Je älter, desto kostbarer die Zeit

Heute eine kurze Geschichte, die mir mir neulich unterkam:

Im Wartezimmer des Arztes saßen dicht gedrängt mehrere Menschen. Ein älterer Herr stand nach einer Weile auf und ging zur Sprechstundenhilfe:

Entschuldigung!” , sagte er freundlich. “Ich hatte einen Termin um 10 Uhr. Jetzt ist es fast 11 Uhr. Ich möchte nicht länger warten. Bitte geben Sie mir einen neuen Termin.”

Im Sprechzimmer wurde getuschelt. Eine Frau sagte zu einer anderen:

“Der ist doch bestimmt schon 80 – was kann der wohl noch so Dringendes vorhaben, dass er nicht warten kann?”

Der Mann hörte die Bemerkung und drehte sich um. Er verbeugte sich vor der Dame und sagte:

“Ich bin siebenundachtzig Jahre alt. Und genau deswegen kann ich es mir nicht leisten, auch nur eine Minute der kostbaren Zeit zu vergeuden, die mir noch bleibt.”

Diese Geschichte erinnert mich auch an ein Gespräch mit einer Bekannten. Sie arbeitet in einem Sterbehospiz. Sie begleitet also (unheilbar kranke) Menschen auf ihren letzten Weg.

Diese Bekannte erzählte mir, dass die meisten dieser Menschen kurz vor ihrem Lebensende sich immer wieder die gleichen Fragen stellen.

Und es ist nicht die Frage – so wie ich vermutet hatte –, was nach dem Tod kommt, sondern jene, was sie aus ihrem Leben gemacht haben, aus ihren Träumen, was sie hinterlassen werden (nicht auf das Materielle bezogen).

Diese Tatsache hat mich doch etwas erstaunt und nachdenklich gemacht.

Deshalb: Nutzen Sie möglichst viel Ihrer kostbaren Zeit für die Erfüllung Ihrer Wünsche und Träume.

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