ZEITBLÜTEN (= persönliche Momente der Entspannung,
des Wohlfühlens und des „Abschaltenkönnens“)

„Wer den Moment genießt, genießt das ganze Leben.“

In unserer heutigen schnelllebigen Gesellschaft nehmen wir uns oft zu wenig Zeit für Dinge und Menschen, die uns wichtig sind. Sogar uns selbst gönnen wir selten bewusste Phasen der Ruhe, der Erholung und des Genusses.

Wenn wir im fortgeschrittenen Alter auf unser Leben zurückblicken, werden wir uns kaum Vorwürfe machen wie z. B. „Wäre ich doch immer länger im Büro geblieben!“ oder „Hätte ich doch viel mehr gearbeitet!“.

Zeitblüten sind für mich Momente und Erlebnisse, die sich vom Alltag abheben, unser Leben bereichern und uns einfach guttun.

In diesem Zusammenhang möchte ich noch einen Leser zitieren, der mir Folgendes geschrieben hat:

… Nur darüber nachzudenken, welche die eigenen Zeitblüten sind, welche Gewichtung ich ihnen gebe, welche Wertschätzung ich für Momente und Erlebnisse mit Menschen habe, die mir nahestehen und mir wichtig sind, tut gut. Das Tolle daran: Je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr werden mir meine Zeitblüten bewusst, und dass es eigentlich doch einige in meinem Leben gibt.

Auf dieser Seite finden Sie von meinen Lesern eingesandte Anregungen und Ideen für Zeitblüten. Diese Zusammenstellung wird laufend ergänzt, auch und vor allem mit Ihren Vorschlägen.

Schicken Sie mir Ihre Zeitblüte. Als kleines Dankeschön erhalten Sie kostenlos diese E-Books … hier klicken.

Mit dieser Sammlung möchte ich Anregungen und das Bewusstsein für solche Momente schaffen, die wohl jeder von uns kennt und auf seine Weise erlebt.

Ich wünsche Ihnen viele Zeitblüten in Ihrem Leben!

burkhard heidenberger

Zeitblüten 301 – 600 »

Zeitblüten 601 – 830 »

 Zeitblüten 831 … »

Von Lesern eingesandte Zeitblüten:


Zeitblüte 300

Die kleinen Momente

Wenn mich die Hektik des Alltags aufzufressen droht, mache ich entspannende Klaviermusik an, setz mich in meinen Hängestuhl und träume vor mich hin. Meist denke ich an schöne Momente aus der Vergangenheit.

In unserem Garten steht ein großer Kirschbaum, der im Wandel der Jahreszeiten immer wieder neue Schönheiten entdecken lässt. Die Natur und ihre Facetten geben mir dann Halt und Geborgenheit, wenn sich drumherum vieles im Wandel befindet.

In mach trauriger Stunde krame ich auch gerne dazu die alten Fotoalben hervor und schwelge in der Vergangenheit. Mir wird dann bewusst, wie schnelllebig die Zeit geworden ist, und wie besonders wichtig es ist, die kleinen schönen Momente im Leben wahrzunehmen und kurz inne zu halten.

Es liegt im gewohnten Gang des Menschen, durch das eigene Leben zu hetzen. Jedoch sind gerade die kleinen Momente so wichtig und geben so viel Kraft.

Manchmal genügt ein Lächeln, das erwidert wird, um den Tag freundlicher zu gestalten.

In diesen Sinne sende ich meine Zeitblüte mit einem Lächeln.

Tanja


Zeitblüte 299

Völlige Verbundenheit mit der Musik

Das Beste für mich zum Abschalten nach einem stressigen Tag, ist das intensive Hören von Musik. Dazu leg ich mich auf die Couch und höre meine Lieblingsmusik. Ich fühle mich richtig in die Musik hinein und habe nach einigen Minuten das Gefühl zu schweben, so sehr fühle ich mich in diesem Moment mit der Musik verbunden.

Ein wahnsinnig schönes Gefühl und ideal zum Entspannen.

