Zeitblüte: mein See, ein kleiner Zaubertrick

Zeitblüten-Einsendungen:

Mein See

Ich habe das große Glück, an einem See zu wohnen. Er ist jeden Tag anders und äußerst meditativ.

Da ist zum einen das Wasser, unser wichtigstes Lebenselixier. Dann funkelt und glänzt er in der Sonne wie tausend Diamanten. Und er spiegelt auch die herbstlichen Farbtöne der Uferlandschaft tief hinein in meine Seele.

Er rauscht und plätschert mir wundervolle Melodien von Unendlichkeit, schenkt mir immer wieder neue, kreative Formen.

Mein See ist eine tägliche Quelle von Freude und Schönheit. Ein treuer Freund mit einem Hauch voll Ewigkeit. Er war schon da, als ich erst in den Gedanken meiner liebevollen Eltern existierte. Und er wird weiter Menschen erfreuen, wenn ich längst gegangen bin. Meine Zeitblüte ist mein See:

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Peter Kofmehl aus Unterägeri (Schweiz)

Mit dem Pferd durch die Wälder

Meine persönliche Zeitblüte ist stundenlang mit meinem Pferd durch die Wälder zu spazieren oder mit ihm richtig Gas zu geben.

Nicht nur, weil ich dann Natur erleben und genießen darf, die Vögel singen höre und so viele Dinge mehr, sondern auch noch ein “Tagebuch” habe. Sie hört mir immer zu, wenn ich lache, motze oder weine. Kira hat die Ruhe weg und tröstet mich mit ihrer Zuneigung und ihrem Vertrauen zu mir – und ich hoffe, dass ist auch umgekehrt so :-)

Doris

Ein kleiner Zaubertrick mit Wirkung

Ein richtiges Highlight ist für mich, wenn ich Kindern (oder Erwachsenen) einen kleinen Zaubertrick vorführe, z. B. einen Gummiring-Trick. Ich habe immer zwei Gummiringe dabei, die haben mir schon manche Situation in eine Zeitblüte verwandelt:

Letzte Woche fuhr ich abends in einer S-Bahn, als zwei schmuddelige Typen mit Bierdosen, Alkfahne und lautem Handygetöse einstiegen. Ich sagte zu meinen Kindern, die mit mir mitfuhren: “Und jetzt passt mal auf!” Normalerweise sollte man zu denen sagen: “Hey, geht’s noch, das ist rücksichtslos und verboten, schaltet den Krach aus!” Aber diesmal ging es anders.

Ich fragte einen der beiden, ob er nicht den Basslautsprecher aufdrehen könnte, weil das Handy mit seinen Höhen nur bescheiden klingt. Da stellte sich heraus, beide verstehen meine Sprache nicht. Nach viel Zeichensprache und activity-ähnlichem Gefuchtel (um Basslautsprecher darzustellen) gab er mir sein Handy, offenbar damit ich es umstelle.

Ich drückte herum, bis es endlich aus war und habe sofort meine zwei Gummiringe gezückt und als Ersatz für das stillgelegte Handy meinen Trick vorgeführt.

Der Knabe war total sprachlos und bot mir sofort eine frische Dose Bier an (er hatte eine ganze Tasche voll mit!!!). Ich lehnte dankend ab und wusste: Das gibt noch Spaß bis Schwechat!

Er wollte den Trick immer wieder sehen, versuchte ihn selber, scheiterte, lachte… und schließlich mussten die zwei aussteigen, nicht ohne große Verabschiedung und Winken noch vom Bahnsteig!

Ich werde ab sofort IMMER Gummiringe mithaben – es tut aber jeder kleine Zaubertrick. Ich fand das eine geniale Art, sich nicht ärgern zu lassen. Und apropos Musik, noch eine musikalische Zeitblüte:

Besonders beim Autofahren, aber auch zu Hause, das Lied RADIO von den Wise Guys. Da muss man einfach mitsingen, wahlweise den Text oder das Aaaaaaahhhhhhh des Background-Chors. Das hatte ich eines Morgens auf CD im Auto, als ich nach Südosten fuhr, und da kam genau kitschig die Sonne durch den Nebel raus bei der Zeile “wir fahren durch den Sommerregen der Sonne entgegen”. Herrlich!

Mag. Andrea Klein    



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