3 Lebenserfahrungen, die ich (meinem Sohn) weitergebe

Es gibt Ereignisse und Erfahrungen in meinem Leben, die mich stark geprägt und dazu geführt haben, dass ich heute da stehe, wo ich stehe.

So wie auch Sie Ihre individuelle Vorgeschichte haben, die Sie zu Ihrem aktuellen „Standort“ gebracht hat und zu dem Menschen werden ließ, der Sie heute sind.

Wir alle haben Lebenserfahrungen gesammelt, aus denen wir unsere Schlüsse und Erkenntnisse ziehen, die Einfluss auf unser Denken, Verhalten und Tun haben, und darauf, wie wir die Welt und unser Umfeld wahrnehmen.

3 Erkenntnisse, die mich meine Lebenserfahrung gelehrt hat …

… und die ich meinem Sohn weitergebe.

(Es gibt zahlreiche Erlebnisse, Ereignisse und Erfahrungen, die in Summe genau zu den folgenden 3 Erkenntnissen geführt haben. In diesem Beitrag jeweils nur ein Ausschnitt daraus.)

Wenn der Vater mit dem Sohne … seine Lebenserfahrung teilt [April 2019]

Erkenntnis 1: Fokussiere dich auf deine Stärken

Ein exemplarischer Erfahrungsausschnitt:

In meiner Jugend habe ich mehrere Jahre Trompete in einer Musikkapelle gespielt, sogar das Konservatorium anvisiert. Mein Traum war Trompeter in einem renommierten Orchester wie etwa dem London Symphony Orchestra oder der Wiener Philharmoniker zu werden.

Ich habe täglich geübt, oft auch mehrere Stunden am Tag. Irgendwann musste ich erkennen, dass ich trotz enormen Einsatzes maximal (!) einen guten Durchschnitt als Trompeter erreiche – und das war schon das Höchste der Gefühle. Das Trompeten entsprach einfach nicht meiner Veranlagung, zählte nicht zu meinen Stärken.

Es gibt noch weitere (Schwäche-)Bereiche, in die ich viel Energie und Zeit gesteckt habe, um mich darin zu verbessern, während ich meine Stärken brachliegen ließ.

Erst als ich begonnen habe, mich auf meine Stärken zu konzentrieren, diese durch Üben und Weiterbildung auszubauen, konnte ich mich profilieren, wurde mir Anerkennung zuteil, fand ich Erfüllung und Freude in meinem Tun.

Die Neuausrichtung des Fokus auf meine Stärken (statt auf meine Schwächen) hat einen gewaltigen Schub auf einem vorher holprigen Weg bewirkt.

Meine Erkenntnis, die ich weitergebe:

„Fokussiere dich auf deine Stärken und Talente. Stärke sie und suche Bereiche, in denen du sie gezielt einsetzen kannst. Verschwende nicht unnötig Energie auf deine Schwächen. Auf den Punkt gebracht: Schwächen Schwächen sein lassen, Stärken stärken.

Erkenntnis 2: Betrachte Rückschläge als Chancen

Ein exemplarischer Erfahrungsausschnitt:

Ich habe in der Firma meines Vaters – ein kleinerer Handwerksbetrieb bei uns im Dorf – die Lehre abgeschlossen. Zudem habe ich während meiner Tätigkeit im Betrieb einen dreijährigen Fernlehrgang absolviert (das war noch vor der „Internetzeit“).

Die Abschlussprüfung musste ich als Fernschüler in Deutschland an einer Fachschule mit den Schülern der Abschlussklasse ablegen. Also bin ich von Südtirol nach Deutschland aufgebrochen in der Überzeugung, dass ich sie relativ locker schaffe. Und was soll ich sagen: mit Pauken und Trompeten durchgefallen – schon wieder die Trompete. ;-)

Das war damals für mich ein herber Rückschlag, insbesondere weil ich drei Jahre lang neben meiner Arbeit viel Zeit und Mühe in diesen Lehrgang gesteckt hatte.

