Zeitblüte: meine Katzen

In einem schweren Lebensabschnitt, als meine Mutter im Sterben lag, war es unsere Katze, die sich mitfühlend an mich ran schmiegte und mir Trost spendete.

Sie wusste genau, dass es mir schlecht ging, dass ich über den Tod nachdachte und hat es auf wunderbare Weise geschafft, mich zu trösten.

Sie war einfach da und wusste genau, was ich brauchte. Kurze Zeit später war sie todkrank und ich streichelte sie, bis sie im Katzenparadies angekommen war, konnte ihr also etwas zurückgeben, ohne dass sie es gefordert hatte.

Es braucht doch so wenig, um sich geborgen zu fühlen, Katzen haben da wohl doch Antennen, die diese Schwingungen unverfälscht wahrnehmen, wir können von ihnen lernen.

Nun haben wir eine neue Katze und auch sie kann sich in meine, unsere Gefühle wunderbar einfühlen, ist einfach nur da, wenn sie gebraucht wird. Wir Menschen sollten uns doch mehr auf diesen Urinstinkt besinnen.

Es tut so gut, wenn jemand für einen da ist, unaufdringlich und sensibel.

Ute Fritzsch

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