Umfrage: Das Smartphone – für Sie Fluch oder Segen?

Das Handy/Smartphone ist für die meisten mittlerweile zu einem ständigen Begleiter geworden. Die mobile Internetnutzung ist damit – zumindest in vielen Gebieten – kein Problem mehr. Die Smartphones sind heute schon kleine Alleskönner und die Nutzungsmöglichkeiten werden auch weiter zunehmen.

Nun verhält es sich mit dem Smartphone wie mit den meisten technologischen Errungenschaften, die häufig auch die Gesellschaft verändern: Für die einen sind sie ein  Fluch, für die anderen ein Segen – das war/ist mit dem Fernseher so, mit dem Internet, …

Dabei kommt es meiner Meinung nach immer auf die Nutzung selbst an.

Ein unreflektierter Umgang z. B. mit einem Gerät kann sowohl zur eigenen Belastung führen als auch die Menschen im (persönlichen) Umfeld stören.

Wie empfinden Sie die Smartphones bzw. deren Nutzung? Als belastend oder praktisch? Dazu die folgende Umfrage, welche sich primär auf die private Nutzung beziehen soll.

Umfrage


(Diese erste Frage habe ich auf Wunsch nachträglich ergänzt – s. Kommentar unten.) 

Besitzen Sie ein Handy oder ein Smartphone?

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Sind Sie über Ihr Smartphone in der Regel permanent erreichbar?

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Fällt es Ihnen schwer, mind. einen Tag auf das Smartphone zu verzichten?

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Empfinden Sie die Möglichkeit der permanenten Erreichbarkeit mittels Smartphone als belastend oder praktisch?

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Was stört Sie an der Smartphone-Nutzung bei anderen am meisten? (Mehrfachauswahl möglich. Gerne können Sie weitere Punkte in den Kommentaren nennen.)

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Was schätzen Sie an den Möglichkeiten durch das Smartphone am meisten? (Mehrfachauswahl möglich)

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Zum Weiterlesen:



Kommentare

  • Klöß

    Ich bin Smartphoneverweigerer und telefoniere auch dienstlich nur mit einem einfachen Handy und habe den Internetzugang gesperrt.

    Klöß antworten
    • Heike

      So mache ich es auch. Meine Umwelt sagt mir zwar, ich bräuchte unbedingt ein Smartphone, aber mit meinem einfachen Handy fühle ich mich wohler, freier + weniger überwacht.

      E-Mails habe ich früher rund um die Uhr abgerufen, heute nur noch alle 2-3 Wochen und es geht mir viel besser! Übrigens nehme ich mir jetzt auch mehr Zeit für die Beantwortung meiner Mails.

      Heike antworten
  • Volker Garrecht

    Zu der Frage: “Was stört Sie an der Smartphone-Nutzung bei anderen am meisten?”
    Wenn man in einem Restaurant sitzt und fast jeder auf sein Smartphone starrt, anstatt ein nettes Gespräch miteinander zu führen.

    Volker Garrecht antworten
  • Kathrin

    Das Smartphone hilft mir, wenn ich müde nach einem langen Arbeitstag nach Hause komme und dann noch schnell im Bett (liegend) Emails abrufen und Nachrichten im Internet lesen kann. Dann muss ich mich nicht (schon wieder) an den Schreibtisch setzen, denn das mache ich berufsbedingt den ganzen Tag.

    Besonders schätze ich an meinem Smartphone den Flugzeugmodus, der mir erlaubt, mit WLAN online zu sein, aber unerreichbar über das Mobilfunknetz. Da hat man seine Ruhe und kann trotzdem im Internet noch gemütlich etwas lesen.

    Mobiles Internet nutze ich nicht, da man in meinen Augen keine Flatrate braucht, es gibt schon einige Orte mit kostenlos-öffentlichem WLAN, die man unterwegs nutzen kann.

    Ich denke, das Smartphone hat gute und schlechte Seiten. Wenn man für sich selbst die Vorteile herauszieht, dann ist es eine gute Sache … oder dann eben halt keines anschaffen, wenn man es nicht möchte. ;-)

    Kathrin antworten
  • Michael Koch

    Wie schon öfter erwähnt, hat es positive und negative Seiten – für mich überwiegen die positiven Seiten, denn einfach nicht abzuheben steht jedem frei!

