Zeitblüte: Ein Leben ohne Hunde ist möglich, aber es lohnt sich nicht …

Von Lesern eingesendete Zeitblüten:

Schon seit vielen Jahren habe ich immer mindestens zwei Hunde bei mir beherbergt und das Leben mit ihnen genossen. Aber es brauchte erst den Absturz in die Depression und einen Klinikaufenthalt, um sie so wirklich achtsam wahrzunehmen und die Zeitblüten zu erkennen, die sie mir in jedem bewusst wahrgenommenen Augenblick zusenden.

Ein Blick aus Roccos oder Jamies treuen braunen Augen, ein schelmischer oder beinahe schon ironischer Blick aus Fleckies blauen Augen (eine Nebenerscheinung seiner weißen Farbe und der daraus resultierenden Taubheit) erzeugen je nachdem eine innere Wärme oder echte Belustigung, in jedem Fall aber volle Begeisterung.

Das Bild meines rennenden Jamies – oft gefolgt von einem oder beiden „Mitbewohnern“ – über die Wiesen und Felder im Odenwald beim Morgenspaziergang, ist von einer nahezu unglaublichen Ästhetik und Harmonie.

In stressigen, langweiligen oder sonst schwierigen Situationen schließe ich kurz die Augen und rufe mir diesen Moment wieder ins Bewusstsein. Die Unbeschwertheit, die Schönheit und auch die wunderschöne Stimmung helfen wunderbar gegen solche „Demotivatoren“.

Und für ganz miese Momente gibt es als Exit-Strategie ja auch noch das Smartphone, wo unsere drei Hübschen (und ihre VorgängerInnen) fotografisch verewigt fast jederzeit bei mir sein können.

Alles in allem gilt für mich das abgewandelte Motto von Loriot: Ein Leben ohne Hunde ist möglich, aber es lohnt sich nicht.

Ulrich



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