Von Politikern lernen: Wie schlechte Nachrichten nicht so schlecht wirken

Wohl jeder von uns kommt mal in die Situation, in der er eine schlechte Nachricht übermitteln muss. Und wenn es nur um ein eigenes Missgeschick oder ein anderes selbstverschuldetes Malheur geht. Es ist alles andere als einfach, so eine schlechte Nachricht zu „verkaufen“.

Ich finde es ja immer wieder faszinierend, wie Politiker es verstehen, eine schlechte Nachricht gar nicht so arg erscheinen zu lassen – seien es jetzt die aktuellen Arbeitslosenzahlen, Steuererhöhungen, die wirtschaftliche Situation etc.

Gut, Politiker sind in dieser Hinsicht rhetorisch geschult. Heute habe ich ein paar Tipps aus solchen Schulungen zusammengestellt. Und wenn Sie das nächste Mal ein Interview eines Politikers zu einer aktuellen schwierigen Situation sehen bzw. hören, werden Sie die Anwendung dieser Tipps in der Praxis erleben.

So „verkaufen“ Sie schlechte Nachrichten

  • Vorbereitung ist alles
    Seien Sie auf Fragen, Anschuldigungen und verbale Attacken gefasst. Bereiten Sie sich vor. Welche Fragen würden Sie an sich selbst stellen, welche Gefühle würden hochkommen, wenn Sie der Empfänger dieser Nachricht wären?
  • Mit Positivem verknüpfen
    Finden Sie etwas Positives, dass Sie mit der schlechten Nachricht verknüpfen können. Irgendetwas findet sich immer. Das Positive mildert das Negative, oder anders ausgedrückt: Ohne Positivem wirkt das Negative umso negativer. Etwas Positives könnte beispielsweise im Zusammenhang der hohen Arbeitslosigkeit eine hoffnungsvolle Prognose sein, ein Konjunkturanstieg etc.
  • Fakten kurz und präzise
    Bringen Sie die Fakten im Zusammenhang mit der schlechten Nachricht kurz und präzise auf den Tisch. Mit Lügen, Verschönern oder Verschleiern verliert man schnell an Glaubwürdigkeit. Was gesagt werden muss, soll gesagt werden.
  • Überbringen Sie die Nachricht persönlich
    Nicht über Dritte. Wenn die Betroffenen es über Umwege erfahren, wirft das ein schlechtes Bild auf Sie. Wenn Sie hingegen die negative Botschaft persönlich überbringen, und damit dafür geradestehen, gewinnen Sie eher Respekt.
  • Zeigen Sie Verständnis
    Versuchen Sie sich in die Lage der Betroffenen zu versetzen. Zeigen und kommunizieren Sie Verständnis.
  • Bieten Sie Lösungsvorschläge
    Es gilt nicht nur, Verständnis zu zeigen. Bieten Sie gleichzeitig Lösungswege an. Machen Sie entsprechende Vorschläge.

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