Energiemanagement: Die Waschbecken-Theorie

Marcel Haselof hat mir ein recht anschauliches „Bild“ zum Thema Energiemanagement per E-Mail gesendet, das ich hier gerne veröffentliche. Herzlichen Dank, Herr Haselof!

Meine Waschbecken-Theorie

Ich arbeite in einem Unternehmen als Projektleiter für Sonderprojekte. Nachdem all die stressbehafteten Stunden im Büro und die Außentermine am Tagesende an meinen Energiereserven gezogen haben, ist es an der Zeit, diese wieder aufzufüllen.

Im Prinzip funktioniert das wie bei einem Waschbecken, in das Wasser eingelassen wird.

Wer das Becken weiter füllen möchte, muss nur dafür sorgen, dass der Abfluss nicht stärker als der Zufluss ist.

Da sich jedoch der Energiezufluss innerhalb der täglichen Routine zumeist in Grenzen hält, ist dies ein schwieriges Unterfangen. Der Energiezufluss ist gegenüber dem -abfluss häufig verschwindend klein.

Oft wird versucht, den Zufluss zu erhöhen, und wenn dieser nicht weiter gesteigert werden kann, wundern wir uns, warum diese Technik keine Früchte trägt. Hier wird wirklich Energie verschwendet.

Häufig lohnt sich eine Änderung der Sichtweise. Der Gedanke an das Waschbecken ist der Schlüssel.

Denn der naheliegendste Schritt, um das Waschbecken zu füllen, wäre, den Abfluss zu verringern, bestenfalls sogar zu stoppen.

Dann bedarf es nicht mehr eines so großen Energiezuflusses für ein volles Waschbecken mit Energie.

DI Marcel Haselof

Zum Weiterlesen: 



Kommentare

  • Andreas

    Wie im Waschbecken gilt es im Leben eine gewisse Hygiene zu wahren.
    Was liegt im Waschbecken & verringert durch seine Anwesenheit das eingefüllte Volumen, evtl. verstopft es sogar den Abfluss & “verdreckt” den Inhalt?

    Andreas antworten
  • Karin Scharl

    Das “Waschbecken” erinnert mit an Veränderungen im Leben.

    Ich habe lange versucht, mir “Dinge”, die mich persönlich gestört haben, abzugewöhnen, was “nicht” geklappt hat, der Erfolg kam/kommt eh nur in ganz kleinen Schritten und auch nur mit einer anderen Sichtweise und einer anderen “Ausgleichshandlung” (ganz wichtig für mich) sozusagen einer anderen Gewohnheit … ;-D

    Und da ich es “alleine” nicht geschafft habe, hab ich mir eine “Krücke” gesucht und sie in Form eines Buches gefunden. Es bedeutet aber nicht, dass mir durch die “Krücke” alles von alleine in den Schoß fällt, ich “muss” ganz schön h a r t daran arbeiten und zwar “bis zum Lebensende”, es ist sozusagen eine “Lebensaufgabe”.

    Karin Scharl antworten
  • Das Waschbecken ist auch eine gute Metapher für folgende typische Situation:

    Andere Leute wie Kunden, Vorgesetzte, Kollegen, Angehörige, Freunde (?) nutzen dein Waschbecken, um dort ständig Stress einzufüllen. Das sind Aufgaben, Termine, etc. – alles, was sie dir aufhalsen möchten, weil sie es selbst nicht tun wollen oder können.

    Du selbst hast natürlich ohnehin schon deine eigenen Sachen im Becken und die Geschwindigkeit, mit der du alles erledigen kannst, ist durch die Größe des Abflusses begrenzt.

    Früher oder später verstopft der Abfluss, dann geht gar nichts mehr (Krankheit, Herzinfarkt, Burnout, …).

    Daher wichtig: Finde eine Abdeckung für dein Becken, sodass nur du selbst bestimmst, was reinkommen kann und andere keine Chance haben, selbst etwas reinzugeben!

    Und wenn das Waschbecken einmal leer ist, so darf und soll das ruhig eine Zeit lang so sein, denn das ist dann Urlaub.

    Wolfgang Becker antworten
    • Sylvia

      Mein Fortsetzungsbild:

      Und in diesem Urlaub – wenn das Waschbecken leer ist – kann es wieder schön glänzend geputzt werden, dass wir uns darin regelrecht sonnen können …. so wie im Urlaub eben…

      Dieses Bild habe ich jetzt beim Lesen der Urlaubs-Metapher spontan vor mir!

      Und dann nach dem Urlaub (dem Sonnenglanz) sollten wir es weiterpflegen und nicht gleich wieder bis zum Rand anfüllen … mit Arbeit oder anderen “Energie raubenden Dingen”, oder?

      Sylvia antworten

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