Daniela 


Zeitblüte 298

An der Klagemauer

Wir verbrachten unseren Urlaub letztes Jahr in Israel und besuchten u. a. auch Jerusalem. Obwohl ich nicht sonderlich religiös bin, war ein kurzes Gebet an der Klagemauer für mich ein unvergesslicher Moment. Es war die Zeit des Laubhüttenfestes, der Andrang entsprechend groß.

Ich fühlte mich wohl in dieser großen Gemeinschaft und denke gerne an diese Augenblicke zurück.

ML


Zeitblüte 297

Mein Hund

Meine Zeitblüte nach einem hektischen Bürotag:

Meine Hündin wartet auf mich und freut sich, wenn ich nach Hause komme. Wir gehen dann eine Stunde durch die Natur über Wiesen, Felder und Wälder.

Selbst wenn es regnet oder stürmt tut es gut, einfach nur zu laufen und an nichts als auf die Natur und den Hund zu achten. Wenn wir dann zurück kommen, trink ich einen Tee oder Kaffee und nun habe ich wieder neue Energie für meine Hausarbeit.

A. G.


Zeitblüte 296

Meine Zeitblüten im Tagesablauf

Früher ist es mir nicht so aufgefallen, aber heute weiß ich kleine Momente sehr zu schätzen und mir derer bewusst zu werden, die mich in meinem Alltag begleiten.

Meine morgendliche Zeitblüte ist mein jüngster Sohn (5). Da er noch in den Kindergarten geht, hat er morgens am meisten Zeit, während die anderen hektisch versuchen als erste im Bad zu sein, um dann ganz knapp noch den Bus zu erwischen. Er steht auf, kurz bevor die anderen das Haus verlassen.

Er ist ein absoluter Sonnenschein und ich habe bemerkt, dass der Start in den Tag morgens mit ihm wesentlich schöner ist, als wenn er nicht da ist. Daran erfreue ich mich jeden Morgen. Wenn er mit seinen verschlafenen Augen und den strubbeligen Haaren mit seinem „Affi“ im Arm die Treppe runter kommt und sich erst noch mal auf das Sofa kuschelt.

Meine abendliche Zeitblüte ist mein Golden-Retriever Rüde Monty. Und das eigentlich nicht nur am Abend, wo auch ich zur Ruhe komme, sondern auch zwischendurch, wenn er merkt, dass es mir nicht so gut geht oder ich sogar traurig bin.

Tiere haben so ein einzigartiges Gespür, welches ich nicht mehr missen möchte. Er ist einfach da und schaut mich an, fordert mich zum Spielen auf und lenkt mich ab. Bringt mir zwischendurch irgendetwas, was in seiner Höhe ist (Schuhe, Spielsachen, Kuscheltiere etc.).

Es ist einfach eine innere Freude, wenn ich ihn ansehe und dann muss ich zwangsläufig lächeln –übrigens ist er das erste, was ich sehe, wenn ich morgens die Augen öffne. Dann sitzt er direkt vor meinem Bett und tätschelt mich so lange mit seiner Pfote, bis ich endlich aufstehe :-)

Und vor einiger Zeit habe ich dann meine Liebe zum Nähen entdeckt und ich hätte nie gedacht, dass mich ein Hobby so fesseln könnte. Ich fing damit an, aus alten ausrangierten Klamotten neue, tolle Dinge zu nähen und meiner Kreativität dabei freien Lauf zu lassen.

Das Allerschönste daran ist, wenn ich für eines der Kinder etwas genäht habe und es ihnen gebe. Obwohl meine Kinder sonst sehr verwöhnt sind, was materielle Dinge angeht, freuen sie sich so sehr darüber und so mancher Schlafanzug muss dann morgens schon gewaschen werden, damit er abends wieder angezogen werden kann. Die Gesichter, wenn sie die Dinge bekommen oder anprobieren, sind meine ganz persönliche Näh-Zeitblüte.

Melanie


Zeitblüte 295

Tai Chi im Sonnenuntergang

Eine meiner persönlichen Zeitblüten war …

… in Schweden an der Schärenküste auf einen höheren Hügel zu steigen und dort im Sonnenuntergang bei schönstem Wetter TaiChi zu üben.

Der Blick in die Weite, das gigantische Wetter, die Boote im Wasser, die Landschaft, die Tiere, die Ruhe, der Wind! Wunderschön und entspannend!