    Für Organisatorisches oder zur Informationssammlung sind die Smartphones zu einem wertvollen Werkzeug im beruflichen und privaten Alltag geworden.

    Ich habe mich bewusst auch für ein privates Handy (Privatnummer weiß keiner im Büro) entschieden, um Privates und Berufliches trennen zu können – im Urlaub schaue ich doch, wenn es mir möglich ist, 2-3 mal auf das Dienst-Smartphone und bei wirklich dringlichen Sachen (kommen eigentlich nie vor) würde ich zurückrufen, aber grundsätzlich bin ich, wenn ich es nicht möchte, auch nicht erreichbar –> diesen Luxus nehme ich mir!

    Michael Koch antworten
  • Christina

    Eine entscheidende Frage fehlt:

    “Besitzen Sie ein Handy/Smartphone?”

    Dass diese Frage fehlt, macht ja schon deutlich, wie “selbstverständlich” ein Handy heutzutage geworden ist.

    Dennoch gibt es, wenn auch nur wenige, “Handyverweigerer”. Ich wüsste gern, wie viele das wohl sein mögen und bitte um Aufnahme dieser Frage. :-)

    Christina

    Christina antworten
    • Sie haben recht, das ist durchaus eine interessante Frage!

      Da sich die Fragen aber primär an Smartphonebesitzer richten, hatte ich sie nicht berücksichtigt. Nun habe ich sie als erste Frage ergänzt – wie gewünscht. :-)

      Burkhard Heidenberger antworten
  • Matthias

    Es sind nicht die Geräte, die ein Problem darstellen, es ist die Art, wie wir sie bewerten und mit ihnen umgehen.

    So hat jedes Gerät die Möglichkeit, es abzuschalten. Ob wir das tun, liegt nun mal an jedem selbst. Auch ich muss berufsbedingt ein Handy nutzen. Ich schätze die gestiegene persönliche Freiheit, weil ich nicht mehr zu Hause sitzen muss. Vielleicht gerade deshalb schalte ich mein Handy oft stumm oder schalte es ab, wenn es der Job erlaubt.

    Später kann ich immer noch schauen, wer angerufen hat und entscheiden, ob ich zurückrufe. Auch whatsapp ist eine gute Möglichkeit, Informationen auszutauschen, aber ich muss nicht zwingend und immer und auf alles sofort oder überhaupt reagieren.

    Diese Entscheidung treffen zu können, unterscheidet uns von anderen Lebewesen.

    Es sind nicht wirklich die Geräte, die schlimm sind. ;-)

    An der Stelle mal besten Dank für viele schöne Minuten mit Zeitblüten!

    Matthias antworten
    • Matthias, vielen Dank für die netten Worte zu den Zeitblüten – freut mich sehr!

      Und ja, da bin ich ganz bei Ihnen: Wie auch oben geschrieben, kommt es immer auf die die persönliche Nutzung bzw. den Umgang mit den Geräten an.

      Burkhard Heidenberger antworten
  • Eigentlich konnte ich die Umfrage noch gar nicht richtig mitmachen, da ich kaum Erfahrungswerte habe. Mein Smartphone ist funkelnagelneu und nun bin ich damit erst mal in Urlaub gefahren.

    Vorher habe ich mein Handy fast nie benutzt, wurde auch selten darüber angerufen. Das wird sich zukünftig sicher etwas ändern, da ich nun eine Flatrate für alles habe …

    Was mir vor allem wichtig war und was ich jetzt schon genieße: Ich kann eben unkompliziert von unterwegs mal eben die E-Mails checken, ohne jedes Mal das Laptop anzuschließen und hochzufahren und …, vor allem kann ich zwischendurch auch schneller mal twittern, was ich leidenschaftlich gerne mache. Und es kostet mich fast nix an Zeit, da es so viel einfacher geht.

