Zeitblüten: eine Welt voller Geschenke

Eine Welt voller Geschenke

Meine Zeitblüte: Im Wald, geduldig den Käfer beim Krabbeln betrachtend – mein dreijähriger Sohn. Ich?

Ich stehe dabei… ahne, wie voll von Geschenken in seinen Augen die Welt ist und danke in dem Moment, dass er mir dies zeigt.

Bernd

Sich im Rauschen verlieren…

Wir haben hier einen sehr schönen, gepflegten kleinen Stadtpark, mit alten, großen Bäumen, vielen Wildblumen, Wanderwege, kleinem See, es wimmelt von Vögeln und Insekten.

Und mittendrin findet man eine Saline, also eine große Bretterwand mit daran befestigten Reisigen, über die von oben herab Salzwasser in unendlich vielen kleinen und kleinsten Strömen herunterfließt. So wird das salzschwangere Wasser sehr fein zerstäubt und an die umgebende Luft abgegeben. Das Inhalieren ist sehr gesund für Lunge und Atemwege.

Ich setze mich auf eine der Parkbanken davor, schließe die Augen und konzentriere mich auf das laute, geradezu aufdringliche Rauschen. So vergesse ich sehr schnell alles um mich herum und alle Sorgen und Lasten fallen von mir ab.

Peu à peu gewöhnt sich das Ohr an diesen Geräuschteppich und zunehmend dringen andere Geräusche ans Ohr, leicht zu identifizieren als Vogelgezwitscher, Hummelsummen, Kindergeschrei von einem entfernten Spielplatz, Windpfeifen, bellende Hunde im Park, Gesprächsfetzen von Passanten usw.

Nach geraumer Zeit bemerke ich dann auch wechselnde Düfte, durch den dominierenden Salzwassergeruch hindurch riecht es abwechslungsreich nach verschiedensten Blumen und Naturgerüchen.

In dieser sehr intensiven Geräusch- und Geruchswelt fühle ich mich sehr wohl, das Ausschalten insbesondere des optischen Sinns, erlaubt eine sehr klare Wahrnehmung auch feiner Nuancen, anstrengungslos, fast meditativ. Von dieser Entspannung profitiere ich ungemein und oft klären sich im Rest des Tages “unlösbar” scheinende Probleme durch eine neu erlangte Gelassenheit und Klarheit im Denken. Allzu oft ist mir diese Gelegenheit leider nicht vergönnt.

Aber: Wird mir der Stress in meinem Beruf einmal deutlich zu groß, setze ich mich, wenn möglich, in meinem Büro in einen bequemen Sessel, schließe die Augen und bilde mir ein, genau dort zu sitzen und es funktioniert: Ich höre das Rauschen, die Vögel…

C.M.

Durch Blumenfelder hin zum See

Ich nehme mehrere tiefe Atemzüge und gehe in die Entspannung. Dann stelle ich mir vor, ich sitze in meinem Garten auf einer Rosenbank, über mir wachsen die Rosen, ich nehme ihren Duft wahr – und vor mir öffnet sich ein Weg in die Unendlichkeit. Ein Weg, der durch viele Blumenfelder hin zu einem See führt, an dem ein Boot liegt.

Ich kann dieses Boot besteigen, über eine unter mir wachsende Tulpe auf eine Insel herabsehen und dorthin herabrutschen. Oder ich werde klein, steige auf einen Adler und fliege mit ihm über die Insel, verliere mich im Schauen, bin einfach mal weg…

Wenn ich keine Ablenkung habe, gelingen mir solche Phantasiereisen öfter. Ich freue mich dann immer wieder, wenn ich eine solche Erfahrung mache. Es lohnt sich, Phantasiereisen zu gestalten oder auszuprobieren.

Matthias

Barfuß laufen

Meine Zeitblüte ist das Barfußlaufen. Der Kontakt und das bewusste Erfühlen von verschiedenen Untergründen hilft mir, mich ganz auf mich selbst zu konzentrieren und alles “Unwichtige” auszublenden. Besonders schön ist es, an einem warmen Sommermorgen über das noch feuchte Gras zu laufen.

Diese Zeitblüte baue ich oft auf dem Weg zur Arbeit ein. Einfach mal kurz die Schuhe aus und eine Abkürzung über eine Wiese nehmen…

Daniela

Hier geht’s zu den weiteren Zeitblüten-Einsendungen.



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