Heute fällt mir zu diesem Rückschlag folgendes Zitat ein:

Denke daran, dass etwas, das du nicht bekommst, manchmal eine wunderbare Fügung des Schicksals sein kann. [Dalai Lama]

Oder wie meine Mutter oft sagt, wenn etwas nicht wie gewünscht läuft: „Wer weiß, wofür das gut sein wird.“

Wie ging es weiter?

Ein erneutes Antreten zur Prüfung wäre erst ein Jahr später möglich gewesen. Und weil ich davon ausgehen musste, dass die Wiederholungsprüfung als Fernschüler an einer Schule mit regulärem Unterricht nicht unbedingt von Erfolg gekrönt sein muss, habe ich mich anders entschieden: für die Studienberechtigungsprüfung in Österreich.

Sehr viel von dem Lernstoff des Fernlehrganges konnte ich zur Vorbereitung der Studienberechtigungsprüfung nutzen, zu der ich schon wenige Monate später angetreten bin. Und ich habe sie geschafft.

Meine Erkenntnis, die ich weitergebe:

Rückschläge, Durststrecken und Schwierigkeiten gehören zum Leben dazu. Versuche, sie als Chancen zu sehen, die dir Möglichkeiten aufzeigen, dich weiterzuentwickeln, zu lernen oder dich neu zu orientieren. Hab Vertrauen, dass es genau so richtig ist, wie es kommt.“

Erkenntnis 3: Geh DEINEN Weg!

Ein exemplarischer Erfahrungsausschnitt:

Mein Vater hatte vorgesehen, dass ich seine Firma übernehme. Aber es war nie wirklich das, was ich wollte.

Nach der bestandenen Studienberechtigungsprüfung habe ich den Betrieb meines Vaters verlassen und bin nach einer Zwischenstation schließlich in Wien gelandet, wo ich später meine Frau kennengelernt habe und unser Sohn auf die Welt kam.

Hier in Wien habe ich über zehn Jahre als Planer in technischen Büros gearbeitet. Allerdings hat es mich immer mehr gereizt, mir selbst etwas aufzubauen, etwas zu machen, was für mich von besonderer Bedeutung und idealerweise auch für andere Menschen bedeutungsvoll ist. Das war die Planertätigkeit für mich nicht.

So habe ich begonnen, neben meinem Job noch Kurse und Seminare (Stress-/Zeitmanagement, MS Outlook, Arbeitsmethodik, …) zu halten, um damit anderen Impulse zu geben, mit denen es ihnen gelingt, ihren (Arbeits-)Alltag etwas leichter zu gestalten.

Und schließlich habe ich das ZEITBLÜTEN-Portal „ins Leben gerufen“. Mein Herzensprojekt!

Auch wenn es nicht immer ein einfacher Weg war – rückblickend sehe ich das heute so:

Hätte ich die Firma meines Vaters übernommen und den Fernlehrgang bestanden, wäre ich nicht in Wien gelandet, gäbe es die ZEITBLÜTEN nicht, hätte ich nicht diese Familie, nicht diesen Sohn. Und so schließt sich der Kreis wieder.

Meine Erkenntnis, die ich weitergebe:

„Geh deinen Weg, folge deinem Herzen und du wirst (irgendwann) zu dem finden, was dich erfüllt, was dich zufrieden, was dich glücklich macht.“

Und als Ergänzung die weniger populäre Botschaft: Für diesen lohnenswerten Weg sind oft viel Ausdauer, harte Arbeit und Selbstdisziplin erforderlich.

Geh deinen Weg – mag abgedroschen klingen, wie vielleicht auch die zwei vorgenannten Erkenntnisse, aber sie entsprechen genau meiner Erfahrung.

Fazit

Diese Erkenntnisse aus meiner Lebenserfahrung versuche ich meinem Sohn zu vermitteln. Er kann sich daran orientieren – oder auch nicht.

Ich kann nur vorleben, ihn inspirieren, Werte kommunizieren und versuchen, ihm ein Vorbild zu sein.

Aber er soll auch seine eigenen Fehler machen, seine (Um-)Wege gehen, Widrigkeiten erfahren, … Dadurch wird er als Persönlichkeit reifen und sich weiterentwickeln.

