spät, das spürte ich. Aber es war uns egal.

Das Leben ist zu kurz, um die Zeit nicht auch mal zu genießen!

Sibel


Zeitblüte 563

Meine Hühner beobachten

Stress und unzählige Gedanken umtreiben mich ständig.

Es ist einfach wunderbar, wenn ich mich dann zu meinen Hühnern – ich betreibe eine Hühnerzucht – setze und beobachte, wie “menschenähnlich” sie sich verhalten. Das gibt mir sehr viel Entspannung und lässt mich oft zu neuen Erkenntnissen gelangen.

Roland


Zeitblüte 562

Die Zeit mit meinem Pferd

Meine Zeitblüte ist für mich die Zeit, die ich mit meinem Pferd verbringe. Das Fell meiner Stute zu striegeln, sie dort zu kraulen, wo sie es gerne hat und zu sehen, dass sie sich wohlfühlt, ist für mich jedes Mal eine wundervolle Erfahrung.

Bei ihr ist kein Platz für die Sorgen des Alltags, sie fordert meine volle Aufmerksamkeit. Bin ich nicht 100 % bei der Sache, spiegelt sie es sofort. Ein Pferd als Partner zu haben, ist etwas ganz Besonderes. Ich schätze mich glücklich, dass ich sie habe.

Isabell


Zeitblüte 561

Ganz nah

Wenn meine sechs Monate alte Tochter nach dem Stillen in meinen Armen einschläft, bleibe ich noch eine Weile so sitzen. Anstatt sie in ihr Bett zu legen und dem Haushalt hinterherzuhasten, schaue ich sie an, höre ihren Atem, streichle sie, rieche sie und bin ihr ganz nah.

Wenn sie dann noch im Schlaf vor sich hinlächelt, ist das Glück perfekt. Solch’ innige Momente sind tausend Mal mehr wert als jeder Erfolg im Job!

Britt


Zeitblüte 560

Liebe schenken

Es gibt Momente, in denen ich traurig, in einem Loch gefangen bin. Dann versuche ich, meine Tätigkeiten,mein Lächelnmeine Gespräche mit Mitmenschen mit ganz viel Liebe anzureichern – eben Liebe zu verschenken.

Das macht mich reich und glücklich und es geht mir besser.

Petra


Zeitblüte 559

Yoga

Wenn ich gestresst bin oder Leistungsdruck habe, nehme ich mir ein Glas Milch, Obst und ein Stück Schokolade, mache das Fenster auf, mache Yoga, und schon geht es mir besser.

Alex


Zeitblüte 558

Danke, Radarfalle!

Ich wollte schon immer sportlich etwas aktiver werden. Meine Frau sagte mir, dass ich mal zur Abwechslung mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren soll. Aber Ausreden gab es genug, bis ich meinen Führerschein für einen Monat abgeben musste. Dann hieß es gezwungenermaßen: rauf auf das Fahrrad.

Mittlerweile sind zwei Monate vergangen und ich genieße jeden Moment auf dem Fahrrad – wenn ich zur Arbeit fahre und wieder zurück. Danke, Radarfalle!

Gerd


Zeitblüte 557

Kurzurlaub für die Seele

In einem kleinen, verschlafenen Dorf geht meine Tochter einmal in der Woche zum Reiten. Ich fahre sie zu diesen Ort und warte währenddessen dort.

Ich spaziere durch das verträumte Dörfchen, genieße die Stille, die Ruhe und all der Stress vom Tag löst sich auf. Diese zwei Stunden sind wie ein Kurzurlaub für die Seele.

Es ist für mich ein Zusichfinden, ein Krafttanken. Einfach mal für mich zu sein und die Natur, die Weite der Felder, das Grün der Bäume wahrzunehmen und zu genießen – das ist meine Zeitblüte.

Diana


Zeitblüte 556

Mein Zauberwald

Meine Zeitblüte ist mein Zauberwald. Ich habe das große Glück, direkt von meiner Haustür durch meinen Garten auf einen Bachdamm zu gelangen, wo ich dann dem Flusslauf folgend meinen Zauberwald erreiche.

Eine Runde am erwachenden Morgen (ca. 50 Min.), und die Energie für die kraftraubenden Aufgaben des Alltags scheinen unendlich zu sein. Meist gerate ich schon während der Bewegung in einen Flow, in dem die Ideen/Lösungen nur so sprudeln, sodass ich oft Mühe habe, diese alle auch noch vollständig nach Hause bzw. ins Büro zu bringen.

Thomas


Zeitblüte 555

Gefühl der Freiheit

In meiner Freizeit gehe ich gerne in die Berge, hierbei bevorzuge ich Klettersteige.

Am Gipfel sitzen und die Schönheit der Natur, den Blick auf Seen und die Eindrücke der imposanten Gebirge in sich aufnehmen, geben mir das Gefühl von Zufriedenheit und Freiheit.

Manchmal hat man sogar das Glück und ist alleine auf dem Gipfel und kann die Ruhe einfach genießen.

Petra


Zeitblüte 554

Wo ich meine große Liebe fand

Bei großer Anspannung suche ich (wenn möglich) den Ort auf, an dem ich meine große Liebe kennengelernt habe. Dort spüre ich die innere Ruhe, die mir Kraft gibt und das Selbstbewusstsein stärkt, da ich von Natur aus ein schüchterner Mensch bin.

M. E.


553

Das Lachen meiner Kinder

Wenn ich Stress im Alltag habe, die Arbeit nicht läuft wie sie soll oder ich angespannt bin und mich unter Druck fühle, dann höre ich mir das Lachen meiner Kinder an. Ich habe es mit dem Handy aufgenommen. Wenn ich das herzhafte Lachen höre, geht es mir viel besser. Nach einer Weile fange ich sogar selber zu lachen an.

Lachen ist gesund und gibt mir neue Kraft – meist sogar viel Inspiration, was ich anders machen kann, damit es besser läuft.

Nicole


Zeitblüte 552

Im Wald unterwegs

Ich liebe es, im Wald unterwegs zu sein und genieße dabei jede Sekunde. Ich gehe entweder walken oder fotografieren und bin daher immer auf Motivsuche.

Dabei schaue ich mir alles genau an und fotografiere Landschaften, Vögel, Bäume oder auch Spinnen, Moos und Gräser. Wenn ich keine Kamera dabei habe, mache ich mir die Bilder im Kopf.

An diese Bilder erinnere ich mich, wenn ich in der Arbeit bin und kann es dann kaum erwarten, wieder in den Wald zu gehen, um dort die Ruhe zu genießen und die verschiedenen Jahreszeiten zu beobachten. Dafür stehe ich sogar jeden Sonntag sehr früh auf.

Ramona


Zeitblüte 551

Backen

Meine Zeitblüte ist das Kuchenbacken.

Es macht mir Spaß, die Zutaten abzuwiegen und zu mischen, den Teig in die Form zu füllen und dem Gebäck beim Aufgehen zuzusehen. Eine Arbeit, die nur dazu da ist, etwas Feines zu erschaffen.

Während die Küche immer mehr nach Kuchen duftet, warte ich stets gespannt auf das Ergebnis. Wie ein kleines Kind spähe ich neugierig durch das Ofenfenster.

Jedes Mal aufs Neue bin ich stolz, wenn mir ein neues Rezept gelingt und ich dafür Komplimente erhalte.

Julia


Zeitblüte 550

Ein Album mit schönen Erinnerungen

Mein Sohn ist knapp fünf Monate alt. Der Alltag mit einem Säugling ist oft sehr anstrengend und der Tag scheint manchmal nicht genug Stunden zu haben.

Aber damit mein Sohn und auch ich später schöne Erinnerungen an diese Zeit durchleben können, arbeite ich an einem Album, das seine Entwicklung von Geburt an bis zum fünften Lebensjahr zum Inhalt hat.

Ich wähle sorgfältig die schönsten Fotos aus, schreibe kurze Texte, hebe Erinnerungsstücke darin auf und bitte Familie und Freunde um einen Beitrag. Ich genieße diese Momente ganz bewusst, in denen sich mein Mann um den Kleinen kümmert, damit ich dem Projekt meine volle Aufmerksamkeit widmen kann.

Ich male mir dabei schon heute aus, wie ich das Album gemeinsam mit meinem Sohn in einigen Jahren durchstöbere und wir uns an den schönen Erinnerungen erfreuen!

Mia


Zeitblüte 549

Mein Kater

Zu meinen Zeitblüten zählen die Augenblicke mit meinem Kater. Er setzt sich auf meinen Bauch und legt sich irgendwann auf seinen Rücken. Dabei verdreht er seinen Kopf und schaut mich ganz “verliebt” an … und ich kann sein Vertrauen und auch seine Zuneigung spüren. Ich merke, wie gern ich dieses Tier um mich habe und liebe es. Es entspannt mich sehr und macht meinen Kopf frei.

Susanne


Zeitblüte 548

Kurzurlaub

Gestern konnte ich in der Firma früher Feierabend machen und ging mit meiner Frau und meinen Kindern im Wald spazieren. Das war wie ein Kurzurlaub.

Daniel


Zeitblüte 547

Den Alltag vergessen

Wenn ich merke, mich überkommt der Stress und es wird wieder einmal zu viel, dann habe ich mir angewöhnt, eine Runde mit dem Rad durch die Natur zu fahren. Ich genieße dann in vollen Zügen die Natur und vor allem die Stille. Einfach abschalten. Denn das Handy und alles Weitere bleiben in dieser Zeit zu Hause. Nur die Natur und ich!

Falls dies nicht möglich sein sollte, telefoniere ich mit Bekannten oder mit der Familie. Aber auch ein wohltuendes Bad mit einem spannenden Buch lässt mich für kurze Zeit den (Berufs-)Alltag vergessen.

Silke


Zeitblüte 546

Morgens, wenn alles noch schläft

Ich genieße meine Zeitblüte am Morgen, wenn alles noch schläft und träumt und ich meine Runde laufe. Die frische Luft, der frische Morgen – einfach nur wunderbar.

Kai


Zeitblüte 545

Familienzeit

Zu meinen Zeitblüten zählt der Sonntagmorgen mit meinem Mann und den Kinder. Wir machen einen Spaziergang im Wald oder am Wasser. Wir haben dann keine Termine, keinen Stress, sondern einfach nur “Familienzeit”. Das gibt allen wieder Kraft und Ruhe für die kommende Woche.

Simone 


Zeitblüte 544

Haus-Garten-Zaun

Das folgende Gedankenspiel gehört zu einer meiner wichtigsten Lebenshilfen. Ich nenne es schlicht “Haus-Garten-Zaun”:

In meiner Vorstellung habe ich ein kleines Haus mit einer Haustür, einen kleinen Garten und einen Zaun mit einer Pforte. Davor ist eine Straße, auf der Menschen mit ihren “Päckchen” spazieren.

Die Päckchen enthalten die Probleme und Unzulänglichkeiten dieser Passanten. Sie suchen Orte, an denen sie ihren “Müll” abladen können.

Früher hatte ich mein Gartentürchen offen, ebenso die Haustüre. Alle Passanten konnten ungehindert eintreten und ihre Päckchen in mein Haus werfen. Es waren so viele, dass ich ständig hin- und herschlichten musste, um mehr Platz zu schaffen. Ich bemerkte nicht, dass hinter meinem Rücken immer mehr Menschen ihren Müll bei mir ließen.

Um meine innere Ordnung wiederherzustellen, musste ich lernen, alle Türen erst einmal zu schließen, damit die Passanten nicht mehr ungehindert eintreten konnten. Dann nahm ich mir Päckchen für Päckchen vor und sortierte den Inhalt. Einige sendete ich an die Absender zurück, andere behielt ich.

Heute stehe ich in meinem Vorgarten und entscheide, wer mir ein Päckchen bringen darf und was ich davon annehmen möchte, um es bei mir zu lagern.

Das heißt: Ich sage nicht mehr zu allem Ja und mache nicht mehr alles gleichzeitig. Ich habe dadurch Platz für Ordnung  und Zeit für meine persönlichen Ziele.

Marion 


Zeitblüte 543

In seiner Vielfalt erkennen

Im hektischen Alltag oder am Arbeitsplatz mache ich Folgendes:

Ich gehe für ein paar Minuten in die frische Luft oder öffne das Fenster, lasse die Augen zum Himmel schweifen, schließe sie, nehme meinen Atem bewusst wahr, öffne nach einer Weile wieder die Augen und erkenne die Umgebung in ihrer ganzen Vielfalt. Ob bei Regen oder Sonne – einfach wunderbar!

Andrea


Zeitblüte 542

Kater Mikesch

Für mich ist es immer wieder ein wunderschöner Moment, wenn ich nach Hause komme und mein Kater Mikesch mich begrüßen kommt.

Aber auch, wenn ich mal traurig bin oder wieder irgendwas in meinem Leben schiefgelaufen ist, kommt er undtröstet mich, indem er sich ganz dicht an mich kuschelt und zu schnurren anfängt. Ich kann mir keinen treueren Begleiter vorstellen.

Renate


Zeitblüte 541

Farben sehen

Im Alltag Ruhe zu finden, ist oft nicht einfach. Wenn ich meine Gedanken von Stressfaktoren ablenken möchte, beobachte ich Farben. Gerade im Herbst sind die Farben in der Natur so wunderschön und es gibt so viele Abstufungen. Doch auch in der Wohnung gibt es immer wieder neue Farben und Muster zu entdecken, man muss nur genau hinsehen.

Ron


Zeitblüte 540

Ein Strauß voller Zeitblüten

Ich habe inzwischen einen ganzen Strauß voller Zeitblüten und wähle je nach Bedarf:

  • Wenn ich allein zu Hause bin, mach ich mir die Musik ganz laut an und tanze wild durch die Gegend. Ich schüttel und rüttel mich, schwinge die Hüften und fühle mich wie eine wunderschöne orientalische Bauchtänzerin.
  • Momentan fahre ich jeden Morgen 15 km mit dem Fahrrad zur Arbeit. Ich genieße den Wind um die Nase, begrüße das Reh, das über den Weg läuft genauso wie die Weinbergschnecke, der ich ausweiche. Manchmal brabbel ich ein paar motivierende Affirmationen: „Ich liebe das Leben und das Leben liebt mich“ oder „Ich bin froh und heiter – Glück ist mein Begleiter“. Lächelnd grüße ich die Fahrradfahrer, die mir entgegenkommen.  Manche lächeln zurück, manche treten verbissen in die Pedale und verziehen keine Miene, aber ich wünsche ihnen auch am nächste Tag wieder einen „Guten Morgen“.
  • Wenn ich wieder mit dem Bus zur Arbeit fahre, ruhe ich an der Haltestelle still beobachtend in mir und/oder höre über den MP3-Player Musik.
  • Schöne Momente sind auch die Morgen, an denen ich einfach eine halbe Stunde eher aufstehen und noch bei Kerzenschein und Morgenröte meditiere.
  • Manchmal geh ich zwei oder drei Stunden (leider nur an den Wochenenden) spazieren und denke an nichts, beobachte nur und genieße.
  • Wenn ich jogge, höre ich dabei Musik und manchmal singe ich laut mit – hört sich bestimmt nicht gut an aber hat etwas Befreiendes.
  • Die allerschönste Zeitblüte ist die Zeit, wenn ich abends mit meinem Sohn (10 Jahre) im Bett liege und wir den Tag Revue passieren lassen. In dem Zusammenhang pusten wir alles, was wir doof fanden oder was uns geärgert hat, in eine große dicke Wolke. Wir beobachten (in unserer Fantasie), wie die Wolke von dannen zieht und irgendwann platzt. Dann fallen all die ollen Sachen auf die Erde und unsere Mutter Erde verzaubert alles in Licht und Liebe – und das sieht wunderschön aus und es fühlt sich toll an.

Annette


Zeitblüte 539

Glücksgarten

Nicht immer im Leben läuft es bei mir so, wie ich das gerne hätte. Meist verhindere ich mir selbst den Blick auf meinen wundervollen Lebensgarten.

Um ihn gezielt aufzusuchen und mich dabei zu erfrischen, begebe ich mich am liebsten unter einen großen Baum, unter dessen Blättervorhang ich mich bequem am Stamm hinsetze und die Augen schließe.

Dann stelle ich mir vor, wie ich an das Tor eines geheimnisvollen Gartens komme, wo ich von einem freundlichen, alten Mann hereingebeten werde. Es scheint immer die Sonne, die Vögel zwitschern und wundervolle sphärische Musik durchzieht meine Seele. Ich sehe herrliche Früchte und darf mich ganz nach meinem Gusto daran laben.

Der Duft der Blumen und Pflanzen sowie ein fröhliches Jauchzen und Lachen erfüllen die Luft. Ich spüre den sanften, erfrischenden Wind und höre das Plätschern eines Wasserfalls – alles ist friedlich und voller Harmonie.

Dieser magische Besuch dauert 15 Minuten. Er ist natürlich auch zu Hause oder sogar im Büro zur Entspannung möglich, sofern man ungestört bleiben kann. Auch das gleichzeitige Hören von Meditationsmusik ist eine Möglichkeit.

Jedenfalls fühle ich mich danach erfrischt und gestärkt, wenn ich dann wieder zum Tor hinausgehe und mit den Worten verabschiedet werde:

“Du bist etwas ganz Besonderes, Einmaliges. Vergeude nicht deine Zeit mit Zweifel und Angst, sondern gehe frohen Herzens deinen Weg. Du brauchst immer nur einen Tag, aus dem du das Beste machst. Auf Wiedersehen!”

Diesen gedanklichen Besuch praktiziere ich immer dann, wenn ich einen Durchhänger habe. Oder auch von Dankbarkeit erfüllt bin. Er hilft mir sehr und schenkt mir Kraft, Lebensfreude und Selbstvertrauen.

Peter


Zeitblüte 538

Fliegen

Wenn ich unruhig oder unzufrieden bin, schnappe ich mir meinen Gleitschirm und gehe fliegen. Schon vor dem Start konzentriere ich mich nur auf den Wind und die Thermik.

Bin ich erst einmal in der Luft, fühle ich mich frei und all die kleinen Sorgen sind nicht mehr wichtig. Es zählt allein das Obenbleiben und das Kreisedrehen, wie es die großen Vögel machen.

Nach der Landung ist der Kopf leer und hat Platz für neue Aufgaben im Leben.

Guido 


Zeitblüte 537

Schöne Momente festhalten

Jeden Augenblick des Lebens kann man nur einmal erleben. Deshalb ist meine Zeitblüte, schöne Momente festzuhalten, zu genießen und mich daran zu erinnern, wenn es Zeit wird, mir etwas Gutes zu tun.

Der neue Tag ist ein Geschenk, an dem ich Menschen begegne, Herausforderungen annehme, Liebe weitergebe und darüber Zufriedenheit und Sinnhaftigkeit erfahre. Das erfüllt mich!

Anke 


Zeitblüte 536

In der Dampfsauna

Meine Zeitblüte ist es, jede Woche in die Dampfsauna zu gehen, meistens am Sonntag. Ich gehe alleine, ohne Ablenkungen. Und wenn ich in der Dampfsauna sitze, meinen Kopf gegen die Wand lehne, meine Augen schließe und die Wärme genieße, die langsam meinen Körper umhüllt, denke ich daran, was mich im Leben glücklich macht und wie ich es schaffen kann, noch glücklicher zu werden.

Christoph


Zeitblüte 535

Jobwechsel

Vor zwei Jahren war ich wegen eines Burnouts in einer Klinik.

Ich hatte damals einen Job, bei dem ich sehr viel reisen musste. Die Zeit verging wie im Flug und ich konnte oft nur die Wochenenden zu Hause verbringen. Aber auch die waren sehr schnell vorbei, denn es mussten noch Dinge erledigt werden, die während der Woche liegen blieben. Also, das Wochenende zum Ausspannen und Genießen, war auch kaum möglich …

Nun habe ich seit einiger Zeit einen neuen Job in der Nähe, der mir viel Freude macht. Ich arbeite viel und hart, aber dennoch  genieße ich es, täglich abends zu Hause zu sein. Nach langer Zeit habe ich diesen Sommer das erste Mal wieder so richtig intensiv wahrgenommen und erlebt.

Ich bin dankbar für die Chance des Jobwechsels und die dadurch positive Veränderung meines Lebens.

Andy


Zeitblüte 534

Nachbars Katze

Meine Zeitblüte ist eine kleine Katze, die eigentlich einem Nachbarn gehört, aber uns täglich besucht.

Sie schnurren zu hören, wenn ich sie streichle, aber auch zu fühlen, wenn sie sich zum Ausruhen auf die Couch neben uns legt, ist wahre Entspannung, Erholung und Freude.

Marie-Luise


Zeitblüte 533

Mein Instrument

Wenn ich mein Instrument spiele, fühle ich mich frei und an keine Pflichten gebunden. Ich konzentriere mich nur auf meine Musik und teile dieses Gefühl gern auf Konzerten.

Jule


Zeitblüte 532

Lust zu leben

Meine letzte Zeitblüte liegt nun fünf Wochen zurück! Da überraschte mich meine Lebenspartnerin mit einer freudigen Nachricht.

Sie teilte mir mit, dass ich VATER werde!!!!

Diese Nachricht ließ unheimliche Kräfte in mir aufkommen, Freude, … LUST ZU LEBEN!!!

Ernst


Zeitblüte 531

Wie neugeboren aus dem Wasser

Ich schwimme sehr gerne in den oberbayerischen Seen mit Blick auf die wundervolle Alpenkette. In meiner Vorstellung übergebe ich meinen Stress und meine Unausgeglichenheiten an den See. Nach einer Runde Schwimmen komme ich wie neugeboren aus dem Wasser.

Joachim


Zeitblüte 530

Arbeitsort wechseln!

Immer wieder gibt es Möglichkeiten, seinen Arbeitsort zu verändern. Mit den heutigen Kommunikationsmöglichkeiten ist das mehr denn je gegeben.

Zwei solcher Möglichkeiten habe ich letzthin wahrgenommen: Ich bin auf einen nahen Berg gefahren und dann in den Wald hineingelaufen. Dort gibt es eine Waldhütte, die sogar über einen soliden Tisch und eine Bank verfügt. In dieser inspirierenden Atmosphäre gelingen insbesondere konzeptionelle Arbeiten überdurchschnittlich gut. Man muss bloß die Unterlagen mitnehmen und natürlich Papier mit Bleistift. Dann sprudelt es förmlich…

Wer keinen Garten hat, soll sich doch mal in einen öffentlichen Park begeben! Da ist oft eine ruhige Ecke zu finden – ja selbst das Gelächter der Kinder im Hintergrund beschwingt die Kreativität. In unserem Park Villette in Cham sind wundervolle Orte nutzbar, die einen Hauch von Unendlichkeit haben und wo die Zeit still zu stehen scheint. Während vier Stunden konnte ich so Dinge erledigen, welche mir wohl im Büro kaum so leicht von der Hand gegangen wären.

Deshalb heißt eine meiner Zeitblüten: Abwechslung des Arbeitsplatzes gezielt für neue Perspektiven und kreative Impulse nutzen dort, wo es möglich ist. Denn: Es gibt sie, diese Zeitblüten!

peter-kofmehl

Bilder und Zeitblüte von Peter Kofmehl


Zeitblüte 529

Einfach drauflosfahren

Mein Mann und ich überlegen oft, was wir mit den Kindern unternehmen können. Meist plätschert der Tag so vor sich hin und plötzlich ist es für Unternehmungen zu spät. Am Abend sind wir dann enttäuscht, dass wir nichts “Gescheites” unternommen haben.

Ich habe kürzlich festgestellt, dass es besser ist, einfach draufloszufahren bzw. -gehen und zu schauen, wo man landet. Der Spaziergang oder die Fahrt dorthin kann auch schon sehr interessant sein. Wenn wir dann irgendwo in der Natur draußen sind, können wir alles genießen: die vielen schönen Wiesen, die Ruhe – einfach herrlich. Es muss ja nicht immer etwas mit viel “Power” oder Lautes sein, wir brauchen keine Ansammlung von Leuten, keinen Lärm – nur wir vier und um uns herum Natur pur.

