https://www.zeitblueten.com/news/jahrbuch/

Wie wäre es mit einem persönlichen Jahrbuch?

In diesen Tagen werfen viele noch einen Blick zurück auf das vergangene Jahr. Dieser Rückblick fällt in der Regel nicht sonderlich schwer. Viele Ereignisse sind noch frisch in der Erinnerung.

Die Erinnerung verblasst

Schwieriger fällt der Blick auf Vergangenes, das schon über ein Jahr zurückliegt. Vor allem die zeitliche Zuordnung: War das vor drei oder vier Jahren? Was ist mir beispielsweise aus dem Jahr 2005 Erwähnenswertes in Erinnerung geblieben? Bei außergewöhnlichen Ereignissen ist die Verknüpfung mit der entsprechenden Jahreszahl kein Problem – beispielsweise der Abschluss einer großen Prüfung, die Geburt des Kindes etc. Aber es gibt zahlreiche weitere Erlebnisse, die sich im Langzeitgedächtnis verankern – gemäß dem Sprichwort:
Das Leben besteht aus Tagen, die man nicht vergisst.
Treffend, wie ich finde. Denn blickt man im Alter auf das vergangene Leben zurück, ist es genau die Reihung der außergewöhnlichen, nicht alltäglichen Begebenheiten, die in unserer Erinnerung das Leben ausmachen. Der Alltag verblasst im Gedächtnis. Nun gibt es Menschen, die haben ein ausgezeichnetes Gedächtnis und die zeitliche Zuordnung der Erinnerungen fällt ihnen leicht. Ich gehöre nicht zu dieser Gruppe, vor allem, was die zeitliche Zuordnung betrifft. Wenn auch Sie damit Schwierigkeiten haben und diesen Umstand bedauern, dann habe ich einen Vorschlag: ein Jahrbuch!

Wie wäre es mit Ihrem persönlichen Jahrbuch?

Natürlich wäre auch das Führen eines Tagebuchs eine Möglichkeit, Gedanken, Eindrücke und Erlebnisse festzuhalten. Aber nicht jeder findet die Zeit und Muße dafür. Ebenso verlangt das Tagebuchschreiben einiges an Selbstdisziplin, soll es mehr als nur ein sporadisches Aufzeichnen werden. Und hier kommt das Jahrbuch ins Spiel. In diesem Fall ist das Jahrbuch nichts anderes als eine komprimierte Zusammenfassung der Jahresereignisse.  Diese Zusammenfassung kann in einem schönen Notizbuch erfolgen, in einer Textdatei oder in einem anderen Medium. Nehmen wir an, Sie entscheiden sich für ein Jahrbuch in Papierform. Besorgen Sie sich hierfür ein festes, edles Notizbuch. Es soll schließlich Freude bereiten, darin zu schreiben. Am Jahresende ziehen Sie sich an einen Ort zurück, an dem Sie für eine Weile ungestört sind. Gehen Sie dann in Gedanken das vergangene Jahr durch. Vielleicht haben Sie auch einen Kalender zur Hand, in dem Sie Ereignisse eingetragen haben. Diesen können Sie als Gedächtnisstütze heranziehen. In welcher Form Sie dann die Ereignisse festhalten, bleibt ganz Ihnen überlassen. Ob als nüchterne sachliche Auflistung der Ereignisse oder eine Beschreibung Ihrer Gefühle und Gedanken zu den Jahresereignissen. So können Sie im Jahrbuch jedes einzelne Jahr auf einer oder mehreren Seiten zusammenfassen. Wenn Sie dann im hohen Alter in Ihrem Buch mit den Jahreszusammenfassungen blättern, sehen Sie mit einem Blick die Ereignisse, die für Sie das Leben beispielsweise im Jahr 2005 „ausgemacht haben“ – um wieder das eingangs erwähnte Sprichwort zu zitieren. So kann ein solches Jahrbuch ein wertvoller, persönlicher Schatz werden, denn wie es schon der Schriftsteller Jean Paul treffend formuliert hat:
Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem man nicht vertrieben werden kann.
Damit das Zusammenfassen der Jahresereignisse leichterfällt, können Sie sich Fragen überlegen, deren Beantwortung die Ereignisse und Ihre Eindrücke vom vergangenen Jahr wiedergeben. Also eine Sammlung an Fragen, die Sie jedes Jahr für die Jahreszusammenfassung verwenden. Solche Fragen können Sie sich sowohl für den beruflichen als auch für den privaten Bereich zurechtlegen. Hier einige Beispiele:

Das Weltgeschehen einbinden

Natürlich können Sie auch Ereignisse des Weltgeschehens in Ihrem Jahrbuch festhalten. Insbesondere die Kombination aus persönlichen Erlebnissen und Aufzeichnungen zum Weltgeschehen erlauben später einen umfassenden Rückblick. Welche Ereignisse im Weltgeschehen haben Sie bewegt, was haben Sie verfolgt? Ein Blick auf den traditionellen Jahresrückblick der Presse hilft dem Gedächtnis auf die Sprünge. Oder Sie übernehmen einfach die Jahresrückblick-Beilage einer Zeitung und ordnen diese in Ihrem Jahrbuch ein. Mit relativ geringem Aufwand lässt sich so ein Jahrbuch mit großem persönlichen Wert schaffen. Es macht Freude, darin zu blättern und in Erinnerungen zu schwelgen. Zum Weiterlesen:
https://www.zeitblueten.com/news/jahrbuch/