Zeitblüten: Loslassen, Tür zu, Entspannung

Zeitblüten-Einsendungen:>:

Loslassen

…unser aller großes Thema. Ich weiß es, aber die Umsetzung ist noch mal eine andere Sache. Aber gestern ist mir etwas gelungen und darüber bin ich so glücklich:

Mein Scheidungstermin ist angesetzt und es gab mit meinem Mann noch die Teilung einer Lebensversicherung zu klären. Die Anwälte wollten streiten und mein Mann wollte das auch. Ich habe dann beschlossen: Nein, ich verzichte freiwillig!

Meine Überlegung war: Beeinflusst es mein tägliches Leben, wenn ich dieses Geld nicht habe?

Die Antwort: Wenn ich loslassen kann, dann tut es das nicht! Also lass los.

Nachdem ich das bewusst beschlossen hatte, fiel eine so große Last von mir ab, dass ich so froh bin – so froh!

Hannelore

Tür zu, Tür auf

Ich arbeite zurzeit als Lehrkraft in einer Justizvollzugsanstalt. Um dort in die Schule zu kommen, muss ich durch mehrere Schleusen. Alle funktionieren ferngesteuert nach demselben Prinzip: Die Tür öffnet sich, man tritt ein, die Tür schließt sich, warten, dann geht die nächste Tür auf …

Während manche Kollegen (nach Jahren verständlicherweise) genervt sind von diesem Prozedere, finde ich es ein gutes Bild: Eine Tür geht zu, die nächste öffnet sich … Und es bremst jeden erst mal runter, der in Hektik in die Arbeit starten möchte.

Außerdem ist eine Runde Jogging nie angenehmer, als wenn man gerade aus der Justizvollzugsanstalt kommt und kurz noch mal dran denkt, dass nicht jeder einfach so in die Natur loslaufen kann!

M.L.

Wartezeiten zur Entspannung nutzen

Meine Zeitblüte entsteht, wenn ich warten muss, z. B. an Haltestellen oder in Wartezimmern. Ich praktiziere dann Entspannungsmethoden wie Progressive Muskelrelaxation und Qigong, oder ich umschließe einzelne Finger oder beobachte meinen Atem.

Wenn ich irgendwo länger stehen muss, belaste ich mal den einen Fuß, mal den anderen. Statt mich also über die Warterei zu ärgern oder mal wieder in Frauenzeitschriften zu blättern, mache ich seit einiger Zeit lieber solche Wahrnehmungsübungen und schule mein Gleichgewicht.

Diese Übungen entfalten ihre ganze Wirkung durch die Wiederholung und auf diese Weise kann ich sie am leichtesten in den Alltag integrieren.

Solche Wartezeiten gibt es fast täglich. Und ich spüre sofort, wie sich meine Atmung vertieft und meine Stimmung hebt. Manche Übungen lassen sich unauffällig durchführen, andere sind dagegen deutlich für andere wahrnehmbar. Aber das stört mich nicht. Ich erkläre dann einfach, dass ich gerade eine Qigong-Übung mache.

Livia Grupp

Kinder auf dem Spielplatz

Ich bin Mutter von Zwillingen, welche im Kindergarten sind. Zudem bin ich voll berufstätig, da mein Mann Hausmann ist.

Die erste wunderschöne Zeit am Tag ist das gemeinsame Frühstück mit den Kindern. In dieser Zeit genießen die Kinder die Mama und ich sie.

Für mich ebenfalls entspannend ist, den Kindern auf dem Spielplatz beim Spielen zuzusehen. Ich kann da meinen Gedanken nachhängen oder mich auf das Spiel der Kinder einlassen.

Dies wirkt sehr entspannend auf mich.

Andrea



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