Zeitblüten: sieben Süßigkeiten, maximaler Wohlfühlerfolg, Zeit nehmen

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Sieben Süßigkeiten

Jeden Sonntagabend fülle ich mir ein schönes Glas mit sieben „kleinen“ Süßigkeiten. „Klein“ deshalb, weil ich wegen meines Gewichtes auf Süßes möglichst verzichten will, aber es mir nicht komplett verbieten möchte.

Jeden Abend gönne ich mir zwei Minuten (nachdem die Kinder im Bett sind), nehme mir eine der Süßigkeiten aus dem Glas und denke darüber nach, welcher Moment an diesem Tag am schlimmsten für mich war (Streit mit den Kindern, Besprechung ohne Zielerreichung, meine Verärgerung über „nicht geputzte Fußböden“ oder das Auslassen dieser Wut am Partner – um nur ein paar Beispiele zu bringen).

Mit dem Genuss im Mund und etwas Abstand zum Ärgernis, stellt sich dieses plötzlich als nicht mehr so tragisch heraus und es gelingt mir gut, darüber nachzudenken, wie ich mich in Zukunft in solch einer Situation anders/entspannter verhalten kann.

S.W.

Geringer Aufwand und maximaler Wohlfühlerfolg  

Vor ca. zwei Jahren begann ich mit dem Laufen. Nachdem ich jahrelang kaum Sport betrieben hatte, fiel es mir ziemlich schwer, den inneren Schweinehund zu überwinden, die Laufsachen anzuziehen und anzufangen.

Und noch viel schwerer fiel es mir, dann auch dabeizubleiben und nicht aufzugeben, weil der Anfang einfach weh tat und die angebliche “Sucht nach dem Laufen” nicht eintreten wollte.

Heute, in der Rückschau und nachdem ich sogar einen Marathon gelaufen habe, muss ich sagen, dass es eine der besten Entscheidungen meines Lebens war, diesem Sport treu zu bleiben.

Es ist für mich heute die beste Art der Entspannung, das geeignetste Mittel zum Stress-Abbau: in der Natur zu laufen, von Zeit zu Zeit auch mal intensiver für kleine Wettkämpfe zu trainieren, das Gefühl, dem Körper etwas Gutes zu tun. Einfach nur genial und sowas von empfehlenswert. Geringer Aufwand und maximaler Wohlfühlerfolg. Einfach machen!

Roman Spohn

Ich nehme mir die Zeit!

Der Berufsalltag ist meistens sehr stressig und mit drei Schulkindern wird die Zeit außerhalb des Büros auch nicht wirklich ruhiger. Ich habe aber das Glück, wundervolle Kinder zu haben, die mich immer wieder an die wirklich wichtigen Dinge des Lebens erinnern.

An besonders schönen Tagen stehlen wir uns einfach eine Stunde und wir gehen in einen nahe gelegenen Wald, die Kinder bauen bei den Baumwurzeln kleine Häuschen aus Rinden, Zapfen, Farnen usw. – so wie ich es vor fast 30 Jahren schon gemacht habe.

Weiter im Wald haben wir eine kleine Lichtung, mit moosbewachsenem Boden. Da legen wir uns alle hin und beobachten die Wolken, hören den Vögeln zu, hören alle möglichen Geräusche …

Herrlich! Alle Sorgen – egal ob vom Büro oder von der Schule – setzen wir dann auf eine Wolke und schicken sie weg. Nur wenn ich das wem anders erzähle, ärgern mich Kommentare wie „Na, du musst Zeit haben!“.

Ich habe nicht mehr Zeit als andere – ich NEHME sie mir!!!

Regina



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