Haben Sie Anzeichen für einen drohenden Burnout?

Ein Burnout lässt sich nicht so einfach und eindeutig diagnostizieren. Die Anzeichen dazu können sich bei Menschen unterschiedlich zeigen, so auch durch verschiedene Krankheiten.

Die Betroffenen können unter physischen und psychischen Beschwerden leiden.

Denn Burnout resultiert in der Regel aus einer Überforderung, die über einen längeren Zeitraum andauert.

Ein Urlaub bringt in der Regel keine große Linderung, da sie danach wieder im belastenden (Arbeits-)Alltag gefangen ist.

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Burnout belastet und beeinträchtigt die Lebensqualität

13 mögliche Anzeichen für einen Burnout

Die folgenden Symptome können auch organische Ursachen haben. Deshalb ist stets eine internistische Abklärung durch einen Facharzt erforderlich. Ergibt die Untersuchung, dass keine offensichtlichen Ursachen für die Beschwerden vorliegen und ist ein Überlastungsprofil vorhanden, liegt die Diagnose Burnout nahe.

Je mehr der folgenden möglichen Symptome gemeinsam auftreten, desto höher die Wahrscheinlichkeit für einen nahenden Burnout.

  1. häufig auftretende körperliche Beschwerden wie Erkältungen, Schwindel, Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, Schlafstörungen, Albträume
  2. ständige Müdigkeit
  3. Vergesslichkeit
  4. Konzentrationsschwierigkeiten
  5. Hyperaktivität
  6. steigende Aggressivität
  7. Antriebslosigkeit
  8. Vermeiden sozialer Kontakte, Abkapselung
  9. Mangel an Energie
  10. langsames Denken
  11. Entscheidungsschwierigkeiten
  12. Arbeiten gehen zäher von der Hand
  13. immer mehr Aufgaben werden aufgeschoben


Kommentare

  • Markus

    Immer mehr Menschen, selbst Jugendliche und Kinder, leiden heutzutage unter dem Überlastungssyndrom Burnout und man darf/muss sich die Frage stellen, was der Grund dafür ist, denn erstaunlicherweise kannten unsere Eltern und Großeltern solche Symptome nicht, obwohl diese nicht weniger, sondern mehr als wir arbeiten mussten.

    Einige Mediziner sind sich darüber einig, dass es nicht die Arbeit an sich, sondern das ganze „Drumherum“ ist, welches die Menschen ausbrennen lässt. Die Anforderungen an uns werden immer größer. Schauen wir in die Abläufe der meisten Unternehmen, so stellen wir fest, dass es inzwischen zum Prinzip geworden ist, die Mitarbeiter in ihrer Arbeit nicht zu fördern, sondern diese durch eine Vielzahl an zeitraubenden Aktionen von der eigentlichen Arbeit abzuhalten.

    Unzählige Meetings, Besprechungen, Brainstormings, Konferenzen, welche erfahrungsgemäß oft wenig produktiv sind, gefolgt von unnötigen Rundschreiben, Controllingmaßnahmen und Erfassungen prägen den Arbeitstag. Für das eigentliche Tun bleibt da nur noch wenig Zeit und die Arbeit bleibt liegen. Wird die geforderte Arbeit nicht zeitnah erledigt mit allen daraus entstehenden Konsequenzen, folgen dem noch mehr Sitzungen, Besprechungen, Controllings und Erfassungen, womit der Druck weiter steigt.

    Es ist nicht nur ein Gefühl, sondern eine Tatsache, dass man sich ständig irgendeinem Dritten gegenüber für seine Leistung rechtfertigen muss, zum Wohle des Unternehmens versteht sich. Ob dies am Ende tatsächlich dem Wohl der Firma dient, ist fraglich. Das Wissen, dass „dort draußen“ 50 Bewerber darauf warten, dass SIE ihren Job verlieren, wenn SIE nicht perfekt funktionieren und sich in das System einfügen und diese Bewerber noch dazu bereit sind, IHRE Arbeit für weniger Geld zu machen, verursacht zusätzlichen Stress.

    Kein Wunder also, dass manche Arbeitnehmer an dressierte Affen erinnern, welche ihre Kunststückchen aufführen, sobald der Chef in der Nähe ist. Unter diesen Umständen hilft auch kein persönliches Zeitmanagement, denn zu viele Dritte sorgen dafür, dass ihre Planung ganz sicher in die Hose geht.

    War früher die Familie der ruhende Pol im Alltag, so geht heute der Stress nach Feierabend zuhause weiter. Die Ansprüche sind gestiegen, die finanzielle Belastung auch. Bedenkt man, wie niedrig manche Löhne sind, die von Arbeitgebern bezahlt werden, dann sind finanzielle Krisen vorprogrammiert. Steigende Preise, aggressive Werbung wohin man blickt, verstärktes Besitzdenken, Konkurrenzkampf nicht nur im Beruf sondern auch im privaten Umfeld und der Leistungsdruck, unter allen Umständen „dazu zu gehören“ oder „nicht zurückgelassen zu werden“, tun ein Übriges, um den Menschen die letzte Energie auszusaugen.

    Vielleicht hat der eine oder andere schon bemerkt, dass Zuverlässigkeit, Verantwortung und Gewissenhaftigkeit immer mehr nachlassen? Sei es bei Behörden, bei Handwerkern, im Dienstleistungssektor … immer wieder stellt man fest, dass nichts mehr so läuft, wie es sollte. Falsche Ware wird geliefert, Termine nicht eingehalten, Unterlagen gehen verloren, Rechnungen werden zu hoch ausgestellt, die Qualität der Produkte geht immer mehr zurück und echter Service ist fast schon eine Seltenheit. Alles dreht sich nur noch um das „schnelle Geld“, nicht mehr um Kunden, nicht um Arbeitnehmer, nicht um Kollegen oder Geschäftspartner.

    Ich befürchte, dass dieses System schon zu sehr eingefahren ist, als dass man es noch ändern könnte. Nur der Starke gewinnt und die Schwachen bleiben auf der Strecke. Und letzteres Wissen gibt uns am Ende den Rest!

    Markus antworten

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