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10 „Dinge“, die wir von Kindern lernen können

Von Kindern können wir uns einiges abschauen und lernen. Etwa das Neugierigsein (im positiven Sinne). Für Kinder ist vieles neu. Uns Erwachsenen ist diese kindliche Neugierde verloren gegangen – eben weil wir das meiste schon kennen, nicht so viel zu entdecken haben und deshalb auch mit weniger Achtsamkeit durch den Alltag gehen. Von den folgenden Fähigkeiten, die so ziemlich jedes Kind in sich trägt, könnten wir uns – zumindest hin und wieder – eine Portion aneignen. pxb-von-kindern-lernen_

Die Welt mit den Augen eines Kindes sehen

  1. Neugierde

    Kinder sind neugierig, auch auf Dinge, die für uns „Große“ selbstverständlich erscheinen.
  2. Der Blick auf Kleinigkeiten

    Dieser Blick auf Kleinigkeiten beruht auch auf der Neugierde. Ersichtlich, wenn ein Kind beispielsweise lange und fasziniert einen Schmetterling beobachtet. Alles, was uns Erwachsene kaum noch zum Staunen bringt.
  3. Ehrlichkeit

    Es heißt ja so schön: Kindermund tut Wahrheit kund. Wir Erwachsene tun uns oft damit etwas schwerer. Manchmal würde es uns guttun, berechnende gegen erfrischende Ehrlichkeit zu tauschen.
  4. Spaß am Leben

    Es tut gut, unbeschwerte Kinder zu sehen, wie sie spielen, lachen und einfach Spaß haben.
  5. Unbeschwertheit

    Viel an der kindlichen Unbeschwertheit ist uns Erwachsenen verloren gegangen. Was ja auch nachvollziehbar ist. Als Erwachsener lässt es sich nicht mehr so einfach völlig unbeschwert sein: berufliche Anforderungen, Verpflichtungen, Verantwortung für die Familie etc. Nichtsdestotrotz täte es uns hin und wieder gut, weniger zu grübeln.
  6. Leidenschaft und Begeisterung

    Kinder lassen sich schnell begeistern und entwickeln ungebremste Leidenschaften.
  7. Im Jetzt leben

    Kinder genießen den Moment, leben im Jetzt, ohne groß nachzudenken, was sein wird oder was war.
  8. Kinder haben keine Vorurteile

    Sie gehen unvoreingenommen auf andere zu. Was uns Erwachsenen oft schwerfällt und dazu führt, dass wir damit hin und wieder eine Chance verspielen.
  9. Von Herzen lachen

    So richtig lachen, und das von ganzem Herzen – das machen Kinder weitaus öfter als wir Erwachsene.
  10. Kinder hören zu

    Wenn wir ihnen erzählen, hören Kinder zu. Richtig zuhören fällt uns Großen manchmal schwer.

Passend zum Thema eine wunderbare ZEITBLÜTE, eingesendet von Kerstin Leussing: 

Von Kindern den Zauber des Lebens lernen

Zeitblüten sind Momente und Erlebnisse, die sich vom Alltag abheben, unser Leben bereichern und uns einfach guttun – persönliche Momente der Entspannung, des Wohlfühlens, des Krafttankens und des „Abschalten-Könnens“. Ich arbeite als Kindergartenleiterin in Seoul. Sehr wichtige Zeitblüten für mich sind die Kinder selbst. Wenn ich Zeit brauche, innehalten oder einfach mal mein Leben verlangsamen möchte, dann lasse ich mir von den Kindern die Welt zeigen. Das kann durch das Beobachten von Spielsituationen sein, oder eine gemeinsame Runde auf dem Hof, bei der wir unglaublich viele unscheinbare Dinge entdecken. Die Zeit, die Kinder sich nehmen, um das Leben zu erleben, geht uns Erwachsenen in der Hektik des Alltags oft verloren. Dabei ist es so leicht, einfach mal innezuhalten und auf die kleinen Dinge zu achten. Es kann schon entspannend sein, die Geduld zu erleben, die ein Kind aufbringt, um einen Tausendfüßler zu beobachten. Oder mit welcher Leidenschaft es einen Turm oder ein Haus baut. Oder mit welcher Intensität es ein Bilderbuch „liest“ oder ganz und gar im Malen eines Bildes versinkt oder die Entdeckung der Langsamkeit auf einer Wanderung durch die Natur. Kinder sind die faszinierendsten und intensivsten Zeitblüten, die mir das Leben bietet. Und jede einzelne Zeitblüte ist so individuell und schillernd wie ein Regenbogen, sodass das Leben auch in schwierigen Moment leicht sein kann. Kinder sind nicht nur große Lehrmeister, sie bringen uns auch die Zeit wieder nahe. Sie lehren uns, den Augenblick intensiv zu erleben, was wir in der Schnelllebigkeit unseres Alltags nur allzu leicht vergessen.
Die Kinder führen mir immer wieder den Zauber des Lebens vor Augen.
Kerstin Leussing

Eine kleine Übung:

Der Maler Matisse hat es einmal recht treffend auf den Punkt gebracht:
Man darf nicht verlernen, die Welt mit den Augen eines Kindes zu sehen.
Versuchen Sie bewusst über einen bestimmten Zeitraum – und wenn es nur für eine halbe Stunde ist –, Dinge und Ereignisse aus der Perspektive eines Kindes zu betrachten. Alltägliches. Bekanntes. Als hätten Sie es noch nie gesehen. Versuchen Sie es einfach mal. Das Spannende an dieser Übung: Ihnen wird vielleicht bewusst, wie viel Faszinierendes und wie viele „kleine Wunder“ es eigentlich gibt, die Sie aber als solche nicht mehr wahrnehmen, da sie für Sie selbstverständlich sind. Zum Weiterlesen:
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