Wozu Kummer und Sorgen?

Kummer und Sorgen können die Lebensqualität erheblich einschränken – keine Frage. Aber oft machen wir uns Sorgen um Dinge, die vielleicht passieren könnten. Wir malen uns aus, welche schlimmen Ereignisse eintreffen könnten.

Kummer und Sorgen sind im Grunde negative Gedanken, die in uns herumschwirren und uns belasten.

Ob wir uns ständig Sorgen machen oder nicht, hängt auch viel von der Persönlichkeit ab. So gibt es Menschen, die keinen Gedanken an mögliche schlimme Ereignisse verschwenden. Dann wiederum gibt es Personen, die sich mögliche negative Vorkommnisse bis ins letzte Detail ausmalen.

Gut, ein gewisses Maß an Besorgnis ist gar nicht schlecht, denn dieses lässt uns Vorsichtsmaßnahmen treffen.  So treibt zahlreiche Menschen die Sorge um die Gesundheit zum Sport oder zu Vorsorgeuntersuchungen.

Sorgen und Kummer als Angewohnheit

Sich Sorgen und Kummer machen ist oft eine Angewohnheit, die es zu durchbrechen gilt. Wenn Sie zu den Menschen gehören, die unter dieser Angewohnheit “leiden”, gehen Sie am besten so vor:

  • Wenn die Vorstellung über ein mögliches negatives Ereignis in Ihrem Kopf auftaucht, schreien Sie in Gedanken laut „Stopp!“. Und wenn es 100 Mal am Tag ist – damit werden Ihnen diese negativen Gedanken erst bewusst.
  • In weiterer Folge geht es darum, diese negativen in positive Gedanken umzuwandeln. Sagen Sie sich: „Sollte diese Situation tatsächlich eintreffen, werde ich eine Lösung finden. Ich habe in meinem Leben schon so viele Situationen gemeistert!“ Damit nehmen Sie den negativen Gedanken die Macht.
  • Fragen Sie sich, wie viele von den ausgemalten “Angstszenarien” tatsächlich eingetroffen sind bzw. Realität wurden. Wenn Sie länger darüber nachdenken, wird Ihnen wahrscheinlich bewusst, dass dies nur ein minimaler Prozentsatz ist.

Dazu noch eine passende Geschichte:

Sartebus und sein schwerer Korb

Kim, ein Waisenkind, zog von Dorf zu Dorf auf der Suche nach einer Unterkunft und Essen. Auf seiner Wanderung traf Kim einen alten Mann mit Namen Sartebus.

Sartebus trug auf seinem Rücken einen schweren, zugedeckten Korb. Kim war neugierig und wollte wissen, was sich im Korb befindet. Und jedes Mal, wenn Kim den alten Mann diese Frage stellte, schien dieser nichts zu hören – denn er antwortete ihm nicht.

So gingen sie mehrere Tage gemeinsam den Weg entlang. Eines Tages machten sie Rast und Sartebus stellte erschöpft seinen Korb auf den Boden. Kim bot ihm an: „Lass mich deinen Korb tragen!“ „Nein, den muss ich alleine tragen“, antwortete ihm Sartebus.

Sie gingen weiter gemeinsamen Weges, bis Sartebus unter der Last seines Korbes zusammenbrach.

„Du willst wissen, was ich in meinem Korb habe? Ich will es dir verraten!“ Kim hörte gebannt zu.

„In diesem Korb sind Kummer und alle Sorgen, die ich mir Zeit meines Lebens gemacht habe. Ohne sie hätte ich die Träume verwirklichen können, die ich mir so oft ausgemalt habe.”



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