J. K.


Zeitblüte 294

Der Weg durch den Park

Meine Zeitblüte liegt schon viele Jahre zurück und trotzdem ist sie immer noch wirkungsvoll.

Nachdem ich unter ein altes Leben einen Schlussstrich gezogen hatte, um ein neues Leben zu beginnen, bin ich nach einem Wohnungswechsel jeden Morgen zu Fuß zur Arbeit gegangen.

Auf dem Weg dorthin musste ich durch einen Park mit einem Teich, Enten, Wasserhühnern und dergleichen. Ich habe es jeden Morgen genossen durch die Natur zu gehen und gelegentlich die Enten zu füttern.

Schon nach kurzer Zeit fühlte ich mich befreit von den unschönen Erlebnissen der Vergangenheit und ich fand meine innere Ruhe wieder. Mit jedem Tag fiel ein weiterer Stein von meiner Seele, bis keiner mehr da war. Gerne denke ich auch heute noch an diese Zeit zurück.

Ich finde immer wieder in der Natur meine Ruhe und sie ist für mich das beste Mittel gegen den alltäglichen Stress.

A. K.


Zeitblüte 293

Mit den Bäumen sprechen

Am besten kann ich bei einem Spaziergang im Wald entspannen und Kraft tanken.

Ich spreche dann mit den Bäumen, erzähle ihnen meine Sorgen und Nöte und dann lausche ich auf das Rauschen der Wipfel.

Ich schaue nach oben und staune über die Höhe der jeweiligen Bäume, wie sie diese erreicht haben, trotz der schlechten Prognosen wegen der Luftverschmutzung und allen anderen Belastungen. Ich danke ihnen dafür, dass sie auch für uns Menschen die durch uns verursachte Luft reinhalten und genügend Sauerstoff zur Verfügung stellen.

Danach sind all meine stressigen und sorgenvollen Stunden nur noch ganz winzige Teile und ich fühle mich ausgeruht. Ich habe wieder Kraft mich in den Alltagstrubel zu stürzen.

Jetzt im Winter mache ich das besonders gerne. Vor allem wenn Schnee liegt, herrscht eine so wunderbare Stille, nur das Knirschen vom Schnee und ein leichtes Säuseln der Blätter ist zu hören. Ich fühle mich eingehüllt und geborgen. Nichts kann mich dann aus der Ruhe bringen und ich stelle fest, dass das Leben trotz aller Schwierigkeiten wunderschön ist.

Marie-Luise 


Zeitblüte 292

Eine gemütliche Runde

Zeit mit der Familie und den Nachbarn verbringen. Einfach nur mal abends zu einer kleinen gemütlichen Runde treffen.

Oder mal ein Lagerfeuer, Würstel grillen am Stock – wie früher. Geht auch im Winter, dazu gibt’s hin und wieder noch einen Glühwein oder Punsch vom Lagerfeuer. Topf am Dreibein aufhängen und los geht’s.

Die Zeit in angenehmer Gesellschaft ist eine der besten Entspannungsmöglichkeiten. Erwachsene und Kinder, alle sind dabei und machen mit.

Uwe


Zeitblüte 291

Gesundung ist ein Prozess …

Meine Zeitblüte der letzten Monate ist das Meereswasserbecken um die Ecke. Mit einer zuerst entzündeten und inzwischen nur noch manchmal schmerzenden Hüfte lag ich dort im warmheißen Wasser, konnte mit der Zeit langsam mehr und mehr Übungen machen, sowie im Liegen tanzen, entspannen, die Musik unter Wasser genießen …
und merken, dass Gesundung ein Prozess ist, der Zeit braucht und den ich hier genießen kann … in den Pausen Tee trinken, lesen und stundenlang herumliegen, von Ruhe und auch Wellness genießenden Menschen umgeben …

Julia


Zeitblüte 290

Warum entstehen Stress und Ärger?

Vielleicht keine richtige Zeitblüte, doch ein Tipp von mir:

Nur wer die Ursache kennt, kann zielgerichtet handeln.

Ich habe erkannt, dass alles im Leben nur eine Frage der Einstellung und Sichtweise ist. So entsteht Stress und Ärger auch nur dort und bei dem, der einen für sich falschen Weg eingeschlagen hat.

