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14 einfache und funktionierende Tricks für mehr Trinkgeld

Trinkgeld ist in einigen Branchen ein fester Bestandteil des Einkommens. Hier sei vor allem der Gastronomiebereich genannt. Schlussfolgerung:
Je mehr Trinkgeld, desto mehr Einkommen und desto mehr bleibt am Ende des Monats auf der hohen Kante.
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Der kürzeste Weg zu einem Menschen mehr Trinkgeld ist ein Lächeln (Tipp 6)

Aber wie erhalten Sie mehr Trinkgeld?

Nun gibt es einige praxisbewährte und teils durch Studien belegte Tricks für mehr Trinkgeld am Ende des Tages. Und hier sind sie:

1. Wiederholen der Bestellung

Nehmen wir an, Sie sitzen mit Ihrer Familie gemütlich in einem Cafe und dann geht’s an die Bestellung. Eine Kellnerin tritt an Ihren Tisch und nimmt die Bestellung auf. Aber sie nimmt sie nicht nur auf, sondern wiederholt Ihre Bestellung. Studien haben gezeigt, dass allein dieses Wiederholen bis zu 50 % mehr Trinkgeld zur Folge haben kann. Psychologen begründen dies darin, dass die Wiederholung eine Art „Wir-Gefühl“ schafft und dem Kunden eine Form der Bestätigung vermittelt.
Natürlich sollte das Ganze vom Servicepersonal dezent und nicht aufgesetzt erfolgen.
Ein weiterer Vorteil der Wiederholung besteht darin, dass damit mögliche Missverständnisse bei Aufnahme der Bestellung von vornherein aus dem Weg geräumt werden.

2. Das Ja-Nicken

Dieser Trick führt nicht nur zu mehr Trinkgeld, sondern steigert generell den Umsatz. Es gibt ja auch Lokale, in denen das Personal am Umsatz beteiligt wird. Ein Beispiel: Die Kellnerin räumt – nachdem Sie Ihren Kaffee konsumiert haben – den Tisch ab und fragt: „Darf es noch ein Stück Kuchen oder sonst etwas sein?“ Wenn sie die Frage mit einem leichten Kopf-Nicken ergänzt, erhöht das die Wahrscheinlichkeit einer Zusatzbestellung erheblich.
Dieses dezente Nicken sollte aber keinesfalls unnatürlich und offensichtlich ausfallen. In manchen Lokalen lässt sich dieser „Trick“ beim Personal beobachten, was auf ein gut geschultes Personal schließen lässt.

3. Unauffällige Berührung

Auch ein Trick, dessen Wirksamkeit durch Studien nachgewiesen wurde: Wenn die Kellnerin – um beim Beispiel zu bleiben – Sie unauffällig und leicht berührt, kann sich das auch positiv auf deren Trinkgeld auswirken.
Ein leichtes Streifen an der Schulter oder an der Hand könnte eine solche unauffällige Berührung sein. Auf alle Fälle so, dass diese kurze Berührung nicht gekünstelt oder als Belästigung wahrgenommen wird.
Bei Stammkunden ist das natürlich nicht angebracht. Bei denen wäre es irgendwann auffällig und wird negativ bewertet.

4. Mit Namen vorstellen

Während es in anderen Ländern, beispielsweise in den USA, durchaus üblich ist, dass sich das Personal mit Namen vorstellt, ist dies in unseren Breiten eher unüblich.
Ein Name schafft sofort etwas Vertrautheit und daraus resultiert auch wieder das Mehr an Trinkgeld.
Als Alternative zur persönlichen Vorstellung kann auch ein Namensschild dienen, auf dem der Vorname (und Nachname) gut lesbar ist.

5. Eine kleine Aufmerksamkeit

Und das muss nichts Großartiges sein. Einfach eine Geste oder ein kleines Geschenk als Zeichen der Wertschätzung. Dazu zwei Beispiele: In einem Restaurant bekommen die Kinder beim Verabschieden stets eine Süßigkeit mit auf den Weg. In einer kleineren Gastwirtschaft begrüßt der Besitzer die Gäste mit einem Händedruck. Natürlich wird das auch bewusst für die Kundenbindung eingesetzt und vielleicht auch für mehr Trinkgeld. Aber wenn diese kleinen Gesten aufgesetzt und künstlich rüberkommen, verfehlen sie mit Sicherheit ihre Wirkung.
Und auch diese Zeichen der Wertschätzung allein machen es nicht aus. Es muss immer das Gesamtpaket stimmen.