B. T. 


Zeitblüte 528

Vibrationen des Schnurrens

Eine meiner Zeitblüten ist es, abends in meiner Hollywoodschaukel zu liegen, auf meinem Bauch mein Kater. Ihn dabei zu streicheln, sein Schnurren zu fühlen und zu hören, meine Augen zu schließen und zu spüren, wie die Vibrationen des Schnurrens durch meinen Körper gehen.

Auf diese Weise kann ich mich sammeln und die Welt um michvergessen.

Nicole


Zeitblüte 527

Im kalten Waldsee

In einem alten Steinbruch bei uns in der Nähe haben wir einen wunderschönen Waldsee. Dieser ist auch im Sommer ziemlich kalt, aber das macht seinen Reiz aus. Das Baden in ihm ist immer sehr erholsam und entspannend.

Bernd


Zeitblüte 526

Stille

Meine persönliche Zeitblüte kann ich oft am Abend ganz für mich genießen. Den Tag über bin ich viel mit meinen Kindern unterwegs, mache Besorgungen und kümmere mich um den Haushalt.

Doch wenn die Dämmerung einbricht und das Haus zur Ruhe kommt, kann ich Kraft tanken. Da reicht ein Platz vor dem Kamin oder ein Platz im Garten, wo die Sinne einfach zur Ruhe kommen können und ich die Stille genieße.

Je stiller man ist, desto mehr kann man hören.

Anna


Zeitblüte 525

Mein Hund entführt mich aus dem Alltag

Immer präsent zu sein, alles abzuarbeiten, Perfektion, möglichst alle Erwartungen erfüllen … Die Liste ist lang. Antrainiert funktionieren wir gut.

Meine süße Labradordame holt mich im festen Rhythmus zurück auf die Erde. Die kleinen und größeren Spaziergänge bei jedem Wetter schenken mir Ausgleich und Kontrast. Nur so erlebe ich Vogelgezwitscher, Sonnenuntergänge und die wunderschönen Wetterstimmungen bzw. Jahreszeiten.

Danach ist mein Akku wieder gut aufgeladen. Und ich bin ruhiger geworden.

Didi


Zeitblüte 524

Der Nachthimmel

Meine Zeitblüte ist der Nachthimmel mit den Sternen und dem sich täglich verändernden Mond. Ich lasse mich von der Mondsichel wiegen, ich tanze auf dem Vollmond.

Claudia


Zeitblüte 523

Auf dem Balkon

Ich genieße meine Ruhe am besten abends auf dem Balkon mit einer guten Musik. Dabei denke ich an meineguten Erinnerungen, was ich mit meiner Familie und meinen Freunden oder als Kind erlebt habe, schließe die Augen und lasse mich einfach nur von Gefühlen des Glücks treiben.

Günther


Zeitblüte 522

Unendlich schöne Gefühle

Ich liebe es, wenn ich Klavier spielen kann!

Ich habe zwar erst seit Kurzem wieder angefangen, aber für mich scheint dann die Zeit stillzustehen. Ich liebe die klassische romantische Musik. Ich bin dann so in meiner Musik versunken, dass ich alles um mich herum nicht mehr wahrnehme. Alle Sorgen und Probleme scheinen vergessen.

Da ist diese klangvolle, tiefe Musik, die mich im Innersten berührt und mich glücklich macht. Ich kann dann kaum aufhören und spiele immer und immer wieder meine Lieblingsstücke. Es ist fast wie eine Sucht.

Das Klavierspielen bedeutet für mich vergessen, Schönes erleben, genießen, mich glücklich fühlen, mitreißende Musik, Romantik, Energie, einfach abschalten, viele Emotionen, eine große Freude, ich fühle mich getragen, … einfach unendlich schöne Gefühle!!!

Gaby


Zeitblüte 521

Den Regentropfen lauschen

Ich empfinde es als äußerst entspannend, wenn ich im Auto sitze und es regnet. Da lausche ich den Regentropfen, wie sie auf das Autodach fallen. Dabei schließe ich noch die Augen und die schlimmen Alltagsgeschehnisse sind wie weggewaschen.

Herta


Zeitblüte 520

Momente zum Innehalten

Es gibt viele Momente, die (mich) zum Innehalten einladen: die strukturierte und so einzigartige Rinde eines Baumes, die zarten Blätter und Blüten einer Pflanze, die Vielgestaltigkeit einer Wiese, alte Bäume, deren Stämme wie die Säulen einer Kirche sind und deren lichtdurchfluteten Kronen mich spüren lassen, wie klein und unwichtig die alltäglichen Sorgen und Ärgernisse meist sind.

Eine Zeitblüte ist für mich, Ehrfurcht zu empfinden vor all diesen alten und großartigen Dingen, die schon viel länger existieren als wir.

Eine Zeitblüte sind für mich ebenso alle Tiere, besonders aber meine Hündin, die mich auch in größter Not zum Lachen bringt. Eine Zeitblüte sind Kinder mit ihrer Zuneigung und ihrem Vertrauen.

Ein ganz besonderer Schatz ist für mich aber die Meditation, die Besinnung auf etwas ganz tief in mir, das eine Verbindung zu einer Kraft außerhalb von mir aufbaut. Danach fühle ich mich gestärkt und gefestigt und für alle Wagnisse des Lebens gewappnet.

Hannelore


Zeitblüte 519

Mit den Füßen Wurzeln schlagen

Besonders vor großen Aufgaben wie Moderationen oder wichtigen Besprechungenziehe ich die Schuhe aus und stehe mit meinen Füßen fest auf dem Boden. Dazu suche ich mir vorab einen Platz mit Naturmaterialen wie z. B. Holz oder Steinen.

Dann stelle ich mir zwei Minuten vor, wie meine Füße Wurzeln schlagen und ich mit dem Boden eins werde. Die Wurzeln graben sich immer tiefer in den Boden, verzweigen sich und geben mir – wie ein Baum – einen starken Halt. (Ich bin Holzwirtin und Bäume sind meine großen Vorbilder.)

Dieses “Erden” gibt mir Ruhe und Kraft, ich besinne mich und gehe gestärkt in die Aufgabe.

Susanne


Zeitblüte 518

Meine Mittagspause

Das Schönste des Tages ist für mich – nach getaner Vormittagsarbeit und nach dem Essen – eine Mittagspause mit mir ganz alleine. Bevor es am Nachmittag mit den Pflichten weitergeht, gönne ich mir mindestens eine halbe Stunde, die ich so verbringe wie ich es gerade möchte: Ich schlafe, lese, rate Sudokus, meditierehöre Musik …

Diese Phase des Tages lasse ich mir nur nehmen, wenn es sich gar nicht vermeiden lässt. Ist die Zeit knapp, lege ich mich für nur fünf oder zehn Minuten hin und tauche einmal ganz tief weg. Das kann man lernen – es erfrischt und belebt und der Tag lässt sich ganz locker fortsetzen.

Gerit W.


Zeitblüte 517

Schwimmen, während die Stadt noch ruht

Während sich am Samstagmorgen andere noch etwas länger im Bett aufhalten und sich von den Strapazen der Woche erholen, pflegen wir unsere Zeitblüte.

Uns war es wichtig, dass unsere Mädchen schwimmen lernen. Begonnen haben wir damit schon im Babyalter. Mittlerweile schwimmen beide im Klub und trainieren regelmäßig.

Ein solches Training findet samstags um 7:45 Uhr statt. Nach dem ersten Kaffee werden die Taschen gepackt. Wir genießen alle die halbstündige Fahrt zum Hallenbad, bei der wir uns vergnügt unterhalten und noch etwas verpflegen.

Ich genieße die Zeit mit meinen Mädchen am Morgen, während die Stadt noch ruhig ist. Wenn ich dann einige Längen auf der Bahn ziehe, kann ich mich von den Anstrengungen der Woche so richtig erholen.

Daniel


Zeitblüte 516

Erinnerungen, die mir niemand nehmen kann

Ich bin jetzt – leider – schon 57 Jahre alt und sitze nach einem schweren Unfall seit ca. acht Jahren im Rollstuhl.

Als ich jung war, machte ich schön brav die Schule und dann eine Lehre als Versicherungskaufmann. Das Thema interessierte mich, also machte ich erst meinen Versicherungsfachwirt, um mich dann als unabhängiger Versicherungsmakler selbstständig zu machen. Nach kurzer Zeit hatte ich ein eigenes Büro, zwei Sekretärinnen und fünf selbstständige Mitarbeiter.

Da ich morgens der Erste und abends meist der Letzte war (gerne auch mal bis nach Mitternacht), hatte ich Erfolg und es ging mir damals finanziell viele Jahre sehr gut. Ich konnte mir alles leisten, z. B. drei hochwertige Autos (Porsche Carrera Cabrio, BMW 7er und einen BMW 528i Touring zum Einkaufen für meine Frau …).

Ich hausierte wirklich nicht mit meinem Geld, sondern ich hatte es, und leistete mir und meiner Familie einen gewissen Luxus … für uns! … nicht für andere Menschen.

Was ich mir damals nicht nehmen ließ, waren zwei, drei längere und immer sehr weit entfernte Urlaubsaufenthalte. Destinationen, deren Schönheit ich genoss (Guadeloupe, Bora Bora, Hawaii, Seychellen usw.).

Und heute sitze ich im Rollstuhl … aber was mir niemand nehmen kann, sind die wunderschönen Erinnerungen an diese Zeit!

Bernd


Zeitblüte 515

Das älteste Lied der Erde

Für mich ist eine wunderbare Zeitblüte, am Meer kurz in mich zu gehen und dem Meeresrauschen zu lauschen. Ich nehme jede Welle bewusst wahr und höre das “älteste Lied” der Erde.

Thomas


Zeitblüte 514

Verwöhnmassage

In der Nachbarschaft hat sich ein Massagestudio niedergelassen. Dort werden zu vernünftigen Preisen verschiedene Entspannungsmassagen angeboten. Ich hab es einfach mal ausprobiert.

Ich denke, mehr Entspannung geht für mich nicht. Eine Stunde absolut abzuschalten, beiMeditationsmusik meinen Körper zu entspannen – das tut mir unendlich gut. Über den Körper beruhigt sich auch mein Geist und die Hektik entflieht. Die nächsten Stunden versuche ich, diese Erdung möglichst lange zu erhalten.

Es fühlt sich an, als wäre ich im Urlaub. Und das im Zweiwochenrhythmus. Diese Massagen sind zu einem festen Bestandteil meines Lebens geworden. Ich habe gelernt, auch an mich zu denken und mir regelmäßig etwas Gutes zu tun.

Didi


Zeitblüte 513

Krümel für die Maus

Letzten Sonntag hatten mein Freund und ich eine halb geschäftliche, halb private Verabredung geplant. Da wir in letzter Zeit kaum zu uns selbst gefunden hatten, sagten wir diese kurzerhand ab und radelten stattdessen mit netten Umwegen zu einem schönen See in Rand-Berlin.

Obwohl der See sehr gut besucht war, konnte ich, bis zur Brust im Wasser stehend, noch meine Zehen am Grund sehen. Ebenso die Fische, die neugierig uns Menschen aus ihrer Perspektive beobachteten.

Später saßen wir am Ufer. Zwischen Büschen und Bäumen im Laub des vergangenen Jahres. Vor uns raschelte es und wir sahen eine kleine Maus, die uns beobachtete. Wir hatten noch ein trockenes Brötchen und brachen einen Krümel ab. Nach einiger Bedenkzeit holte sich die Maus den Krümel und verspeiste ihn genüsslich – zwischen den kleinen Pfoten haltend und ihre großen dunklen Knopfaugen auf uns gerichtet.

Ich hielt ihr noch einen Krümel hin und tatsächlich kam sie nach einigen Kurven und Abwägungen und holte ihn sich direkt aus meinen Fingern.

Wir haben gestaunt und uns gefreut und noch einige Male davon erzählt … unsere Zeitblüte.

Ellen


Zeitblüte 512

Zeit, die ich mir nehme

Will ich eine Zeitblüte entstehen lassen, brauche ich Ruhe und Zeit. Wenn ich in Tätigkeiten voll aufgehe, vergesse ich die Zeit – das können angenehme oder auch „anstrengende“ sein.

Oft ist es etwas Kreatives wie musizieren, tanzen, malen, Ideen ausdenken, aber auch Kuchen backen, telefonieren, mit Mitmenschen reden, Schränke neu einräumen oder etwas umräumen.

Ich nehme mir bewusst Zeit, um die Zeit zu „vergessen“.

Pia


Zeitblüte 511

Tempo nicht beeinflussen

Ich genieße es, mit einem Fortbewegungsmittel zu fahren, dessen Tempo ich nicht beeinflussen kann –  z. B. einem Sessellift oder der Eisenbahn. Das Bewusstsein, vorwärts zu kommen und dass ich nicht für das Tempo verantwortlich bin, entspannt mich total.

Leider ist das viel zu selten der Fall.

Walter


Zeitblüte 510

Innehalten in der Zeitlosigkeit der Natur

Ich lebe zwar in einer Großstadt, habe aber die Freude, von meiner Wohnung in 5 Minuten einen kleinen Wald zu erreichen. Dort drehe ich meine Runden, je nach Befindlichkeit gemütlich, flott oder sportlich.

Ich nehme bewusst die Geräusche des Waldes wahr, beobachte die Eichhörnchen auf ihrer Futtersuche und die Vögel.

Ich setze mich auf eine Bank und lasse mich von den warmen Strahlen der Sonne wärmen. Einfach sein!

Ernst


Zeitblüte 509

Von der Stadt aufs Land

Ich bin im vergangenen Jahr aufs Land gezogen und damit bewusst weit weg von allem, was mich gestresst hat.

Es ist zwar nicht alles perfekt, aber ich habe nach kurzer Zeit festgestellt, dass es etwas viel Besseres gibt als sich jeden Morgen über die vielbefahrene Bundesstraße ins Büro zu quälen … kleine ländliche mit Schlaglöchern übersäte Straßen, wo mir jeden Morgen mindestens ein herrlich bunter, wunderschöner Fasan begegnet.

Ich halte auch schon mal an, um junges Rehwild über die Straße zu lassen. Meist bin ich allein auf den Straßen unterwegs, der Morgensonne entgegen, vorbei an mächtigen alten Bäumen  es ist wunderschön!

So fängt der Tag schon gut an, viel besser als zwischen Lkws auf der Bundesstraße. Zur Nachahmung empfohlen!

Martina


Zeitblüte 508

Ausgewogenheit

Meine zwei Pferde und meine zwei Hunde sind meine Zeitblüten.

Die harmonische Beziehung zwischen uns beruht auf einer anrührenden Ausgewogenheit zwischen Nähe und Distanz sowie Achtung und Vertrauen.

Die alltägliche Erkenntnis, dass aus tiefstem Vertrauen eine lebenslange Freundschaft entsteht, wenn man von seinem Partner geachtet und gleichsam respektiert wird, macht mir jeden Tag Mut, tapfer dem Leben und seinen Herausforderungen zu begegnen.

Sabine


Zeitblüte 507

Inseln der Einsamkeit

Meine Zeitblüte sind die Inseln der Einsamkeit.

Nach hektischer und ereignisreicher Zeit sehne ich mich einfach nur nach mir selbst. Ich will nicht mehr das Gefühl haben, fremdbestimmt durch die Tage zu hetzen.

Manche gehen ins Spa oder tauchen anderswo ab – alles auch wunderschön. Aber ich brauche meine vier Wände für mich ganz allein, möchte keine Ordnung halten, keinen Plan einhalten und keine Rücksicht nehmen müssen.

Ich muss Gefühle ausleben, die im Alltag keinen Platz gefunden haben: TrauerAngst, Ratlosigkeit.

Ich schreibe dann Briefe an Menschen, die mir helfen könnten, die aber schon verstorben sind. Ich lese Gedichte von Hermann Hesse, trinke Wein, höre Musik, mache Musik, schreibe Gedichte und Geschichten, spreche mit dem Universum, bitte um Erleuchtung oder um einen Hinweis, selbst auf die Lösung zu kommen und falle morgens ins Bett.

Manchmal habe ich verheulte Augen, sehe aber dennoch klarer!

Und ich habe das Gefühl, meine verstorbenen Freunde und Verwandten und das Universum haben mich gehört und schicken mir in den nächsten Tagen und Wochen verschlüsselte Botschaften zu.

Die Welt ist für mich wieder wie verzaubert:

Plötzlich läuft an mir jemand mit einer Botschaft auf dem T-Shirt vorüber. Die Sprüche des Tages in der U-Bahn scheinen regelrecht mit mir zu kommunizieren. Plötzlich treffe ich Leute, die mich verstehen. Die mir einen Weg zeigen. Die mich auf Dinge ansprechen und Fragen stellen, deren Antworten mir so völlig entfallen waren.

Ich habe einfach sooo sehr die Augen offen, wenn ich mal wieder “in mir” war und habe nicht mehr die Scheuklappen des Alltags auf, weil alles zu viel war/wurde!

Ich LIEBE es, mit mir allein zu sein – ab und an!

PiSo


Zeitblüte 506

Zuhören und loslassen

Ich, eine alleinerziehende Mutter, habe aus der Not (Arbeitslosigkeit) heraus eine freiberufliche Tätigkeit in der Beratung und Betreuung von Sozialverbandsmitgliedern gewählt und bin damit meinem inneren Drang gefolgt, Menschen zu helfen, da ich mit viel Empathie und Sozialkompetenz ausgestattet bin.

Ich habe auf mein Herz gehört und bin als Quereinsteigerin mittlerweile in Ausbildung und Weiterbildung, um eine qualifizierte Berufsausbildung zu besitzen und mit vielen Menschen täglich zusammen zu sein.

Es ist sehr anstrengend. Doch es ist mein Ziel, diesen Weg weiterzugehen, da es für mich sehr wohltuend ist, wenn ich diesen Menschen zuhören und das Gefühl gebe, für sie da zu sein.

So kann ich meine eigene Geschichte – wenigstens zeitweise – vergessen und zu meinem Erstaunen erleichtert es den Alltag.

Ich gehe oft müde und ausgelaugt nach Hause, aber ich sehe mich und mein Leben dann mit anderen Augen.

Roswitha S.


Zeitblüte 505

Bewegung und Natur

Zum Entspannen vom Alltag fahre ich gerne mit dem Rad durch unseren nahe gelegenen Wald. Beim Hineinfahren in den Wald ist das satte Grün für die Augen schon mal sehr beruhigend. Dann kommt der angenehme Duft der Jahreszeit dazu, den man tief einatmen muss.

Und zu guter Letzt zwitschern mir die Vögel noch muntere Lieder zu, woran ich mich sich sehr erfreue. Alsomit allen Sinnen die Natur erleben und dabei auch noch Bewegung machen. Das ist für mich Entspannung pur. Und ich freue mich, dass so oft wie möglich genießen zu können.

Anita


Zeitblüte 504

Ich nehme mir die Zeit

Alleinerziehend mit zwei Kindern und einem Vollzeitjob ist Zeit ein unglaublich kostbares Gut. Ich glaubte, jede freie Minute meinen Kindern, Freunden, meiner Familie und lieben Menschen um mich herum widmen zu müssen und bin dabei selber untergegangen.

Es ist ein schönes Gefühl, gebraucht zu werden, aber ich selbst brauche mich auch.

Man weiß nicht mehr, wer man ist, was man wirklich fühlt und schon gar nicht, was man will, wenn man sich nicht Zeit nimmt, um mit sich alleine zu sein, sich selbst zu spüren, Situationen nachzufühlen, Gedanken schweifen zu lassen.

Gegen alle Wünsche der Menschen um mich herum, nehme ich mir Zeit für mich – nicht oft, aber intensiv.

Am besten gelingt mir das in der Natur. Im Sommer liege ich am See, träume vor mich hin oder höre meine Lieblingsmusik, beobachte Natur und Menschen, fühle meinen Atem, beobachte die Wolken, meine Hände gleiten über den Sand oder meine nackten Füße streichen durch das Gras.

Zum Abschluss schwimme ich eine gemächliche große Runde im See, wasche mir den Stress und die Sorgen vom Leib und ziehe dem Alltag davon.

Cornelia


Zeitblüte 503

Meine täglichen zehn Minuten

Meine Zeitblüte beginnt früh am Morgen, wenn die Kinder in der Schule sind. Dann nehme ich mir regelmäßig zehn Minuten Zeit, um in aller Stille zu meditieren.

Weil ich auf diesem Gebiet noch Anfängerin bin, klappt das mal mehr und mal weniger gut, die Gedanken abzustellen und sich in der Tiefe zu begegnen. In jedem Fall spüre ich aber, dass es mir sehr gut tut und ich gelassener und stärker dadurch werde.

Birgit 


Zeitblüte 502

Kurzurlaub im Fitnesscenter

Ich genieße es, im Pool des Fitnesscenters ein paar Runden zu schwimmen, dann in den Whirlpool zu steigen, um meinen Körper durchzumassieren und anschließend zu lesen oder ein Sudoku zu lösen.

Da schnurrt meine Seele.

Gerlinde


Zeitblüte 501

Kerzenflamme beobachten

Meine liebste Zeitblüte ist ganz einfach: für einige Minuten den Tanz einer Kerzenflamme beobachten. Ich schalte damit vollkommen ab und bin anschließend wieder ausgeglichener.

Linda

Zeitblüten 1 – 500 >


Zeitblüte 500

Der Duft-Umschaltknopf

Ich bin ein Mensch, der leicht ins Grübeln gerät. Wenn mich das Gedankenrad einmal erfasst hat, lässt es mich selten gleich los. Vieles habe ich versucht: mich abzulenken, an etwas Schönes zu denken, … aber irgendwie hat es nicht funktioniert. Das Grübeln lässt sich mit einem Knopf nicht einfach umschalten.

Doch …

Düfte schaffen es! Es gibt Düfte, die erinnern mich an früher, an wunderschöne Momente, manchmal sogar ganz unbewusst. Es ist sogar wissenschaftlich erwiesen, dass Gerüche Handlungen, Stimmungen und Emotionen beeinflussen. Und einmal herausgefunden, was mir gut tut, welcher Duft mich derart berührt, ist im wahrsten Sinne des Wortes ein dufter Umschaltknopf in sämtlichen Stresssituationen.

Nicole 


Zeitblüte 499

Ein Glas voller Glücksmomente

Wir haben zu Hause ein großes Glas stehen. Für jedes schöne Erlebnis („Glücksmomente“) kommt am Tagesende eine Murmel oder ein selbstgefundener kleiner Stein in das Glas. Wenn es voll ist, gibt es eine kleine „Feier“ oder eine gemeinsame Aktivität (z. B. Zoobesuch).

Inge


Zeitblüte 498

Ein Marienkäfer – die kleinen Momente genießen

Letzten Sonntag, als ich mit meiner Familie auf einer Lichtung in einem kleinen Wäldchen saß, landete plötzlich ein Marienkäfer auf meinem Arm. Seine kleinen Beine kitzelten auf meiner Haut, als er den Arm hochlief.

Ich war so überrascht und begeistert, da flog er auch schon wieder weg. Hoch in den Himmel hinauf.

Einfach jeden kleinen Moment genießen und das Besondere wahrnehmen – das ist für mich Glück.

Anja


Zeitblüte 497

Der abendliche Sport

Meine Zeitblüte ist der abendliche Sport im Fitnessstudio oder mit dem Mountainbike.

Denn das sind praktisch die einzigen Tätigkeiten, bei denen ich mich ausschließlich um mich selbst kümmere.

Insofern mache ich das auch ganz bewusst – das ist auch gut für die Seele!

Christoph


Zeitblüte 496

Den Alltagsstress vergessen

Wenn ich mit meinen Kindern kuschle, gemeinsam ein Buch lese oder sogar am Balkon den Sonnenuntergang beobachten kann, vergesse ich für kurze Zeit den Alltagsstress und tanke wieder Kraft.

Gabriele


Zeitblüte 495

Kopf freibekommen

Heute Nachmittag wollte ich mich auf ein Seminar vorbereiten. Irgendwie hab ich den Kopf nicht freibekommen.

Darauf unternahm ich einen Spaziergang und habe dabei ein schönes kleines Bärlauchfeld entdeckt. Der Tag war gerettet.