Wer sich nach folgender Devise verhält, dem sind Stress und Ärger weitestgehend fern:

  • Jede Situation, die harmonisch ist, wo Fügung eintritt, ist richtig und sollte verstärkt werden.
  • Jede Situation, die disharmonisch ist, ist ein Zeichen dafür, seinen Weg zu ändern.

Wer sich in seinem Leben konsequent so verhält, wird nach und nach freier und freier. Sein ganzes Leben wird harmonisch. Und, ist dies nicht der Fall, sieht er wieder, wo seine neue Aufgabe liegt.

Ein – richtig betrachtet – wunderbares Spiel.

Dazu müssen wir jedoch unser Leben aktiv gestalten, kreativ sein und nicht nur dem Luxus und den vordergründigen Verführungen der Welt folgen.

Daher: Entscheide Dich für Glück, Gesundheit, Zufriedenheit und Freiheit. Dann schwindet der Ärger und Stress von selbst.

U. G.


Zeitblüte 289

Dann steht meine Zeit still …

Meine Zeitblüten sind meine Enkelkinder. Wenn die zwei Söhne (7 und 5 Jahre) meiner Tochter einige Tage bei mir verbringen, dann steht meine Zeit still.

Ich habe nichts vor, nehme alles wie es kommt und genieße mit den beiden Jungs den Tag. Wald und Eisenbahn, das sind die Schlagworte, um die sich der Tag dreht. Ich muss hinter ihnen her in die „Größte Schlucht des Universums“ – so wurde sie von Jonas benannt, als er 3 Jahre war und das wird sie für mich bleiben, solange ich lebe. Herrlich sind diese Ausflüge, die durch das Vorbeifahren eines Zuges gekrönt werden.

Ich bin in der glücklichen Lage, täglich meine „Zeitblüten“ zu genießen, trotzdem sind die Tage mit meinen Enkerln etwas ganz Besonderes.

Helga


Zeitblüte 288

Meine zweite sichtbare Haut

Morgens wache ich in unterschiedlicher Stimmung auf, je nachdem wie ich geschlafen habe oder was für ein Programm anliegt. Dann stelle ich mich vor meinen (zugegebenermaßen gut bestückten) Kleiderschrank und überlege, was zu dieser Stimmung gut passt oder wie ich diese anheben kann, also eher etwas Gedecktes oder mal etwas ganz Auffälliges, etwas Kuscheliges, oder Kühles, welche Farbe u.s.w.

Ich probiere etwas herum, bis ich die zu meiner augenblicklichen Stimmung  passende Kleidung genau getroffen habe. Und jetzt kommt die eigentliche Zeitblüte.

Mit diesem Gefühl, dass die Kleidung meine zweite sichtbare Haut darstellt, die mein Inneres nach Außen wahrnehmbar macht, drehe ich mich vor dem Spiegel und fühle mich mit mir und der Welt im Einklang. Diesen Augenblick genieße ich und dehne ihn etwas aus.

Ich gehe kurz meinen Tag durch, welche Tätigkeiten anliegen, welche Leute ich treffe, immer mit dieser untergründigen Stimmigkeit und habe das Gefühl: “Jetzt habe ich die Kraft alles anzugehen!”

Uta


Zeitblüte 287

Mit Steinen etwas Schönes bauen

Auch mit Steinen, die dir in den Weg gelegt werden, kannst du etwas Schönes bauen.

Das ist ein Spruch, den ich mir gerne immer wieder hervor hole. Optimistisch sein und seine Stärken nutzen, das bestimmt auch meine tägliche Arbeit.

Karin 


Zeitblüte 286

Wartezeiten zur Entspannung nutzen

Meine Zeitblüte entsteht, wenn ich warten muss, z. B. an Haltestellen oder in Wartezimmern. Ich praktiziere dann Entspannungsmethoden wie Progressive Muskelrelaxation und Qigong, oder ich umschließe einzelne Finger oder beobachte meinen Atem.

