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Wie wäre es mit einem Verzichtstag?

Die meisten von uns dürfen sich nicht beklagen und leben in guten Verhältnissen: haben eine Wohnung, ein Auto, können einmal im Jahr auf Urlaub fahren – und so soll es auch sein! Nichtsdestotrotz wird häufig gejammert. Das ist dann ein Jammern auf „hohem Niveau“. Genug ist niemals. Der Mensch ist eben so gestrickt, dass er immer nach mehr trachtet. Dazu trägt auch die omnipräsente Werbung bei, die täglich auf uns einprasselt und uns „Will-haben-Botschaften“ eintrichtert. Dabei verlernen wir manchmal das zu schätzen, was wir haben. Nehmen alles als gegeben und selbstverständlich hin. Und damit meine ich nicht ausschließlich Materielles. Vor allem auch die wertvollen Beziehungen in unserem Umfeld. Den Menschen, die uns guttun, bringen wir häufig zu wenig Wertschätzung entgegen.

Demut fördert das Bewusstsein

Demut kann dabei helfen, Wertschätzung für das Erreichte zu gewinnen. Meiner Meinung nach verbessert etwas Demut auch den Geschmack des Erfolgs. Einfach deshalb, weil man ihn damit mehr genießt. Genauso kann gelegentlicher Verzicht das Genusserlebnis steigern. Wenn ich beispielsweise täglich meine Leibspeise kredenzt bekäme, würde sie mir schnell zum Halse raushängen. Darf ich sie allerdings nach längerer Zeit wieder genießen, wird das Genusserlebnis umso intensiver ausfallen.

Der Verzichtstag

Es geht also darum, sich hin und wieder vor Augen zu führen, was man hat und dafür die Wertschätzung zu steigern. Das kann beispielsweise mit einem freiwilligen Verzichten gelingen – und wenn es nur für einen Tag ist. Also indem man mal ganz bewusst auf etwas verzichtet. Es muss nichts Großartiges sein. Einfach etwas, das einem zur Gewohnheit geworden ist. Möglichkeiten bieten sich hierfür genug. Um nur einige zu nennen: Oft ist es sogar so, dass man durch dieses bewusste Verzichten etwas Neues oder Verlorengegangenes (wieder)entdeckt und es schätzen lernt. So kann der Verzicht aufs Fernsehen dazu bewegen, wieder mal in einem Buch zu schmökern, mit der Partnerin oder dem Partner ein langes Gespräch zu führen oder einfach mit den Kindern Zeit zu verbringen.
Wie auch immer – so ein Verzichtstag birgt die Chance auf etwas Neues.
Ein solcher Verzichtstag und auch das „in Erinnerung rufen“, was man an einer Person hat, kann wesentlich zur eigenen Zufriedenheit beitragen. Zum Weiterlesen:
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