Jetzt habe ich in einer halben Stunde das fertig gemacht, was ich vor dem Spaziergang in zwei Stunden nicht geschafft hätte.

Und heute Abend gibt es auch noch eine leckere Bärlauchsuppe.

Detlev 


Zeitblüte 494

Der etwas andere Start in den Arbeitstag

Bevor ich morgens mit meiner Arbeit starte, besinne ich mich immer auf die letzten 24 Stunden zurück und schreibe stichwortartig fünf positive Momente auf, die ich allein oder im Zusammenspiel mit meiner Umwelt oder anderen Menschen erleben durfte:

Ein Lob, das ich bekommen oder gegeben habe, ein schöner Spaziergang, ein Glücksmoment, wie ein Anruf eines alten Freundes, …

Da ich selbst ein unruhiger Geist bin, komme ich so erst einmal zu ein paar Minuten Besinnlichkeit und stürze mich nicht direkt in den Arbeitsalltag.

Frank


Zeitblüte 493

Motto weitergeben

Kürzlich wurde ich im Rahmen eines Fragebogens gefragt, was für ein Motto ich wohl an meine oder andere Kinder weitergeben wolle. Dazu fiel mir folgender Satz ein, den ich mir selbst gerne auf meine Fahne geschrieben habe (leider ist es mir nie ganz gelungen):

 ”Lebe Dein Leben in völligem Selbstbewusstsein und bereue nichts, absolut nichts!”

Günter


Zeitblüte 492

Fantasiereise und Rückenschwimmen

Ich habe zwei Zeitblüten:

  1. Mich im Schwimmbecken in Rückenlage auf dem Wasser treiben lassen und dabei die Augen schließen – nur die Ruhe und Bewegung genießen.
  2. Für fünf Minuten die Augen schließen und eine Fantasiereise machen. Ich denke nur an schöne Dinge und stelle mir vor, wie ich in der Sonne liege.

Stefan


Zeitblüte 491

Kerzen und Musik

Um dem meist stressigen Alltag in der Schule zu entfliehen, zünde ich mir abends ein paar Kerzen und eine Duftkerze an und höre Entspannungsmusik. Diese Zeitblüte lässt mich den ganzen Stress vergessen und die Zeit für einen kurzen Moment stillstehen.

Nina


Zeitblüte 490

Das Jetzt erleben und genießen

Manchmal kommen die gewünschten Dinge so unerwartet und plötzlich ins Leben, dass es einen “überrumpelt” und sogar Angst macht.

Ich bin eine Single-Mutti, die ihr Leben ganz taff und eigenständig meistert. Nach einer Reihe an sehr schmerzhaften Erfahrungen und frustrierenden Dates bin ich gleichgültig und ohne jegliche Erwartungshaltung zu einem Date gegangen.

Plötzlich habe ich einen Mann kennengelernt, den ich echt interessant fand und … die Chemie stimmte. Wir kennen uns jetzt seit nur einer Woche, und es kommt uns beiden so vor, als würden wir uns schon viel länger kennen. Neben der heftigen Verliebtheit fühlt es sich insgesamt einfach stimmig an.

Die aufregenden Glücksmomente sind so überwältigend, dass sie den Alltag völlig verdrängen und vergessen lassen. Und:

Es ist völlig egal, was die Zukunft bringt, das JETZT zu erleben und zu genießen, lässt mich schweben. Dafür bin ich sehr dankbar.

Tanja 


Zeitblüte 489

Ausritte in die Natur

Meine Zeitblüte ist, wenn ich mit meinem Pferd einen Ausritt unternehme. Rein in die Natur, raus aus der Zivilisation.

Schon beim Putzen meiner Stute werde ich ruhiger und entspanne mich. Wenn es dann losgeht und wir gemütlich durch den Wald schlendern oder heiter über die Feldwege galoppieren, kann ich so richtig abschalten.

Ich genieße diese Einsamkeit und Ruheatme die frische Luft, lausche dem Wind und dem Hufgetrappel und lasse meine Gedanken einfach nur so dahinschweifen. Gab es Stress oder Ärger an diesem Tag, so ist dieser nun verblasen.

Ich bin dann innerlich zufrieden und ausgeglichen und nehme dieses Gefühl mit nach Hause, wo meine andere Zeitblüte, meine kleine Tochter, auf mich wartet. Noch etwas spielen und kuscheln und so lassen wir den Tag ausklingen.

Ich bewundere sie, weil sie so sein kann, wie sie ist: Sie braucht sich nicht verstellen und einzuschränken, so wie wir Erwachsene das tun. Sie lebt all ihre Gefühle einfach aus, unverblümt und geradeaus.

In meinen Augen ist sie ein reines Wesen, zart und zerbrechlich und ohne Sorgen und sie hat uns Erwachsenen einiges voraus. Das versuche ich auch auf mein eigenes Leben zu übertragen. Wenn ich einen Tag wie diesen erleben darf, so bin ich rundum glücklich und zufrieden.

Andrea


Zeitblüte 488

Mein Cabrio

Ich bin jetzt auf ein 2-Sitz-Cabrio umgestiegen. Nun nehme ich mir des Öfteren die Zeit, mit offenem Verdeck und daher auch langsamer durch die Gegend zu fahren.

Dadurch nehme ich die Umgebung viel deutlicher wahr und ich fühle mich weniger eingesperrt.

Helmuth


Zeitblüte 487

Klettern – meine Grenzerfahrung

Während des Kletterns wird sowohl die körperliche als auch die geistige Ebene voll beansprucht. Denn der Kopf muss den Kletterweg lesen und der Körper die Leistung abrufen, um die Bewegungsabläufe zu koordinieren.

Wenn beides gut zusammenspielt, ist die Welt um mich herum vergessen und das pure Erlebnis garantiert. Der Erfolg stellt sich schnell ein und ist – gerade für Kopfmenschen – wunderbar messbar: nämlich die Kletterstrecke.

Was das Auge vorher erfasst hat, können die Hände und die Muskeln erfahren und erleben. Am Ende der Kletterstrecke angekommen, bin ich stolz und genieße den Erfolg und die Freude.

Zulassen, erproben, an der eigenen Grenze arbeiten und sie überwinden. Euphorie! Wachsen! Eigeninitiative! Mut! Grenzerfahrung! Ich kann mich auf mich selbst verlassen! Ich kenne meine Kräfte!

Claudia


Zeitblüte 486

Der Fitnessraum als Treffpunkt für die Familie

Als Selbstständiger habe ich mir neben meinem Arbeitszimmer einen Fitnessraum eingerichtet. Wenn die Arbeit ins Stocken kommt, gehe ich (statt wie früher zum Kühlschrank) in den Fitnessraum und absolviere eines der Übungspakete, die ich mir zusammengestellt hab

Der Rest der Familie ist auch auf dem Wege, die Angewohnheit zu imitieren. So wird der Fitnessraum zu einer aktiven Begegnungsstätte und einem wichtigen Faktor der Gewichtsreduktion.

Winfried


Zeitblüte 485

Urlaubserinnerungen

Wenn nur sehr wenig Zeit zum Entspannen ist, hole ich mir ein besonders gelungenes Foto aus dem letzten Urlaub, mache mir die entsprechende Musik dazu an, setze mich ganz bewusst ein paar Minuten hin, sehe, lausche, summe oder tanze. Ich träume mich in diese wunderbare Zeit zurück.

Brit


Zeitblüte 484

Meine drei Stunden

Seit kurzem gehe ich in das Fitnesscenter. Nicht, um eine Modelfigur zu bekommen, sondern weil es mir guttut. Es ist für mich eine Wohltat.

Ich besuche das Fitnesscenter zwei bis drei Mal die Woche und trainiere etwa eineinhalb Stunden. Danach besuche ich noch die Sauna und entspanne. Dieser Besuch dauert etwa drei Stunden. Das sind meine drei Stunden, nur für mich – das tut mir so gut. Einfach super.

Sanja


Zeitblüte 483

Das morgendliche Duschen – meine Körpermeditation

Jeden Morgen ist für mich die morgendliche Dusche eine wohltuende “Körpermeditation“. Ich konzentriere mich auf den Atem und das Wasser, das auf mich und den Boden spritzt. Ich nehme das Wasser auf meinem Rücken, an den Armen, Beinen, … auf meiner Haut wahr.

Mit diesem Körpererleben spüre ich die Präsenz im Augenblick, am Anfang des Tages.

Diese drei Minuten Körpermeditation sind entspannend und das warme Wasser erfrischt meine Sinne. Ich fühle mich unter meinem morgendlichen Wasserfall geborgen und dieses Nass macht mich froh für den Tag.

Hermann


Zeitblüte 482

Zeit mit dem Nachbarshund

Ich habe mir schon immer ein Haustier gewünscht, aber bin viel unterwegs, habe zwei Kinder und wollte nicht auch noch für ein Tier Verantwortung übernehmen.

Eine Familie in der Nachbarschaft hat einen jungen, quirligen Hund, der viel Bewegung braucht. Ich brauchte ein wenig Mut, aber dann habe ich einfach gefragt, ob ich mit dem Hund gelegentlich spazieren gehen darf. Das ist nun schon einige Monate her und jetzt mache ich mit ihm alle zwei Wochen einen langen Spaziergang.

Jedes Mal bin ich hinterher herrlich entspannt! Es ist die Zeit für mich allein, gleichzeitig fühle ich mich mit dem Hund an meiner Seite wohl. Der Umgang mit dem Tier tut meinem Herzen und meiner Seele gut!

Silvia


Zeitblüte 481

Herzöffnung

Gleich am frühen Morgen, wenn ich nach dem Aufwachen noch im Bett liege, schenke ich meinem Herzen meine ganze Aufmerksamkeit.

Ich stelle mir vor, wie es zu leuchten beginnt und immer größer wird. Eine wohlige Wärme erfüllt mich und es ist wunderschön zu sehen, wie mein Herz sich öffnet.

Jetzt fühle ich mich dem Tag gewachsen. Ich bin dankbar dafür, dass ich genau da bin, wo ich im Moment bin und fühle die Kraft und Gelassenheit in mir, den Tag mit Liebe zu beginnen.

Das hilft mir sehr, durch stressige Situationen zu gehen und mich wirklich auf jeden Tag zu freuen.

Sila


Zeitblüte 480

Atemübungen

Bei mir ist es im Beruf und oft auch im Privatbereich stressig. Es gibt Tage, da bricht alles auf mich hernieder und ich fühle mich überfordert.

Dann mache ich Atemübungen und konzentriere mich bewusst auf die Atemtechnik. Ich enspanne durch die Konzentration. Mitunter höre ich eine
Enspannungs-CD und lasse mich dann richtig fallen.

Ich stelle mir dabei vor, wie sich alle Herausforderungen lösen und lasse mich auf diese Sicht der Dinge ein. Es macht Spaß, dann wieder zurückzukommen und Probleme anzugehen.

Ramona


Zeitblüte 479

Mit Fragen den Fokus verändern

Ich habe mich in den letzten Wochen intensiv mit meinen Werten und Motivationen auseinandergesetzt:

  • Welche Rollen habe ich in meinem Leben?
  • Was ist wichtig in meinem Leben, in diesen Rollen?
  • Was sind meine Ziele im Leben, in den jeweiligen Rollen?

Schon durch diese Fragen konnte ich den Fokus dermaßen verändern, dass ich meine Tätigkeiten ganz anderspriorisiere und dadurch viel fokussierter lebe und arbeite. Und tatsächlich mehr Befriedigung, mehr Flow verspüre und weniger den dringenden oder unnötig aufgeschobenen Tätigkeiten hinterhereile.

Die weiteren Fragen haben sich dann weitgehend selbst ergeben:

  • Was muss ich tun, um diesen Zielen näherzukommen?
  • Was muss ich unterlassen, das mich von meinen Zielen abhält bzw. nichts dazu beiträgt?

Roger


Zeitblüte 478

Der Blick auf die Berge

Der Morgen unter der Woche ist bei uns – wie bei vielen Familien – immer sehr hektisch, bis wir endlich außer Haus kommen. Wir wohnen in einer Kleinstadt umgeben von Bergen, d. h., wenn ich aus dem Haus gehe, türmt sich vor mir eine Bergkette.

Als ich wieder mal gestresst und mit pochendem Herzen aus der Wohnung rannte, um die Kinder mit Verspätung in die Schule zu bringen, bemerkte ich plötzlich die verschneiten Berggipfel, die weißen Wolken dahinter, den blauen Himmel, der alles umrahmte, den leichten, lauen Morgenwind, der die Bäume bewegte, …

Ich hielt inne und plötzlich kamen mir die Tränen. Eine Mischung aus bittersüßer und schmerzlicher Sehnsucht erfüllte mich. Schule, Verspätung, Arbeit, Termine? Das war in diesem Moment alles Nebensache!

Schön ist die Welt und wir sollten öfter innehalten.

Ich tue es seitdem häufig. Immer wenn ich das Haus verlasse, erinnern mich die Berge an meinen Termin mit der Ruhe, auch wenn es mal stürmt und die verschneiten Wipfel gar nicht zu sehen sind.

Friedrich


Zeitblüte 477

Die Natur festhalten

Mir tut es gut, mit der Kamera die Natur einzufangen. Eine Löwenzahn- oder Gänseblümchen-Blüte ganz nah zu fotografieren oder das Rapsfeld jeden Tag zu fotografieren, wie sich das Grün langsam oder auch explosionsartig in Gelb verwandelt – das eröffnet mir eine neue Art wahrzunehmen.

Probleme, Konflikte, Sorgen bekommen angesichts der Natur eine andere Dimension

Bilder und Zeitblüte von Marion Reich

marion-reich


Zeitblüte 476

Eine Wanderung

Meine Zeitblüte ist die Wanderung von Oberstdorf nach Meran. Mit den ersten Schritten entrücke ich dem Alltag und tauche in eine neue Welt ein.

Am Abend auf den Hütten wird über den Tag und die erlebten Dinge gesprochen. Was man ist und woher man kommt … egal! Für mich die intensivste Zeit des Jahres!

Thomas 


Zeitblüte 475

Ein Lächeln

Das Lächeln, das du aussendest, kehrt immer zu dir zurück.
Sprichwort aus Indien

Ich liebe es, mit einem Lächeln im Gesicht durch die Welt zu gehen und freue mich riesig über jede Erwiderung.

Letzte Woche hatte ich kurzzeitig mein Lächeln “vergessen” und bin morgens auf dem Weg ins Büro drei Männern der Straßenreinigung begegnet, von denen mir jeder ein aufrichtiges Lächeln geschenkt hat.

Von diesem Augenblick an habe ich den restlichen Tag schmunzelnd und lächelnd verbracht und mich immer wieder an die drei erinnert und gedacht: “you made my day”  – herzlichen Dank dafür!

Ein einzelnes kleines Lächeln hat so viel Positives, so viel Kraft. Deshalb wünsche ich allen Menschen möglichst viele Situationen, in denen ihnen ein Lächeln geschenkt wird und sie es erwidern können.

Don


Zeitblüte 474

Am fließenden Wasser

Wenn mir wieder alles zu viel wird und ich mich von den Belastungen und vom Alltagsstress nicht mehr erholen kann, gehe ich am liebsten an einen Bach oder an einen Fluss.

Dort setze ich mich hin und lausche dem Geplätscher des Wassers und schaue dem fließenden Wasser nach. In Gedanken schicke ich meine Belastungen dem fließenden Wasser mit, was mir dann die innere Ruhe gibt.

Ich verweile einige Zeit dort und fühle, wie es mich entspannt.

Ella


Zeitblüte 473

An meiner alten Schule

Jedes Mal, wenn ich an meiner alten Schule vorbeigehe, halte ich inne. Dann höre und sehe ich wieder die Stimmen und Gesichter meiner ehemaligen Mitschüler und meiner Lieblingslehrerin. Ich erinnere mich an das Toben in der Pause und hoffe, dass meine Kinder auch einmal so positiv auf ihre Schulzeit zurückblicken können.

K. Mayer


Zeitblüte 472

Klettern – eine Grenzerfahrung

Meine Zeitblüte ist das Klettern. Während des Kletterns wird sowohl die körperliche als auch die geistige Ebene benötigt. Denn der Kopf muss den Kletterweg lesen und der Körper die Leistung abrufen, um die Bewegungsabläufe zu koordinieren.

Wenn beide Ebenen gut zusammenspielen, ist die Welt um mich herum vergessen und das pure Erlebnis garantiert.

Der Erfolg stellt sich schnell ein und ist, gerade für Kopfmenschen, wunderbar messbar. Nämlich die Kletterstrecke.

Was das Auge vorher erfasst hat, können die Hände und die Muskeln erfahren und erleben. Bin ich am Ende der Kletterstrecke angekommen, kann ich den Erfolg, die Freude und den Stolz genießen.

Zulassen, erproben, an der eigenen Grenze arbeiten und sie überwinden, Euphorie, wachsen, Eigeninitiative, Mut, Grenzerfahrung – ich kann mich auf mich selbst verlassen! Ich kenne meine Kräfte!

Claudia


Zeitblüte 471

Das Apfelbaumspalier

Auf dem morgendlichen Weg in die Arbeit komme ich an einem Feld mit einem Apfelbaumspalier vorbei. Ich schaue durch die zahlreichen Apfelbäume – in der Blütezeit, später mit den reifenden Früchten, mit den roten gereiften Äpfeln – nach Osten in die Sonne. Je nach Jahreszeit sehe ich auch einen wunderschönen Sonnenaufgang. Ein bewusster Blick, ein Moment, den mir niemand nehmen kann.

Auf dem Heimweg ein erneuter Blick. Diesmal mit der Sonne im Rücken werden die Apfelbäume belichtet. In Verbindung mit den sich verändernden Bäumen und den unterschiedlichen Sonnenauf- und Sonnenuntergangszeiten fasziniert mich dieser Blick (fast) jedes Mal aufs Neue.

Albert K.


Zeitblüte 470

Auf der Bühne

Ich bin von Beruf Musiker und habe das Glück, den tollsten Job der Welt zu haben.

Klar, der Beruf ist auch “stressig”, aber es lohnt sich. Oft fahren wir bis zu sieben Stunden zu einem Auftritt. Sogar eine lange Fahrt kann sehr entspannend sein.

Der eigentliche Spaß beginnt dann, wenn wir auf der Bühne stehen und unser Publikum unterhalten.

Musik kann kann man nicht festhalten, jeder Ton ist gespielt, in die Welt gesetzt und losgelassen.

Bei besonderen Auftritten bleibt die Zeit stehen und dann gibt es nur noch genießen – eine reine Win-win-Situation für das Publikum und für uns.

Landy


Zeitblüte 469

Mein treuer Freund

Meine Zeitblüte ist mein treuer vierbeiniger Freund. Wann immer es mir möglich ist, erlebe ich mit meinemHund die Freiräume in der Natur, die ich brauche, um den beruflichen Alltag einen Moment loszulassen.

Dabei spiegelt mein treuer Vierbeiner meine eigene Befindlichkeit. Sollten mich die Stress-Gedanken nicht loslassen, macht er mich durch sein Verhalten darauf aufmerksam – und meist verschwinden dann die Sorgen, die ich doch zu Hause lassen wollte.

Dietmar


Zeitblüte 468

Back to the roots

Die einfachen Dinge des Lebens sind für mich die reinsten Zeitblüten: die Stille eines Waldspaziergangs, das Beobachten der Vögel in den Bäumen, die frische Luft während der Bewegung in der Natur, …

All die Sachen, die den Menschen in vergangenen Zeiten viel selbstverständlicher waren und zu denen wir uns in unserer hektischen und komplexen Welt erst wieder erziehen müssen.

Weniger ist manchmal mehr!

Matthias


Zeitblüte 467

Meine Auszeit in der Mittagspause

Mein Arbeitsort liegt direkt an einem großen, städtischen Waldgebiet. Statt mäßigen Kantinenessens mache ich mich täglich (bei jedem Wind und Wetter) in meiner Mittagspause auf den Weg zu einem halbstündigen, zügigen Spaziergang durch diesen Wald.

Ich versuche bewusst, Schultern und Rücken zu entspannen, tief durchzuatmen und Ärger und Missmutzurückzulassen. Ich beobachte, wie sich der Waldboden und die Bäume im Laufe der Jahreszeiten verändern, auch den unterschiedlichen Lichteinfall durch die belaubten oder kahlen Äste bei Sonne, Regen oder Sturm.

Aber nicht nur die Natur macht mir diese kurze „Auszeit“ zur Zeitblüte. Ein kurzes Telefonat mit dem Mann meines Herzens, ein Austausch über das am Vormittag Erlebte und eine kleine Vorausschau, was jeder von uns am Nachmittag noch vor sich hat, machen diese Zeitblüte zu etwas sehr Kostbarem.

So gestärkt kann ich dann die geliebten und weniger geliebten Aufgaben, die mein Beruf so mit sich bringt, mit Schwung und Humor angehen und so manch miesepetrigem Kollegen ebenfalls ein, wenn auch zaghaftes,Lächeln abgewinnen.

Marion 


Zeitblüte 466

Meine Tochter beim Malen

Ich beobachte meine kleine Tochter, wie sie malt. Eigentlich kritzelt sie etwas, füllt Flächen mit Farben, verstärkt Konturen und versinkt in ihrem Werk. Ich kann kaum erkennen, um was es sich handelt. Es spielt keine Rolle.

Ohne es zu bemerken, fährt sie sich mit der Zunge über die Lippen, wenn sie angestrengt und mit fest aufgedrücktem Buntstift werkelt. Sie konzentriert sich auf das Abbild ihres Gedankens, ohne ihre Umwelt wahrzunehmen, ohne meine Blicke zu erkennen.

Dann hält sie inne und betrachtet in der Stille ihrer Welt das Gemalte. Ihr Blick zeigt Stolz und Zufriedenheit.

Wie sehr ich sie um diese Augenblicke beneide.

Kay


Zeitblüte 465

Stricken – mein Abendritual

Mit jeder Masche, die ich am Abend stricke, schweifen meine Gedanken umher, verflüchtigen sich, ordnen sich und ich finde wieder zu mir selber.

Das beruhigende, immer im gleichen Rhythmus klappernde Geräusch, ist meditativ für mich.

Eine Tasse Tee für die innere Wärme sowie klassische Musik dazu, runden das ganze Abendritual ab und einruhiger Schlaf ist gesichert.

Gina


Zeitblüte 464

Das Geburtstagsgeschenk

Zu meinem Geburtstag habe ich mit meiner Freundin zwei wunderschöne Skitour-Tage verbracht. Am Ende unserer Skitouren trafen wir uns mit unseren Familien und Freunden zum Ausklang auf einer Almhütte bzw. zum Frühstück im Hotel.

Es war wunderschön und hat uns sehr gut getan!

Karin


Zeitblüte 463

Die Auszeit mit meinen Ponys

Ich halte zwei Welsh Ponys. Das heißt: zu jeder Jahres- und Tageszeit sowie bei Wind und Wetter raus an die frische Luft. Im Sommer frühmorgens, wenn noch alles schläft und es kühl ist, im Winter um die gleich Uhrzeit, aber dick eingepackt und vermummt.

Oft, viel zu oft, läuft das “automatisch” ab und ich merke nicht mal, wie gut es mir dabei geht und wie schön das ist! Manchmal fällt mir meine Hektik sogar selbst auf und ich trete bewusst einen Schritt zur Seite, auf meine Pferde zu. Streichle ihnen durchs Fell, kraule sie und flüstere ihnen etwas Nettes ins Ohr.

Und als wäre meine Hand das Wasser in der Wüste, blühen sie auf, wenden sich mir zu, so, als ob sie sagen wollten: „Endlich. Endlich siehst du uns und rennst nicht nur vorbei.“ Da merke ich, wie sehr sie den Kontakt, die Streicheleinheiten und das Lob brauchen.

Geht es mir anders? Nein, ganz und gar nicht! Auch ich freue mich über ein liebes Wort, eine kleine Geste der Zuneigung, ein feines Streicheln, ein leises „Gut gemacht“. In diesen Minuten blühe ich auf und sammle die Kraft für alles, was kommt.