Ich bzw. wir als Eltern können ihm Rückhalt geben, versuchen, ihn im Beschreiten seines Weges zu bestärken. Und ich glaube, das ist ein gutes Fundament, um darauf sein eigenes Leben aufzubauen.

PS: Für die Vermittlung von Werten hatte ich ein gemeinsames Ritual etabliert. Darüber habe ich vor ca. vier Jahren einen Beitrag geschrieben:

» Mein Lieblingsritual mit Ablaufdatum

Mittlerweile ist mein Sohn aus diesem Alter raus, das in diesem Beitrag beschriebene Ablaufdatum ist also überschritten. Aber ich denke, dass dieses Ritual doch wesentlich zu einer positiven Einstellung zum Leben beigetragen hat.


Unabhängig davon, ob Sie selbst Kinder haben – welche Erkenntnisse beruhend auf Ihrer Lebenserfahrung geben Sie anderen weiter? Oder welche würden Sie Ihrem jüngeren Ich mitteilen?

Zum Weiterlesen:



Kommentare

  • Mechthild G.

    Ich finde es toll auch mal so einen persönlichen Artikel von Ihnen zu lesen und ein Foto zu sehen. :-)

    Mechthild G. antworten
  • goran

    wie sie richtig schreiben sind halt meistens auch viel selbstdisziplin, harte arbeit, rückschläge und ausdauer nötig wie auch ihr weg zeigt. nur wollen das halt die meisten nicht sehen und warten oft ein ganzes leben lang, bis ihnen das glück in den schoß fällt. bis das leben fast vorbei ist und sie frustriert sind, weil das glück von alleine nie gekommen ist. jeder ist seines glückes schmied, das gebe ich meinen kindern weiter.

    was ich meinen kindern noch sage, ist, dass immer alles zurückkommt. wenn sie sich anderen gegenüber gut und respektvoll verhalten, werden sie auch von anderen respekt bekommen. wenn sie mit anderen teilen, werden auch andere mit ihnen teilen. wenn sie zu anderen schlecht sind etc.

    goran antworten
    • Ja, das eigene Verhalten anderen gegenüber, die Worte, das Tun, die Handlungen – alles hat in der Regel Folgen. Abhängig von unserem eigenen Verhalten, Tun, unseren Worten und Handlungen werden auch die Folgen entsprechend ausfallen. Meistens. Danke Goran!

      Burkhard Heidenberger antworten
  • Marita Klein

    Lieber Herr Heidenberger,

    ich bin seit Jahren stille Leserin Ihrer wundervollen Beiträge => vielen herzlichen Dank dafür! Und besonders diese persönlichen Zeilen, die ich gerade verschlungen habe, öffnen mein Herz! Und unterstreichen auch meinen bisherigen Weg ;-) => genauso ist es im Leben!

    Wie DANKBAR wir doch sein können für all das, was uns widerfährt … und das bin ich täglich! Ich lebe seit knapp 3 Jahren in Spanien und bin sehr dankbar, auch von hier für meine Kunden tätig sein zu dürfen. Und besonders hier erkenne/erlebe und schätze ich die LEBENSWERTE mehr denn je!

    Vielen Dank für Ihre Beiträge weiterhin und Ihnen & Familie nur das Beste… herzliche Grüße von der Costa Blanca sendet Marita Klein

    Marita Klein antworten
    • Ganz Ihrer Meinung, denn Dankbarkeit trägt wesentlich zum (nicht nur) eigenen Wohlbefinden und zu mehr Zufriedenheit im Leben bei. Zudem fördert sie die Achtsamkeit, eine positive Grundhaltung und damit auch die Lebensfreude.

      Danke schön, Frau Klein! :-)

      Und schöne Grüße nach Spanien

      Burkhard

      Burkhard Heidenberger antworten
  • Peter Müller

    “Gehe deinen Weg” hätte ich auch weitergegeben, er macht es aber schon selbst und so bleibt mir, ihn dabei zu unterstützen, anstatt ihn zur Übernahme des elterlichen Unternehmens zu drängen, obwohl ich das auch gerne gesehen hätte.

