Zeitblüte: Als würden die Töne meine Seele liebkosen

Meine Zeitblüte hat einen etwas komplizierten Anfang und ein ganz einfaches Ende:

Zwei meiner Freundinnen, die eine kann sehr gut Didgeridoo spielen, gibt sogar Unterricht und die andere möchte es gerne lernen. Diejenige, die dieses Instrument beherrscht, wohnt sehr weit weg und die andere in der Nähe von mir.

Bei einem Besuch beider Freundinnen haben wir uns zum gemeinsamen Musizieren Zeit genommen. Ich war neugierig und wollte versuchen, ob ich die Zirkularatmung hinbekomme, die für dieses Instrument notwendig ist. Nach einigen Schwierigkeiten und viel Ausprobieren habe ich es geschafft – nur leider meine lernende Freundin nicht.

Zur Motivation und Unterstützung wollte ich zusammen mit ihr jede Woche etwas üben – ihr Terminplan war dagegen. So setzte ich mich ab und zu alleine zum Üben hin. Nach einem Telefonat mit der lehrenden Freundin ließ ich mich dazu ermutigen, etwas regelmäßiger zu spielen.

Didgeridoo war nicht mein Wunschinstrument, ich wollte immer Harfe lernen – es ist aber zu MEINEM Instrument geworden, dem ich einen fixen Platz in meinem Alltag einräume! Jeden Morgen, nachdem die Kinder zur Schule gegangen sind, habe ich eine Viertelstunde Zeit, bevor ich zur Arbeit muss.

Diese Viertelstunde gehört dem Didgeridoo und mir. Ich setze mich hin, vergesse Zeit und Raum und versuche diesem Instrument zumindest etwas an Melodie und Rhythmus zu entlocken, was mir einiges an Konzentration für die Technik abverlangt. Manchmal klingt es bestimmt sehr schräg, aber das stört mich nicht. Denn das Spielen fühlt sich so an, als würden die Töne meine Seele liebkosen.

So blüht an jedem Tag diese Zeit für mich und ich fühle mich nach dem Didgeridoo-Spiel sehr ausgeglichen und dennoch voller Energie – startklar für einen weiteren erfolgreichen Tag!

Mirjam

Hier geht’s zu den weiteren Zeitblüten-Einsendungen.



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