Wenn ich irgendwo länger stehen muss, belaste ich mal den einen Fuß, mal den anderen. Statt mich also über die Warterei zu ärgern oder mal wieder in Frauenzeitschriften zu blättern, mache ich seit einiger Zeit lieber solche Wahrnehmungsübungen und schule mein Gleichgewicht.

Diese Übungen entfalten ihre ganze Wirkung durch die Wiederholung und auf diese Weise kann ich sie am leichtesten in den Alltag integrieren.

Solche Wartezeiten gibt es fast täglich. Und ich spüre sofort, wie sich meine Atmung vertieft und meine Stimmung hebt. Manche Übungen lassen sich unauffällig durchführen, andere sind dagegen deutlich für andere wahrnehmbar. Aber das stört mich nicht. Ich erkläre dann einfach, dass ich gerade eine Qigong-Übung mache.

Livia 


Zeitblüte 285

Kinder auf dem Spielplatz

Ich bin Mutter von Zwillingen, welche im Kindergarten sind. Zudem bin ich voll berufstätig, da mein Mann Hausmann ist.

Die erste wunderschöne Zeit am Tag ist das gemeinsame Frühstück mit den Kindern. In dieser Zeit genießen die Kinder die Mama und ich sie.

Für mich ebenfalls entspannend ist, den Kindern auf dem Spielplatz beim Spielen zuzusehen. Ich kann da meinen Gedanken nachhängen oder mich auf das Spiel der Kinder einlassen.

Dies wirkt sehr entspannend auf mich.

Andrea


Zeitblüte 284

Zeilen eines Geschäftspartners

Meine Zeitblüte ist ein  Brief, den ich mal zu Weihnachten bekommen habe und den ich immer wieder lese, wenn es zu stressig wird. Hier ein paar Zeilen aus dem Brief, die zum Nachdenken anregen und einen zurückholen:

Heute werden Grenzen überschritten, deren Existenz früher gar nicht wahrgenommen wurden. Sie wurden einfach akzeptiert. Ob in der Politik oder der Wirtschaft, mittlerweile sogar im Sport. Man hat den Eindruck, wir sind auf dem Weg in die totale Grenzenlosigkeit und damit in einer Armut an Werten. Und was wollen wir von den nachfolgenden Generationen erwarten, wenn wir heute selbst nichts mehr haben, was wir “weitergeben” könnten.

Viele Beispiele können Sie jeden Tag in der Presse und Fernsehen oder mittlerweile in den Straßen unserer Städte life verfolgen. Anonymität, Machtgehabe und Beziehungslosigkeit sind die Bausteine der Erfolgreichen.

Vergessen wir über diese eher philosophische Betrachtung aber nicht eine andere Spezies von Erfolgreichen

  • die jeden Tag diesem unsinnigen System trotzen
  • die trotz ständig schwierig werdender Rahmenbedingungen den Mut zu persönlich motivierten Entscheidungen nicht verlieren
  • die Geschäftsbeziehung als gegenseitige Aufgabe sehen
  • und vor allem den Blick für das Ganze nicht verlieren

Erfolg ist immer das, was folgt, ganz gleich, ob es sich in positiver oder negativer Betrachtungsweise abspielt…

Diese Art Erfolg ist es, die uns immer wieder begeistert und unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als Quelle für Kraft und gute Laune dient.

Geschrieben von einem guten Geschäftspartner.

Willst du glücklich sein, so musst du dich verändern (Konfuzius)

Thomas


Zeitblüte 283

Bodyscan

Ich mache jeden Morgen einen Bodyscan – d. h. ich gehe mit meinem inneren Gefühl durch jedes Körperteil, nicht bewertend, nicht beurteilend, einfach nur wahrnehmend, dann loslassen und entspannen (nach Jon Kabat-Zinn).

Dann gehe ich am See mit meinem Hund spazieren, und alles fällt von mir ab, was sich schon an Spannung aufgebaut hat. Ich genieße den leicht modrigen Geruch des Sees, ich höre die Enten, Zappen und Krähen, Gänse fliegen Formationen, es wird leicht rosa … Eine leichte Brise umschmeichelt mein Gesicht – kalt, kalt und süß, diese Luft.

