Innere Achtsamkeit üben

Häufig bestimmen Stress und Hektik unseren (Arbeits-)Alltag. Selten finden wir Zeit, unseren Gedanken etwas Ruhe zu gönnen, faul zu sein, einfach abzuschalten.

Und weil es mir zugegebenermaßen eine Weile auch nicht anders ging, habe ich aus Interesse einen Meditationskurs besucht. Nichts Esoterisches. In diesem Kurs ging es unter anderem auch darum, innere Achtsamkeit zu lernen und zu üben. Und das hat tatsächlich gut getan.

Aber was hat es nun mit dieser Achtsamkeit auf sich?

Nun, es geht darum, dass man Tätigkeiten/Handlungen ganz bewusst durchführt. Und das gelingt in der Regel dann, wenn man etwas langsam macht. Wie der Begriff schon verrät: indem man bewusst acht gibt, auf das, was man macht.

Achtsamkeit ist auch eine Lebenseinstellung, bei der es darum geht, bewusst zu leben.

Achtsamkeit im Alltäglichen üben

Vieles, was wir tagein tagaus tun, ist für uns Routine, läuft auf eine Art automatisch ab.

Um diesen Automatismus zu durchbrechen, gilt es, die Aufmerksamkeit gezielt auf solche Routinetätigkeiten zu lenken.

Diese alltäglichen, sich wiederholenden Tätigkeiten eignen sich hervorragend, um innere Achtsamkeit zu üben. Wenn Sie es auch mal versuchen wollen, um zu prüfen, ob Sie gut damit fahren und ob es Ihnen etwas bringt, habe ich zwei Übungen zum „Anfangen“:

Treppensteigen

Wohl die meisten von uns steigen täglich mehrere Stufen, sei es auf dem Weg ins Büro oder einfach zu Hause, um ins nächste Stockwerk zu gelangen. Und jetzt zur Achtsamkeitsübung:

Nehmen Sie ganz bewusst eine Stufe nach der anderen, langsam – also nicht zwei oder drei gleichzeitig. Kombinieren Sie das Treppensteigen mit langsamen Ein- und Ausatmen. Beispielsweise drei Stufen lang einatmen, die folgenden drei ausatmen.

Die Fünf-Minuten-Achtsamkeit

Am besten gefällt mir aber diese Übung und ich wende sie heute noch regelmäßig an:

In meinem Alltag nehme ich mir täglich fünf Minuten, um etwas ganz bewusst, also achtsam zu verrichten. Diese fünf Minuten Achtsamkeit schiebe ich beispielsweise beim Essen ein, beim Ordnen des Schreibtisches, beim Zähneputzen – einfach alltägliche Tätigkeiten, die ich ganz bewusst wahrnehme und meine ganze Aufmerksamkeit schenke. Also nicht schnell, schnell, sondern aufmerksam und langsam.

Und was bringt uns Achtsamkeit?

Achtsamkeit hilft uns, den Gedankenfluss wieder etwas runterzudrosseln und damit innere Ruhe zu gewinnen. Und mit der inneren Ruhe schöpft man neue Energie, man wird stressresistenter.

Aber diese „Fähigkeit“ der Achtsamkeit lernt man nicht von heute auf morgen. Nur durch regelmäßiges Üben – und wenn es täglich nur fünf Minuten sind – geht auch diese Fähigkeit in Fleisch und Blut über.

Zum Weiterlesen:



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