    Besonders genieße ich es, dass ich so auch schneller Fotos machen und direkt posten kann, das war vorher auch viel umständlicher: Digitalkamera an PC, Fotos überspielen, dann hochladen. Das geht nun auch “zack” und mir macht es Spaß, da ich mich auch gerne bei Twitter und Facebook mit Kollegen und Freunden austausche und ihnen aktuell gerade zeige, an welch tollem Ort ich bin.
    Das ist bei mir auch indirektes Marketing, da ich hier in der Türkei auch Seminare anbiete :-).

    Ansonsten: Auch zu Hause und im Home-Office habe ich einen Anrufbeantworter und bin nicht non-stop erreichbar. Wenn ich Mittagspause mache, höre ich die Geräte nicht – und das werde ich mit dem Smartphone sicher genauso machen.

    Es wird für mich sicher auch vieles leichter, wenn ich auf Seminartour bin. Sei es, bei langen Zugfahrten unkompliziert schon mal die Mails beantworten oder auch im Hotel, ohne großen Aufwand eben. Und langweilige Wartezeiten überbrücken.

    Nervig finde ich es immer dann, wenn man nett zusammensitzt, beim Essen oder sonst wo – und dann jemand damit rumspielt oder telefoniert. Das finde ich grob unhöflich und sage das dann auch.

    Sonnige Grüße aus dem Paradies (=Cirali)

    Zamyat

    Zamyat M. Klein antworten
  • Corina

    Ich besitze ein Smartphone – hauptsächlich, um damit zu fotografieren. Die Dinger sind klein und praktisch, passen in jede Hosentasche und so kann ich jederzeit zum Beispiel eine Pflanze fotografieren, um sie später bestimmen zu können. Oder um eine Textur zu erstellen. Oder um einen Schnappschuss unserer Katzen zu machen.

    Die restlichen Funktionen (außer Telefonieren) nutze ich nicht. Dazu sind mir die Bildschirme zu klein. Gelesen wird über E-Book (oder Papier) und gespielt am 24 Zoll Monitor, da kommt kein Smartphone mit.

    Grauenvoll finde ich es unterwegs, wenn diese ach so tollen Klingeltöne um einen herum erschallen. Unterwegs kann man das Ding auf Vibrationsalarm stellen. Ich will nicht dauernd Muhen, Bellen oder sonstigen Blödsinn hören müssen.

    Genauso schrecklich sind Teenager, die unentwegt ihren Messenger nutzen, aber trotzdem den Ton nicht ausstellen und bei jeder einkommenden Nachricht informiert werden. Durch Bellen, Muhen, Klingeln oder sonstwas.

    Laute Musik über Smartphone, mit welcher der ganze Zug beschallt wird. Bringt einen auf 180.

    Gesprächspartner, die ständig auf ihr Smartphone starren und man nie weiß, ob sie grad zuhören oder nur mit anderen texten.

    Was mich am meisten an den Dingern ärgert, ist die damit einhergehende Veränderung unserer Gesellschaft. Wenn man das Phone ausschaltet und nicht erreichbar ist, hagelt es Vorwürfe. Wir leben halt im Internetzeitalter, jederzeit erreichbar, blabla. Ich will nicht jederzeit für alle erreichbar sein.

    Dann dieses: Wieso hast du diese und jene App nicht? Ist doch kostenlos! Was zum nächsten Punkt führt: der Umsonst-Mentalität. Alles umsonst haben wollen, aber selber möglichst nur gegen hohes Entgelt einen Finger krümmen.

    Ich hör jetzt besser auf. :)

    LG
    Corina

    Corina antworten
  • Lars

    Dto., bei mir kein Smartphone, dienstlich wie privat normales Handy, das tut alles, was es soll.

    Was stört: Nicht nur im Restaurant (wie oben geschrieben), sondern überall fummeln die Menschen nur noch auf dem Teil rum und müssen aufpassen, nicht über eine rote Ampel zu rennen. Sie sind zwar körperlich da, wo sie grad sind, aber ansonsten komplett woanders in einer anderen Welt. “Normale” Kommunikation Fehlanzeige. Eigentlich bräuchte man gar nicht mehr aus dem Haus – die virtuelle Welt machts möglich. Aber dann bräuchte man auch kein Smartphone … ;-))

    Lars antworten
  • Susanne

    Ich besitze ein Nokia-Handy, das ich generalüberholt für 15,- EUR gekauft habe. Es funktioniert bereits das 2. Jahr wunderbar.