Mit meinen Pferden ist es ähnlich und ich nehme mir jetzt immer öfter eine „Auszeit“, in der ich einfach bei ihnen stehe, sie kraule und der Stille lausche. Und sie lauschen mit mir. Keines geht weg oder dreht sich um. Das ist schön!

Kerstin


Zeitblüte 462

Entschleunigung mit Teebeuteln

Seit einigen Monaten schöpfe ich ganz viel Kraft und innere Ruhe aus Teebeuteln. Nein, ich pendle nicht und lese auch nicht aus dem Teesatz!

Es gibt von verschiedenen Herstellern ganz wunderbare Teesorten, bei denen an jedem Teebeutel ein kleines Sprüchlein hängt, z. B. “Achte auf deine Gedanken, sie schaffen Taten”.

Wenn ich genervt oder erschöpft von der Arbeit nach Hause komme, mache ich mir einen Tee. Allein die Zubereitung und das Trinken entschleunigt wunderbar. Und die einfachen, aber tiefgründigen Sätze regen mich zusätzlich zum Nachdenken an und bringen mich von Wut und Ungeduld wieder zurück zu Ruhe und Ausgeglichenheit.

Carmen


Zeitblüte 461

Von Herzen

Im hektischen Alltag „funktioniere“ ich oft nur noch. Wenn ich das spüre (und auch gerne öfter), versuche ich, alles von meinem Herzen aus zu betrachten und zu tun. Dann bekommt alles eine höhere Wertigkeit. Egal, was ich dann mache, ich tue es von Herzen.

Jacqueline


Zeitblüte 460

Frische Luft und meine Fotodatenbank

Wenn ich mich sehr gestresst fühle oder mal eine Auszeit brauche, dann gehe ich an die frische Luft. Egal wo und wie lange. Es ist mir nur wichtig, die Luft zu fühlen, den Wind, Regen oder die Sonne, sowie Gerüche und Geräusche wahrzunehmen, die mich umgeben. Dann atme ich dreimal tief durch – wirklich tief und ganz lange. Dann geht es mir schon viel besser.

Brauche ich mal wieder positive Energie und habe ein bisschen mehr Zeit, dann durchstöbere ich meine Fotodatenbank. Das bringt mir auf einen Schlag all die schönen Momente in meinem Leben zum Vorschein: glückliche Gesichter, Natur und tolle Erlebnisse.

Milo


Zeitblüte 459

Fahrradfahren

Kostbar sind für mich die täglichen Fahrradfahrten – egal, ob zum Kindergarten, zum Einkaufen, zum Arzt oder zur Post. Egal, ob sommers oder winters.

Beim Fahrradfahren bin ich ganz bei mir, kann meinen Gedanken nachgehen und brauche mich über keinenStau und keine anderen Autofahrer zu ärgern.

Besonders schön ist es, wenn ich Wege durch Parks und Wälder fahre und dabei die gute Luft genießen kann.

Und es gibt ein sehr gutes Gefühl, aus eigener Kraft vorwärts zu kommen.

Ilona


Zeitblüte 458

Singen

Meine Zeitblüte ist das Singen. Das Abtauchen in melodische Klänge lässt mich meine Seele ergründen und führt mich nach Hause. Dadurch kehre ich mein Innerstes nach außen, was wiederum andere Menschen berührt.

Und berührte Menschen sind ehrliche Menschen, die dann ihrerseits positive Energie verbreiten – eben ein schönes Schneeballsystem.

Sabine


Zeitblüte 457

Stirn glätten

Hier eine Zeitblüte, nicht von mir erfunden, jedoch sehr gerne angewandt:

Setzen oder legen Sie sich bequem hin. Atmen Sie einige Male tief ein und aus. Und nun versuchen Sie, Ihre Stirn von innen (!) zu entfalten und zu glätten. Bis sie sich glatt und geschmeidig anfühlt.

Eine Wohltat der besonderen Art für mich.

Ursula 


Zeitblüte 456

Meine Klangschalen

Abends, wenn ich nach getaner Arbeit nach Hause komme, drehen sich die Gedanken immer noch, von „runterfahren“ weit entfernt.

Dann schaffe ich mir einen stillen Ort, entledige mich meiner Alltagskleidung, mit der ich gleichzeitig versuche, den Tag abzustreifen, schlüpfe in meine Wohlfühlkleidung und lege mich behutsam auf meinen Futon.

Ich atme einige Male tief durch, nehme meine Klangschalen zu mir und schlage diese sanft auf meinem Bauch an. Ich horche tief in mich hinein und versuche die Schwingungen und den Klang wahrzunehmen. So vergesse ich den Alltag und die Zeit.

Zum Abschluss setze ich mich auf, horche in die Welt und bedanke mich für die kleine Ruhepause.

Roger


Zeitblüte 455

Mein täglicher Spaziergang

Meine Zeitblüte ist mein täglicher Spaziergang mit meinem Hund. Ich nutze diese Zeit, um gedanklich zur Ruhe zu kommen und ohne äußere Einflüsse über verschiedene Dinge nachzudenken, während ich in Bewegung bin.

Es ist gut, dass ich durch meinen Hund bei jedem Wetter hinausgehen muss. Was ansonsten teilweise eine große Überwindung des inneren Schweinehundes bedeuten würde, ist dadurch zur Selbstverständlichkeit geworden.

Sobald ich draußen – sogar bei Regen oder Schneefall – einige Schritte gegangen bin, merke ich, wie gut mir die frische Luft und das Schlendern alleine mit meinem Hund, mit mir und meinen Gedanken tut.

Er kommt dadurch auf seine Rechnung, ich kann loslassen und mache automatisch die Bewegung, die ich brauche.

Monika


Zeitblüte 454

Achtsamkeit

Ich finde, dass man durch Achtsamkeit den anderen und sich selbst gegenüber, viele Momente im Leben intensiver empfindet und sein Leben dadurch sehr bereichern kann.

Das Leben im Hier und Jetzt und nicht im Gestern und im Morgen spielt eine große Rolle.

Wenn meine Gedanken abschweifen (Angst, Sorge …), hole ich mir einen Gedankenanker in den Kopf (z. B. das Lächeln meines Kindes), um mich an das Hier und Jetzt zu erinnern.

Michaela


Zeitblüte 453

Ein Ausflug mit meinem Wallach

Wir haben einen kleinen Stall. Ich habe selbst zwei ältere Pferde in der Herde. Es gibt immer viel zu tun, was mir gefällt. Leider komme ich aber kaum zum Reiten.

Heute habe ich mal wieder eine Runde durch den Wald mit meinem älteren Wallach gemacht. Bergauf sind wir galoppiert. Es war wundervoll! Er hat zwar versucht, aus lauter Übermut und Freude zu bocken, hörte aber schließlich doch etwas widerwillig auf mich. Mein feines Pferd war weich wie ein Gummiball und hoch motiviert.

Der frische Wind drückte mir die Tränen in die Augen. Oder waren es Tränen der Freude?

Jan


Zeitblüte 452

Reisen

Die wichtigste aller Zeitblüten in meinem Leben sind die Reisen, die ich mache. Auf Reisen fühle ich mich frei, ich entdecke Neues in der Welt und an mir. Zeit für Selbstreflexion und Anstöße für persönliche Weiterentwicklungen finde ich in fernen und fremden Ländern. Und auch das alltägliche Leben erhält eine neue Qualität durch Reisen.

Katharina


Zeitblüte 451

Spaziergänge

Meine persönliche Zeitblüte sind die ewig langen Spaziergänge mit meinem Hund und meinem Freund. Zeit, die wir uns bewusst ohne Uhr nehmen.

Melanie


Zeitblüte 450

Berührungen

Mein Mann und ich massieren uns gegenseitig seit etwa einem Jahr einmal pro Woche. Wir haben dafür einen fixen Termin im Kalender. Die Massage ist absichtslos und nach einiger Übung sowohl für den Gebenden als auch für den Empfangenden sehr genussvoll und entspannend.

Als Kind erfährt der Mensch so viel Berührung, im Alter wird diese immer weniger. Wir beide merken, wie gut uns diese liebevolle, entspannende Berührung tut und wie sie uns einander näher bringt.

Nora


Zeitblüte 449

Ecki

Ich wohne in einem kleinen Dorf in Thüringen, das eine Besonderheit hat: einen freilaufenden Hund (Golden Retriever) mit Spitznamen „Ecki“.

Von meinem Küchenfenster aus sehe ich ihn öfter, wie er über die Wiesen und Felder streicht, sich aber nie lange aufhält, weil er die Menschen und ihre Zwänge, ihn einzusperren, fürchtet.

Er hat den „Freibrief“ bekommen, frei zu sein. Die Gemeinde bezahlt die Hundesteuer und Haftpflicht-Versicherung, eine Einwohnerin füttert ihn und andere Einwohner haben ihm eine kleine Schutzhütte gegen Kälte und Wind gebaut.

Jeden Sonntag gegen 16:00 Uhr liegt er auf einem bestimmten Platz am Berg und sieht sich von oben sein „Dörfli“ an. Wir warten schon immer ganz gespannt auf sein Erscheinen.

Wir empfinden es als wunderschön, ein Tier beobachten zu können, das seine Freiheit ausleben darf und sich freiwillig an menschliche Regeln hält.

Angelika


Zeitblüte 448

Die kleinen Dinge

Für mich ist jeder Tag ein Geschenk, den ich mit offenen Armen empfange. Denn in der heutigen Zeit, wo alles schneller, besser sein und jeder alles haben muss, gehen die vermeintlich kleinen Dinge in der Alltagshektik oft verloren.

Mein Motto:

Glück entsteht oft durch Aufmerksamkeit in kleinen Dingen, Unglück durch Vernachlässigung kleiner Dinge (Wilhelm Busch).

Theresa


Zeitblüte 447

Begleitet von Rehen

Ein ganz besonderes Erlebnis war für mich ein Lauf im Wald.

Es war etwas nass, aber nicht zu kalt und dafür total ruhig. Mir ist während der ganzen Stunde kein Mensch begegnet. Aber dafür sind mir auf einem schmalen Pfad hangabwärts durch einen weiten Nadelwald Rehe begegnet, die mit mir zusammen durch den Wald gehüpft sind.

Erst ein Reh, das unmittelbar an mir vorbei und dann vor mir hersprang, als ob es über den unebenen Boden tanzen würde. Und dann noch ein weiteres, das nur ein paar Meter von mir entfernt wie in Zeitlupe vorbeihüpfte.

Es war nicht nur ein Augenblick, sondern gute zehn Sekunden, die wir zusammen durch den Wald gelaufen sind. Die Rehe schienen sich nicht an mir zu stören. Im Gegenteil, sie schienen mich willkommen zu heißen.

Es war für mich wie in einer anderen Welt, in der Harmonie und Frieden das höchste Gesetz sind. Einfach unbeschreiblich und inspirierend.

Benjamin


Zeitblüte 446

Verlangsamung

Der Alltag lässt uns an den schönsten Dingen vorbeieilen. Jedoch durch die Verlangsamung, das bewusste Wahrnehmen, das Atmen, Fühlen, Riechen, Kosten … finde ich überall Zeitblüten!

Hanna 


Zeitblüte 445

Am Feuer

Meine persönliche Zeitblüte ist unser Kamin – oder im Sommer der Feuerkorb draußen. Für mich DIE Alternative zum Fernsehen am Abend. Spannend anzusehen (manchmal deutlich spannender als das Fernsehprogramm), dazu Zeit und Muße für ein Gespräch – mit mir selbst, meinem Mann oder Freunden.

Aike-Sofie 


Zeitblüte 444

Meine Runde

Gerne fahre ich nach der Arbeit mit dem Motorroller eine “Runde” – beispielsweise an den Rhein. Ich schaue mir den träge fließenden Fluss an und entspanne am Ufer bei einem Getränk.

Ebenfalls sehr entspannend ist eine kleine Ausfahrt auf den nächstgelegenen Berg. Die Aussicht beruhigt, gibt mir einen Blick über den Alltag hinaus und erschließt mir neue Dimensionen.

Paul


Zeitblüte 443

Abtauchen

Wenn es mir einmal nicht so gut geht oder ich entspannende Gedanken brauche, denke ich an das folgende Erlebte und tauche ab in diese “Welt”. Es klingt total kitschig, aber es ist wahr:

Es ist an der Isar bei München, an einer ruhigen Stelle.  Isar … daneben “Kiesstrand” … dann Wiese und Büsche … am Rand viele Bäume … ein kleines Bächlein fließt in die Isar … es ist eine sternenklare, tiefdunkle Nacht … neben dem Bächlein ein mittelgroßes Lagerfeuer.

Ich liege am Fuße mehrerer Büsche geborgen in den Armen meines Mannes – über uns die vielen wunderbaren Sterne … ich sehe in die rot-gelben flackernden Flammen … ich höre das leise Rauschen der Isar, das zarte Plätschern des Bächleins und das Knacken und Knistern des Holzes … ich rieche das Lagerfeuer, die darin backenden Kartoffeln und die gute klare Luft … ich spüre die Wärme des Feuers und ich fühle mich geborgen, frei, leicht, weit weg von allem und doch mit der Erde verbunden. Friede ist in mir.

Heidi


Zeitblüte 442

Ein entspannter Start in den Tag

Morgens will unser Kater immer gestreichelt werden und schmusen. Das hat schließlich dazu geführt, dass mein Mann und ich uns täglich nach dem Frühstück noch 15 Minuten Zeit nehmen, um mit ihm und miteinander zu kuscheln. Dieser kurze Augenblick bringt uns einen entspannten Start in den Tag.

Felice


Zeitblüte 441

Musikpause

Nach einem stressigen Schultag nehme ich meine Kopfhörer und versinke in der Musik. Dieser Vorgang kann bis zu 45 Minuten in Anspruch nehmen. Dabei kann ich mich sehr gut entspannen und alle Aufgaben, die mir der Tag dann noch stellt, voller Elan angehen.

Oliver 


Zeitblüte 440

Meine Biografie

Für ein Projekt war ich längere Zeit in einem Hotel untergebracht. Was tun am Abend? Na ja, ich bin nicht immer nur im Hotel gesessen, aber dort habe ich die Ruhe gefunden, mich einmal mit meinem bisherigen Leben zu beschäftigen und dieses niederzuschreiben – also eine kleine Biografie.Diese Biografie begleitet mich nun schon seit mehr als zehn Jahren und es macht mir viel Freude, immer wieder neue Erinnerungen aus meinem Leben einzubringen, die oft erst beim Schreiben wieder im Gedächtnis auftauchen.

Viel Freude macht mir auch das Stöbern oder das Nachlesen in der eigenen Biografie. Es gibt darin vieles, über das ich heute schmunzeln muss, das mir zeigt, was ich doch schon so alles erlebt habe, und an das ich mich (meistens) gerne erinnere.

Gewidmet habe ich diese Biografie meinen beiden Töchtern, die sie irgendwann einmal bekommen werden und dann vielleicht auch verstehen, warum der „Alte“ manchmal so getickt hat, wie er tickt.

Rainer


Zeitblüte 439

Nichts ist unmöglich!

Eigentlich habe ich Höhenangst. Ziemlich große sogar. Als es vor Monaten dazu kam, dass mein Sohn aus therapeutischen Gründen mit dem Klettersport begann, entschloss ich mich nach langem Überlegen, diesen Sport auch zu erlernen, um mit ihm etwas Gemeinsames zu haben.

Nach anfänglich großen Überwindungen haben wir inzwischen schon die eine oder andere Klettersteigtour gemeinsam absolviert und meine seit der Kindheit bestehende Höhenangst scheint “wegtrainierbar” zu sein.

Wenn es nun im Alltag Stress gibt oder Probleme, versuche ich innezuhalten. Ich hole mir in Gedanken das Gefühl nach unserem ersten “Gipfelsieg” bzw. Ausstieg aus dem Klettersteig und weiß plötzlich:

NICHTS IST UNMÖGLICH! DU KANNST ALLES SCHAFFEN!!!

W. Mayer


Zeitblüte 438

Das Hobby mit Freunden teilen

Meine Zeitblüte ist der Moment, wenn ich bei der Ausübung meines Hobbys auf meine Freunde treffe. Ich fahre leidenschaftlich gerne alte Vespa-Roller. Wir sind ca. 10 Leute, die – wie bei Motorradtreffen –, auch auf Rollertreffen fahren.

Der Moment, wenn wir alle heil angekommen sind, ist mir der wichtigste und der schönste. Mit meinen Freunden auf irgendeiner Wiese rumzugammeln, dabei Northern Soul zu hören und dummes Zeug zu quatschen. Das ist meine Zeitblüte und der Moment, an dem ich richtig entspannen kann.

Melanie


Zeitblüte 437

Meine Energiebälle

Mein Job und meine Kunden sind anspruchsvoll und haben meine volle Konzentration verdient. Meine 3-jährigen Zwillinge sind vergleichbar mit zwei Energiebällen, die schon früh morgens auf- und abhüpfen und meine Energie in sich aufzunehmen scheinen. Es vergeht kaum ein Tag, an dem ich abends nicht völlig erschöpft in meine Kissen sinke.

Aber es gibt diese Momente, in denen die Zeit stillzustehen scheint:

Diese Sekunden – wenn ich Glück habe, auch Minuten –, in denen ich das Gefühl habe, dass sich alles gelohnt hat!

Die harte Arbeit, die unzähligen schlaflosen Nächte, all die Sorgen und Ängste. Dann, wenn meine Kinder mir das schönste Geschenk auf Erden machen und sie in friedlicher Harmonie miteinander spielen, sich gegenseitig zum Lachen bringen und mir mit glänzenden Augen zeigen, was sie alles schon können und gelernt haben.

In diesen wunderschönen Momenten ist es egal, ob der Müll raus muss, die Spülmaschine ausgeräumt werden muss oder sich wieder mal der Schreibtisch unter Papierbergen zu biegen droht.

Jetzt ist nur wichtig, diesen Augenblick festzuhalten und zu genießen, so lange er andauert!

Ich komme innerlich zur Ruhe, schöpfe Kraft aus diesem Zeitfenster. Alles andere um mich herum wird unwichtig. Ich lasse los und genieße, was sich vor meinen Augen abspielt. Dann bin ich glücklich und völlig entspannt. Dann will ich nirgendwo anders auf der Welt sein als im Hier und Jetzt!

Barbara 


Zeitblüte 436

Meine Enten

In meinem Garten gibt es einen großen Teich. Hier wohnen derzeit 16 Laufenten in den unterschiedlichsten Farben. Wenn ich nach einem langen Bürotag nach Hause komme, erwarten mich 16 Schnäbel und begrüßen mich lauthals.

Eine Bank steht vor dem Teich und ein Fernglas in Reichweite. Manchmal nehme ich mir eine Auszeit, setze mich auf die Bank und beobachte einfach nur das Miteinander der Enten. Obwohl diese sehr laut sind, werde ich ganz ruhig.

Auch meine beiden Hunde freuen sich sehr, wenn ich zurück bin. Häufig geht es dann ab zum Spaziergang ins Feld. Die Wildenten in der Luft, die Färbung des Himmels, das Ballspielen mit den Hunden, manchmal die Sichtung von Hasen und die frische Luft lassen mich durchatmen.

Christine


Zeitblüte 435

Laufen

Letztens habe ich mir einen Crosstrainer zugelegt. Da ich nicht viel Zeit zum Fernsehen habe und verwenden möchte, nutze ich die Gelegenheit und schaue mir während des Laufens ausgewählte Sendungen an.

Diese eine Stunde am Tag, die gehört ganz mir.

Hier dulde ich auch keine Unterbrechungen. Es fällt mir nicht immer leicht, nach der Arbeit noch zu laufen. Wenn ich mich dann aber aufgerafft und mich bewegt habe, geht es mir wieder absolut prächtig und ich fühle mich wohl.

Almuth 


Zeitblüte 434

Die richtige Einstellung

Sobald es anfängt, allmählich kälter und dunkler zu werden, überfällt mich eine Traurigkeit und ich denke mir, dass jetzt alles wieder so furchtbar trist wird. Dann wünsche ich mir, dass der Herbst und Winter schnell vorbeigehen.

Irgendwann wurde mir bewusst, dass ich mit dieser Einstellung quasi ein halbes Jahr Lebenszeit pro Jahr ablehne.

Ich habe mich gefragt, ob ich das als Kind genauso getan habe. Dabei wurde mir schnell klar, dass ich als Kind einfach nur dicke Klamotten angezogen habe, draußen in der Natur war und im Herbst und Winter genauso lebensfroh und fröhlich war, wie im Sommer.

Also habe ich angefangen, den Herbst und Winter (wieder) zu entdecken.

Beispielsweise spaziere ich in der Mittagspause zur Kantine und stapfe durch jeden Blätterhaufen, der dann so schön raschelt. Auch jetzt im Winter genieße ich die kühle erfrischende Luft und fange jeden Sonnenstrahl ein, der irgendwo auftaucht. Die Abende werden gemütlich mit Tee, Kerzenlicht und Entspannung verbracht.

Jedes Mal, wenn ich traurig werde, dass der Herbst oder Winter kommt, frage ich das Kind in mir, was “wir” – gerade weil es Herbst und Winter ist – Schönes erleben können.

Mike


Zeitblüte 433

Ruhige Minuten

Meine wöchentliche Zeitblüte ist – so erstaunlich das klingen mag – während der Arbeitszeit. Ich leite eineWahrnehmungs– und Entspannungsgruppe auf einer Psychotherapiestation für junge Erwachsene.

Meistens stellt diese Gruppe eine ziemliche Herausforderung dar und lässt mich viel Vorbereitungszeit dafür investieren. Jedes Mal bin ich aber danach sehr viel zufriedener als vorher.

Es gibt mir einerseits Zeit zur Selbstbesinnug. Und gleichzeitig ist es schön zu spüren, wie gut diese ruhigen Minuten den Patienten tun.

Stefanie


Zeitblüte 432

Sonnenaufgänge

Ich liebe es, morgens in der Dämmerung zu fahren und dabei die unterschiedlichen Sonnenaufgänge zu beobachten. Und am Tage schaue ich gerne in den Himmel und beobachte den Zug der Wolken.

Christiane 


Zeitblüte 431

Atemübung

Meine Zeitblüte ist eine Atemübung, bei der ich ganz das Hier und Jetzt spüre, mich ordne, ausgleiche und auftanke.

Ralf


Zeitblüte 430

Die Jahreszeiten als Vorbild

Der Winter lässt die Natur schlafen und sich erholen.

Ich werde mir in Zukunft auch ausreichend Zeit zur Erholung nehmen, beschloss Isabella.

Im Frühling entwickelt sich die Natur neu und lässt alles langsam wachsen.

Isabella beobachtete, dass im Frühling nicht alles auf einmal da war. Jede Pflanze wächst nach einem bestimmten Plan. Auch ich will in Zukunft eines nach dem anderen angehen, und nicht alles gleichzeitig – so ihr Entschluss. Ich werde bewusst darauf achten, wann die Zeit für etwas reif ist.

Der Sommer bringt die Früchte.

Wann habe ich eigentlich meine Früchte betrachtet/geerntet?, fragte sich Isabella.

Der Herbst kommt ins Land und lässt das Laub fallen.

Wann habe ich Altes losgelassen? Sie beschloss, zukünftig zu prüfen, was nicht mehr zu ihr gehört/passt.

Beeindruckt von der Natur entdeckte Isabella ihr Leben neu und lebte es im Sinne der Jahreszeiten.

Ihr wurde bewusst: Alles braucht und hat seine Zeit!

Isabella


Zeitblüte 429

In jedem Problem steckt eine Gelegenheit

Meine gegenwärtige familiäre und persönliche Situation wie auch künftige Entwicklungen bereiten mir große Sorgen. Es ist nicht leicht, damit umzugehen und die Nerven zu behalten, jedoch habe ich entdeckt, dass mir etwas fehlt, das mir Kraft gibt und mich geduldig macht.

Im Moment halte ich mich an ein Zitat von Albert Einstein:

In the middle of difficulty lies opportunity. (Inmitten jeder Problematik steckt eine Gelegenheit.)

Dieser Satz ist für mich einfach zu merken und ich will mich bewusst daran erinnern, dass ich trotz Widrigkeiten offen bleiben muss, d. h. offen für mich selbst wie auch für meine Umwelt.

