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6 Tipps, um einen schlechten Tag abzuschließen

Wir kennen sie alle:
Tage, an denen nichts wie gewünscht läuft, an denen Stress, Ärger, Enttäuschungen und damit verbunden oft Frust oder andere ungute Emotionen überwiegen.
Von Entspannung ist dann keine Rede mehr. Und mit dem Einschlafen will es auch nicht klappen. Man kann einfach nicht abschalten. Auf die Tagesgeschehnisse haben wir oft selbst keinen Einfluss. Aber worauf wir Einfluss nehmen können: wie wir solche belastenden Tage abschließen. Solche „unlustigen“ Tage kenne ich natürlich auch. Wie ich damit umgehe? Da brauche ich abends etwas Entspannendes, etwas, das mich zur Ruhe kommen lässt und den Kopf wieder frei macht. Und das kann etwas ganz Banales sein: Im Sommer  setze ich mich zum Beispiel gern mit einem erfrischenden Getränk auf die Terrasse und lausche einfach nur dem Grillenzirpen oder blättere in einem alten Asterix-Band – ganz bewusst keine anspruchsvolle Lektüre –, dessen Dialoge mich immer noch zum Schmunzeln bringen, gemäß dem Spruch:
„Am Ende des Tages zählt nur, dass ein Moment dabei war, der dich lächeln ließ.“

Für einen angenehmen Tagesausklang: 6 Tipps

Im Folgenden habe ich noch 6 Tipps, wie Sie mühevollen Tag besser abschließen und am Abend entspannen können.

1. Ein Mistplatz für negative Emotionen

Suchen Sie sich einen Platz auf Ihrem Nachhauseweg. Das sollte einer sein, an dem Sie immer vorbeikommen. Das kann ein Baum, eine Straßenlaterne, eine Ampel, ein Platz in der Garage oder was auch immer sein. Das ist in Zukunft Ihr „emotionaler Mistplatz“. Dort können Sie auch Ihrem angestauten Ärger und Frust Luft machen: Schimpfen und fluchen Sie, und wenn es nur leise ist, egal! Das kann ungemein befreiend sein und Stress abbauen. Wenn Sie nun an diesem Platz vorbeikommen, werfen Sie ganz bewusst in Gedanken den Tagesballast ab – all die negativen Gedanken und Emotionen, den Stress, den Ärger. Machen Sie sich das zum Ritual für einen schlechten Tag.
Und wie aus Mist können aus schlechten Tagen fruchtbarer Boden entstehen, auf dem letztlich neue Entwicklungen wachsen.
Wenn Ihre Gedanken dennoch nicht zur Ruhe kommen wollen, hier weitere Tipps: » Gedankenkarussell und Grübelei stoppen  – 12 Tipps

2. Auspowern

Finden Sie eine Möglichkeit, um sich richtig auszupowern. Das gelingt am besten mit Bewegung. Und wenn Sie Liegestütze machen, bis Sie nicht mehr können, oder vom Stand aus springen, so oft wie möglich – all das wird Sie wieder „runterbringen“ und Ihren Kopf frei machen. Auch eine Möglichkeit: » Das 7-Minuten-Ganzkörpertraining
3. Fünf Minuten Stille Gönnen Sie sich danach mindestens fünf Minuten vollkommene Ruhe. Ziehen Sie sich an einen stillen Ort zurück, wo Sie ungestört sind – weder andere Personen noch ein Handyklingeln, Fernseher oder Radio. Fünf Minuten absolute Stille, und Ihre Gedanken kommen wieder zur Ruhe. Machen Sie es sich bequem und spüren Sie die wohlige Wärme und das angenehme Schweregefühl, das sich nach dem Auspowern im Körper ausbreitet. » Zum Weiterlesen: 4 Gründe, warum Stille wichtig ist & 5 Tipps für den Alltag

4. Sich etwas Gutes gönnen

Tun Sie sich etwas Gutes. Gönnen Sie sich etwas Schönes, etwas, das Ihnen Freude bereitet und zur Behaglichkeit beiträgt. Das bringt Sie auf andere Gedanken und verdrängt die negativen. Wenn der Tag nicht Ihr Freund war, können Sie ihn auch zu einem guten Ende bringen, indem Sie einen Kuchen oder Brot backen: » Mit Backen einen schlechten Tag abschließen

5. Zeit für ein Wohlfühl-Gespräch

Ein angenehmes Gespräch zum Tagesausklang kann wesentlich dazu beitragen, Abstand von den weniger erfreulichen Ereignissen des Tages zu gewinnen und die Stimmung wieder zu heben. Suchen Sie deshalb das Gespräch mit einem geliebten Menschen – mit dem Partner bzw. der Partnerin, einer Freundin oder einem anderen Menschen, den Sie wertschätzen. Nehmen Sie sich hierzu bewusst Zeit und schalten Sie alle möglichen Ablenkungen aus (z. B. Fernseher, Computer, Handy). Genießen Sie das gemütliche Zusammensitzen, vielleicht bei einer Tasse Tee oder einem anderen Getränk, angenehmer Hintergrundmusik … Und es müssen keine tiefgreifenden Themen sein, auch Belangloses kann dazu beitragen, wieder runterzukommen. Oder Sie rufen jemanden an. Sie kennen sicher auch Menschen, denen es immer wieder gelingt, Sie aufzubauen, wenn es mal nicht so läuft. Wer fällt Ihnen jetzt spontan ein?