    Der Umgang mit Geld ist für mich eine wertvolle Hilfestellung. Ich hatte darin keine Lehrer und viel Lehrgeld gezahlt.

    Drittens: Man muss nicht mit dem Strom schwimmen. Bleib dir treu, was immer auch Andere dir einreden wollen.

    Vielen Dank Herr Heidenberger für Ihre Zeitblüten, die sind in der heutigen Medienlandschaft wirklich was Besonderes.

    P.S. Ihr Ritual wurde zufällig auch bei uns so praktiziert. Unser Sohn hatte zu allem eine negative Sichtweise, auch geprägt durch seinen besten Freund. Das Ritual hat bei ihm eine völlig neue positive Grundhaltung etabliert, die sich bis heute – 18 Jahre später – noch gehalten hat, obwohl das Verfallsdatum schon lange vorbei ist.

    Peter Müller antworten
    • Schöne Ergänzungen, danke – insbesondere sich selbst treu bleiben, finde ich auch wichtig. Und toll, dass sich die Sichtweise Ihres Sohnes durch das Ritual so zum Positiven verändert hat!

      Ich kann natürlich vollkommen nachvollziehen, wenn Eltern sich wünschen, dass ihr Unternehmen von den Kindern weitergeführt wird. Ein verständlicher Wunsch. Ich wäre allerdings nie wirklich glücklich damit geworden, und heute sieht mein Vater es auch so, dass der von mir gewählte Weg der für mich richtige war.

      Burkhard Heidenberger antworten
  • Berliner

    Ich habe Sie mir älter vorgestellt.

    Berliner antworten
  • Evanthía

    Lieber Herr Heidenberger,

    ich lese Ihre Zeitblüten nun schon seit ca. 2 Jahren und sie sind für mich zu einem wichtigen Begleiter geworden. Ihr o. a. Wunsch, für andere etwas Bedeutungsvolles zu schaffen, ist offenkundig aufgegangen. Das wollte ich Sie einfach mal wissen lassen.

    LG

    Evanthía

    Evanthía antworten
  • Ramona

    Ganz wunderbar, was ich hier nach Ihrem Eintrag zu lesen bekomme, sehr geehrter Herr Heidenberger. Ich schließe mich sehr gern an. Die 3 Erkenntnisse passen exakt auf meine letzten Lebenserfahrungsmonate und haben mir geholfen, selbst zu wachsen.

    Wenn mein Sohn diese Erkenntnisse hören möchte, dann gebe ich ihm gern davon ab, und zwar aus tiefster Überzeugung. Im Moment werde ich aber eher nur beiseite gestellt, denn mit 19 pocht er auf seine eigenen Erfahrungswege und das steht ihm zu, auch weil es wichtig ist.

    So gern würde ich oft “weise” und vorhersagend auf bestimmte Muster hindeuten. Aber das will er gar nicht hören …

    Bleibt das Vorleben, das Vorbild und die Erkenntnis von ihm selbst, dass ich oft tatsächlich das Richtige empfohlen habe, wenn er mich lässt.

    Ich wünsche einen schönen Tag an Sie und alle Ihre Leser, sehr geehrter Herr Heidenberger. :) Ramona

    Ramona antworten
    • Sie haben vollkommen recht, man sollte die Kinder ihre eigenen Erfahrungswege gehen lassen.

      Auch wenn die Kinder so manch gut gemeinten Ratschlag nicht hören wollen, werden sie hin und wieder doch feststellen, dass die Eltern damit gar nicht so unrecht hatten, aber das werden sie wahrscheinlich nicht zugeben. War in meiner Jugend auch nicht anders. ;-) Vielen Dank, Ramona!

      Burkhard Heidenberger antworten
  • Andrea W.

    Vielen Dank für diesen tollen Artikel. Er hat mich dazu angeregt, nochmal darüber nachzudenken, was ich meinen Kindern mit auf den Weg geben möchte und welche Werte mir wirklich wichtig sind.

