Zeitblüten: Die kleine Dinge, die man nicht kaufen kann

Zeitblüten-Einsendung:

Ich bin im letzten Jahr umgezogen und habe nun die Möglichkeit, mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren.

Neulich hatte ich einen anstrengenden Tag mit vielen Telefonaten, bei denen ich immer wieder auf unterschiedliche Menschen und Persönlichkeiten eingehen musste. Der Tag war unbeständig und zeitweise tatsächlich auch mal dunkel, weil Wolken die Sonne verdeckten.

Als ich an diesem Abend dann endlich Feierabend gemacht habe, bin ich auf mein Fahrrad gestiegen. Schon nach ein paar Metern merkte ich, dass der Abend lau wurde, sodass ich meine Jacke ausziehen konnte.

Ich fuhr durch die Stadt und spürte den Wind am Körper, sah den Himmel und die Stadt immer wieder aus einem neuen Winkel.

Bis ich zu Hause war, war die Anstrengung des Tages vergessen und ich war so richtig glücklich, dass ich einen so schönen Abend an der Luft genießen konnte.

Diese kleinen Dinge, die man nicht kaufen kann, sind doch sehr nachhaltig.

Frauke Bustorf

Meine Tochter

Meine Zeitblüte ist meine Tochter.

Gerade in stressigen Situationen erinnert mich meine Tochter daran, dass sich Stress nicht lohnt. Sie spürt immer meine Hektik und weint dann oder läuft eben nicht in der Spur, wie ich es mir wünsche. Um sie zu beruhigen, muss ich selbst erst einmal ruhig werden.

Wir setzen uns dann immer in einen Korbstuhl in ihrem Zimmer, ich halte sie wie ein Baby auf dem Arm, wiege sie hin und her und wir sind einfach nur still. Nach und nach merke ich, wie meine Anspannung aus mir weicht und Entspannung und ein Glücksgefühl mich durchströmt.

Es gibt nichts Schöneres als ihr Gesicht zu beobachten, wenn sie langsam ruhiger wird und einschläft. Sie dann im Arm zu haben und zu begreifen, welches Glück ich habe, ein solch wundervolles Kind zu haben, ist meine Zeitblüte. Allein nur an das ruhige und entspannte Gesicht meiner Tochter zu
denken gibt mir Kraft.

Carolin Wagner

Waldesruh!

Wenn möglich, nehme ich mir gerne Zeit, einen mir sehr lieb gewordenen Platz im Wald aufzusuchen. Dieser Platz befindet sich mitten im Wald bei einem schönen Teich.

Den Himmel sieht man umrandet von Bäumen, manchmal scheint die Sonne durch die Bäume und die Sonnenstrahlen fallen auf den Teich, den ich von der nahen Bank überblicke. Es gibt Enten, junge und alte. Es gibt Frösche, Fische, Vögel und Insekten.

Die Ruhe an diesem schönen Ort wird umrandet von Vogelgezwitscher und Geräuschen aus der Ferne. Der kleine Teich ist geschmückt von Seerosen in den Farben gelb und rosa, auf einer kleinen Insel beobachte ich die Entenmütter, die mit ihren Jungen schwimmen gehen. Da – ein Frosch quakt und plötzlich sind es mehrere Frösche.

Ich nehme immer wieder Neues um mich herum wahr, dann schließe ich die Augen und stelle mir alles  vor … Ich genieße es mit meinen Gedanken nur an diesem Ort zu verweilen und vom Alltag abzuschalten!

Und habe ich mal keine Zeit diesen Ort aufzusuchen – kein Problem. Ich suche mir einen ruhigen Platz zu Hause, schließe meine Augen und versetze mich in Gedanken mit meiner Phantasie an meinen Lieblingsort – auch das funktioniert.

Ch. Hunkeler



Kommentare

Diesen Artikel kommentieren

Bitte die Kommentarregeln berücksichtigen. Danke!