Zeitblüte: Barfuß auf dem Heimweg

Letztes Jahr im Sommer habe ich auf dem Heimweg von der Arbeit mein Auto ein paar Straßen entfernt von unserer Wohnung geparkt. Die Sonne schien, es war trocken. Ich habe bewusst so weit entfernt geparkt. Dadurch war ich gezwungen, den letzten Kilometer zu Fuß zu gehen. Ich habe dies aber barfuß gemacht. Habe einfach Schuhe und Socken ausgezogen und bin losgegangen.

Durch den teilweise „gefährlichen Untergrund“ in der Stadt (Glasscherben, kleine spitze Steine, Kanten, Ecken, Abfall etc.) war ich sofort gezwungen, sehr konzentriert zu gehen. Man darf sich keine Unachtsamkeit erlauben!

Doch dieses Gehen war nicht anstrengend, ganz im Gegenteil: Durch die extreme Konzentration auf den nächsten Schritt kam ich nicht zum Denken an irgendetwas anderes. Eine SEHR befreiende Erfahrung!

Ich kann nur jedem empfehlen, diesen Selbstversuch zu wagen, wenn es das Wetter und die Zeit zulässt. Das Beste: Die Leute, denen man begegnet, werden meistens eher neugierig und interessiert reagieren, als den Kopf zu schütteln. So ergibt sich vielleicht auch der ein oder andere spannende Kontakt zu einem vorher unbekannten Mitmenschen… Probieren Sie es mal aus!

Christian Benedict

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