    Insbesondere das Thema “Stärken stärken” finde ich großartig. Als Kind war ich oft traurig, da ich ich total unsportlich war und bei Ballsportarten zwei linke Hände hatte. Das hat sich geändert, als ich herausgefunden habe, dass Rudern genau der richtige Sport für mich ist. Ich bin sehr groß und nicht sonderlich geschickt, aber beim Rudern profitiere ich genau von dieser Größe. Und dank dieser Sportart und dem damit verbundenen Muskelaufbau kann ich endlich aufrecht durchs Leben gehen und stolz auf meine Größe sein. Daher versuche ich unserer großen Tochter auch dabei zu helfen, die Vorteile ihrer Größe zu erkennen.

    Ihr Lieblingsritual mit Ablaufdatum habe ich auch einige Zeit ähnlich mit unserer ältesten Tochter praktiziert, da wir beide dazu neigen, als erstes das Negative zu sehen. Es hat uns beiden sehr geholfen, unseren Blick auf das Positive zu richten. Großartig! Wenn ich daran denke, fange ich automatisch an zu grinsen.

    Viele Grüße und Ihnen einen wunderbaren Tag!

    Andrea

    PS: Durch das Lesen Ihres Artikels hatte ich auf jeden Fall einen guten Start in den Tag.

    Andrea W. antworten
  • Sabine Scherer

    Vielen Dank für diesen Beitrag!

    Meine wichtigste Erkenntnis (und Erfahrung):

    Wenn du etwas wirklich willst, dann schaffst du es auch. Vielleicht nicht sofort, vielleicht nicht in diesem Jahr, aber irgendwann kommt es. Also bleib dran.

    Viele Grüße nach Wien!

    Sabine Scherer antworten
  • Urs Nüesch

    Toller Artikel mit schönen Impulsen! – Ich werde ihn gerne weiterleiten.

    Vielen Dank dafür!

    Urs Nüesch antworten
  • Regina

    Lieber Burkhard,

    hab Deinen persönlichen Beitrag sehr gern gelesen. Schön, dass Du von Dir und Deiner Familie erzählst! Das Bild von Dir mit Deinem Sohn gefällt mir sehr!

    Ich habe keine eigenen Kinder, jedoch zwei Patenkindern. Eines ist ein schwerbehinderter, junger Mann (18). Ihm kann ich keine Tipps beibringen, hab auch das Bedürfnis nicht, denn ER ist mir Lehrer.

    Das andere Patenkind ist eine Teenie (15), ihr möchte ich mitgeben:

    • Scheitern ist erlaubt, wie oft ist egal. Wichtig ist, immer wieder aufzustehen.
    • Fehler sind erlaubt, aus Fehlern lernt man. (Ich lerne vor allem aus Fehlern!)
    • “Sei du selbst! Von den andern gibt es schon genug!” Hier gefällt mir, dass jede/-r ein Original ist, einzigartig, unverwechselbar. Das ist ein grosses Geschenk. “Sei ver-rückt!” möchte ich ihr auch sagen!

    Danke, Burkhard, für Deine sehr guten Tipps!

    Herzliche Grüsse zu Dir nach Wien

    Regina

    Regina antworten
    • Liebe Regina,

      danke für Deinen Beitrag!

      Deine Erkenntnisse, die Du Deinem Patenkind mitgibst, gefallen mir sehr. Und dass das andere Patenkind Dir Lehrer ist – toll!

      Ja, aus Fehlern lernt man. Ich habe selbst aus eigenen Fehlern mit am meisten gelernt. Deshalb ist es meiner Meinung nach so wichtig, das jeder seine Fehler machen soll/darf.

      Herzliche Grüße

      Burkhard

      Burkhard Heidenberger antworten
  • Marie

    DANKE fürs Teilen und Schenken Ihrer Gedanken.

    Oft schreiben Sie genau im richtigen Moment die Antwort auf aktuelle Fragen und Themen. Sie haben ein erstaunliches Gespür für die Bedürfnisse Ihrer Leserschaft und die Gabe, es so zu formulieren, dass jeder rauslesen kann, was er braucht ;-)

    Zumindest kommen viele Botschaften bei mir an.