    Mich nervt mittlerweile das “Leben” – sitze ich heute Morgen im Wartezimmer beim Arzt, mit älteren Menschen kann man sich unterhalten, die jüngeren (zu denen ich ja auch noch gehöre) kramen SOFORT ihr Smartphone aus der Tasche und müssen ach so wichtige Dinge checken. Ich wollte am Schalter eine Dame mit Krücken vorlassen, weil ich ja besser und länger stehen kann als sie! Als sie dann dran war, war sie so in ihr Smartphone vertieft, dass sie es noch nicht mal mitbekommen hat … da bin ich an den Schalter gegangen!

    Für mich ist das heutzutage alles nicht mehr normal und vor allem auch nicht mehr gut! Es gibt schon Cartoons, die zeigen, wie Schüler auf den Bus warten und jeder mit seinem Smartphone beschäftigt ist – und darunter ein Bild von früher, wo wir Schüler an der Bushaltestelle miteinander gesprochen oder im Grundschulalter miteinander getobt haben. DAS war für mich normal und trug zur Gemeinschaft bei – heutzutage vereinsamen diese armen Menschen meiner Meinung nach immer mehr.

    Ich bin froh, dass ich kein Smartphone habe und habe auch erst seit kurzem ein Laptop, vorher habe ich ausschließlich unseren alten, sehr langsamen PC benutzt. … es dauerte, aber es ging auch!

    Daran anschließend das Thema “Flachbildfernseher” – wir haben zwei Fernseher, die ca. 14 und 10 Jahre alt sind und wunderbar funktionieren. Ein neuer wird erst angeschafft, wenn einer kaputt ist und nicht, weil die flachen viel besser, toller und ansgesehener sind! Ich gucke eh nur die 3 Programme, weil ich die Werbung und diese sogenannten Sendungen auf den anderen Sendern für Verblödung der Menschheit halte.

    Unsere Nachbarn haben in jedem Bereich (Wohnzimmer und mehrere Kinder-/Jugendlichenzimmer) die Fernseher auf Flachbildschirm umgestellt und prahlen damit rum. Natürlich hat auch jedes Kind einen eigenen Laptop und Smartphone sowieso! Die Kinder und Jugendlichen sind da ja auch irgendwo im Zugzwang und werden ausgegrenzt, wenn sie nicht auf gleicher Stufe mit den anderen stehen.

    Weitere Punkte wie “alles kostenlos haben wollen” oder eben auch die Schuldenfalle etc. wurden schon ausreichend angesprochen!

    Arme, arme Gesellschaft – was ist nur aus dir geworden?

    Susanne antworten
  • lotta

    Ein schöner Beitrag und schöne Kommentare, denen ich mich teilweise kopfnickend anschließen und auch schmunzeln kann. Ich bin doch noch nicht ganz alleine, mit meinen meist negativen Eindrücken, zu diesem Thema.

    Mich bringt es schier zum Wahnsinn, wenn geschäftliche E-Mails zwischen Tür und Angel beantwortet und später zwischen Tür und Angel widerrufen werden. Wenn einfach etwas versendet wird, nur um zu reagieren, was weder Hand noch Fuß hat und von fehlenden Buchstaben und automatischer Wörtervervollständigung will ich gar nicht erst anfangen.

    Ich hasse es, geschäftliche Dinge abklären zu müssen, wenn der andere Teilnehmer meint, während der Autofahrt oder beim Abwasch mal schnell aus einem Funkloch anrufen zu müssen. Für mich bis jetzt größtenteils ein Fluch, weil die wenigsten wissen, wie sie sinnvoll damit umgehen sollten und könnten.

    Ich werde es mit einem lachenden und einem weinenden Auge beobachten, wo uns die moderne Technik auf Kosten des Miteinanders noch hinführen wird.