Dann ist es hell, alles wird brilliant durchlässig, ich freue mich an der Lebensfreude des Hundes, dann auf den Kaffee zu Hause. Anschließend bin ich bereit für den Tag. Ach ja, ich stehe um 5.00 Uhr auf…

Kirsten Hinrichsen


Zeitblüte 282

Nordic Walking

So oft ich kann – am Wochenende gern vormittags, unter der Woche auch am späten Nachmittag – gehe ich Nordic Walken. Direkt durch die Weinberge, hoch auf einen Hügel. Und dort oben zu stehen, leicht aus der Puste gekommen, über die Landschaft, die Weinberge, den Wald zu sehen, die wechselnden Farben der Jahreszeiten wahrzunehmen – das ist meine Zeitblüte!

Angelika


Zeitblüte 281

Fahrrad statt Auto

Fahrrad statt Auto. Wo? Kreuz und quer durch die Stadt zu Terminen, Auftraggebern, zu Freunden, Festen und zum Einkaufen. Pro Woche rund 60 – 80 km oder auch mehr.

Das spart zeitlich den Weg ins Fitnessstudio, und man ist an der “frischen” Luft. Eine Fahrradkarte für Berlin hilft mir dabei, die schönsten Strecken zu suchen.

Kea


Zeitblüte 280

In die „Weiten der Leere“

Wenn ich in meinem stressigen Alltag eine kleine Verschnaufpause benötige, so gehe ich von meinem Büro in den nahe liegenden Botanischen Garten.

Dort gibt es einen wunderschönen Chinesischen Garten mit einem großen Teich voller Koi-Fische und kunstvoll gestaltete Felsformationen. Das Wasser plätschert von einer Felsspalte kommend in den Teich.

Ich setze mich auf die Bank und lasse meine Gedanken schweifen. Das Plätschern des Wasser hilft dabei, den Alltagsstress für einige Momente zu vergessen. Ab und zu mache ich auch eine kleine Augenübung zum Entspannen. Dann atme ich tief durch und lasse mich vom Plätschern des Wassers in die “Weiten der Leere” führen.

Dies entspannt ungemein und nach ein paar Minuten merke ich, wie die Zeit praktisch stehen geblieben zu sein scheint. Nach diesem Erlebnis fühle ich mich kraft- und motivationsgetankt.

Y. C.


Zeitblüte 279

Das Lächeln meiner Tochter

Das Lächeln meiner Tochter lässt mich den Alltag vergessen und ohne etwas zu sagen, reduziert sich alles auf das einzig Wichtige … Liebe.

Thomas


Zeitblüte 278

In den Bergen

In den Bergen unterwegs zu sein ist meine „Zeitblüte“. Nach Anstrengung oben zu stehen und den Blick in die Ferne schweifen zu lassen.

Alle Sorgen und Alltagsprobleme sind in diesem Moment so weit weg, der Himmel ist so nah. Tief durchatmen, die Schönheit der Natur genießen. Dann fühle ich mich leicht und unbeschwert. Am liebsten möchte ich das Gefühl nicht mehr loslassen.

Viele Probleme rücken in die Ferne. Ich frage mich, was wirklich in einem Menschenleben zählt. Und schöpfe Kraft für den Alltag.

Es ist schön, das alles nicht alleine zu erleben, sondern mit meiner Familie und lieben Freunden. Das sind Momente, die mir keiner mehr nehmen kann. Sie gehören für immer mir.

Katja


Zeitblüte 277

Glitzerndes Wasser

Die schönste Zeitblüte für mich ist glitzerndes Wasser, am liebsten irgendwo am Meer. Wenn die Sonne abends über dem Meer untergeht und das Wasser so unglaublich schön funkelt und glitzert, ist das der Moment, wo meine manchmal rastlosen Gedanken einfach weg sind und ich nur den Augenblick genießen kann.

Wenn das mal nicht geht, dann ist auch unser kleines Meerschweinchen eine wunderbare Zeitblüte, um dem Alltagsstress zu entkommen. Ich beobachte es gern, wenn es durch die Wohnung flitzt oder es beim Streicheln sich genüßlich streckt und anfängt, herzhaft zu gähnen. Wie einfach kann doch das Leben sein….

