Auch eine Möglichkeit, Problem anzupacken

Ein Bekannter hat mir seine Problemlösungsmethode vorgestellt: Er verschiebt einfach die Klärung/Lösung des Problems. Auch wenn ich nicht viel vom Aufschieben halte, so konnte ich seiner „Methode“ doch etwas abgewinnen – und zwar die Fokussierung auf das Wichtige. Prioritätensetzung eben.

Gut, das Ganze etwas ausführlicher:

Durch auftretende Probleme und Schwierigkeiten werden wir häufig zum Reagieren gezwungen. Anderes, das vielleicht wichtiger wäre, stellen wir hinten an, um auf das aktuelle Problem zu reagieren. Wir tendieren gerne zum Reagieren, obwohl wir uns beim Agieren wesentlich wohler fühlen.

Ich gebe nun die Methode des Problemverschiebens einfach in den Worten des Bekannten frei wieder:

Wenn wieder mal ein Problem auf mich zukommt bzw. herangetragen wird, stelle ich mir zwei Fragen:

  1. Zieht  ein Aufschub des Problems bis x (beispielsweise morgen) negative Konsequenzen mit sich?
  2. Sind die Konsequenzen des Aufschubs schwerwiegender als die Folgen aus der Unterbrechung der aktuellen Arbeit/Tätigkeit?

Wenn ich beide Fragen mit Ja beantworten kann, dann werde ich mich umgehend um das Problem kümmern.

Wenn hingegen ein Aufschub möglich ist, notiere ich das Problem in meine To-do-Liste und setze einen Erledigungstermin. Dieses Aufschieben mit der konsequenten Lösungssuche am Fälligkeitstermin fällt mir wesentlich leichter.

So seine Ausführungen. Dieses Bewusstmachen auf die möglichen negativen Konsequenzen, um die Priorität des Problems bzw. dessen Lösung zu erkennen, ist sicher eine gute Möglichkeit.

Nichtsdestotrotz gilt es zu bedenken, dass jedes ungelöste Problem im Hinterkopf eine (Stress-)Belastung darstellt. Und jede Belastung verhindert einen freien Kopf, und wenn es nur darum geht, am Abend besser abzuschalten und den Feierabend zu genießen.

Jeder geht mit Problemen und Schwierigkeiten anders um. So gibt es dafür auch unterschiedliche Lösungsansätze und Methoden. Drei habe ich bereits hier im Blog vorgestellt:



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