    P.S.: Ich bin noch keine Ü50 und sicher jemand, der mit diesen Dingen groß geworden ist und sogar beruflich ein klein wenig damit zu tun hat und sein Geld damit verdient … ;-)

    lotta antworten
  • Hallo Herr Heidenberger,

    ja, ich besitze ein mittlerweile älterers iPphone. Als Freiberuflerin und im Bereich Arbeits(platz)organisation mit der 5-S-Methode sowie im Coaching zur verbesserten Selbstorganisation (LAND-SEHEN.DE) habe ich mir zur Gewohnheit gemacht, mein iPhone zu folgenden Zeiten ausgeschaltet zu lassen bzw. auszuschalten:

    – abends ab ca. 20 h und am Wochenende (falls ich die Zeit zuhause verbringe)
    – bis ich aus dem Haus gehe (denn so lange bin ich auf Festnetz zu erreichen und sitze am Lap)
    – beim Joggen (ca. 2-4 x pro Woche) nehme ich es garnicht mit
    – wenn ich KundInnentermine habe, versinkt es in den Tiefen meines Koffers und erst auf dem Nachhauseweg (meistens im Zug/Bus …) schaue ich die Mails/Calls/SMS an.

    Abgrenzen, Unterbrechungen vermeiden, Aufmerksamkeit fördern, “Königin/Bestimmerin” meiner Zeit zu sein hilft mir sehr, in dem ich mich abschotte, wo ich nur kann. Das macht mir dann immer wieder große Freude auf die Menschen.

    Zum Abschluss ein Gedicht:

    Geh ich zeitig in die Leere – komm ich aus der Leere voll.
    Wenn ich mit dem Nichts verkehre, weiß ich wieder, was ich soll.
    ———-

    Also entspannen, in den Alpha-Zustand kommen, Pausen machen (wenn auch nur 2-3 Minuten), dann wissen die meisten wieder, wie und wo es weitergehen kann im Plan.

    Auch den Tag mit einer Bewusstseins-Übung zu beginnen. Dann haben Sie schon etwas für sich getan. Das hilft mir.

    So und jetzt esse ich meine Ration Gummibärchen.
    Herzliche Grüße von Ulrike Walter aus Freiburg

    Ulrike Walter antworten
  • Anja

    Ich habe ein Handy, das ich mir angeschafft habe, als ich beruflich an verschiedenen Einsatzorten war, um in Notfällen erreichbar zu sein. Ich nutze es eher selten.

    Was mich am Smartphone stört, ist der Umgang der meisten Leute mit ihm. Kaum haben sie so ein “Ding”, können sie nicht mehr ohne. Bei Verabredungen wird es auf den Tisch gelegt oder laut gestellt. Ständig wird dran rumgefummelt: “Hat schon wieder jemand geschrieben, was gepostet?”

    Die Nachrichten, die ich dann mitbekomme, sind meistens sowas von platt, dass ich mich frage, wie es geschehen konnte, dass ein Mensch, den ich bis dahin geschätzt habe, sich so verwandelt.

    Das Interesse daran, wer gerade wo was sieht und das Mitteilungsbedürfnis darüber, ist doch schon sehr bedenklich. Diese Leute (sowohl Sender als auch Empfänger) leben für mich nicht mehr bewusst, nicht im Hier und Jetzt. Sie sind überall, aber nie richtig beim Gegenüber und in der Situation.

    Ich habe den Eindruck, dass viele Nutzer unbewusst die Angst treibt, sie könnten ja was Wichtiges verpassen. In der Realität verpassen sie die Gegenwart. Sehr schade …

    Anja antworten
  • Michael

    Leider fehlt in der Umfrage die Auswahl: Handy und Smartphone :-(. Mit dem klassischen Handy telefoniere ich, mit dem Smartphone mach ich alles andere.

    Michael antworten
  • Hallo Herr Heidenberger,

    da haben Sie offenbar einen Nerv getroffen. Ich besitze zwar ein Smartphone, nutze es aber wenig.

    Was mich am meisten stört: Smartphone-Verwendung von Verkehrsteilnehmern und die damit verbundenen Risiken. Telefonierende Fußgänger, die nicht darauf achten, wo sie sind. Rad- und Autofahrer, die mehr in ihr Gespräch vertieft sind, als auf den Verkehr zu achten. Selbst Bus- und Taxifahrer sind davon nicht ausgenommen.

    Monika Birkner antworten
  • Nachtrag: Ich finde diese Form der Umfrage schön, wo man sofort die Antworten der anderen sieht bzw. besser gesagt die Zusammenfassungen davon.