K. M.


Zeitblüte 428

Mein Sohn

Meine Zeitblüte ist zwölf Jahre und männlich.

Wenn ich gestresst aus dem Büro nach Hause fahre, wartet mein Junge schon auf mich. Beim Ankommen werde ich herzlich umarmt und wir lachen auch viel miteinander.

Das gemeinsame Abendessen gestalten wir zusammen. In dieser Zeit wird viel miteinander geredet und Informationen werden ausgetauscht.

Es ist einfach herrlich, ein Kind zu haben … dies ist meine Zeitblüte. :-)

Sabine 


Zeitblüte 427

Zu Fuß zur Arbeit

Wenn ich am Morgen das Haus verlasse, um zu Fuß zu meinem Arbeitsplatz zu marschieren, beginnt meine Zeitblüte.

Die Stimmungen wechseln mit Wetter und Jahreszeiten. Manchmal strahlen noch die Sterne vom Himmel, das Morgenrot gegen Osten kündigt den neuen Tag an, ich stapfe durch den frischen Schnee, kämpfe gegen den stürmischen Westwind und lasse mir den Regen um die Ohren peitschen, selbst der Nebel hat seine magische und beruhigende  Seite.

Jeder Tag hat ein eigenes Gepräge und begrüsst mich auf seine Weise.

Ursula


Zeitblüte 426

Panflötenmusik

Bin ich gestresst und weiß nicht mehr, wo oben und unten ist, lasse ich den CD-Player an und höre mir wunderschöne Musik, gespielt auf der Panflöte, an. Ich finde, die Panflöte ist ein wunderschönes Instrument und es tut mir gut, einfach dazusitzen und Panflöte zu hören.

Eine kleine Auszeit und die Energie ist wieder aufgetankt.

Andrea


Zeitblüte 425

Wäsche aufhängen

Meine Zeitblüte ist das Wäscheaufhängen. Ich konnte mich noch nie mit Wäschetrocknern anfreunden. Deshalb hänge ich die Wäsche zum Trocknen auf. Damit habe ich für mich in zweifacher Weise gewonnen:

Zum einen muss ich nicht mehr so viel bügeln, weil ich die Wäsche sehr pedantisch aufhänge. Zum anderen habe ich dabei Zeit zum Nachdenken. Ich kann meine Gedanken zu jeglichen Themen kreisen lassen. Wenn ich damit fertig bin, kann ich etwas davon umsetzen oder dorthin mitnehmen, wo diese Gedanken hingehören.

Außerdem entschleunigt es meinen Tag bzw. lässt ihn entspannt starten, da ich die Wäsche am liebsten morgens aufhänge, bevor ich zur Arbeit gehe.

Heike


Zeitblüte 424

Ein Augenblick der Entspannung

Im Alltag funktioniere ich oft völlig automatisch. Um zu mir zu kommen, lege ich meine Hand auf mein Herz, atme tief und spüre die Verbindung zu meinem Herzen. Das führt dazu, dass ich ruhiger und bewusster werde. Ich komme zu mir und in den Augenblick. Ein Augenblick der Entspannung.

VT


Zeitblüte 423

Unser Heim

Wenn mein Mann und ich ein gemeinsames Wochenende haben, gehen wir auf den Wochenmarkt (das ist an sich schon eine Zeitblüte), kaufen dort ganz “norddeutsch” Krabbensalat und andere Fischsalate für das Frühstück ein. Dort kennt man sich seit über zwanzig Jahren und hat seine Stammstände!

Unser Frühstück (und auch alle anderen Mahlzeiten) nehmen wir bei jeder sich bietenden Gelegenheit gemütlich im Garten in der Sonne sitzend direkt am Koiteich ein. Da dies ein sehr geschützter Platz ist, haben wir dies selbst im November schon getan! Und sollte es mal zu kalt sein, haben wir uns ein extra großes Fenster mit Teichblick einbauen lassen. Eine überdachte Terrasse haben wir auch noch, Grillen geht auch bei Regen ;o) Im Prinzip wohnen wir “draußen”.

Überhaupt haben wir es sehr schön, unser Grundstück in einem kleinen Dorf liegt direkt an einer Pferdewiese. Wir können ganz gemütlich aus der Kaminecke die grasenden Pferde oder die Rehe auf der Wiese beobachten – Entspannung pur!

Wenn es im Winter schneit und es schon dunkel ist, schalten wir drinnen das Licht aus und machen draußen unsere Beleuchtung an und genießen die sich ausbreitende Schneeruhe.

Gabriele 


Zeitblüte 422

Die Fahrt zur Arbeit

Meine Zeitblüten sind die täglichen, je einstündigen Zugfahrten zur Arbeit sowie zurück nach Hause.

Bewusst erledige ich nie geschäftliche Dinge auf diesen Fahrten, sondern genieße hin und wieder einen Film auf dem Laptop (die erste Hälfte am Morgen, die zweite Hälfte am Abend).

So bleibe ich auf dem Laufenden, was auf der Leinwand gespielt wird, obwohl ich nur selten ins Kino komme (die Familie geht im Moment vor).

Leo


Zeitblüte 421

Bewusst wahrnehmen

Seit meiner Krankheit (Guillan-Barret-Syndrom und Miller-Fisher-Syndrom) lebe ich bewusster, nehme Umwelt und Umfeld bewusster wahr.

Das Entscheidende ist jedoch, mit seinen Mitmenschen respektvoll und jederzeit anerkennend umzugehen.

Das war in meinem bisherigen selbstständigen Arbeitsleben weitgehend ausgeblendet.

Reno


Zeitblüte 420

Mein Glückstagebuch

Meine Zeitblüte ist das allabendliche Schreiben in mein Glückstagebuch. Es ist schwarz mit einer leuchtend grünen Banderole und hat Platz für täglich drei Glücksmomente.

Den Tag Revue passieren zu lassen und sich nur auf die schönen Augenblicke zu konzentrieren, lässt Negatives in den Hintergrund treten und man geht mit einem guten Gefühl zu Bett.

An nicht so schönen Tagen hilft es mir, mich wieder auf das Positive zu fokussieren, indem ich in meinen Notizen lese und diese auf mich wirken lasse.

Heike


Zeitblüte 419

Verrückte Dinge tun

Wenn mein Kopf voll ist oder die Sorgen überhandnehmen, kann es sehr hilfreich sein, verrückte Dinge zu tun.

Mitten in der Stadt mal ein paar Schritte rückwärtsgehen – es muss ja nicht gleich die Einkaufsstraße sein. Oder einfach laut schreien.

Das Gehirn wird anders gefordert und ich bewege mich außerhalb meiner sogenannten Komfortzone. Der Kopf ist sofort mit anderen Dingen beschäftigt und ich gewinne Abstand zu einem Problem.

Reinhard


Zeitblüte 418

Futter für die Seele

Immer mal wieder habe ich keine so rechte Lust, mich abends auf den Weg zum wöchentlich stattfindenden Chorabend zu machen.

Meistens überwinde ich jedoch meinen inneren Schweinehund und stelle dann jedes Mal auf’s Neue fest, wie entspannend und gut Singen für die Seele ist.

Danach mache ich mich beschwingt und summend auf den Heimweg.

 Ala


Zeitblüte 417

Aus den Augen der Kinder

Wenn es mir gelingt, die Welt aus den Augen unserer Kinder zu sehen, erfahre ich fast grenzenloseEntspannung.

Wenn es also gelingt, sich auf das geistige “Niveau des Kindes” zu begeben, erscheint die Umwelt vollkommen in einem anderen Licht. Gleichermaßen wird mir bewusst, wie groß doch die Distanz zwischen dem kindlichen Hier und Jetzt und der eigenen Erwachsenenposition ist.

Es wird mir bewusst, dass die geistige Limitation des Kindes durch eben dieses nicht so wahrgenommen wird, sondern als das allein Wahrhaftige. In diesem Sinne wird mir auch bewusst, dass die Limitation des eigenen Geistes – ohne die Betrachtung des Kindes – nicht oder nur selten wahrnehmbar ist, wenigstens dann nicht, wenn man sich nicht explizit darauf konzentriert.

Insofern wird mir in diesem Moment bewusst, dass auch das eigene Sein nur sehr relativ zu jenem der Umwelt ist. Was wiederum zur Erkenntnis führt, dass aus der Sicht eines Dritten, der eigene Geist allenfalls auch als sehr limitiert erfasst wird, ohne dass ich selbst diesen Eindruck habe.

Das Kind hilft mir also dabei, mich selbst besser zu verstehen und mich präziser in meine Umwelt einzuordnen.

Es hilft mir, meine Umwelt besser zu verstehen und auch Verständnis für Unverständnis aufzubringen.

Es ist wunderschön, sich auf das Niveau des Kindes zu begeben, die Welt in dem Moment so zu erleben. Zu erleben, wie unkompliziert, unverfälscht, wertneutral, ideenreich, interessant und eben wunderschön die Welt doch ist.

Jeder noch so kleine Stein, jeder Grashalm, jede Ziege, jede Person, der ich begegne, wird einmalig, interessant – wird Element der Begierde, Element, dem ich Aufmerksamkeit widme, widmen will.

Was gibt es denn Schöneres für mein Gegenüber, wenn es mir gelingt, diese Aufmerksamkeit zu schenken.

Ich bin seit Jahren beruflich sehr engagiert. Gelingt mir oben Geschriebenes, so erfahre ich wirkliche Entspannung. Dazu helfen mir unsere Kinder.

RRA


Zeitblüte 416

Millionen von Blüten

Ich tauche manchmal mehrmals täglich in schöne innere Bilder ab, die ich u. a. aus Träumen habe.

Ein neueres Traumsequenzbild  ist, dass aus dem Himmel Millionen von Blüten auf mich herabschweben. Es gibt einige solcher Bilder, die mir Momente der Ruhe und Kraft geben …

Birgit


Zeitblüte 415

Die Atmung dem Rhythmus anpassen

Ich höre mir eine für mich entspannende Musik an, und dabei beginne ich, meine Atmung dem Rhythmus anzupassen.

Da der Rhythmus ein sehr langsamer ist, wird auch die Atmung dementsprechend, und so lasse ich mich in die Melodien hineinfallen. Ein Abschalten für längere Zeit ist einfach gegeben, ob ich der Musik lausche oder sich schöne Gedanken breitmachen. Nach 15-20 Minuten ist man total entspannt und locker.

Hans


Zeitblüte 414

Akkordeonunterricht mit meiner Tochter

Meine Tochter ist zehn Jahre jung und spielt seit zwei Jahren Akkordeon. Ich lernte früher das gleiche Instrument, doch seit meiner Kindheit stand mein Akkordeon fast 30 Jahre unbenutzt herum.

Nun stellte ich fest, dass meine Tochter immer besser wurde und ich nicht mehr in Übung war. Wir haben dann beide beschlossen, dass ich mit ihr gemeinsam den Unterricht besuche. Seit diesem Sommer gehen wir alle zwei Wochen zum Akkordeonunterricht und es macht uns verdammt viel Freude.

Da ich selbstständig bin, nehme ich mir für diese Stunde eine Auszeit und niemand bekommt mit, was ich für einen wichtigen Termin um 15.00 Uhr habe. Nach dem Unterricht arbeite ich dann wieder ganz gewohnt weiter. Meine Tochter und ich haben einen Riesenspaß und ein Geheimnis mehr.

Armin


Zeitblüte 413

Gitarrespielen

Meine Zeitblüte ist Gitarrespielen. Wenn ich ein bisschen auf dem Instrument herumklimpere, kann ich vollkommen abschalten. Nach meiner Gitarrenstunde bin ich ganz entspannt und zufrieden.

Helmut


Zeitblüte 412

Lächeln schenken

Das Lächeln zeigt Menschen u. a. auch meine Wertschätzung ihnen gegenüber. Ich lächle viel und es kommt von Herzen und ich bin freundlich im Umgang mit den Menschen, die mich umgeben.

Ich stecke sie zum Teil mit meiner Fröhlichkeit an und es ist der Wahnsinn, was mir dafür zurückgegeben wird. Es erfüllt mich mit Wärme, gibt mir Kraft und Geduld – gerade in schwierigen Situationen. Ich habe sehr viel mit Menschen zu tun, keiner gleicht dem anderen. Ich bin aufmerksam, beobachte und habe zur rechten Zeit das richtige Gefühl für jeden einzelnen. Zumindest versuche ich es und mit jedem Tag gelingt es mir besser.

Und für jedes Dankeschön, für jede freundliche Verabschiedung und für jeden Wunsch für einen guten Tag oder Feierabend, bin ich dankbar und freue mich von ganzem Herzen über die Aufmerksamkeit, die man mir zurückgibt.

Marlene


Zeitblüte 411

Tiere beobachten

Meine Zeitblüten sind nach meinem Umzug noch intensiver. Ich lebe seit drei Monaten auf einem parkähnlichen Grundstück. Hier kann ich jeden Tag eine Vielzahl von Tieren beobachten.

Besondere Freude macht es, die putzigen Eichhörnchen von Baum zu Baum springen zu sehen. Sie sind wahre Sprungkünstler. Gerade sammeln sie ihre Wintervorräte ein und nehmen hie und da kleine Kostproben.

Sie sind dabei trotzdem sehr wachsam, aufmerksam und fleißig, lassen sich aber nicht aus der Ruhe bringen. Vorbildlich. Es ist einfach sehr entspannend, diesen kleinen Kerlchen zuzuschauen.

Marion


Zeitblüte 410

Mit dem Rad in die Natur 

Wenn ich nach einem hektischen Arbeitstag abschalten will, schwinge ich mich einfach auf mein Fahrrad und radle durch die Natur.

Gerade jetzt im Herbst genieße ich mit den Augen die bunt gefärbten Blätter und die Früchte der Natur. Danach fühle ich mich körperlich zwar etwas ausgepowert, weil ich ansonsten den ganzen Tag am PC sitze. Aber mein Kopf ist völlig frei und ich bin herrlich entspannt.Oft fährt auch mein Mann mit. Wir machen uns gegenseitig auf die schönsten Seiten der Natur aufmerksam und genießen gemeinsam.

Nach einem solchen Tagesabschluss kann ich auch abends prima einschlafen und bin am nächsten Morgen ausgeruht und voller Energie für die Aufgaben des neuen Tages.

Susanne


Zeitblüte 409

In unserem Garten

Meine Frau und ich sind oft, wenn es das Wetter zulässt, in unserem Schrebergarten beim Garteln. Auch wenn jede Menge Arbeit anfällt, schenkt uns der Garten durch seine Farbenpracht jedes Monat ein anderes wunderschönes Bild.

Im Frühjahr, nach dem Winter, warten wir schon ungeduldig auf die uns zu erwartende Blütenpracht der Obstbäume, und nach und nach verwandelt sich die graue Landschaft in ein kleines Paradies.

Oft kommen Freunde vorbei und wir machen es uns im Schatten gemütlich. Sollte irgendwann Hunger aufkommen, grillen wir uns was Feines.

Das ist eine unserer Zeitblüten, welche es uns möglich macht, Energie für den Alltag zu tanken.

Patrick


Zeitblüte 408

Mit dem Hund in der Natur unterwegs

Ich erfreue mich seit sechs Jahren an den Spaziergängen mit unserem Hund.

Ich  war zwar nie ein ausgesprochener Frühaufsteher – aber mit einem Hund geht man eine Verpflichtung ein, der man sich nicht entziehen kann. Und das ist gut so!

Denn selbst, wenn einer von uns beiden am Anfang mal nicht so “begeistert” ist, beim “Stöckchen spielen” auf der Wiese kommen wir beide in Stimmung!

Wenn ich dann noch dazu die Natur genießen darf – im Frühling das aufbrechende Grün, der Rasen, wenn aus einer grauen Wiese wieder grün hervorkommt, im Sommer die schönen Blumen, im Herbst die wunderschönen Farben, im Winter der Schnee – und manchmal morgens die Farbspiele der aufgehenden Sonne, dann ist eigentlich jeder Spaziergang (den ich ohne Hund ziemlich sicher nicht gemacht hätte) eine Zeitblüte und ein wunderschöner Start in den Tag.

Holger


Zeitblüte 407

Natur und Bewegung

Mit dem Rad unterwegs zu sein, sich mit eigener Kraft fortzubewegen und dabei ringsherum mit den Augen die herrliche Landschaft aufsaugen, mit der Nase den Duft der jeweiligen Jahreszeit und mit den Ohren die Stimmen der Natur.

Wenn ich dann zurück im Alltag bin, habe ich für schwierige Situationen immer diese Eindrücke im Kopf und kann mich daran aufbauen.

Markus


Zeitblüte 406

Regen

Ehrlich gesagt war ich lange auf der Suche nach “meiner Zeitblüte”. Da ich sehr sensibel und einfühlsam bin, ist es mittlerweile sehr schwierig geworden, solche Eigenschaften aufrecht zu erhalten und vor allem, sie zu vertreten. Denn eigentlich sind es ja keine Schwächen, was aber oft so dargestellt wird.

Am allermeisten finde ich meine Ruhe, wenn ich alleine bin. Keiner redet. Dann ziehe ich mir kurze, gemütliche Shorts und ein langes, weites Shirt an und kuschle mich in eine Decke. Die Kanne Tee darf natürlich nicht fehlen. Am liebsten Jasmin-, Schwarz- oder Minzetee.

Das alles kann ich aber nur genießen, wenn es regnet. Ich liebe es, den Regen zu hören und zu sehen. Das ist definitiv entspannend. Selbst wenn ich am Arbeitsplatz bin, nehme ich mir ein paar Minuten, um den Regen zu beobachten. Entspannung pur.

Salome


Zeitblüte 405

Radfahren

Morgens mit dem Rad zur Arbeit und nachmittags wieder zurück. So kann ich zweimal komplett abschalten bzw. meine Gedanken sortieren.

Es ist nicht nur der sportliche Aspekt, vielmehr die totale Entspannung, die mir so gut tut – trotz oder gerade wegen der Bewegung, so verrückt sich das auch anhört. Mittlerweile ist es so, dass mir wirklich etwas fehlt, wenn ich nicht mit dem Rad zur Arbeit fahren kann.

Schlechtes Wetter ist für mich auch kein Grund, nicht zu fahren. Es fühlt sich einfach gut an.

Gerhard


Zeitblüte 404

Raus an die frische Luft

Wenn ich richtig k. o. bin und weiß, dass auch die Nacht nicht reichen wird, um mich zu erholen, gehe ich spazieren oder joggen. Ich genieße dann bewusst die frische Luft, die Sonne oder den Regen. Das weckt die Lebensgeister.

Birgit


Zeitblüte 403

Katze kraulen

Ich arbeite von zuhause aus, wo ich viele Stunden am Computer verbringe.

Gelegentlich kommt unser Kater vorbei und fordert geradezu seine Ration an Streicheleinheiten ein. Besonders gerne mag er, wenn ich seinen Rücken sanft vom Kopf bis zur Schwanzspitze massiere.

Er scheint zu merken, wenn ich dabei nicht ganz bei der Sache bin. In diesem Fall erhebt er sich und kommt zu einem späteren Zeitpunkt wieder.

Diese paar Minuten Katzenkraulen und sich nur auf das Wohlbefinden des kleinen Freundes zu fokussieren, sind glückliche und beruhigende Momente im Tagesablauf.

Susanne


Zeitblüte 402

Sport mit meinem 10-jährigen Sohn

Mein Sohn und ich wollten etwas gemeinsam haben, was wir zusammen unternehmen könnten. Seine Idee: ein Sport! Mein Vorschlag: Tennis.

Nach der Probe-Stunde waren wir uns einig, wir haben was für uns beide gefunden. Es macht Spaß und ist gut für die Gesundheit. Auch haben wir in unseren Gruppen neue Freunde gefunden.

Aber das Beste daran ist: Wir haben Zeit für uns allein. Wir erfahren mehr voneinander und eine neue Bindung Mama-Sohn ist entstanden.

Paula


Zeitblüte 401

Ein gutes Gespräch

Meine persönliche Zeitblüte ist das wirklich gute Gespräch mit einem lieben Menschen. Nicht ein oberflächlicher Smalltalk, eine beiläufige Konversation ohne Tiefgang.

Nein, was ich meine, ist ein inspirierendes Gespräch mit nachhaltigem Wert. Vielleicht amüsant, vielleicht sogar lehrreich. Auf jeden Fall ein echtes, offenes, ehrlich gemeintes Gespräch, wo man sich danach viel besser fühlt.

Natürlich muss man selbst auch bereit sein, sich zu öffnen, damit ein gegenseitiges Vertrauen entstehen kann. Sonst kratzt die Konversation nur an der Oberfläche.

Melanie G.


Zeitblüte 400

In der Natur …

Jeden Tag gehe ich mit meiner Huskyhündin Celeste in der Natur spazieren oder laufen – egal, bei welchem Wetter.

Ich beobachte meine Hündin: Sie läuft hierhin, schnüffelt dort, bleibt länger stehen an einem Ort, die Ohren beginnen sich zu bewegen – mit wem spricht sie, was “sieht” sie, … ?! Sie hinterlässt ihre Marke und es geht weiter.

Ich sehe zwei Meter von mir entfernt Rehe. Sie laufen fast parallel. Meine Hündin ist an der Leine und weiß: kein Jagen. Die Rehe verschwinden im Wäldchen.

Plötzlich ein schimpfendes etwas: ein Widlhamster. Wir sind seinem/ihrem Bau zu nahegekommen. Sie stellt sich auf wie ein Boxer, schimpft und läuft davon.

Die Schmetterlinge kommen und riechen und essen an den Blüten. Wespen naschen an den wilden Weintrauben. Hasen sitzen am Weg und beobachten uns.

So geht es weiter, die gesamte Runde über Wiesen. Ich bin in der Natur, am Rande von Wien.

Am Morgen sehe ich den Sonnenaufgang. Ich bin müde, noch nicht ganz wach – aber ich gehe mit meiner Hündin.

Diese Minuten geben mir Ruhe und Kraft und sie zeigen mir die Einzigartigkeit der Natur und des Menschen, auch meine. Ich lerne immer mehr, bewusster durch das Leben zu gehen, so wie ich die Dinge sehe, während des Weges mit meiner Hündin.

Gehe  bewusst durch das Leben, sei achtsam und erkenne die kleinen Dinge des Lebens, die Großes bewirken können.

Dieser Satz liest sich leicht und einfach, doch schon der erste Schritt erweist sich nicht immer als leicht. Aber die Eindrücke, die auch die Seele nähren, sind wunderbar.

Gernot


Zeitblüte 399

Kanufahren

Meine Zeitblüte ist Kanufahren an nicht ganz so schönen Tagen, wenn der Himmel eher etwas bedeckter ist. Dann ist man fast alleine auf dem See.

Man gleitet förmlich dahin. Man sitzt hintereinander mit dem Partner, dadurch genießt man die Stille und die Umgebung. Man redet nicht viel und teilt doch diesen wunderbaren Moment in der Natur.

Es ist herrlich entspannend und man hat danach ein richtiges Urlaubsgefühl.

Tina


Zeitblüte 398

Laufen im Wald

Ich liebe es durch den Wald zu joggen und dabei Musik zu hören, um in Schwung zu kommen. Dabei kann ich alle Frustration, allen Stress und alle Anspannung einfach ablaufen und mich nebenbei an dem Wald erfreuen.

Der Wald ist für mich der einzige Ort, der zu jeder Jahreszeit wunderschön aussieht! Im Frühling bedeckt von einem Blütenteppich, im Sommer grün und durch die Sonne satt-strahlend schön, jetzt im Herbst bunt und am liebsten ganz rot und im Winter schneeweiß und mystisch hell, wenn der Schnee das Mondlicht reflektiert.

Das alles beruhigt mich und meine Nerven und es fällt mir kaum auf, dass ich laufe. Ich lächle einfach nur und erfreue mich an der Schönheit. Und das Schöne ist, dass mein Lächeln oftmals auch die Menschen ansteckt, denen ich begegne.

