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Chaos oder Ordnung – wozu tendieren Sie?

Hin und wieder komme ich in ein Unternehmen mit einem Großraumbüro. Es gibt wenige Orte wie ein Großraumbüro, die mit einem Blick die unterschiedlichen „Ordnungstypen“ erkennen lassen. So zahlreich die Schreibtische, so unterschiedlich die darauf vorherrschende bzw. fehlende Ordnung: Das sind die zwei Extreme. Dann gibt es einige Schreibtische, deren Benutzer einen Mittelweg zwischen Ordnung und Chaos gefunden haben. pxb_chaos-ordnung

Chaos oder Ordnung – wozu tendieren Sie?


Der Schreibtisch lässt Rückschlüsse zu

Ob Chaos oder Ordnung – der Zustand auf dem Schreibtisch lässt häufig Rückschlüsse auf die Zusammenarbeit mit der entsprechenden Person zu.
Denn die Unordnung auf dem Schreibtisch ist oft das Resultat von fehlender bzw. mangelhafter Selbstorganisation, welche wiederum zu ineffizienten Arbeitsabläufen führt. Dementsprechend kann sich die Zusammenarbeit gestalten.
Nun ist der Zustand auf dem Schreibtisch üblicherweise nicht auf diese kleine Fläche begrenzt:

Merkmale von Chaos- und Ordnungstypen

Natürlich gilt es stets, mit dem „Einordnen in Schubladen“ vorsichtig zu sein, so auch bei der Kategorisierung in Chaos- und Ordnungstypen. Diese Typen unterscheiden sich in der Ausprägung des Ordnungssinnes.
Während der Chaostyp zur Unordnung tendiert, ist der Ordnungstyp eine ordnungsliebende Person und darauf bedacht, in möglichst allen Lebensbereichen klare Strukturen zu etablieren.
Im Folgenden habe ich einige Merkmale und Eigenschaften aufgelistet, die auf den entsprechenden Typ schließen lassen.

Was kennzeichnet Chaostypen?

Was kennzeichnet Ordnungstypen?

Erkennen Sie sich in einem dieser Typen wieder?

Im Folgenden habe ich jeweils acht Punkte für beide Typen zusammengestellt. Abhängig davon, wie vielen der aufgelisteten Punkte Sie zustimmen können, lässt sich ausmachen, zu welchem Typ Sie tendieren.

Chaostyp

Zählen Sie sich eher zum Chaostyp?
  1. In meiner Kindheit/Jugend konnten wir uns vieles nicht leisten.
  2. Die Suche nach Dokumenten/Belegen/Gegenständen ist für mich meist nervenaufreibend und mit längeren Suchzeiten verbunden.
  3. Ich neige dazu, (unangenehme) Aufgaben aufzuschieben.
  4. Ich verlasse mich beim Treffen von Entscheidungen primär auf meine Intuition.
  5. Ich besitze zu Hause zahlreiche Geräte/Gegenstände, die ich in den letzten fünf Jahren nie benötigt habe.
  6. Mir wäre es unangenehm, müsste ich einem unangemeldeten Besucher meine Wohnung zeigen.
  7. In meinem Kleiderschrank sind mehrere Kleider, die ich in den letzten zwei Jahren nicht getragen habe.
  8. Ich neige dazu, mir Dinge anzuschaffen, die ich nicht brauche.

Ordnungstyp

Oder doch eher der Ordnungstyp?
  1. Was ich mir vornehme, schaffe ich meistens.
  2. Ich lasse mich nicht so schnell unterkriegen.
  3. Bevor ich eine Entscheidung treffe, wäge ich daraus resultierende Vor- und Nachteile ab.
  4. Das Loslassen fällt mir nicht sonderlich schwer.
  5. Ich führe regelmäßig Aufräumaktionen durch (am Arbeitsplatz, in der Wohnung).
  6. Ich kann mich und meine Arbeit gut organisieren – Stichwort Zeitmanagement.
  7. Ich neige zu Perfektionismus.
  8. Wenn ich an etwas arbeite, lasse ich mich nicht ablenken.

Wenn Ordnung oder Chaos zur Belastung werden

Nun gibt es Chaostypen, die mit ihrem Hang zur Unordnung gut zurechtkommen. Aber es gibt auch Personen, die darunter leiden – sowohl im Arbeits- als auch im Privatbereich. Diese Belastung ist umso größer, je mehr das Chaos die reibungslosen Arbeitsabläufe und den Alltag behindert. Ein Extrem in diesem Zusammenhang stellt das Messie-Syndrom dar. Aber es gibt auch die andere extreme Seite: krankhafter Ordnungswahn. Also wenn die Ordnung zu einem Zwang wird und dieses starke Ordnungsbedürfnis sogar den Menschen im persönlichen Umfeld auferlegt wird.
Solche Extreme benötigen immer Hilfe von außen – beispielsweise von einem Therapeuten.

Vom Chaos zur Ordnung – ist das möglich?

Meiner Erfahrung nach können auch Chaostypen eine nachhaltige Ordnung schaffen, z. B. auf dem Schreibtisch.
Die Erfolgsaussichten sind umso größer, je näher man der persönlichen Schmerzgrenze gekommen ist – also je stärker die wahrgenommene Belastung durch das Chaos ist.
Erst dann sind die idealen Voraussetzungen gegeben, um Änderungen durchzuführen. Denn Ordnung hat auch viel mit Gewohnheiten zu tun. Mit der Änderung von Gewohnheits- und Denkmustern kann der Schwenk vom Chaos zur Ordnung gelingen. Hierzu gilt es, Strukturen aufzubauen, die dem Chaostypen guttun und ihn dabei unterstützen. Hier klicken für weiterführende praxisbewährte Impulse & Tipps auf Zeitblüten:
Und zum Weiterschmökern: hier alles zum Thema → Büroorganisation
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