6. Der positive Tagesrückblick

Negative Erlebnisse haben in der Regel auch etwas Lehrreiches an sich, können sogar eine wertvolle Erfahrung sein, denn wie es so treffend heißt:

War der Tag nicht dein Freund, so war er dein Lehrer.

Auch wenn der Tag unangenehm verlaufen ist, es gibt immer etwas Positives: kleine Freuden, das ein oder andere Erfolgserlebnis – etwas findet sich immer. Erst wenn wir einen gewissen emotionalen Abstand zu den Vorkommnissen des Tages haben, finden wir auch Begebenheiten, die gut waren. Oft sind es unscheinbare Erlebnisse, ein freundliches Lächeln, ein schöner Wolkenhimmel, was auch immer. Diesen positiven Tagesrückblick können Sie gleich mit dem vorgenannten Wohlfühl-Gespräch verbinden oder alleine abends im Bett mit dem 5-Finger-Rückblick: » Der Blick zurück mit fünf Fingern
Der positive Tagesrückblick kann auch zeichnerisch erfolgen, so wie das die Zeitblüten-Leserin Paulien van der Lugt gemacht hat:

Der positive Tagesrückblick in Bildern



Wie machen das die anderen?

Im Folgenden drei von Lesern eingesendete ZEITBLÜTEN.   Zeitblüten sind Momente und Erlebnisse, die sich vom Alltag abheben, unser Leben wunderbar bereichern und uns einfach guttun – persönliche Momente der Achtsamkeit, des Wohlfühlens, des Krafttankens und des „Abschalten-Könnens“.

Zeitblüte 1

Da geht mein Herz auf

Wenn ich nach einem anstrengenden Tag von der Arbeit nach Hause komme, gibt es zwei unterschiedliche Arten meines Tages: Die Ergebnisse meiner Arbeit waren erfolgreich oder die positiven Ergebnisse sind noch ausbaufähig. Dementsprechend ist auch meine persönliche Gefühlslage: überaus positiv oder eher nachdenklich und etwas betrübt. Nun trete ich durch unsere Haustür und gehe direkt zu unserem Sohn, um ihn zu begrüßen. Sobald ich ihn sehe, geht mein Herz auf! Ich freue mich, dass er da ist! Und das ist leider nicht selbstverständlich. Unser Sohn ist mehrfach schwerstbehindert, kann unter anderem nicht laufen und nicht sprechen. Wenn ich ihn sehe und er mich auf seine Weise begrüßt, weiß ich, wofür man lebt und welche persönliche Aufgabe man erledigen muss. In solchen Momenten befinde ich mich wieder auf dem Teppich und erlebe die Wichtigkeit des Seins. Alexander Frey (entnommen aus dem ZEITBLÜTEN-Buch)

Zeitblüte 2

Verabredungen mit mir selbst

Wenn ich abends aus dem Büro oder von Dienstreisen zurückkomme, setze ich mich mit einem guten Kaffee in einen ruhigen Raum und gehe in mich.
Was ist mir gut gelungen? Was ist noch verbesserungswürdig? Bin ich respektvoll mit mir und meinem Energiehaushalt umgegangen? Habe ich Ideen/Anregungen für den nächsten Tag?
Je regelmäßiger ich es mache, umso schneller entdecke ich die Wege zu meinen versteckten Ressourcen. Doris

Zeitblüte 3

Tagesabschluss in meinem Garten

Ich habe einen kleinen Garten und es gibt für mich nichts Entspannenderes, als nach einem anstrengenden Arbeitstag durch meinen Garten zu streifen und noch ein paar kleine „Schönheitsoperationen“ vorzunehmen. Vielleicht habe ich auf dem Heimweg noch eine blühende Pflanze gekauft, die erst ihren Platz finden muss oder der eine oder andere Busch braucht eine neue „Frisur“ oder etwas Zusatznahrung. Vielleicht gestalte ich auch neue Pflanzennachbarschaften, was dann manchmal einen Dominoeffekt auslöst und ich dann bis zum Einbruch der Dunkelheit sortiere.
Zum Abschluss betrachte ich mein Werk voller Zufriedenheit und am nächsten Morgen führt mich mein erster Weg, mit der Kaffeetasse in der Hand, durch den Garten, sodass mir die Freude über die gelungene Abendaktion den Tagesbeginn versüßt.
Monika
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