Nadja


Zeitblüte 397

Urlaubsfotos

Meine Zeitblüten sind die Stunden, wenn ich mir die Fotos unseres letzten Aufenthaltes in Kerala ansehe. Mein Mann und ich haben dort eine Ayurvedakur gemacht. Es war wunderschön!

Immer, wenn ich die Fotos ansehe, kommen die Erinnerungen und damit auch die Momente der Entspannung zurück. Mein Mann ist Coach und hat diese Erinnerungen durch einen besonderen Punkt (NLP) an meinem Daumengelenk gefestigt. Dadurch klappt das noch viel intensiver.

Renate


Zeitblüte 396

Täglich ein Foto

Seit Februar mache ich jeden Tag ein Bild. In diesen Momenten muss ich innehalten, stehen bleiben, mir alles genau anschauen und Zeit nehmen. Das holt mich aus der täglichen Hektik heraus.

Jürgen


Zeitblüte 395

Die Lebendigkeit und Vielfalt des Mikrokosmos

Nach einer schweren Operation war ich in meiner Beweglichkeit stark eingeschränkt und konnte den die Klinik umgebenden Park zwischen den einzelnen Therapieterminen und Mahlzeiten nur in einem sehr engen Radius nutzen.

Ein von Parkbesuchern selten aufgesuchter windgeschützter sonniger Platz am Ufer eines kleinen naturnahen klaren Fließgewässers, wurde zu meinem Lieblingsplatz. Es gab immer etwas zu beobachten.

Mit einem kleinen Fernglas mit einem sehr guten Naheinstellungsbereich, beobachtete ich das Kleintierleben in diesem Bach in seiner beeindruckenden Vielfalt. Ich fühlte mich dabei in meine Kindheit zurückversetzt, denn seitdem hatte ich nicht mehr die Zeit und die innere Ruhe gefunden, Eindrücke aus der Natur so in mich aufzunehmen.

Welcher erwachsene Mann bringt es schon fertig, eine halbe Stunde lang mit einem Fernglas Wasserläufer, Köcherfliegenlarven, kleine Fische u. a. zu beobachten?

Ich habe dabei wieder gelernt, quasi mit den Augen eines Kindes, die Lebendigkeit und Vielfalt dieses Mikrokosmos zu erfassen, und habe dabei nach den traumatischen Erfahrungen der Krankheit meine innere Ruhe wiedergefunden.

Gerd


Zeitblüte 394

Rote Ampeln

Um auf dem Arbeitsweg noch eimal zu entspannen, nutze ich rote Ampelphasen:

  • ins Grüne schauen,
  • ein lächelnder Blick auf die hektischen Autofahrer,
  • dem Vogelgezwitscher lauschen
  • oder auch einfach mal tief durchatmen.

Den Arbeitsweg als Spaziergang wahrzunehmen, bringt mir einen entspannteren Start, wenn ich die Tür zum Job betrete.

Peggy


Zeitblüte 393

Bewusst wahrnehmen

Um wieder für die großen und kleinen Dinge des Lebens Kraft zu tanken, setze ich mich gerne auf die Terrasse und schaue in unseren Garten.

Dort nehme ich dann bewusst Vogelgezwitscher, das Rauschen der Bäume, manchmal auch die spielenden Kinder in ihrer Unbeschwertheit, wahr.

So finde ich wieder zu mir …

M. K.


Zeitblüte 392

Zehn Minuten auf dem Trampolin

Morgens wippe und jogge ich zehn Minuten auf meinem Mini-Trampolin. Das macht wach, trainiert alle Muskeln gleichzeitig, regt den Lymphfluss an und kann bei jedem Wetter gemacht werden.

Diese zehn Minuten lassen sich leicht in meinen Alltag einbauen. So fühle ich mich schon besser, wenn ich in den Tag starte, da ich schon einen kleinen Beitrag für meine Gesundheit geleistet habe.

Sonja


Zeitblüte 391

Ein kleiner Teller

Meine Zeitblüte ist ein kleiner Teller, den ich an kalten Tagen auf einen Gartentisch stelle und mit Semmelbrösel und Brotresten fülle.

Die Beobachtung in aller Stille und Ruhe, wer und was sich dann dort einfindet und mit welcher Gelassenheit die Tiere in dieser Zeit miteinander umgehen, ist einfach beruhigend und hat für mich etwas ganz Besonderes. Danach gehen mir die Dinge, die ich nicht so gerne mache, einfacher von der Hand.

Funktioniert übrigens auch im Sommer.

Ralf


Zeitblüte 390

Zeitiger aufstehen

Morgens zehn Minuten eher aufstehen und mich mit einem Kaffee auf meinem Balkon in die Sonne setzen – dann fängt der Tag sehr schwungvoll, aber harmonisch an.

Christa 


Zeitblüte 389

Mit dem Motorrad in den Alpen unterwegs

Im Sommer zieht es mich oft in die Alpen. Es ist ein Hochgefühl, mit dem Motorrad die Landschaften zu durchqueren und die Passstraßen hochzuschlängeln.

Beschleunigen, Fahrtwind, Abbremsen, in die Kurven legen. Die Kräfte, die Dynamik, der Schwung, die Bewegungen, das Zusammenspiel von Mensch und Maschine: Das ist für mich wie eine Melodie.

Nach jeder Kurve eröffnen sich neue Aussichten, Ansichten, Berggipfel, Seen, Wälder, Dörfer, Wiesen. Eine Verschnaufpause zuoberst auf dem Pass mit Blick auf die Täler. Das Entspannen, Ausruhen, Austauschen von Erlebnissen mit Bei- und Mitfahrern. Helm anziehen, und weiter.

Yannick


Zeitblüte 388

Der See

Ich bin zurzeit krankgeschrieben, da ich vor ein paar Wochen einen totalen Nervenzusammenbruch hatte. Der Grund: Es gab keine Zeitblüte für mich. Ich bin nun auf dem Weg, wieder zu mir zu finden und habe dabei eine wunderbare Zeitblüte entdeckt:

Bei uns direkt um die Ecke ist ein schöner See. Das alleine empfinde ich als großes Glück. Um ihn führt ein wunderbarer Weg. Dabei kann ich ganz bewusst die Natur wahrnehmen.

Aber das Schönste ist, wenn ich mich auf die Wiese lege und in den Himmel gucke, die Wolken betrachte, wie sie in Ruhe davonziehen, den Blättern lausche, die Vögel zwitschern höre und die Enten auf dem See schnattern.

So sieht die Welt ganz anders aus und ich kann aus dem hektischen Alltag entfliehen. Auch einfach auf das Wasser zu schauen und die Stille und Ruhe des Sees wahrzunehmen ist wie eine Erlösung. Wenn mir dann noch der Wind um die Nase bläst, dann ist mein Kopf wieder frei.

Miriam


Zeitblüte 387

Einfach SEIN!

Um mich abends vom Tag zu entspannen, packe ich meist meine Nordic Walking-Stöcke und wandere über eine Hochfläche nahe meines Wohnortes.

Mit allen Sinnen sein: grandiose Wolkenformationen am Himmel, der jahreszeitliche Wechsel in der Vegetation, im Duft der Natur, der Frieden, höchstens von Vögeln oder Grillenzirpen unterbrochen … was für ein Reichtum, was für ein Glück, einfach zu SEIN!

Tom


Zeitblüte 386

Entspannung und Achtsamkeit

Neulich auf dem Weg zum Flughafen: Stau auf der Autobahn, schwerer Verkehrsunfall, Vollsperrung. Mit jeder Minute, die verrann, stieg meine Hilflosigkeit. „Wenn es so weiter geht, werde ich meinen Flieger verpassen.“

Da fiel mir ein, was ich in einem 6-wöchigen Klinikaufenthalt täglich praktiziert habe: Achtsamkeits- undEntspannungsübungen. Ich entschied mich zu einer „Progressiven Muskelrelaxation“ und war ca. 20 Minuten völlig in mich gekehrt.

Nachdem ich wieder zurück in der wirklichen Welt war, konnte ich mich nicht einmal mehr über den verpassten Flug ärgern.

Da war sie wieder: die Erkenntnis, dass Dinge oder Situationen, die ich selbst nicht ändern kann, es nicht wert sind, mich darüber aufzuregen oder mich in Hektik verfallen zu lassen.

Eine gesunde Mischung aus Achtsamkeit und Gelassenheit bringt mich persönlich immer wieder auf den Boden der Tatsachen zurück.

Mathias


Zeitblüte 385

Mein kleiner Garten

Ich habe einen kleinen Garten und es gibt für mich nichts Entspannenderes, als nach einem anstrengenden Arbeitstag als Coach und Therapeutin durch meinen Garten zu streifen und noch ein paar kleine „Schönheitsoperationen“ vorzunehmen.

Vielleicht habe ich auf dem Heimweg noch eine blühende Pflanze gekauft, die erst ihren Platz finden muss oder der eine oder andere Busch braucht eine neue “Frisur” oder etwas Zusatznahrung. Vieleicht gestalte ich auch neue Pflanzennachbarschaften, was dann manchmal einen Dominoeffekt auslöst und ich dann bis zum Einbruch der Dunkelheit “sortiere”. (Ich habe sehr spät Feierabend, sodass es kein 5 Std.-Projekt wird und in richtige Arbeit ausartet.)

Zum Abschluss betrachte ich mein Werk voller Zufriedenheit und am nächsten Morgen führt mich mein erster Weg, mit der Kaffeetasse in der Hand, durch den Garten, sodass mir die Freude über die gelungene Abendaktion den Tagesbeginn versüßt.

Monika


Zeitblüte 384

Entspannungsbad

Um der Hektik des Alltags zu entfliehen und mich von allen Belastungen, Sorgen, Ängsten und Problemen frei zu machen, gönne ich mir ein warmes, duftendes Entspannungsbad.

Einfach abtauchen und die Seele treiben lassen bei flackerndem Kerzenschein und klangvollen Melodien. Ein gutes Buch und ein Glas Rotwein und ich finde wieder meine innere Mitte.

Denise 


Zeitblüte 383

Gute Gespräche

Ich genieße natürlich auch ausgedehnte Spaziergänge mit meinem Hund in Wald und Flur zur Entspannung. Sind jedoch meine E-Mails an Partner und Kunden noch unbeantwortet, helfen mir die Spaziergänge wenig, um richtig abzuschalten. Daher meine Zeitblüte:

Um wichtige Sachverhalte und Fragen in meinem Arbeitsalltag zu klären, versende ich möglichst keine E-Mails. Ich nehme lieber den Telefonhörer in die Hand und rufe die Ansprechpartner direkt an. Zum einen ergibt sich somit eine andere (persönlichere) Basis zum Kunden oder Geschäftspartner, andererseits werden mögliche (Rück-)Fragen am Telefon schneller beantwortet. So spart man sich eine Menge (Warte-)Zeit, die man lieber mit der Familie verbringen kann.

Am Ende des Tages suche ich mir dann ein oder zwei besonders gute Gespräche aus und lasse sie noch einmal Revue passieren. Eine bessere Motivation gibt es nicht.

Dann kann ich auch das Glas Wein abends im Garten richtig genießen.

Ina


Zeitblüte 382

Mein Arbeitsweg

Meine Arbeitsstelle ist 14 Kilometer von meinem Wohnort entfernt. Sooft ich es schaffe, fahre ich diese Strecke mit dem Fahrrad. Dem Trugschluss, mit dem Auto schneller zu sein, bin ich dann doch schon das eine oder andere Mal erlegen.

14 Kilometer geradeaus, eben durch den Wald. Die Natur, das Grün, die immer gleichen und sich doch ständig verändernden Einblicke in den Wald, die Lichtungen, die Kanäle und die Bewegung tun mir gut!

Ich habe keinen Stress mit Ampeln, Rückstau, Rushhour, Parkplatzsuche.

Mir geht es gut, ich komm wach und mit dem guten Gefühl, schon etwas für meine Seele, meinen Körper und die Umwelt  getan zu haben, zur Arbeit und auch wieder nach Hause.

Edith


Zeitblüte 381

Wunschzeit

Jeden Monat am 17., in der Zeit von 17:10 bis 17:20, ist meine Wunschzeit. Ich wünsche mir Dinge, die ich träume und Dinge, die ich brauche.

Ich danke und ich bitte für Vergangenes und Kommendes. Es tut mir gut, macht mich zufrieden, fröhlich und zaubert mir ein Lächeln auf die Lippen. Es hält länger an als man glaubt.

U. Beil


Zeitblüte 380

Kuscheln

Meine Zeitblüte ist jeden Tag, wenn meine 14 Monate alte Tochter aus dem Mittagsschlaf erwacht und noch etwas verschlafen ist. Dann nehme ich sie aus ihrem Bettchen und sage jedes Mal zu ihr: Komm mit Mama kuscheln. :-)

Sie legt ihre kleinen warmen Händchen um meinen Hals und wir legen uns ins Elternbett und kuscheln. Dann dösen wir meistens noch etwas ein. Das ist so wunderschön, ich freue mich jeden Tag darauf!

Agnes


Zeitblüte 379

Wohltuende Schwingung

Ich genieße in Zeiten der Unruhe gerne die Morgenstunde, wahlweise die Abendstunde, um meine Beckenschale auf meinen Bauch zu stellen und klingen zu lassen.

Das ist eine Klangschale, die ich mit einem Filzschlägel sanft anschlage. Ihre Schwingung breitet sich in mir aus und innerhalb kürzester Zeit werden Körper, Geist und Seele in Harmonie und Tiefenentspannung versetzt.

Ein Gefühl von Geborgenheit steigt empor. Ich erfahre Zentrierung innerhalb von längstens zehn Minuten und gewinne wieder Ressourcen für die nächsten Herausforderungen des Tages.

Regina


Zeitblüte 378

Kiste mit schönen Erinnerungen

Vor einiger Zeit habe ich mir eine kleine Kiste zugelegt. In diese Kiste kommen nur Dinge, die ich mit schönen Erinnerungen verbinde.

Eine Postkarte von den Freunden aus dem Urlaub, ein schönes Foto, die Menükarte der letzten Hochzeit, die Eintrittskarte von einer gelungenen Veranstaltung (Kabarett, Konzert etc.), eine Muschel aus dem letzten Urlaub, gemalte Bilder und viele andere Kleinigkeiten, die einen an die schönen Momente im Leben erinnern.

Diese Kiste ist verschlossen und wird von Zeit zu Zeit, besonders in nicht so schönen Momenten, geöffnet. Bei Anblick all dieser Dinge, mit denen tolle Erinnerungen verbunden sind, wird die Laune gleich besser. Und – dem Gedächtnis wird auf die Sprünge geholfen, was man in letzter Zeit alles Schönes erlebt hat.

Natürlich muss die Kiste irgendwann aussortiert werden, damit sie klein und fein bleibt!

V. Z.


Zeitblüte 377

Mein kleiner Sonnenschein

Abends, wenn ich vom Tag völlig erledigt bin, kommt meine Tochter und wir haben unsere “kleine Schmusezeit”.

Wir kuscheln uns aufs Bett oder auf unseren überdimensionalen Sessel und erzählen uns kurze Geschichten von unserem Tag.

Diese Zeit ist immer sehr intensiv und meine Zeitblüte, um dem Stress des Tages zu entfliehen.

Diane


Zeitblüte 376

Meine Enkelkinder

Meine Zeitblüten sind seit einigen Jahren meine drei Enkelkinder.

Es gibt nichts Schöneres als ein Kinderlachen, strahlende Augen und Fragen beantworten, die ich mir so noch nie gestellt habe. Dann auf dem Spielplatz auch wieder ein bisschen Kind sein.

Alltagssorgen treten in den Hintergrund und machen Platz, um im Hier und Jetzt zu sein.

Ursula


Zeitblüte 375

Meine kleine Welt

Ich habe ein Puppenhaus gebaut und bastle an der Inneneinrichtung.

Wenn ich mich mit dieser kleinen Welt (1:12) beschäftige, kann ich die große Welt vergessen.

M. D.


Zeitblüte 374

Ins Wasser eintauchen

Jetzt im Sommer ist DIE Zeitblüte schlechthin, ins Wasser einzutauchen und ganz bewusst das Wasser wahrnehmen – die Frische, die Weichheit, das Getragen-SEIN, die Geräusche des Schwimmens, das Spüren des Körpers, nichts außer mir und dem Wasser – einfach wunderschön.

Ich fühle mich nach dem Schwimmen so gut, dass ich für den Tag mit seinen Anforderungen oder den Abend in voller Entspannung genießen kann.

Viele Sinneseindrücke beim Ausprobieren!

Gabriele


Zeitblüte 373

Die Erde spüren

Auf den täglichen Spaziergängen mit meinem Hund suche ich immer wieder neue oder andere Wege, selten gehe ich hintereinander zwei Tage den gleichen Weg.

Neue Wege, neue Ansichten und Aussichten, neue Erfahrungen: Da stehen andere Bäume, blühen andere Blumen, hören wir andere Geräusche, nehmen neue Gerüche wahr und die Landschaft sieht anders aus. Und die Zeiten und Jahreszeiten verändern die Landschaft. So entgehe ich der Eintönigkeit und nehme bewusster meine Umgebung wahr.

Und manchmal möchte ich noch mehr wahrnehmen als nur mit den üblichen Sinnen: Dann streichle ich über die Rinde eines Baumes oder lege mich an besonders stillen und einsamen Orten auf die Erde.

Es ist ein herrliches Gefühl, mich ganz der Erde zu überlassen und über mir nur den Himmel zu sehen. „Ich bin ein Teil dieser Erde“.

Mein Hund kommt dann immer gleich und legt sich neben mich. Da spüre ich dann, wie wenig es oft braucht, um sich frei und glücklich zu fühlen.

CF


Zeitblüte 372

Ich höre zu

Ich besuche einen alten Menschen im Altenheim und rede mit ihm über sein Leben. Ich höre aktiv zu und ermuntere ihn, sein Leben mit mir zu teilen und zu erzählen. Ich nehme Anteil daran. Das ist meine Zeitblüte.

Bernd


Zeitblüte 371

Die kleine Dinge, die man nicht kaufen kann

Ich bin im letzten Jahr umgezogen und habe nun die Möglichkeit, mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren.

Neulich hatte ich einen anstrengenden Tag mit vielen Telefonaten, bei denen ich immer wieder auf unterschiedliche Menschen und Persönlichkeiten eingehen musste. Der Tag war unbeständig und zeitweise tatsächlich auch mal dunkel, weil Wolken die Sonne verdeckten.

Als ich an diesem Abend dann endlich Feierabend gemacht habe, bin ich auf mein Fahrrad gestiegen. Schon nach ein paar Metern merkte ich, dass der Abend lau wurde, sodass ich meine Jacke ausziehen konnte.

Ich fuhr durch die Stadt und spürte den Wind am Körper, sah den Himmel und die Stadt immer wieder aus einem neuen Winkel.

Bis ich zu Hause war, war die Anstrengung des Tages vergessen und ich war so richtig glücklich, dass ich einen so schönen Abend an der Luft genießen konnte.

Diese kleinen Dinge, die man nicht kaufen kann, sind doch sehr nachhaltig.

Frauke


Zeitblüte 370

Waldesruh!

Wenn möglich, nehme ich mir gerne Zeit, einen mir sehr lieb gewordenen Platz im Wald aufzusuchen. Dieser Platz befindet sich mitten im Wald bei einem schönen Teich.

Den Himmel sieht man umrandet von Bäumen, manchmal scheint die Sonne durch die Bäume und die Sonnenstrahlen fallen auf den Teich, den ich von der nahen Bank überblicke. Es gibt Enten, junge und alte. Es gibt Frösche, Fische, Vögel und Insekten.

Die Ruhe an diesem schönen Ort wird umrandet von Vogelgezwitscher und Geräuschen aus der Ferne. Der kleine Teich ist geschmückt von Seerosen in den Farben gelb und rosa, auf einer kleinen Insel beobachte ich die Entenmütter, die mit ihren Jungen schwimmen gehen. Da – ein Frosch quakt und plötzlich sind es mehrere Frösche.

Ich nehme immer wieder Neues um mich herum wahr, dann schließe ich die Augen und stelle mir alles  vor … Ich genieße es mit meinen Gedanken nur an diesem Ort zu verweilen und vom Alltag abzuschalten!

Und habe ich mal keine Zeit diesen Ort aufzusuchen – kein Problem. Ich suche mir einen ruhigen Platz zu Hause, schließe meine Augen und versetze mich in Gedanken mit meiner Phantasie an meinen Lieblingsort – auch das funktioniert.

Chris


Zeitblüte 369

Fließende und harmonische Bewegungen

Die Kampfkunst Aikido eignet sich hervorragend als Zeitblüte und hilft mir, Körper und Geist in Einklang zu bringen. Konzentriert auf den Partner und sich selbst, ganz im Einklang und den Alltag vergessen.

So ist es mir möglich, meine innere Mitte wiederzufinden. Da ist dann kein Platz mehr für Hektik. Einfach abschalten und in die fließenden, harmonischen Bewegungen gehen – ganz im Hier und Jetzt.

S. L.


Zeitblüte 368

Der Gesang meiner Tochter

Heute Morgen bin ich aufgewacht und mein Partner und unsere Tochter (16 Monate) waren bereits bei der Vorbereitung des Frühstücks. Sie redete in ihrer eigenen Sprache und organisierte ihren Morgen.

Ich stand auf und ging ins Esszimmer, da hörte ich ihren Gesang. Sie summte und sang beim Spielen. Es war so schön, sie zu beobachten, wie sie mit den gesammelten Muscheln aus dem Urlaub spielte …

Diese Augenblicke nenne ich Freiheit!

Katrin


Zeitblüte 367

Die Spaziergänge mit meiner Tochter

Vor kurzem haben wir, meine Tochter und ich, uns Zeit genommen für einen Spaziergang durch den Wald.

Sie ist vor einem halben Jahr zu ihren Freund gezogen und ich war darüber ein wenig traurig. Jedoch dadurch, dass sie nicht mehr zu Hause wohnt, nehmen wir uns jetzt regelmäßig Zeit für gemeinsame Spaziergänge.

Diese Termine werden in meinem Terminkalender eingetragen und werden genauso wie ein wichtiger Kundentermin behandelt. Diese Stunden mit meiner Tochter möchte ich nicht missen.

Janina 


Zeitblüte 366

Eine Begegnung der besonderen Art

Beim tagelangen Schnorcheln in Belize bin ich sehr gerne an einer bestimmten Stelle hinter dem Riff abgetaucht.

Es sah dort aus wie in einer Kathedrale. Direkt unter mir ein riesengroßer Seestern und das von oben einfallende Licht gab der Region bereits etwas Heiliges.

Plötzlich taucht vor mir von unten ein großer Manatee auf. (Manatees sind Seekühe, haben eine beachtliche Größe und sind glücklicherweise Vegetarier.)

Er schwamm bzw. bewegte sich wie in Zeitlupe auf mich zu. Obwohl mir dort unten im Wasser fast das Herz stehen blieb, fühlte ich mich in diesem Moment überglücklich und total eins mit allem.

Ariane


Zeitblüte 365

Meine Zeit

Eigentlich geht es  mir wie vielen von uns: Ich bin ständig am Tun und wenn ich mir eine Auszeit gönne, habe ich oft das Gefühl im Nacken sitzen, eigentlich müsste ich noch …!

Dann kam die Zeitblüte: Ich fuhr mit meinem Sohn zu unserer Heilpraktikerin – es war einer der ersten schönen, warmen und sonnigen Tage. Sie bot mir an, ich könne mich während der Therapiestunde auf die Bank in ihrem Garten setzen.

Genau das tat ich und konnte eine Stunde Zeit nur für mich genießen. Es war MEINE Zeit! Nichts anderes hätte ich in dieser Stunde tun können, denn ich musste ja auf meinen Sohn warten. Nichts drängte mich oder setzte mich unter Druck. Und so waren wir dann zu dritt eine Stunde im Garten: ich, die Sonne und ein Kater, der mich besuchte.

Friedrich


Zeitblüte 364

Mutter Erde

All die Kleinigkeiten um und in mir immer wieder neu zu entdecken und jeden Tag voller Liebe dafür dankbar zu sein.

Dankbar für das Wunder „Mutter Erde“  und ihrer einzigartigen Schönheit  und  Kraft, die sie mit uns allen jeden Augenblick in vollkommener Liebe teilt.

