Zeitblüten: In der großen Welt des Mikrokosmos …

Von Lesern eingesendete Zeitblüten:

In der großen Welt des Mikrokosmos

Während meiner Rehabilitation nach einem Herzinfarkt zog der Frühling von heute auf morgen mit wärmenden Sonnenstrahlen ein. Ich hatte einen behandlungsfreien Tag und entschloss mich zu einem Spaziergang.

Ich marschierte quer durch Wiesen und musste innehalten: Wie lange war es her, dass ich inmitten einer Wiese stand?

Blumen blühten um mich herum. Ich setzte mich hin und sah mich um, scheinbar mit Zoom, denn ich erkannte all die kleinen Schönheiten in der Wiese, die Vielfalt der Pflanzen, Insekten und Kriechtiere – hier war das Leben voll im Gange und ich mittendrin in dieser großen Welt des Mikrokosmos.

Erst nach zwei Stunden merkte ich, wie lange ich da schon saß und all das beobachtete. Ein unglaubliches Gefühl der Zufriedenheit durchströmte mich. Erinnerungen wurden wach. Auch als Kind habe ich ganze Nachmittage damit verbracht, die Natur zu beobachten.

Mein „neues“ Leben begann nun dort, wo es vor Jahrzehnten zu verblassen begann.

Magnus

Aufblühen

Meine Zeitblüten finde ich im Frühling, wenn all die Blumen, Bäume, Sträucher und Gräser erwachen. Ihr zartes Grün oder auch ihre leuchtenden Blüten motivieren mich und lassen mich ebenfalls aufblühen. Die Natur macht es mir Jahr für Jahr vor.

Nun kann ich mich nicht stets erneuern, denn meine Falten werden nicht weniger, aber es sind in erster Linie Lachfalten für mich, da ich gern und oft lache und mein Leben mit meinem Mann Tag für Tag genieße.

Katrin

Eine gut investierte Zeit am Morgen

Morgens eine Stunde früher aufstehen, im Wintergarten bei einer Tasse Kaffee sitzen und in die Natur hinausschauen – das ist meine Zeitblüte.

Den Wolken beim Vorbeiziehen zuschauen und staunen, wie das Rapsfeld immer gelber wird, die Elstern bei ihren Diskussionen beobachten und einfach den Tag entspannt beginnen – keine verlorene Zeit, sondern gut investierte!

Birgit



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