Zeitblüten: Mit dem Motorrad / Der See / Entspannung und Achtsamkeit

Zeitblüten-Einsendungen:

Mit dem Motorrad in den Alpen unterwegs

Im Sommer zieht es mich oft in die Alpen. Es ist ein Hochgefühl, mit dem Motorrad die Landschaften zu durchqueren und die Passstraßen hochzuschlängeln.

Beschleunigen, Fahrtwind, Abbremsen, in die Kurven legen. Die Kräfte, die Dynamik, der Schwung, die Bewegungen, das Zusammenspiel von Mensch und Maschine: Das ist für mich wie eine Melodie.

Nach jeder Kurve eröffnen sich neue Aussichten, Ansichten, Berggipfel, Seen, Wälder, Dörfer, Wiesen. Eine Verschnaufpause zuoberst auf dem Pass mit Blick auf die Täler. Das Entspannen, Ausruhen, Austauschen von Erlebnissen mit Bei- und Mitfahrern. Helm anziehen, und weiter.

Yannick Bonvin

Der See

Ich bin zurzeit krankgeschrieben, da ich vor ein paar Wochen einen totalen Nervenzusammenbruch hatte. Der Grund: Es gab keine Zeitblüte für mich. Ich bin nun auf dem Weg, wieder zu mir zu finden und habe dabei eine wunderbare Zeitblüte entdeckt:

Bei uns direkt um die Ecke ist ein schöner See. Das alleine empfinde ich als großes Glück. Um ihn führt ein wunderbarer Weg. Dabei kann ich ganz bewusst die Natur wahrnehmen.

Aber das Schönste ist, wenn ich mich auf die Wiese lege und in den Himmel gucke, die Wolken betrachte, wie sie in Ruhe davonziehen, den Blättern lausche, die Vögel zwitschern höre und die Enten auf dem See schnattern.

So sieht die Welt ganz anders aus und ich kann aus dem hektischen Alltag entfliehen. Auch einfach auf das Wasser zu schauen und die Stille und Ruhe des Sees wahrzunehmen ist wie eine Erlösung. Wenn mir dann noch der Wind um die Nase bläst, dann ist mein Kopf wieder frei.

Miriam

Einfach SEIN!

Um mich abends vom Tag zu entspannen, packe ich meist meine Nordic Walking-Stöcke und wandere über eine Hochfläche nahe meines Wohnortes.

Mit allen Sinnen sein: grandiose Wolkenformationen am Himmel, der jahreszeitliche Wechsel in der Vegetation, im Duft der Natur, der Frieden, höchstens von Vögeln oder Grillenzirpen unterbrochen … was für ein Reichtum, was für ein Glück, einfach zu SEIN!

Tom

Entspannung und Achtsamkeit

Neulich auf dem Weg zum Flughafen: Stau auf der Autobahn, schwerer Verkehrsunfall, Vollsperrung. Mit jeder Minute, die verrann, stieg meine Hilflosigkeit. „Wenn es so weiter geht, werde ich meinen Flieger verpassen.“

Da fiel mir ein, was ich in einem 6-wöchigen Klinikaufenthalt täglich praktiziert habe: Achtsamkeits- und Entspannungsübungen. Ich entschied mich zu einer „Progressiven Muskelrelaxation“ und war ca. 20 Minuten völlig in mich gekehrt.

Nachdem ich wieder zurück in der wirklichen Welt war, konnte ich mich nicht einmal mehr über den verpassten Flug ärgern.

Da war sie wieder: die Erkenntnis, dass Dinge oder Situationen, die ich selbst nicht ändern kann, es nicht wert sind, mich darüber aufzuregen oder mich in Hektik verfallen zu lassen.

Eine gesunde Mischung aus Achtsamkeit und Gelassenheit bringt mich persönlich immer wieder auf den Boden der Tatsachen zurück.

Mathias Schneider



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