Dankbar für das Wunder, das ich all diese Einzigartigkeit und Kraft der „Mutter Erde“ sehen, hören, riechen, schmecken, fühlen, wahrnehmen und lieben kann.

Danke Dir, Mutter Erde!

Martina


Zeitblüte 363

Hier und jetzt genau am richtigen Ort

Meine Zeitblüte ist dann, wenn ich mit meinen beiden Hunden spazieren gehe, durch Wald und Wiesen laufe und die Schönheit unserer Erde bewundere. Dann kann ich die vielen kleinen und großen Wunder sehen, die sich immerzu ereignen.

Dann weiß und fühle ich: „Ich bin hier und jetzt genau am richtigen Ort“. So lade ich mich immer wieder mit neuer Energie auf bis zum nächsten Sparziergang.

Irmgard 


Zeitblüte 362

Alle Zeit der Welt

Vom Einkaufen mit dem Fahrrad auf dem Rückweg. Zu Hause wartet jede Menge Arbeit – schnell, schnell. Doch da ist dieser Duft. Ich biege auf einen schmalen Pfad am Rande der Straße mitten ins Grün ab und bin ganz weg: Sonne und der Duft von Gras und Erde.

Absteigen, schieben, stehen bleiben und einatmen … bin ganz da … in der Kindheitserinnerung, als noch „alle Zeit der Welt“ galt. Zwei Minuten gegeben – Jahre wunderschöner Erinnerungen gewonnen. Jetzt kann’s weitergehen, mit Ruhe und „aller Zeit der Welt“.

Cornelia 


Zeitblüte 361

Aussichten durch Einsichten

Meine Zeitblüte liegt in der Auseinandersetzung mit den Anliegen von Menschen und Pferden im Rahmen von Coachings, Seminaren, in der Familie, mit geliebten Freunden und mit meinen wunderbaren Pferde-Kursleiterinnen.

Die schönsten Geschenke sind die Momente spürbarer Offenheit, des Verstehens, der Veränderung und der Möglichkeiten, die sich durch diese Einsichten eröffnen. Sie motivieren mich, an vielen noch offenen Fragen dran zu bleiben und trotz langen Durststrecken an Lösungen zu glauben.

Vera 


Zeitblüte 360

Ich höre Musik

Wenn ich lustlos oder trüber Stimmung bin, höre ich laut Musik: Lieblingssongs in Verbindung mit Momenten aus der Vergangenheit.

Dadurch werden Erinnerungen geweckt und egal welcher Richtung – ich höre die Musik, die mich im Moment anspricht. Das können Schlager, Dance- oder Partyhits sein.

Manchmal singe oder tanze ich mit und nach kurzer Zeit fühle ich mich etwas besser und bin guter Dinge.

Diana


Zeitblüte 359

Das Wochenende

Ich stehe am Samstag und Sonntag ganz früh auf, setze mich mit einem Kaffee auf die Terrasse, genieße die Ruhe und warte, bis eines unsere beiden Kinder wach wird, um die freie Zeit am Wochenende so intensiv wie möglich mit den beiden zu verbringen.

Es ist wahrscheinlich auch die persönliche Zeitblüte meiner Frau, weil sie ja einmal ausschlafen kann. :-)

Stefan


Zeitblüte 358

Meine Tochter

Ich nehme mir momentan gerne zwischendurch ein paar Minuten Zeit, um meine kleine Tochter (jetzt 5 Monate) im Schlaf anzuschauen.

Wie ruhig sie atmet, wie friedlich sie dabei aussieht…

Dabei kann ich neue Kraft tanken.

Dani


Zeitblüte 357

Das Wissen, dass …

Mag die Arbeit noch so stressig sein, das Wissen, dass ich eine wunderbare Familie habe, macht mich glücklich!

Ebenso die Zeit in unserem schönen Garten, der immer wieder mal neu gestaltet wird, die vielen Stunden mit unseren Nachbarn, zusammensitzen, gemeinsam arbeiten, feiern und reden.

Das sind die Dinge, die mich auf dem Boden halten und den Stress in der Arbeit vergessen lassen.

Uwe


Zeitblüte 356

Mich selbst besiegt

Kürzlich befand ich mich in einer sehr angespannten Situation. Sicherlich auch, weil ein “unangenehmer” Zahnarzt-Termin anstand. Auf dem Weg dahin sah ich einen Spruch an der Wand:

Heute habe ich mich selbst besiegt und dabei nicht verloren.

Dieser Spruch ging mir einfach nicht mehr aus den Kopf und half mir auch während der Zahnarztbehandlung.

In mir war plötzlich ein Gefühl der inneren Ruhe und Entspannung entstanden, als wäre ich auf “Wolke 7?.

Seit dieser Zeit denke ich vor angespannten Situationen immer an diesen Spruch und sehe dann die Aufgabe etwas leichter.

A. M.


Zeitblüte 355

Mein Garten

Nachdem ich im Büro viele Stunden konzentriert gearbeitet habe, freue ich mich auf meinen Garten. Entweder nehme ich eine kleine Hacke zur Hand und entferne Unkraut, während ich meinen Gedanken nachhänge, oder ich nehme meine Sense und mähe ein Stück Wiese.

Beim „Gärteln“ höre ich den Vögeln zu und beobachte Bienen und andere Kleintiere, blicke auf meine Blumen und das Gemüse und freue mich. Auch noch Tage später tut es unheimlich gut, die gemähte Wiese und den Garten zu sehen, während bei der Büroarbeit die Stunden so dahin rauschen, ohne dass man das Gefühl hat, etwas geschafft zu haben.

Ron


Zeitblüte 354

Das Gehen im frischen Gras

Meine Zeitblüte ist am Morgen das Gehen im frischen Gras. Ich bin ganz bei mir, spüre das Gras unter meinen Füßen, der feuchte Tau belebt mich. Dann reibe ich mir die Füße trocken, ich fühle mich sehr lebendig, kann mich dann aufrecht hinstellen, die Arme zum Himmel strecken und die Energie spüren, die durch mich fließt.

Es stellt sich Kraft und Zuversicht ein und ich fühle mich mit der ganzen Welt verbunden. Zum Abschluss singe – nein, töne ich mit den Lauten A-E-I-O-U. Dann bin ich bereit, den Tag anzunehmen und die Aufgaben, die auf mich zukommen, mit Freude anzupacken.

Gabriele


Zeitblüte 353

Freunde

Gerade in unserer schnelllebigen Zeit finden wir kaum mehr Zeit für Freunde. Dabei sind diese ein wichtiger Faktor im Leben. Sie sind auch zur Stelle, wenn ich Unterstützung brauche und es mir nicht gut geht. Für mich bedeutet, sich Zeit nehmen für und mit Freunden, dass ich auch mir etwas Gutes tue.

Ich bin viel unterwegs und habe wenig freie Zeit, aber ich nehme mir jetzt immer mehr bewusst die Zeit für und mit Freunden, auch spontan. Ich genieße gemeinsame Unternehmungen, Gespräche und auch wenn es nur eine kurze Kaffeepause ist. Das Reden miteinander, das gegenseitige Zuhören und vor allem das gemeinsame Lachen macht das Leben dann wieder fröhlicher und ich gehe heiter und gelassener wieder in den Alltag.

Mein Tipp: Nehmt euch Zeit für eure Freunde, auch wenn es nur eine halbe Stunde ist, es bereichert euer Leben.

Wirklich gute Freunde sind Menschen, die uns ganz genau kennen, und trotzdem zu uns halten.
Marie von Ebner-Eschenbach (österr. Schriftstellerin 1830 – 1916)

Von allen Geschenken, die uns das Schicksal gewährt hat, gibt es kein größeres Gut als die Freundschaft – keinen größeren Reichtum, keine größere Freude.
Epikur von Samos (griech. Philosoph 341 – 271 v. Chr.)

Birgit


Zeitblüte 352

Der Kaffee ist fertig …

Das Wichtigste bei Tagesbeginn ist für mich mein Morgenkaffee. Egal, wie lang meine berufliche oder persönliche To-Do-Liste für den Tag ist:

Im Morgenmantel über einer Tasse dampfend heißen und frisch gemahlenen Kaffee zu sitzen, möglichst vor unserem offenen Fenster (zugegeben, unser Haus hat Aussicht auf eine Weide und das hat nicht jede/r), ist für mich das Nonplusultra für einen gelingenden Tag.

Dabei lasse ich meine Gedanken kreisen und denke an schöne Erlebnisse bzw. an Dinge, auf die ich mich freue.

Wichtig: Diese Zeitblüte nicht dafür nutzen, “Vorab-Lösungen” für etwaige Konflikte oder Probleme zu finden! Eine weitere meiner Zeitblüten:

Zeit der Stille

Nach Feierabend (zu späterer Stunde im Frühjahr) liebe ich es, alle Geräusche im Haus für ca. 10 Minuten auszuschalten und “nur” der Natur (Vogelstimmen, Froschgequake, Pferdewiehern) zu lauschen.

Dabei fokussiere ich meinen Blick auf eine bestimmte Stelle (z. B. grünes Blatt am Baum), und zwar so lange, bis das Motiv verschwimmt und man in eine Art “Trance” gerät. Hierbei erlebe ich, dass ich jedes Mal nur noch bei mir selbst bin und  alle Alltagssorgen für diese Zeitblütenspanne wegdriften.

Melissa 


Zeitblüte 351

Gemeinsames Lachen

Ich empfinde es als total entspannend und entkrampfend, mit meiner Familie zu lachen. Am besten schon morgens, wenn wir zusammen frühstücken. Da genügt meist ein kleines Detail, wir schauen uns an und müssen dann alle herzlich lachen.

So geht jeder mit einem guten Gefühl in den Tag. Ich denke dann oft, das stelle ich mir unter einer unbeschwerten Kindheit vor und freue mich, das mit meinen Kindern zu erleben. Ein Lachen kann die Seele heilen und beschützen.

Kerstin


Zeitblüte 350

Steinskulpturen

Eine Zeitblüte ist für mich, wenn ich am See bin und Steinskulpturen baue. Stein auf Stein. Ich konzentriere mich auf meine Atmung, meinen Körper. Nur wenn ich ganz ruhig bin, gelingen beeindruckende Skulpturen. Menschen bewundern sie.

Michael


Zeitblüte 349

Klettern

Wenn ich wirklich ganz abschalten will, dann funktioniert das wunderbar beim Klettern!

Dabei werde ich extrem gefordert, muss nach den nächsten Tritt und Griff schauen bzw. ihn erspüren. Vertraue ich diesen bzw. traue ich mir zu, diesen nächsten Schritt zu gehen?

Meistens liegt es mehr daran, sich selbst zu überwinden, die Angst klein zu halten und sich einmal über sich selbst hinauszuwagen!

Und beim Sichern des Partners bin ich mit meiner Konzentration ohnehin beim ihm, denn jede Unachtsamkeit merkt dieser sehr schnell (zu wenig oder zu viel Seil, o. ä.)!

Bei 2-3 Stunden Klettern bleibt also definitiv gar nichts anderes übrig, als alle anderen Gedanken abzuschalten!

Und wenn man dann noch durch einen schönen Wald läuft und vielleicht an einem plätschernden Bach vorbeikommt, dann ist die Welt für den Moment einfach in Ordnung!

Anja


Zeitblüte 348

Morgendlicher Spaziergang

Meine Zeitblüte ist ein morgendlicher Spaziergang mit dem Hund durch den nahegelegenen Wald.

Die Ruhe des Waldes und gleichzeitig das eifrige Gezwitscher der Vögel geben mir ein Gefühl von Ruhe und Ausgeglichenheit für den Tag.

Meditative Musik im Auto, ich bin viel unterwegs, bringen meine Gedanken und Gefühle wieder ins Gleichgewicht.

Betty


Zeitblüte 347

Kann Technik eine Zeitblüte sein? Ja!

Ohne großen Aufwand kann ich Bilder aus den verschiedensten Ecken der Welt betrachten, mir meine eigene Musik zusammenstellen, Bücher lesen, mit anderen in Kontakt sein.

Dabei achte ich darauf, dass ich bewusst auswähle, was mir gefällt. Dieses bewusste Auswählen entschleunigt, statt zu überfluten.

Doris


Zeitblüte 346

“Ich tanze mit Dir in den Himmel hinein …”

Dieser Schlager geht mir seit acht Monaten nicht mehr aus dem Kopf. Meine geliebte Frau und ich haben nach zwanzig Jahren und drei Kindern den zweitbesten gemeinsamen Entschluss gefasst. Der erstbeste war damals zu heiraten und jetzt haben wir auf unsere alten Tage beschlossen, noch tanzen zu lernen.

Am Anfang war die Sache etwas stressig, bis wir unsere untrainierten Knochen in die richtigen Bahnen gebracht hatten, doch letztendlich hat sich die Anstrengung gelohnt. Nicht nur, dass wir uns emotional noch näher gekommen sind, sondern auch unsere Fitness hat sich erheblich verbessert.

Jede Woche freuen wir uns wie die kleinen Kinder auf den nächsten Kursabend.

Peter


Zeitblüte 345

Auf einem Hügel

… auf einem Hügel sitzen und dort in aller Ruhe die Stille und die Sonne genießen…

Gabi


Zeitblüte 344

Ein kleiner Umweg

Nachdem ich morgens die Kinder mit dem Fahrrad in die Schule gebracht habe, mache ich stets einen kleinen Umweg über einen Wiesenweg am Stadtrand, um an der höchsten Stelle innezuhalten.

Dies ist meine Zeitblüte: Ich schaue über die Felder und in den Wolkenhimmel, lasse alle Anspannung des Alltags los, um sodann im Einklang mit Bauchgefühl und Verstand die Prioritäten für den Tag festzulegen.

Hier schöpfe ich eine Menge Kraft und schaffe viel entspannter viel mehr, als es mir ohne diesen kleinen Umweg gelänge.

Tinan


Zeitblüte 343

Bildbände und Reisetagebücher

Wir sind beide begeisterte Hobbyfotografen und lieben die Natur und fremde Kulturen. Den größten Teil unserer Fotos bringen wir von unseren Reisen in alle Welt mit.

Während mein Mann sich in den Wochen nach unserer Rückkehr auf die Bearbeitung der Bilder und die Zusammenstellung von Bildbänden und Diaschauen konzentriert, schreibe ich Reisetagebücher mit unseren Eindrücken und Erlebnissen dazu. Gemeinsam nehmen wir dann unsere Familien und Freunde mit hinaus in die Welt und bewahren uns die Erlebnisse für lange Zeit.

Sabine Seifert


Zeitblüte 342

Meine Zeitblüten

Meine schönste Zeitblüte ist, wenn ich zu Hause arbeite und mein 9jähriger Sohn mich immer wieder dabei “stört”:

Ich fang ihn mir, umarme ihn, halte ihn fest und knutsche sein ganzes Gesicht ab. Und das Schönste: Er lässt es sich kichernd (noch) gefallen…

Oder

… ich beobachte, wie er mit meinem Mann auf der sogenannten „Blutwiese“ (Couch) typische Vater-Sohn-Kämpfe durchführt und bin froh, dass er einen Papa hat, der diese Kampfspiele/Spielkämpfe mit ihm zelebriert.

Oder:

Ich fahre durch die 1 km lange Kirschbaumallee in meiner Wohnstraße und genieße jedes Jahr im Frühling die rosa und weiß blühenden Bäume. Ich fahre bewusst langsam durch die Allee und schaue durch die üppigen Blüten hindurch auf den blauen Himmel.

Im Herbst genieße ich die goldgelbe Färbung der Blätter dieser Bäume in der Allee und auch diese machen einen herrlichen Kontrast zum blauen Herbsthimmel. Wenn die Blätter im November abfallen, freue ich mich schon wieder auf den Frühling mit den rosa blühenden Bäumen.

Oder:

Ich genieße das Krötenkonzert in den Sommernächten vom Biotop unseres Nachbarn. Auch wenn es sich anhört wie eine Herde meckernder Ziegen und viele Nachbarn nervt. Für mich gehört es zur Natur und zu lauen Sommernächten einfach dazu.

Claudia


Zeitblüte 341

Stillen

Meinen Sohn zu stillen ist eines der schönsten Geschenke dieses Lebens. Auch jetzt noch, mit seinen 19 Monaten, ist es das Schönste und Wichtigste für ihn. Ihm dabei zuzusehen, in seine Augen, er in meine, gibt uns beiden ein Gefühl von Frieden und übermäßiger Dankbarkeit. Ich gebe ihm noch Zeit, mir auch, ich weiß, dass er weiß, wie lange er braucht, und ich vertrau’ darauf…

D. S.


Zeitblüte 340

Mein Sohn

Ich bin Vater von einem 16 Monate jungen Sohn.

Aufgrund meines Jobs und des starken Wachstums der Firma habe ich regelmäßig großen Stress, bis ich bei der Tür raus bin.

Ich komme heim, wasche mir den Stress mit der Dusche runter und genieße einfach die Zeit mit meiner Frau und unserem Sohn. Ich spiele mit ihm und habe Spaß am Herumblödeln und am Zusehen, wie er täglich lernt und seinen Weg geht. Dabei kann ich besser abschalten als mit so mancher CD.

Meine Empfehlung lautet daher: Verbringt so viel Zeit wie möglich mit euren Kindern. Das ist Entspannung und Spaß pur. Der PC und der Fernseher laufen nicht weg.

Manuel


Zeitblüte 339

Atmen und verschmelzen

Nach einem stressigen Moment sitze ich manchmal einfach nur da und spüre meinen Atem.

Wenn ich das einige Zeit mache, stellt sich automatisch eine sehr wohltuende Ruhe ein. Dieses Gefühl beginnt dann mit dem zu verschmelzen, was sonst in diesem Moment noch da ist. Stimmen, Geräusche, Gerüche, Farben etc. gepaart mit dieser Ruhe versetzen mich in einen tranceähnlichen Zustand, den ich nicht genau beschreiben kann, der sich aber sehr sehr gut anfühlt.

Peter


Zeitblüte 338

Laufen in den Weinbergen

Ich entspanne mich am besten, wenn ich in den Weinbergen laufen kann. Die Jahreszeiten verändern ständig das Panorama. Hier bin ich erfüllt von tiefer Dankbarkeit.

Günther


Zeitblüte 337

Brot backen

Meine Zeitblüte ist “Brot backen”. Ein Brot zu backen macht mich einfach glücklich!

Das Vermengen der gesamten Zutaten dauert keine fünf Minuten, geht kinderleicht und macht nur eine Schüssel und eine Hand schmutzig.

Der Teig kommt in den Ofen und nach dem Backen kann ich mich am fertigen Wunderwerk erfreuen. Das ganze Haus ist mit einem angenehmen Duft durchzogen.

Mit geringem Zeitaufwand habe ich so alle meine Sinne angenehm beschäftigt und meine Gedanken auf all das Gute zentriert, was ich mit diesem Brot bewirke.

Das Gefühl, etwas selbst hergestellt zu haben, das dazu noch meiner Familie und mir gut tut, macht mich glücklich!

Regina


Zeitblüte 336

Die Rennstrecke

Zu meinen Zeitblüten zählen jene Momente am Wochenende, wenn ich mit meinem Rennstahl “Rennauto funkgesteuert” auf verschiedenen Rennstrecken in Deutschland unterwegs bin und neue Leute treffe.

Man ist einfach eine Person von vielen und es zählt nur der Eindruck im Moment des Tages.

Zu Erklärung: Ich bin Geschäftsführer eines Handwerksbetriebes. Unsere Firma besteht aus 30 Angestellten. Da ist es nicht immer einfach, alles auf Erfolgskurs zu halten.

Umso schöner sind dann die Tage an den Rennstrecken, wo ich einfach ich bin und auch nicht zählt, was ich mache. Dabei tanke ich Energie, die ich für neue Aufgaben in unserem Betrieb verwende.

Andre-Raphael


Zeitblüte 335

Meine Tochter und Sonnenblumen

Ich genieße es, wenn ich nachmittags nach dem Job Zeit mit meiner 2 1/2-jährigen Tochter verbringen kann. Mein Herz geht auf, wenn ich ihr beim Singen und Tanzen zuschaue. Dann ist der aufreibende Arbeitstag vergessen.

Oder wenn sie mich nach einer Auseinandersetzung in den Arm nimmt und sagt: “Mama ist die Beste!” Das ist wundervoll!

Eine weitere Zeitblüte von mir:

Jedes Jahr pflanze ich im Garten Sonnenblumen – die richtig großen! Ihr leuchtendes, kräftiges Gelb gibt mir Kraft.

Besonders ruhige Momente sind jene, wenn die Vögel die Sonnenblumenkerne als Futterquelle entdecken und ich sie bei ihrer Mahlzeit beobachten kann. Es fasziniert mich, mit welcher Technik sie es schaffen, die Kerne zu öffnen.

Eva


Zeitblüte 334

Wolkenfantasien

Am Tag:

Ich schaue in den Himmel und “drehe” ihn um. Aus dem Himmel wird ein Meer, aus den Wolken Schaumkronen und Inseln.

Besonders intensiv empfinde ich das aufgewühlte Meer an einem stürmischen wolkigen Tag. Ich sehe das Meer nicht nur, ich rieche auch die salzige Seeluft, schmecke sie, fühle die wohltuende Wärme der Sonne, wenn sie meine nasse Haut auftrocknet, spüre den Wind in meinen Haaren, … Bin ganz weit weg – bei MIR.

In der Nacht:

Ich versuche die sich ständig verändernden Wolken in Bilder zu formen und eine Geschichte dazu zu erfinden. Aus den Wolken wird ein Adler, der sich über sich türmende Wolkenberge, die ihn aufzuhalten versuchen, in die Freiheit hinaufschwingt.

R. K.


Zeitblüte 333

Urlaubsbilder

Ich habe als Bildschirmschoner im Büro meine schönsten Urlaubsbilder vom letzten Urlaub. Wenn ich mich gestresst fühle, schaue ich einfach einige Minuten diese Bilder an und erinnere mich an die schöne, entspannte Zeit im Urlaub. Dann werde ich wieder ruhiger, kann mich besser konzentrieren und die Arbeit geht mir wieder gut von der Hand.

Die zweite Tageshälfte arbeite ich als Haushaltshilfe bei verschiedenen Kunden. Wenn ich merke, dass ich sehr müde werde, nehme ich mir ca. 10 Minuten Zeit, um eine Entspannungsübung mit Entspannungsmusik von meinem Player zu machen. Danach fühle ich mich immer wie neu geboren und kann mit neuem Schwung an meine Arbeit gehen.

Jutta


Zeitblüte 332

Wie ein begossener Pudel … wenn Kinderaugen strahlen

Es war ein erfolgreicher Tag. Meine kleinen Handballkinder (12-13 Jahre) wurden soeben Bezirksoberligameister und ich ging aus der Halle zu den Eltern.

Die jubelten mir zu … während die Kinder sich unauffällig an mich heranschlichen und 15 Wasserflaschen auf einmal über meinen Kopf und Kleidung ausschütteten.

Ich kam mir vor wie ein begossener Pudel.

Aber als ich dann in die Augen der glücklichen Kinder sah, wurde mir auch klar, dass wir viel mehr erreicht haben als die Meisterschaft.

Es war ein WIR-Gefühl in allen Gesichtern, es war ein “WIR trauen uns das” und es war ein “WIR dürfen das”.

Wenn wir es schaffen, dass unsere Kinder sich solche Sachen trauen, ohne Bestrafung fürchten zu müssen,
wenn wir es schaffen, dass unsere Kinder sagen dürfen ”Ich verstehe etwas nicht”, ohne dass sie blöd dastehen …

Das sind die Momente, wo auch ein Trainer spürt, dass man doch nicht alles falsch macht und viele positive Dinge in Kindern bewirkt.

Eine Meisterschaft ist ein Moment im Leben … Mut und Selbstvertrauen ist ein Geschenk fürs ganze Leben.

Micha


Zeitblüte 331

Frühlingserwachen

Nach langem sehr kaltem Winter im Schwarzwald mit vielen Zeitblüten, nun die erste zum Frühlingserwachen:

Erste Ausfahrt mit dem Rennrad.