RC


Zeitblüte 276

Zeit nehmen

Meine Zeitblüte ist die beginnende Winterzeit. Von Frühjahr bis Ende Herbst habe ich den ganzen Tag viel zu tun. Nach der Arbeit kümmert man sich um Haus und Garten, unternimmt viel mit der Familie und nur selten bleibt mal Zeit zu faulenzen.

Jetzt ist der Garten winterfest, die Tage werden kürzer und es bleibt mehr Zeit, um sich mal zurückzuziehen, sich mit der Tochter unter der Sofadecke zu verkriechen, warmen Kakao zu trinken und im Fernsehen Märchen anzusehen. Wieder neue Kraft tanken, indem wir viel kuscheln und uns Zeit für uns nehmen.

Julia


Zeitblüte 275

Der Blick aus dem Balkonzimmer

Wenn ich meine Arbeit erledigt habe oder eine Erholungspause einlegen möchte, dann setze ich mich ins Balkonzimmer und schaue aus der Balkontür. Im Sommer habe ich verschiedene blühende Pflanzen, die ich betrachte und dabei wunderbar entspanne. Im Winter habe ich alle Blumen entfernt und schaue über die leeren Baumkronen, über die vor mir liegende Stadt und gerate ins Träumen – vergesse die Arbeit und erhole mich.

Schon oft habe ich überlegt, eine Wohnung im Erdgeschoss zu beziehen, doch dieser Blick über die Stadt, in den Himmel oder auf die blühenden Pflanzen ist so entspannend, dass ich ihn nicht missen möchte!

Ich wünsche allen Lesern Ihrer Seite eine ebenso schöne Möglichkeit der Entspannung.

Bernd


Zeitblüte 274

Mein See

Ich habe das große Glück, an einem See zu wohnen. Er ist jeden Tag anders und äußerst meditativ.

Da ist zum einen das Wasser, unser wichtigstes Lebenselixier. Dann funkelt und glänzt er in der Sonne wie tausend Diamanten. Und er spiegelt auch die herbstlichen Farbtöne der Uferlandschaft tief hinein in meine Seele.

Er rauscht und plätschert mir wundervolle Melodien von Unendlichkeit, schenkt mir immer wieder neue, kreative Formen.

Mein See ist eine tägliche Quelle von Freude und Schönheit. Ein treuer Freund mit einem Hauch voll Ewigkeit. Er war schon da, als ich erst in den Gedanken meiner liebevollen Eltern existierte. Und er wird weiter Menschen erfreuen, wenn ich längst gegangen bin. Meine Zeitblüte ist mein See.

Peter


Zeitblüte 273

Mit dem Pferd durch die Wälder

Meine persönliche Zeitblüte ist stundenlang mit meinem Pferd durch die Wälder zu spazieren oder mit ihm richtig Gas zu geben.

Nicht nur, weil ich dann Natur erleben und genießen darf, die Vögel singen höre und so viele Dinge mehr, sondern auch noch ein “Tagebuch” habe. Sie hört mir immer zu, wenn ich lache, motze oder weine. Kira hat die Ruhe weg und tröstet mich mit ihrer Zuneigung und ihrem Vertrauen zu mir – und ich hoffe, dass ist auch umgekehrt so. :-)

Doris


Zeitblüte 272

Ein kleiner Zaubertrick mit Wirkung

Ein richtiges Highlight ist für mich, wenn ich Kindern (oder Erwachsenen) einen kleinen Zaubertrick vorführe, z. B. einen Gummiring-Trick. Ich habe immer zwei Gummiringe dabei, die haben mir schon manche Situation in eine Zeitblüte verwandelt:

Letzte Woche fuhr ich abends in einer S-Bahn, als zwei schmuddelige Typen mit Bierdosen, Alkfahne und lautem Handygetöse einstiegen. Ich sagte zu meinen Kindern, die mit mir mitfuhren: “Und jetzt passt mal auf!” Normalerweise sollte man zu denen sagen: “Hey, geht’s noch, das ist rücksichtslos und verboten, schaltet den Krach aus!” Aber diesmal ging es anders.