6. Lächeln

Insbesondere im Servicebereich hat das bekannte Sprichwort seine Gültigkeit:
Der kürzeste Weg zu einem Menschen ist ein Lächeln.
Ein Lächeln in Verbindung mit Augenkontakt wirkt sich in der Regel positiv auf die Trinkgeldkassa aus.

7. Aufmerksamkeit schenken

Menschen schätzen die Aufmerksamkeit. Eine Nachfrage nach dem Befinden, ein kurzer Smalltalk – all das zeugt von Aufmerksamkeit dem Kunden bzw. Gast gegenüber.

8. Auf gleicher Augenhöhe

Die positiven Auswirkungen auf die Höhe des Trinkgeldes mit diesem „Trick“ wurden ebenfalls nachgewiesen: Das Servicepersonal begibt sich bei der Bezahlung in Augenhöhe des Gastes. Das heißt, sitzt der Gast, so sollte sich der Kellner nach Möglichkeit auch hinsetzen. Allerdings könnte dieses Vorgehen vielleicht auch den ungewollten Eindruck eines übermüdeten Kellners vermitteln.

9. Ein „Danke“ auf der Rechnung

Ein handgeschriebenes „Danke“ auf der Rechnung und vielleicht ergänzt mit „Noch einen schönen Tag“ kann dazu beitragen, dass der Gast das Lokal in guter Erinnerung behält und das Trinkgeld etwas höher ausfallen lässt.

10. Informieren, beraten, empfehlen

Es kann durchaus vorkommen, dass man nach erfolgtem Blick in die Speisekarte um nichts schlauer ist als vorher. Fragen über Fragen. Gut, dann bittet man das Personal um klärende Antworten. Damit dieses beratend zur Seite stehen oder sogar eine Empfehlung aussprechen kann, ist entsprechendes Wissen Voraussetzung. Eine Empfehlung, die auch nach dem Geschmack des Gastes ausfällt, hat in der Regel gutes Trinkgeld zur Folge.

11. Gepflegtes Äußeres

Ein gepflegtes Äußeres sollte selbstverständlich sein – die Frisur, vor allem die Hände, aber auch die Kleidung müssen passen. Trauerränder unter den Fingernägeln – ein absolutes No-Go! Und auf ein fettes Trinkgeld braucht man damit auch nicht zu hoffen.

12. Auffallen, aber mit Stil

Noch etwas zur Kleidung: Eine etwas ausgefallenere Kleidung kann durchaus Einfluss auf die Höhe des Trinkgeldes haben. Natürlich muss diese authentisch und stilvoll ausfallen. Als Beispiel sei hier ein rustikales, ländliches Lokal mit zwei Kellnerinnen genannt. Beide freundlich und kompetent. Die eine trägt konventionelle Kleidung, die andere ein Trachtenkleid. Wer wird wohl mit mehr Trinkgeld nach Hause gehen? Zweitere!

13. Freundlichkeit und Höflichkeit

Gut, die zählen jetzt nicht wirklich zu den Tricks. Dennoch gehören sie der Vollständigkeit halber hier erwähnt. Freundlichkeit und Höflichkeit sollten eigentlich als selbstverständlich gelten, lassen aber doch häufig zu wünschen übrig.

14. Positiv überraschen

Dieser Punkt kann auch als Zusammenfassung der vorher genannten Tricks gesehen werden.
Es geht immer darum, zu überraschen – und das positiv. Und immer etwas mehr bieten, als der Standard ist. Das lässt nicht nur die Trinkgeldkassa klingeln, sondern trägt auch zur Kundenbindung bei.
Diese hier gelisteten Tricks bedürfen auch einiges an Übung. Denn fehlt die Übung, dann wirken die einzelnen Handlungen unnatürlich und aufgesetzt. Und das kann genau die gegensätzliche Wirkung zur Folge haben. Natürlich sind diese Tricks nicht in jeder Branche und auf jeden umsetzbar. Zum Weiterlesen:
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