Die noch kalte Luft füllt die Lungen, erste wärmende Sonnenstrahlen,
Vogelgezwitscher, die Natur erwacht.

Die Luft wird immer wärmer, durchsetzt mit kalten Strömungen bei Walddurchfahrten,
Schmelzwasser füllt die Bäche und Straßenkanäle, Schneeglöckchen strecken sich,
letzte traurige Schneereste in schattigen Ecken,
alles scheint zu erwachen nach einem langen Winterschlaf
und ich bin mittendrin und geniesse jeden Augenblick.

Mathias 


Zeitblüte 330

Die kleinen Momente des Innehaltens

Meine Zeitblüten, das sind die kleinen Momente des Innehaltens im Alltag.

Wenn die Arbeit stresst, einen Blick aus den Fenster, einem Vogel nachsehen, dem Regen lauschen, die Sonne auf der Haut spüren… egal was, einfach für einen kurzen Moment abschalten, alles andere ausblenden.

So geht es mit der Arbeit dann wieder leichter weiter.

Und für besonders unangenehme Arbeiten, Gespräche, Termine, die anstehen, sage ich mir immer, in einer Stunde, oder in zwei, oder bis heute Abend, ist es vorbei. Das nimmt vielen Problemen die Spitze, wenn man sie nicht mehr ganz so riesig sieht, weil sie ja ein Ende haben.

Judy


Zeitblüte 329

Dass mein Bemühen sich auszahlt

Ich bin Mutter eines Asperger Autisten und Zeitblüten sind für mich die Momente, in denen mein Kind „normal“ reagiert und sich auch so benimmt.

Diese Momente zeigen mir, dass all mein Bemühen und all der Stress sich auszahlen und er sehr wahrscheinlich ein relativ selbstbestimmtes und eigenständiges Leben wird führen können.

Das gibt mir die Kraft, die nicht so schönen Zeiten zu kompensieren.

Andrea


Zeitblüte 328

Ein unvergesslicher Monduntergang

Mein Lebensgefährte und ich haben im letzten Sommer in der Türkei etwas gesehen und erlebt, dass – glaube ich – so schnell keiner sieht:

Nach dem Abendessen gehen wir immer noch eine Runde spazieren – auf der Promenade, am Strand entlang, im Örtchen… Dann treffen wir uns mit unseren langjährigen Urlaubsbekannten im Hotel, in der Bar, machen es uns gemütlich und reden und genießen die warmen, schönen Abende.

Später dann, meist ist es schon nachts gegen 1 Uhr, verziehen wir uns alle auf unsere Zimmer. Da die Nächte so schön lau und wir ausgeruht sind, setzen sich mein Partner und ich manches Mal noch bei einem Glas Wein auf den Balkon und spielen Karten. Dabei vergeht die Zeit sehr schnell.

Und jetzt kommt mein besonderes „Zeitblütenerlebnis“:

So gegen 4 Uhr früh machten wir uns auf, ins Bett zu gehen und dann ging alles sehr schnell, aber für mich waren es lange Minuten: Der VOLLMOND an diesem Abend ging unter! Feuerrot! Einen MONDuntergang haben wir noch nie gesehen.

Es war superfaszinierend und übertraf jeden Sonnenaufgang bzw. -untergang! Immer wieder muss ich daran denken und in meinen Gedanken finde ich es immer noch superschön und einmalig! Wir hatten es leider nicht fotografisch festgehalten. Sicherlich wäre ein Bild auch nicht so traumhaft, wie dieser Monduntergang in meinen Gedanken ist.

Heike


Zeitblüte 327

Ein besonderer Sonnenuntergang

Ich war auf einer einwöchigen Dienstreise im Westen Finnlands. Nach einem stressigen Tag mit Anreise und Kundenbesuch erkundete ich am Abend die Umgebung an der Ostsee und kam an eine kleine Bucht mit einem felsigen Strand.

Die Sonne ging gerade unter und tauchte die ruhige See in unendlich viele lila-rosa Farbtöne. Der dunkle, fast schwarze Wald rahmte die Bucht ein und bildete einen schönen Kontrast.

Die Zeit schien stehen zu bleiben und die paar Minuten kamen mir unendlich lange vor. Ich habe das Naturschauspiel genossen. Es war sehr beruhigend und ich bin dankbar, diesen Moment erlebt zu haben.

Obwohl es jeden Abend einen Sonnenuntergang gibt, war dieser für mich doch ein besonderer.

Andreas


Zeitblüte 326

Meine Katze

Die Türe zu meinem Homeoffice hatte ich früher immer offen. Wenn mich dann mal mein Schmusetiger besuchen kam, hüpfte er auf den Schreibtisch – egal was für wichtige oder unwichtige Unterlagen gerade dort lagen oder ob ich gerade in einem Telefongespräch vertieft war – und stuppste und schmiegte sich so intensiv an mich, dass ich ihn einfach knuddeln musste.

Und da meine Katze auch jederzeit nach draußen kann, waren da auch schon mal ein paar unerwünschte Pfotenabrücke auf Briefen. Das war natürlich ärgerlich, auch die plötzlichen Unterbrechungen und somit beschloss ich, die Türe einfach zu schließen.

Nach ein paar Tagen bekam ich ein schlechtes Gewissen, denn meine Katze verstand nicht, warum die Türe nun plötzlich immer zu ist und fühlte sich zu Recht „ausgeschlossen“.

Ich erkannte, dass das der falsche Weg war.

Heute freue ich mich, wenn meine Katze ins Büro kommt und mir zu verstehen gibt: Es ist eine kleine Kuschelpause fällig. Dann hüpft sie auf meinen Schoß und ich gebe ihr gerne die zwei, drei Minuten volle Aufmerksamkeit … und dann kann ich immer noch die Türe schließen, wenn es sein muss.

Wozu hat man eine Katze als Haustier, wenn man sie ständg wegdrängt, ignoriert oder ausschließt? Freuen wir uns doch einfach über die wertvollen Momente, über die natürlichen Pausen, über die Zeitblüten, wenn uns eine Katze schnurrend um die Beine streicht.

Meine Katze merkte vermutlich, dass ich über sie schreibe. Sie liegt gerade schnurrend in meinem linken Arm, während ich dies tippe … :-)

Isabella


Zeitblüte 325

Die Welt wechseln

Abends nehme ich mir zur Belohnung ein spannendes Fantasy-Buch zur Hand. Ich kann in die Geschichte und Handlung eintauchen und einfach “die Welt wechseln”, sodass ich eben auch meine Probleme und Stressfaktoren hinter mir lasse.

Durch das Miterleben der im Buch beschriebenen Abenteuer und das “Sich-Fesseln-Lassen” von der Handlung erreiche ich in diesem Moment eine Zeitblüte. Ich kann das gleiche Buch (nach einiger Zeit) mehrmals lesen und finde dabei ständig neue Details, die mir vorher noch nicht aufgefallen sind. Und genau das macht das Buch immer wieder spannend.

I. R.


Zeitblüte 324

Backen – das Ergebnis ist nebensächlich

Eigentlich fand ich Backen mit meinen Kindern immer ziemlich stressig, doch nun ist es eine Zeitblüte für mich geworden.

Teig anrühren oder kneten – wir machen alles zusammen und freuen uns über die wundersame Verwandlung der Zutaten. Meine Kinder sind immer mit großer Begeisterung dabei. Das Ergebnis ist dabei nebensächlich. Wenn ein Teig mal nicht aufgeht – was soll’s.

Dazu gehört natürlich, dass Küche und Kinder nachher kaum wiederzuerkennen sind. Ich habe von ihnen gelernt, dass es auf den Spaß beim Backen ankommt und genieße es!

Birgit


Zeitblüte 323

Menschliche und tierische Kontakte sind Balsam für die Seele

Es entspannt mich, kleine Kinder zu beobachten, denn sie sind so frei von irgendwelchen Hemmnissen und Vorgaben. Ich fühle mich, wie in eine andere Welt versetzt.

Außerdem habe ich zwei süße Meerschweinchen. Abends mit ihnen zu knuddeln, ihr Verhalten zu beobachten und sich mit ihnen zu beschäftigen ist so wohltuend. Da kann ich alles um mich herum vergessen.

Mein Fazit: Menschliche und tierische Kontakte sind Balsam für die Seele. Beide sind sehr soziale Wesen. Leider fehlt vielen Menschen heutzutage die Zeit, solche Momente bewusst zu genießen.

Angelina


Zeitblüte 322

Malen befreit

Wenn ich merke, dass mir alles zu viel wird und ich eigentlich nicht mehr weiß, wo der Schuh drückt, dann hole ich meine Farben und den Malblock raus.

Ich lasse einfach alle meine Gefühle zu und versuche diese Gefühle mit passender Musik noch mehr hervorzuholen. Dann male ich. Meine Emotionen leiten mich und wenn ich fertig bin, dann fühl ich mich leichter, weil ich alles raus lassen konnte. Ein tolles Erlebnis! Es gibt da kein richtig und kein falsch. Alles ist erlaubt.

Lisa 


Zeitblüte 321

Spaziergang mit meiner Tochter

Eine Zeitblüte für mich ist, wenn ich mit meiner kleinen Tochter (2 Jahre) spazieren gehe.

Ich lasse mich auf das Tempo von Rebecca ein und nehme so die Umgebung viel intensiver wahr. Sei es eine schöne Wurzel im Wald, eine toll geformte Wolke am Himmel oder einfach die herrlich frische Luft.

Danach komme ich viel entspannter nach Hause.

Brigitte 


Zeitblüte 320

Das Spielen der Kinder

Was mir tiefe Freude und Wärme verschafft, ist das Spiel mit Kindern. Ich liebe es mit Kindern zu spielen, egal ob es eine Runde Mensch ärgere dich nicht ist, Memory mit schönen Bildern oder das Spiel in der Sandkiste.

Ich übernehme anfangs die Leitung, erkläre die Spielregeln und sorge für einen respektvollen und fairen Umgang im Spiel. Nach und nach nehme ich meine Vorrangstellung zurück und übergebe den Kindern die Eigenverantwortung.

Wenn dann mehrere Kinder in einer großen Sandkiste sitzen und Kanäle und Burgen bauen, nebeneinander hocken, ohne ein Werk zu beschädigen, ein oder zwei Kinder den Wassertransport übernehmen und alle friedlich, eifrig schaffend, ruhig und konzentriert vor sich hin arbeiten, wird es mir ganz warm ums Herz und der Glaube an das Gute im Menschen festigt sich.

Kinder beim Spiel beobachten – ihre Lebendigkeit, Kreativität und Ehrlichkeit ist herzerwärmend.

Irmgard


Zeitblüte 319

Kurzurlaub am See

Ich versuche mir täglich einen Kurzurlaub an einem nahe gelegenen See zu verschaffen. Mein kleiner Beaglerüde und ich genießen den Werbelliner See bei jedem Wetter. Im Winter sind der See und die Landschaft in ein Winterzauberland verwandelt und es herrscht eine meditative Stille.

Kathrin


Zeitblüte 318

Von der Last zur Zeitblüte

In den letzten Monaten kam es, trotz Zeit- und Stressmanagement, häufiger vor, dass Tage ganz dicht mit Terminen voll waren. Und neben der Arbeit gibt es auch noch meine Töchter und unseren Hund, für die ich auch Zeit erübrigen möchte.

An einem dieser Tage war es mein „Job“, die große Runde mit unserem Hund zu laufen. In meinem Tagesplan stand deshalb 13:00 bis 14:00 Uhr mit Lilly gehen. Und beim Blick auf meine ToDos für den Tag kam schon eine Portion Stress auf.

Dann schaute ich seufzend die Hüdin an und beim Blick auf sie dachte ich, wie gemein, sie als ein ToDo auf der Liste stehen zu haben.

Also habe ich mich dafür entschieden, dass Lilly mein Garant dafür ist, dass ich an einem hektischen Tag die Zeit habe, eine Stunde in den Wald zu gehen. Und wenn ich in dieser Zeit auch nicht darüber nachdenke, was heute noch so alles zu tun ist, sondern meinen Fokus auf den Wald, die Geräusche dort und Lilly lenke, ist das eine wunderschöne Zeitblüte für mich, in der ich Kraft schöpfe und meine Energiereserven auftanken kann.

Danke Lilly!

Kirsten 

jürgensen


Zeitblüte 317

Versunken im Tun

Für mich sind Zeitblüten, wenn ich wie ein Kind ganz versunken in das “Tun” bin. Das kann ein ausgiebiger Spaziergang sein, sich dem Hobby widmen, mit den Kindern spielen.

Die Lebensenergien auf das Wesentliche zu konzentrieren und sich freimachen zu können von Zwängen und Aufgaben, sind die wichtigsten Voraussetzungen für die “Zeitblüten”!

M. G.


Zeitblüte 316

Mein Monatsbild

Wenn ich morgens in mein Atelier gehe, wo die ersten Sonnenstrahlen auf meine Staffelei treffen, stimme ich mich auf den neuen Tag ein und wähle eine Farbe meiner Stimmung entsprechend aus!

Wie spricht meine Seele, was will nach außen und wie drückt sich dies aus?

Durch einen zarten hellgrünen Strich, eine orange Linie oder vielleicht sogar eine violette großflächige emotional erregte Fläche?

Daraus entsteht dann mein Monatsbild – es erzählt eine sehr bewegte Geschichte!

Astrid


Zeitblüte 315

Zeit mit meiner Freundin

Für mich ist es sehr erholsam und bereichernd, mit meiner besten Freundin Zeit zu verbringen. Bei netten Gesprächen in gemütlicher Atmosphäre und Gesellschaftsspielen kann ich am besten abschalten.

Es gibt nichts auf der Welt, was gute Freunde ersetzen kann. Man sollte seine Freundschaften schätzen, denn damit hat man auch in schlechten Zeiten eine Schulter zum Anlehnen.

Angelina


Zeitblüte 314

Meine Lesestunde

Ich habe meine Zeitblüte oft in der Nacht zwischen 1:00 und 2:00 Uhr. Meine Frau schläft dann schon und ich bin noch nicht müde. Obwohl ich zeitig raus muss, ist in dieser Zeit meine Lesestunde.

Ich lese gerne, denn es entspannt mich – auch wenn das Buch selbst spannend ist.

Obwohl dies sicher nicht spektakulär ist, denke ich in diesem Zusammenhang auch an unseren Swing-Tanz. Wir treffen uns alle 14 Tage am Sonntagnachmittag mit Freunden und Bekannten in lockerer Runde. Obwohl das Aufrechterhalten dieser regelmäßigen “Verpflichtung” (durch den festen Termin) Energie und Selbstdisziplin erfordert – wer geht schon gern bei Kälte oder Regen nochmal raus – macht es richtig Spass und glücklich, wenn man erst mal dabei ist.

Klaus


Zeitblüte 313

Mama, mir zerspringt mein Herz

Oft sitzen mein Sohn und ich beim gemeinsamen Frühstück und beobachten, wer sich alles auf dem gegenüberliegenden Baum “trifft”.  Jedes Mal werden überrascht und belohnt.

Mal sind Buntspechte, Amseln, Kleiber, Tauben, Raben oder Eichhörnchen zu sehen. Es bietet sich uns eine Vielfalt an Ereignissen. Einfach ein Genuss!

Auch steht für mich die Zeit ein wenig still, wenn ich aus Kindermund beim Ansehen der Frühblüher höre: Mama, mir zerspringt mein Herz!

Conny


Zeitblüte 312

Auszeit im Bad

Ich nehme mir vier Stunden Auszeit, um ins Römisch-Irische Friedrichsbad zu gehen. Dort genieße ich das Thermalwasser, die Dampfbäder und Massagen.

Nach einer halben Stunde der Entspannung im Ruheraum spaziere ich erholt und befreit vom Ballast des Alltags durch den herrlichen Park nach Hause. Dabei kann ich Fischreiher, Raben oder Eichhörnchen beobachten.

Plötzlich fühlt sich alles gut an.

Daniela K.


Zeitblüte 311

Ein gelungener Abend

Ich liebe Kochen. Gern gehe ich in meinen Gemüseladen, schaue welches frisches Gemüse es gibt und kaufe ein, was mir gerade in den Kopf kommt.

Zuhause angekommen, breite ich all das Gemüse aus und überlege mir, was ich koche. Und los gehts, mit Enthusiasmus an die Kochtöpfe… Die Vorfreude, dass es wahrscheinlich richtig gut wird, ist groß.

Den Tisch toll decken und am besten noch eine Freundin einladen oder das Menü mit dem Partner bei entspannter Atmosphäre genießen – das ist ein gelungener Abend.

J. M.


Zeitblüte 310

Segeln

Dabei weiß man nie, was man bekommt – ob Himmel oder Hölle. Aber man weiß immer, was man bereit sein muss zu geben: das Äußerste.

Darum macht Segeln frei, den Kopf und auch die Seele.

Uwe


Zeitblüte 309

Täglich kleine Pausen

Meine Zeitblüten sind die Pausen, die ich mir in meinem Alltag als Berufstätige, Ehefrau und Mutter ganz für mich alleine gönne.

Es sind kleine Pausen, die ich einstreue – sei es eine Tasse Grüntee bewusst zu genießen, sei es ein paar Minuten aus dem Fenster zu schauen oder ein Musikstück zu hören.

Diese täglichen kleinen Pausen sind für mich nicht mehr wegzudenken. Sie lassen mich aufatmen und zur Ruhe kommen.

Doris Ziltener


Zeitblüte 308

Die Piste runter

Eine Zeitblüte für mich ist, wenn ich einen halben Tag frei habe, am Morgen in den Skianzug steige, meine Ski schultere und auf den Haunold hochfahre…

Dann spüre ich die kalte Luft um mich, sehe von oben auf Innichen und verstehe, dass manche Sorgen in diesem Moment einfach ganz klein sind.

Dann starte ich los und fahre mit viel Schwung die Piste runter… Spüre den Wind, der um mich bläst, spüre, dass die negativen Gedanken verschwinden und ich meinen Kopf frei bekomme.

Und als Belohnung gibt es dann noch eine heiße Schokolade mit Sahne, oder ein paar Knödel in der Suppe – und ich bin einfach glücklich…

Barbara


Zeitblüte 307

Meditation

Da ich als Teleworkerin mein Büro zu Hause habe, ist es nicht immer leicht, Berufliches und Privates zu trennen. In sehr stressigen Zeiten nehme ich mir abends bewusst Zeit für eine meditative Zeitreise.

Durch die geistige und körperliche Entspannung komme ich wieder zur Ruhe und schöpfe neue Kraft.

Christine


Zeitblüte 306

Die Superrutsche

Seit Kurzem gibt es in meiner Stadt eine Superrutsche mit ca. 7 m freiem Fall und insgesamt 94 m Länge, eine Schwimmbadrutsche für Erwachsene und Jugendliche.

Das erste Mal kostet Überwindung und die nächsten Male Rutschen sind einfach nur genial! Und mein Arbeitsstress ist wie weggeblasen. Klar, in dieser Rutsche baut der Körper ganz anderen Stress auf. Aber dieser befreit so herrlich, dass alles andere an unbequemen oder ärgerlichen Dingen in den Hintergrund rückt!

Und danach schwimmen und in das Becken springen – so wie früher als Kind, völlig unbeschwert. Erlebnis Schwimmbad.

Wenn ich besonders viel um die Ohren habe, aber mich eigentlich nicht negativ gestresst fühle, gehe ich eine Runde spazieren. Und sei es nur für 5 – 10 Minuten einmal um den Häuserblock. Augen schließen, stehen und nur lauschen: nach Gefühl – eine Minute ist manchmal ziemlich lang. Weiter gehen und an Schönes denken. Danach geht das Arbeiten leichter.

Silke


Zeitblüte 305

Körper fühlen

Nach einem stressigen Tag lege ich mich auf den Boden oder die Couch, schließe die Augen und durchfühle meinen Körper mehrfach von Kopf bis Fuß, jeden Muskel…

Zum einen entspannt und entschleunigt es, zum anderen erkenne ich so Verspannungen oder Unwohlgefühle, welche ich sonst nicht (oder erst zu spät) wahrnehme.

Mit etwas Übung braucht man nur 5 Minuten, um sich wieder auf eine normale Geschwindigkeit zu bremsen…

Martin


Zeitblüte 304

Strampeln und paddeln, dass es nur so kracht

Ich bin leitende Buchhalterin in einem Hotel und habe immer lange Tage, meistens am Schreibtisch sitzend. 10-12 Stunden sind keine Seltenheit.

Außer montags! Da gehe ich pünktlich, denn da beginnt mein Aqua-Fitness-Kurs. Manchmal, besonders in der kalten Jahreszeit, ist es ein Angang. Am liebsten würde ich eingekuschelt auf der Couch liegen bleiben.

Zuweilen ist es ein echter Kraftakt, meinen inneren Schweinehund zu überwinden, aber wenn ich dann im Schwimmbad unter der Dusche stehe und mich wenige Minuten später im Wasser tummeln kann, freue ich mich.

45 Min. Non-Stopp Fitness mit flotter Musik und netten Leuten strampeln und paddeln, dass es nur so kracht. Wunderbar!

Wenn ich dann todmüde nach Hause fahre, freue mich mich auf mein Bett und bin überglücklich, dass ich mir Gutes getan habe.

Elisabeth


Zeitblüte 303

Glücklichsein und Zufriedenheit in den Augen

Meine Zeitblüten sind immer dann, wenn ich abends meinen Sohn (4) schlafen lege und er mir dabei seine erlebten Geschehnisse erzählt. Das Glücklichsein und die Zufriedenheit in seinen Augen, sein Gesichtsausdruck, geben mir und meiner Frau sehr viel Liebe und Kraft. Und wenn ich merke, dass meine Frau glücklich und zufrieden ist.

Szabolcs


Zeitblüte 302

Herzsteine

Bei der Suche nach Steinen, die einem Herz ähneln, wird die Zeit zum Erlebnis – egal, ob ich spazieren gehe, zum Bus laufen muss oder beim Gang mit dem Hund. Auch mit Kindern ist das immer wieder entspannend, da man dabei doch sehr auf die Natur schaut und bemerkt, was für wunderbare Geschenke sie für uns bereit hält.

Manuela 


Zeitblüte 301

Sonne, Duft und Gesundheit

Jeden Morgen presse ich mir eine frische Orange aus. Dies tue ich sehr bewusst. Ich schneide die Orange auf, freue mich am Anblick der beiden Orangenhälften, die ein Kunstwerk für sich sind, welches mich an die Sonne erinnert, in der die Orangen gereift sind.

Dann nehme ich eine Orangenhälfte und rieche und genieße den Duft der Orange. Danach presse ich mir den Saft der Orange aus und trinke ihn.

Jetzt habe ich das Gefühl mir etwas Gutes getan zu haben und den Tag gut zu starten.

Franka

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Kommentare

  • Anne Then

    Eine tolle Seite! Besonders die Zeitblüten haben es mir angetan.

    Hier meine persönliche Zeitblüte:

    Ich pendle 3 Stunden täglich für eine 20-Stunden-Stelle, habe zwei Kleinkinder, die ich ab 14 Uhr selbst betreue, und Haus mit Garten … Stress pur, würde man meinen.

    Alle fragen mich, warum ich mir die Pendelei antue – aber genau das sind meine Zeitblüten:

    • Früh aufstehen, wenn noch keiner wach ist und die Ruhe genießen,
    • dann mit dem Rad bei Wind und Wetter zum Bahnhof,
    • im Zug habe ich dann 1,5 Stunden pro Strecke nur für mich – zum Musikhören, in die Landschaft schauen, Lesen oder Schlafen …

    Welche Mama kann schon behaupten, so viel Zeit pro Tag für sich zu haben. Da stehe ich dann gerne um 5 Uhr auf und nehme den Stress in Kauf, nachmittags alles in kürzerer Zeit auf die Reihe bekommen zu müssen.

    Ich bin dem Papa der Kinder sehr dankbar, der sie in der Früh fertig macht und in die Kinderkrippe bringt. Ich kann wunderbar Job und Kinder vereinbaren und habe noch Extrazeit für mich obendrauf.

    Anne Then antworten

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