Kreativitätstechnik: der Bilderlauf

Wenn es darum geht, Ideen oder Lösungen für ein Problem zu finden, können Kreativitätstechniken einen wertvollen Beitrag leisten. Eine solche Kreativitätstechnik stelle ich Ihnen heute vor.

Gehen wir davon aus, Sie suchen die Lösung für ein Problem. Brainstorming haben Sie schon durch, brachte aber nicht den erwünschten Erfolg in Form von brauchbaren Einfällen. Nun zu der Kreativitätstechnik.

Die Durchführung

Sie benötigen einen Stift, ein Blatt Papier und ein Diktiergerät. Eine Alternative zum Diktiergerät bietet ein Handy mit Aufnahmefunktion.

Begeben Sie sich dann an einen Ort, wo Sie für eine Weile ungestört sind. Aber auch am Abend vor dem Einschlafen kann diese Kreativitätstechnik erfolgreich angewendet werden. Notieren Sie auf dem Blatt Ihr Anliegen, beispielsweise in Form einer Frage.

Dieses Niederschreiben der Fragestellung bzw. Problematik bindet bei der Ideenfindung das Unterbewusstsein verstärkt ein.

Machen Sie es sich dann bequem. Schließen Sie die Augen. Am besten bringen Sie Ihre Gedanken mit einer Entspannungsübung zur Ruhe. Nun konzentrieren Sie sich auf Ihr Anliegen, auf Ihre Frage.

In der nächsten Phase lassen Sie diese fokussierten Gedanken komplett los. Das ist wichtig! Also sich nicht weiter auf das Problem konzentrieren.

Lassen Sie nun Ihre Gedanken vor dem inneren Auge vorbeiziehen. Seien Sie Beobachter Ihrer Gedankenbilder – wie in einem Kino sitzend den Blick auf die Leinwand gerichtet. Lassen Sie sich berieseln. Diese Bilderfolge steht meist im weiteren oder auch engeren Zusammenhang zur Ausgangsfrage und kann sich zu einem sinnvollen Ganzen formen.

Taucht dabei ein wertvoller Gedanken auf, sprechen Sie diesen in Stichworten auf Ihr Diktiergerät. Sollte keiner vorbeiziehen – auch gut! Wenn Sie dann einschlafen, umso besser. Dann kann Ihr Unterbewusstsein in Ruhe arbeiten.

Mir ist es schon öfter passiert, dass ich dann mitten in der Nacht hochgeschreckt bin und mir mein Unterbewusstsein DIE Idee auf dem Silbertablett präsentiert hat. Wieder Diktiergerät zur Hand und alles Wesentliche festgehalten, um ja nichts zu vergessen.

Vielleicht kennen Sie das auch: Trotz intensives Grübeln und Konzentration auf das Problem kommt einem keine Lösung in den Sinn. Lässt man allerdings seine Gedanken bewusst los, klappt das in der Regel erheblich einfacher.

Eine Geschichte

Passend dazu noch eine kurze Geschichte:

Es war einmal ein Mann, der für sein Problem verzweifelt eine Lösung suchte. Aber wo immer er auch suchte, er konnte die Lösung nicht finden.

Die Lösung selbst war völlig außer Atem, da sie ständig versuchte, den Mann einzuholen. Der suchende Mann war aber so schnell, dass sie ihn nie erreichte. Schließlich war der Mann vom Suchen müde geworden und legte sich unter einen Baum, blickte zum Himmel, beobachtete die weißen Wolken, genoss die Sonnenstrahlen, die durch die Blätter blinzelten und schlief schließlich ein.

Die Lösung, die schon die Hoffnung aufgegeben hatte, den Mann jemals einzuholen, stolperte über ihn. Der Mann wachte auf und hatte plötzlich die Lösung vor den Augen.

Verfasser unbekannt

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