    Monika Birkner antworten
  • Ich selbst nutze ein uraltes Handy, das entsorgt werden sollte. Ich besitze auch ein Smartphone, das ich einige Wochen getestet habe und als anstrengend empfinde, da pausenlos Werbung vom Anbieter kommt, zwecks irgendwelcher Spiele und Filme.

    Ich nutze kein Internet oder irgendwelchen Müll. Ich finde das Handy gut, um in Notsituationen jemanden anrufen zu können oder in solchen angerufen zu werden.

    Hex Hex antworten
  • Doreen

    Ich brauche immer eine Weile, um mich mit neuen technischen “Dingen” anzufreunden – so auch mit meinem Smartphone.

    Doch mittlerweile schätze ich bestimmte Funktionen sehr, z. B. sich unterwegs orientieren sowie Adressen abrufen zu können. Vor allem auch die Kalenderfunktion, da ich mit herkömmlichen Kalendern nie zurecht gekommen bin (hatte ihn nicht dabei oder bei Änderungen wurde es unübersichtlich oder …) Das ist jetzt super.

    Damit ich nicht ständig bombardiert bin, habe ich zum Beispiel die Funktion ausgeschaltet, dass mir jede neue E-Mail angezeigt wird. Das war schon störend.

    Zum Beispiel WhatsApp ist super, da ich in Österreich wohne und mein Freund in Deutschland. Wir können uns jederzeit problemlos und ohne zusätzliche Kosten austauschen und vor allem auch schnell Fotos schicken. Dadurch sind die 500 km Entfernung ein bisschen besser auszuhalten! :-)

    Danke @Zeitblüten!

    Lieben Gruß, Doreen

    Doreen antworten
  • Als Lehrerin ist es für meine Schüler fast unmöglich, mich zu erreichen, da ich ja fast immer im Unterricht bin. Da ist das Smartphone schon ein Segen, denn so können mich die Schüler immer mit ihren Fragen anschreiben (über Whatsapp auch mit Bild vom Problem / Aufgabe) und ich antworte, wann ich eben Zeit habe, z. B. in der Pause, Freistunde oder am Abend. Da die meisten Fragen nur eine kurze Antwort erfordern, wird mir so viel Zeit erspart. Auch das lästige Tippen von langen Antworten kann ich mir oft sparen, da ich mir die Bilder, die mir meine Schüler schicken, ausdrucke und meine Korrekturen von Hand drauf schreibe und als Bild zurückschicke. Auch Terminvereinbarungen sind wesentlich einfacher möglich, da man eine ganze Gruppe gleichzeitig ansprechen und sich in der Gruppe abstimmen kann.

    Aber das Beste ist immer noch: Ich muss nicht mehr durchs ganze Haus schreien, um meine Familie zum Essen zu rufen. Das wird jetzt per Whatsapp in der Familiengruppe gemacht.

    Kristina Zierhut antworten
  • Frauke

    Ich finde es gut, prinzipiell immer erreichbar zu sein. Ich nehme mir aber auch die Freiheit, das Gerät auszuschalten, wenn ich nicht gestört werden will, z. B. in Gesprächen.

    Da ich viel unterwegs bin, kann ich so meine sozialen Kontakte pflegen. Das wäre sonst sehr viel schwieriger.

    Frauke antworten
  • Jörg-Henning Sonnenberg

    Für mich ist ein Smartphone ein Mittel zum Zweck. In dem Teil habe ich für mich die ideale Variante eines Terminkalenders gefunden, da ich seit Jahrzehnten versuche, konsequent einen Papierterminkalender zu führen und jedes Mal spätestens nach 14 Tagen daran scheitere. Die Synchronisierungsmöglichkeiten mit meinen Endgeräten (privat und beruflich) ermöglichen es mir, das Gerät konsequent einzusetzen.

