Zeitblüten: Schlafende Kinder / Das Hier und Jetzt / Tiere füttern

Von Lesern eingesendete Zeitblüten:

Der Blick auf meine schlafenden Kinder

Mein Mann ist schon über ein Jahr stark psychisch krank und nicht bei der Familie. Dann kam noch die Nachricht, dass meine Mutter an Krebs erkrankt ist und gleich operiert werden muss. Sie ist nun seit über sechs Wochen im Krankenhaus und hat noch weitere fünf vor sich.

Ich versuche, das alles auszubalancieren und allen gerecht zu werden … was sehr schwer ist. Wenn ich dann aber nachts durch die Kinderzimmer gehe und meine drei Töchter friedlich schlafen sehe – das ist meine Zeitblüte. Dann weiß ich, wofür ich das alles ertrage und wofür es sich lohnt, weiterzukämpfen!

Gabi

Das Hier und Jetzt

Meine Zeitblüte ist, sich in stressigen oder unangenehmen Momenten daran zu erinnern, was und wer tatsächlich im Leben wichtig ist – eine anspruchsvolle Aufgabe, wie ich finde. Denn sich gerade in diesen Momenten zu besinnen, ist doch manchmal nicht ganz so einfach.

Die täglichen 86.400 Sekunden auch als Geschenk wahrnehmen und sich dessen bewusst zu sein, dass es keine weiteren 86.400 Sekunden mehr geben könnte. Gestern ist vergangen, morgen gibt es noch nicht.

Was zählt, ist das Hier und Jetzt sowie die Menschen, die einem am Herzen liegen. Die Gedanken an diese Menschen sind für mich wunderschöne Zeitblüten. Dazu zählt auch das Gefühl der Dankbarkeit, dass ich diese Momente genießen kann.

Claudia

Tiere füttern

Einmal die Woche gehen wir mit unserem kleinen Sohn Tiere füttern. Meist hat man altes Brot, alte Kekse oder Gemüseabfälle zu Hause. Abhängig davon, was wir gerade haben, stehen uns mehrere Möglichkeiten für die Tierfütterung zur Auswahl: die Hirsche in einem nahegelegenen Park, Vögel am Kanal oder Forellen und Möwen an der Isar.

Meist dauert es nur eine halbe Stunde. Aber diese Zeit ist für uns sehr kostbar. Wir konzentrieren uns auf die Tiere, das Kind freut sich an ihnen, wodurch der Kopf einfach frei wird und wir meist mit einem Lächeln und voll positiver Energie wieder nach Hause gehen.

Martin



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