Meditation im Zug

Viele Menschen schöpfen Kraft in der Meditation. Meditation unterstützt dabei, sich zu sammeln, die eigene „Mitte auszurichten“ und sich zu „zentrieren“.

Meditieren lässt sich an den unterschiedlichsten Orten, und das mit wenig Aufwand. Herbert Müller (CH-Ormalingen) hat mir eine Anleitung zugesandt, die ich im Folgenden mit seiner Zustimmung veröffentliche. Danke schön!

Mein Arbeitstag ist Programm. Es gibt nur wenige unverplante Zeitzonen.

Neben der Mittagspause stehen mir aber zwei Mal eine halbe Stunde Zugfahrt zur Verfügung. Ab und zu, insbesondere wenn ich gestresst, überflutet mit Informationen oder beim Lösen eines Problems in einer Sackgasse gelandet bin, nutze ich diese Zugfahrten für eine Art Meditation. Es braucht dafür keine Vorkenntnisse.

Hier die Anleitung:

  • Machen Sie es sich auf Ihrem Platz bequem.
  • Schließen Sie die Augen.
  • Fühlen Sie sich sicher.
  • Atmen Sie bewusst ein und aus. Lassen Sie die Leute ruhig schauen, die Sie beobachten wollen.
  • Erfahren Sie Ihre Umgebung mit offenen Sinnen (Hören, Riechen, Hautempfindungen wie Wärme, Luft, Vibration).
  • Nehmen Sie die unzähligen Verbindungen wahr, in denen sich Ihr Körper, Ihr Geist und Ihre Seele befinden und fühlen Sie das Einssein.
  • Lassen Sie Ihren Gedanken und Bildern freien Lauf …

Diese einfache Methode verhilft meinem Geist und meiner Psyche, meinem Körper und meiner Seele zu mehr Fluss, heiterer Gelassenheit und Frieden.



Kommentare

  • mike

    Hi!

    Schöner Beitrag!
    Ich dachte schon, ich bin der einzige, der im Zug meditiert! ;)

    Ich meditiere schon lange in Zügen, weil es mich mit einer universellen, höheren Kraft verbindet – besonders in Nachtzügen treten Gefühle, Visionen auf, die ich nicht so einfach beschreiben kann. Ich nenne das den Nachtzug-Effekt:

    Man sitzt im Abteil, oder liegt im Liegewagen – je nach Vorliebe und schaut in die tiefschwarze Nacht – man atmet ganz entspannt durch den Bauch und lässt die Umgebung vorbeirauschen – man fühlt sich in das Geräusch der Schienen ein, man fühlt die Entfernungen, die der Zug in der unbekannte Umgebung in der schwarzen Nacht zurücklegt, man stellt Fragen, die man stellen will – die Schienen geben Antwort, in völliger Entspannung – ich fühle mein höheres Selbst, das durch das Schienengeräusch spricht – eine wunderbare Erfahrung – es ist einfach der Mix aus der unheimlichen Nacht, in einer fremden Umgebung zu sein und der absoluten Gewissheit mit sich selbst ins Reine zu kommen und das Richtige zu tun.

    Ich höre mir dazu Didgeridoomusik an, was mir unheimlich viel erdige Kraft gibt und lasse sie in die Zuggeräusche einfließen.

    Mike

    mike antworten
  • Jennifer

    Guten Tag.

    Da ich gerade wegen der Ausbildung viel am Pendeln bin, meditiere auch ich während der Zugfahrten. Zu Beginn dachte ich noch, ich könnte lernen und arbeiten, aber am Ende merkte ich schnell, dass ich diese Auszeiten brauche. Ich kann mich so auf Prüfungen einstimmen oder Energie schöpfen, um zu Hause weiterarbeiten zu können.

    Während des Meditierens stelle ich mir vor, auf einem Schiff zu sein. Das Schaukeln des Zuges hilft dabei. So habe ich meine zwei Stunden Ferien pro Tag ;)

    Jennifer

    Jennifer antworten

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