Zeitblüte: Gedichte schreiben

Zeitblüte von der Autorin Ines Wegener:

Für viele Menschen ist es ein Grundbedürfnis, sich sportlich oder künstlerisch zu betätigen.

Nicht jeder kann sein Hobby, sein Talent, seine Leidenschaft zum Beruf machen – und noch weniger möglich ist es oft, damit seinen Lebensunterhalt zu verdienen.

Was man aber tun kann, ist, sich eine „Zeitblüte“ zu verschaffen, die in meinem Fall ab und zu blühen darf, wenn ich ein Gedicht oder eine Geschichte schreibe. Darin verarbeite ich Erlebnisse, Erfahrungen, Befindlichkeiten und Fantasien.

Einige meiner Gedichte habe ich in dem kleinen Lyrikband  „Ich mag, was Du sagst“ (Amazon) herausgebracht.

Manchmal ist es eine „große Kunst“, die Dinge einfach so zu lassen, wie sie sind.

Vielleicht nehmen Sie sich die Zeit und können die Zeilen einfach auf sich wirken lassen – hier zwei Auszüge:


Worte …

Ach, ihr

kleinen,

großen,

kurzen,

langen,

unbedachten,

überlegten,

verschwiegenen,

geschriebenen,

verschmähten –

Geliebte Helfer und Retter.

Höfliche Bettler und Boten.

Gesucht und gesammelt,

Zeitweise verboten,

Ach, ihr Worte,

Ihr Schwestern der Noten.


Augenblicke

Augenblicke passieren,

Wie Tangenten sich kurz berühren:

Zwei Seelen auf der Wanderung,

die eine noch nicht alt,

die andere nicht mehr so jung…

Ich hab mich nicht in dir,

Du dich sehr wohl in mir geirrt…

Verletzlich ist die Liebe,

Vergnüglich ist der Flirt,

Vergänglich vielleicht beides,

Verzichten wir auf keines.

Texte: Ines Wegener
Fotografien: Holger Spiering



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