    Neben der Telefonie ist bei mir der Mailverkehr wichtig, allerdings achte ich hier immer auf Sozialverträglichkeit. D. h., ich nutze es in Situationen, in denen ich niemanden vor den Kopf stoße oder störe. Telefonieren im Lokal und an Orten, wo sich andere gestört fühlen, ist für mich mit einigen Ausnahmen (wo es absolut dringend ist und nicht anders geht) tabu und selbst dann schaue ich, dass ich so schnell wie möglich aus dem Bereich verschwinde, in dem ich andere belästige, bzw. ich beende das Gespräch und rufe zurück, sobald es geht.

    Ich bin der Meinung, dass der Umgang mit den neuen Medien und Kommunikationsmöglichkeiten ein gewisses Maß an Etikette und Umsicht erfordert, denn ich sollte mich so verhalten, wie ich es auch von anderen erwarte.

    Jörg-Henning Sonnenberg

    Jörg-Henning Sonnenberg antworten
  • U.W.

    Grundsätzlich ist die permanente Erreichbarkeit schon gut und sinnvoll. Nur sollte in Gesellschaft nicht ständig damit “rumgespielt” werden, z. B. bei Partys oder Festlichkeiten braucht’s m. M. nach nicht, dass ich im Internet surfe, zwingend irgendetwas in den “sozialen Netzwerken” kommentiere oder ähnliches. Sehr viele jüngere Menschen bewegen sich hier schon in einem Abhängigkeitsverhältnis. Aber wie gesagt, Erreichbarkeit ja, ständiger Betrieb nein.

    U.W. antworten
  • Herzlichen Dank an alle für die interessanten Beiträge!

    Burkhard Heidenberger antworten
  • Benjamin Müllerchen

    Hallo,

    eine zusätzliche Option würde ich bei Frage fünf vorschlagen:

    – die paralelle Nutzung des Smatphones während eines Gesprächs. (SMS, WhatsApp, …)
    In Anbetracht dessen, dass die Smatphones mehr zum Schreiben als zum Telefonieren genutzt werden, ist dies meines Erachtens eine wichtige Ergänzung.

    Mit freundlichen Grüßen
    Benjamin

    Benjamin Müllerchen antworten
  • Hallo,

    ich habe noch ein “altes” Nokia 6210 und es funktioniert tadellos – vor allem über die Schnittstelle mit meinem Auto. So richtig hat mich der “Handy-Wahn” aber noch nicht erwischt, denn ich lasse es oft auch mal aus oder beschließe ganz bewusst, nicht erreichbar zu sein.

    Ich komme vom Land und so fiel mir vor ein paar Wochen in Münchens Innenstadt einmal ganz bewusst das Phänomen auf, als mich ein entgegenkommender Fußgänger fast umgerempelt hätte. In diesem Moment schaute ich mich um und zählte, wie viel Prozent der Menschen gerade mit ihrem Smartphone beschäftigt sind. Das waren ca. 50 %.

    Manche hielten an, andere telefonierten während dem Gehen. Mein Marketinganteil sagte: “Du musst mehr in Mobile-Marketing investieren!” und ein anderer Teil dachte, wie blöd ist das denn.

    Da laufen sie durch eine der schönsten Städte Deutschlands und sind mit dem Smartphone beschäftigt. Naja, kann jeder mit seiner Zeit und seinem Leben machen, was er will.

    Aber ich finde es echt respektlos, wenn bei einem gemeinsamen Abendessen in einem Restaurant mein Gesprächspartner ständig aufs Smartphone schaut. Ich hoffe, dass sich da gerade nicht die Kommunikationskultur insgesamt verändert.

    Mein Tenor ist also ebenfalls: Die Geräte sinnvoll einsetzen und bitte, bitte, schaut mich an, wenn ihr mit mir sprecht und gebt mir nicht das Gefühl, die eintrudelnden Nachrichten wären interessanter als der Mensch aus Fleisch und Blut, der euch gegenübersitzt.

    Stephan Landsiedel antworten
  • Barbara

    Leider wird mittlerweile die Nutzung des Smartphones nicht mehr sinnvoll verwendet.

    Vor einiger Zeit hatte ich das Erlebnis, dass in meinem Zugabteil zwei junge Menschen nur noch über ihr Smartphone miteinander “gesprochen” haben.

    Beruflich bin ich auch teilweise “schockiert”, wie wichtig für einige Menschen die Nutzung des Smartphones geworden ist.

    Barbara antworten

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