Zeitblüte: Erinnerungen, die mir niemand nehmen kann

Eingesendete Zeitblüte:

Ich bin jetzt – leider – schon 57 Jahre alt und sitze nach einem schweren Unfall seit ca. acht Jahren im Rollstuhl.

Als ich jung war, machte ich schön brav die Schule und dann eine Lehre als Versicherungskaufmann. Das Thema interessierte mich, also machte ich erst meinen Versicherungsfachwirt, um mich dann als unabhängiger Versicherungsmakler selbstständig zu machen. Nach kurzer Zeit hatte ich ein eigenes Büro, zwei Sekretärinnen und fünf selbstständige Mitarbeiter.

Da ich morgens der Erste und abends meist der Letzte war (gerne auch mal bis nach Mitternacht), hatte ich Erfolg und es ging mir damals finanziell viele Jahre sehr gut. Ich konnte mir alles leisten, z. B. drei hochwertige Autos (Porsche Carrera Cabrio, BMW 7er und einen BMW 528i Touring zum Einkaufen für meine Frau …).

Ich hausierte wirklich nicht mit meinem Geld, sondern ich hatte es, und leistete mir und meiner Familie einen gewissen Luxus … für uns! … nicht für andere Menschen.

Was ich mir damals nicht nehmen ließ, waren zwei, drei längere und immer sehr weit entfernte Urlaubsaufenthalte. Destinationen, deren Schönheit ich genoss (Guadeloupe, Bora Bora, Hawaii, Seychellen usw.).

Und heute sitze ich im Rollstuhl … aber was mir niemand nehmen kann, sind die wunderschönen Erinnerungen an diese Zeit!

Bernd

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Kommentare

  • Gerhard Kähler

    Was mich an solchen Statemants – tolle Erinnnerungen an außergwöhnliche Erlebnisse = viel Geld und entfernte Reiseziele als Ergebniss des Geldes – immer wieder verunsichert und auch etwas verärgert, ist der von mir wahrgenommene Umstand, dass nur Geld diese “kostbaren” Erinnerungen ermöglicht. Ergo “wenig Geld = wenig kostbare und glücklich machende Erinnerungen”, oder?

    Gerhard Kähler antworten

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