Zeitblüte: Unsere „Kopf-Kurzurlaub“-Pinnwand

Zeitblüten-Einsendungen:

Unsere „Kopf-Kurzurlaub“-Pinnwand

Ich fotografiere leidenschaftlich gerne und habe meine Digicam immer dabei. Aber was passiert meist mit den vielen tollen Aufnahmen, die oftmals wunderschöne Augenblicke festgehalten haben? Sie „verschimmeln“ auf Festplatten und Datensicherungsmedien.

Daher habe ich mir vor einem Jahr zwei recht große Pinnwände (140 x 90 cm) aus Bilderrahmen und Korkplatten selbst gebaut und mit meiner Frau die Fotos aus unseren Urlauben und sonstigen schönen gemeinsamen Erlebnissen durchforstet. Etwa 230 Fotos haben wir entwickeln lassen und gemeinsam auf die Pinnwände verteilt und im Wohnzimmer am Esstisch aufgehängt.

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Jedes Foto hat natürlich seine eigene lustige, ergreifende, faszinierende, teils verrückte und glückliche Geschichte, die präsent ist.

Immer wenn wir mal „nicht gut drauf sind“, nehmen wir uns die Zeit, die Bilder zu betrachten und die Geschichten nachzuvollziehen. Wir sprechen auch darüber.

Erst in den letzen Wochen habe ich erkannt, dass es zu einer unserer Zeitblüten geworden ist: Immer wieder gemeinsamer „Kopf-Kurzurlaub“ für ein paar Minuten, der froh, stolz und dankbar macht, dass wir beide uns haben und was wir für schöne Dinge schon erreicht haben und zusammen erleben durften.

Was soll ich Ihnen sagen? Die dritte Pinnwand, die die erste im Wohnraum ablösen wird, ist schon in der Planung.

Guido Jäger

Mein täglicher Spaziergang

Meine Zeitblüte ist mein täglicher Spaziergang mit meinem Hund. Ich nutze diese Zeit, um gedanklich zur Ruhe zu kommen und ohne äußere Einflüsse über verschiedene Dinge nachzudenken, während ich in Bewegung bin.

Es ist gut, dass ich durch meinen Hund bei jedem Wetter hinausgehen muss. Was ansonsten teilweise eine große Überwindung des inneren Schweinehundes bedeuten würde, ist dadurch zur Selbstverständlichkeit geworden.

Sobald ich draußen – sogar bei Regen oder Schneefall – einige Schritte gegangen bin, merke ich, wie gut mir die frische Luft und das Schlendern alleine mit meinem Hund, mit mir und meinen Gedanken tut.

Er kommt dadurch auf seine Rechnung, ich kann loslassen und mache automatisch die Bewegung, die ich brauche.

Monika



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