Zeitblüten: Inseln der Einsamkeit

Eingesendete Zeitblüten:

Inseln der Einsamkeit

Meine Zeitblüte sind die Inseln der Einsamkeit.

Nach hektischer und ereignisreicher Zeit sehne ich mich einfach nur nach mir selbst. Ich will nicht mehr das Gefühl haben, fremdbestimmt durch die Tage zu hetzen.

Manche gehen ins Spa oder tauchen anderswo ab – alles auch wunderschön. Aber ich brauche meine vier Wände für mich ganz allein, möchte keine Ordnung halten, keinen Plan einhalten und keine Rücksicht nehmen müssen.

Ich muss Gefühle ausleben, die im Alltag keinen Platz gefunden haben: TrauerAngst, Ratlosigkeit.

Ich schreibe dann Briefe an Menschen, die mir helfen könnten, die aber schon verstorben sind. Ich lese Gedichte von Hermann Hesse, trinke Wein, höre Musik, mache Musik, schreibe Gedichte und Geschichten, spreche mit dem Universum, bitte um Erleuchtung oder um einen Hinweis, selbst auf die Lösung zu kommen und falle morgens ins Bett.

Manchmal habe ich verheulte Augen, sehe aber dennoch klarer!

Und ich habe das Gefühl, meine verstorbenen Freunde und Verwandten und das Universum haben mich gehört und schicken mir in den nächsten Tagen und Wochen verschlüsselte Botschaften zu.

Die Welt ist für mich wieder wie verzaubert:

Plötzlich läuft an mir jemand mit einer Botschaft auf dem T-Shirt vorüber. Die Sprüche des Tages in der U-Bahn scheinen regelrecht mit mir zu kommunizieren. Plötzlich treffe ich Leute, die mich verstehen. Die mir einen Weg zeigen. Die mich auf Dinge ansprechen und Fragen stellen, deren Antworten mir so völlig entfallen waren.

Ich habe einfach sooo sehr die Augen offen, wenn ich mal wieder “in mir” war und habe nicht mehr die Scheuklappen des Alltags auf, weil alles zu viel war/wurde!

Ich LIEBE es, mit mir allein zu sein – ab und an!

PiSo

Zuhören und loslassen

Ich, eine alleinerziehende Mutter, habe aus der Not (Arbeitslosigkeit) heraus eine freiberufliche Tätigkeit in der Beratung und Betreuung von Sozialverbandsmitgliedern gewählt und bin damit meinem inneren Drang gefolgt, Menschen zu helfen, da ich mit viel Empathie und Sozialkompetenz ausgestattet bin.

Ich habe auf mein Herz gehört und bin als Quereinsteigerin mittlerweile in Ausbildung und Weiterbildung, um eine qualifizierte Berufsausbildung zu besitzen und mit vielen Menschen täglich zusammen zu sein.

Es ist sehr anstrengend. Doch es ist mein Ziel, diesen Weg weiterzugehen, da es für mich sehr wohltuend ist, wenn ich diesen Menschen zuhören und das Gefühl gebe, für sie da zu sein.

So kann ich meine eigene Geschichte – wenigstens zeitweise – vergessen und zu meinem Erstaunen erleichtert es den Alltag.

Ich gehe oft müde und ausgelaugt nach Hause, aber ich sehe mich und mein Leben dann mit anderen Augen.

Roswitha S.

Bewegung und Natur

Zum Entspannen vom Alltag fahre ich gerne mit dem Rad durch unseren nahe gelegenen Wald. Beim Hineinfahren in den Wald ist das satte Grün für die Augen schon mal sehr beruhigend. Dann kommt der angenehme Duft der Jahreszeit dazu, den man tief einatmen muss.

Und zu guter Letzt zwitschern mir die Vögel noch muntere Lieder zu, woran ich mich sich sehr erfreue. Also mit allen Sinnen die Natur erleben und dabei auch noch Bewegung machen. Das ist für mich Entspannung pur. Und ich freue mich, dass so oft wie möglich genießen zu können.

Anita



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