10 Tipps für Ihre Datensicherung

Das Thema Datensicherung wird häufig gerne vernachlässigt, auch deshalb, weil es mit einem gewissen Aufwand verbunden ist. Aber wer schon mal mit einem Datenverlust und den daraus resultierenden Folgen konfrontiert wurde, ist vom „Wird-schon-nichts-passieren“-Denken geheilt.

Ein Datenverlust ist in der Regel immer mit Zeitaufwand, Kosten und Ärger verbunden – auch abhängig von der Art der Daten. Und dabei kann es so schnell gehen: Speichermedium defekt, PC defekt oder gestohlen etc.

Wenn dann wichtige/heikle Daten unwiederbringlich verloren sind, kann das für ein Unternehmen sogar zu einer Existenzgefährdung führen.

Während in den meisten Unternehmen eine regelmäßige Datensicherung Usus ist, wird eine solche im Privatbereich eher vernachlässigt.

Man sollte sich stets die möglichen Konsequenzen bedingt durch einen Datenverlust vor Augen führen. Dadurch erhält man ein recht gutes “Gefühl” für die Erfordernis einer regelmäßigen Datensicherung.

Wenn Ihnen die Notwendigkeit einer Datensicherung bewusst geworden ist, sollten Sie einen Plan aufstellen. Es gilt zu klären,

  • welche Daten und Dokumente Sie sichern wollen,
  • in welchen Intervallen Sie diese sichern,
  • worauf Sie die Daten sichern (Speichermedium),
  • mit welcher Software Sie diese sichern.

10 Tipps für eine effektive Datensicherung

  1. Daten regelmäßig sichern
    Die Sicherungsintervalle sind abhängig davon, wie oft die zu sichernden Daten bearbeitet bzw. aktualisiert werden. Je häufiger die Bearbeitung der Daten, desto kürzer die Sicherungsintervalle.
  2. Auf externen Speichermedien sichern
    Die Daten sind auf externen Speichermedien zu sichern. Also nicht auf einer eigenen Partition auf der Festplatte, sondern außerhalb vom Computer (z. B. in einer Cloud, auf einer DVD, externen Festplatte etc.).
  3. Räumlich getrennt
    Mindestens eine Sicherung sollte räumlich getrennt aufbewahrt werden. Gehen wir mal vom ungünstigsten Fall aus: Das Büro oder die Wohnung brennen aus. Obwohl das schon eine große Tragödie an sich ist – wenn auch noch wichtige Daten unwiederbringlich verloren sind, dann wiegt das Ganze umso schwerer.
  4. Backup testen
    Die ganze Datensicherung bringt nichts, wenn die Daten bei Verlust nicht wiederhergestellt werden können. Deshalb sollten Sie stets testen, ob die Rücksicherung problemlos funktioniert.
  5. Welche Daten sichern
    Überlegen Sie genau, welche Daten Sie regelmäßig sichern wollen. So ist es z. B. in der Regel nicht sinnvoll, Programmdateien zu sichern, da diese durch eine Neuinstallation problemlos wiederhergestellt werden können.
  6. Achtung bei Neuinstallationen
    Vor allem vor Neuinstallationen von Programmen sollten Sie eine Datensicherung durchführen. Es kann durchaus vorkommen, dass nach der Installation eines Programms nichts mehr so funktioniert, wie es funktionieren sollte.
  7. Komplett- und Teilsicherung
    Manchmal ist es sinnvoll, neben einer Teilsicherung (nur ausgewählte Dateien) eine Komplettsicherung der Festplatte zu machen (Image). Ist Ihr PC optimal eingerichtet und läuft alles wie am Schnürchen, ist das Anlegen einer Image-Datei (mit einer entsprechenden Software) sinnvoll. So können Sie bei Problemen Ihren PC immer wieder in den „funktionierenden“ Zustand zurücksetzen.
  8. Eindeutige Bezeichnung
    Aus dem Backup sollte genau hervorgehen, welche Dateien mit welchem Stand sich auf der Sicherung befinden.
  9. Sicherungsdatei nicht zu groß
    Lassen Sie die Sicherungsdatei nicht zu groß werden, damit die PC-Ressourcen beim Rücksichern auch ausreichend sind.
  10. Sicherungssoftware
    Nutzen Sie am besten eine Sicherungssoftware. Einmal eingerichtet nimmt Ihnen diese viel Arbeit ab, denn Sie speichert die ausgewählten Daten in den gewünschten Intervallen automatisch.

Zum Weiterlesen:



Kommentare

  • Eine Ergänzung zum sehr schönen und wichtigen Artikel:

    Ich empfehle neben regelmäßigen Backups die Daten zusätzlich immer auf zwei separaten externen Datenträgern zu lagern und niemals beide Datenträger gleichzeitig am Rechner angeschlossen zu haben. Es gibt heutzutage Computerviren, die alle Nutzerdaten komplett verschlüsseln (z.B. Cryptowall 3.0) und wenn zu diesem Zeitpunkt der Backup-Datenträger angeschlossen ist, hat der Anwender verloren, da auch seine Backups verschlüsselt sind.

    Sinnvoll ist also immer, ein Backup “offline” zu halten und die Backups regelmäßig einzeln zu aktualisieren.

    Mario Laars antworten

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