    Marie antworten
  • Bernd Waldenmeyer

    Vielen Dank für die Anregungen. Haben mir sehr gefallen. Freut mich jedes Mal.

    Was ich mich aber dennoch frage: Wo bleibt die Tochter? Soll an die nichts weitergegeben werden? Tochter ist wohl mit gemeint, aber das finde ich irgendwie unfair. Mädchen sind doch eigenständige Personen und nicht nur mit gemeint!

    Könnte es nicht vielleicht heißen: Weitergeben an Kinder?

    Bernd

    Bernd Waldenmeyer antworten
    • Danke Bernd!

      Aber bitte nicht missverstehen, denn natürlich könnte es auch Tochter heißen. Aber weil ich nur einen Sohn (und keine Tochter) habe und sich der Artikel darauf bezieht, was ich persönlich an meinen Sohn weitergebe, ist die Formulierung entsprechend gewählt.

      Burkhard Heidenberger antworten
  • Jeannine Rockstroh

    Vielen Dank für den Beitrag. Ich bin ebenso stille Leserin seit Jahren. Ihr Newsletter bleibt bei jeder “Aufräum- und Abmeldeaktion” erhalten.

    Es gibt bei uns auch Werte, die wir vermitteln:

    1. Sei glücklich. Oder versuche es zumindest. Soll heißen, dass unsere Töchter sich nicht in Kummer verrennen und unglücklich in Beziehung, Arbeit etc. sein sollen, sondern etwas tun, sein oder eine Beziehung führen sollen, die glücklich macht.

    2. Geht nahtlos über in Punkt 2. Mache etwas (Berufliches), woran du Spaß hast, nicht wo Ruhm oder Geld eine zentrale Rolle spielen. Man macht seinen Job 8 h am Tag, dann sollte es etwas sein, was einem Spaß macht.

    3. unterteilt sich in Zeit ist kostbar – nutze sie und sei Du selbst – verbiege Dich nicht.

    Natürlich gib es noch mehr Werte, die wir mitgeben, aber das sind die größten und wichtigsten.

    Jeannine Rockstroh antworten
  • Christian G.

    Lieber Herr Heidenberger,

    seit einigen Jahren nehme ich mir immer die Zeit, Ihre Zeitblüten zu lesen. Dieser persönliche Beitrag von Ihnen hat mich besonders angesprochen.

    Ich habe ihn an meine vier Söhne und meine drei Töchter (!) weitergeleitet.

    Christian G. antworten
  • Maya

    Hallo Herr Heidenberger,

    manchmal wünsche ich mir wie ein Kind eine Zeitmaschine zu erfinden und in die Vergangenheit zurückzureisen, dann hätte ich vieles anders gemacht. Ich denke, diesen Wunsch haben viele viele Menschen.

    Ich würde meinen Kindern sagen:

    • lernen Geduld zu haben
    • Entscheidung vernünftig treffen, sich vorher nützliche Informationen holen
    • keine Angst von nichts und niemandem haben, denn auf diese Art und Weise kann man stark werden und Selbstvertrauen gewinnen

    Wie unvollkommen der Mensch ist!

    Herzliche Grüße

    Maya antworten
  • Zunächst mal auch von mir: es ist mir immer wieder eine Freude und Bereicherung, Ihre Artikel zu lesen, gerne auch öfter – so wie diesen.

    Mir ist dabei eingefallen, eine Erfahrung, die ich meiner Tochter weitergegeben habe, ist diese:

    Sie erzählte mir, als sie noch recht jung war, dass ein Freund sich Geld von ihr borgen möchte, und wie sie wohl damit umgehen solle. Meine Erfahrung, die ich Ihr weitergab, war: “Wenn möglich, verleihe nie mehr, als Du auch verschenken könntest, dann ist es nicht wirklich wichtig, ob Du es zurückbekommst… “.

    Ich schreibe das, weil sie daraus für sich einen bewundernswerten Umgang mit Geld kultiviert hat. Sie hat bis heute immer etwas übrig für andere und selbst immer genug – egal wieviel es auch gerade ist.

    Klaus Butz antworten

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