Ich fragte einen der beiden, ob er nicht den Basslautsprecher aufdrehen könnte, weil das Handy mit seinen Höhen nur bescheiden klingt. Da stellte sich heraus, beide verstehen meine Sprache nicht. Nach viel Zeichensprache und activity-ähnlichem Gefuchtel (um Basslautsprecher darzustellen) gab er mir sein Handy, offenbar damit ich es umstelle.

Ich drückte herum, bis es endlich aus war und habe sofort meine zwei Gummiringe gezückt und als Ersatz für das stillgelegte Handy meinen Trick vorgeführt.

Der Knabe war total sprachlos und bot mir sofort eine frische Dose Bier an (er hatte eine ganze Tasche voll mit!!!). Ich lehnte dankend ab und wusste: Das gibt noch Spaß bis Schwechat!

Er wollte den Trick immer wieder sehen, versuchte ihn selber, scheiterte, lachte… und schließlich mussten die zwei aussteigen, nicht ohne große Verabschiedung und Winken noch vom Bahnsteig!

Ich werde ab sofort IMMER Gummiringe mithaben – es tut aber jeder kleine Zaubertrick. Ich fand das eine geniale Art, sich nicht ärgern zu lassen. Und apropos Musik, noch eine musikalische Zeitblüte:

Besonders beim Autofahren, aber auch zu Hause, das Lied RADIO von den Wise Guys. Da muss man einfach mitsingen, wahlweise den Text oder das Aaaaaaahhhhhhh des Background-Chors. Das hatte ich eines Morgens auf CD im Auto, als ich nach Südosten fuhr, und da kam genau kitschig die Sonne durch den Nebel raus bei der Zeile “wir fahren durch den Sommerregen der Sonne entgegen”. Herrlich!

Andrea  


Zeitblüte 271

Anfangen

Es ist schön zu leben, weil leben anfangen heißt, immer, in jedem Augenblick.
Cesare Pavese, ital. Schriftsteller 1908-1950

Seitdem ich dieses Zitat gelesen habe, schöpfe ich daraus immer wieder Kraft, wenn mal etwas nicht so läuft oder mir nicht so gelingt, wie ich es mir vorstelle. Wenn es mal länger dauert, als ich das möchte. Oder auch, wenn ich neue Ideen habe, deren Umsetzung mir schwierig oder sogar unmöglich erscheint.

Solange ich lebendig bin, kann ich anfangen, etwas zu tun. Etwas Neues, etwas Altes, vielleicht mal Aufgegebenes, einfach anfangen, immer, in jedem Augenblick. Nach vorne schauen.

Nicht jammern, nicht bereuen, einfach nur versuchen, es besser zu machen. Den einzigen Fehler, den wir im Leben machen können, ist, aufzugeben und es – was auch immer, jeder hat sein ganz persönliches “es” – nicht neu zu versuchen und vielleicht besser zu machen.

Es ist schön zu leben, weil leben anfangen heißt, immer, in jedem Augenblick.

Dieser Satz ist meine persönliche Zeitblüte, hängt an meinem Kühlschrank und verleiht mir Frieden und Fröhlichkeit für mein Leben.

Katrin


Zeitblüte 270

Gemeinsame Momente

Meine Zeitblüte mag für viele Menschen nichts Besonderes sein. Für mich ist sie aber unheimlich wichtig und immer wieder faszinierend inspirierend. Nach einem langen Arbeitstag und aufregenden Geschehnissen mit meinen Kindern bin ich abends oft entnervt, abgekämpft und sehr angespannt. Mir geht alles zu langsam und ich sehne den Moment herbei, wenn die zwei Jungs im Bett liegen.

Einerseits, weil ich Ruhe wünsche und andererseits, weil ich in diesem Moment meine Zeitblüte erleben darf:

Beide Kinder legen sich in unserem Schlafzimmer ins Elternbett. Ich liege zwischen ihnen. Sie kuscheln sich ganz eng an mich und ich lese ihnen vor. Wir lachen zusammen, sprechen über die Geschichten, die wir lesen und kuscheln uns aneinander.

In diesem Moment verschwimmen Zeit und Raum. Ich fühle mich geborgen, wie sonst nie und kann entspannen. Die Wärme der kleinen Kinderkörper und die bedingungslose Zuwendung spendet so viel Frieden, dass ich jedes Mal sehr dankbar für dieses Erleben bin.

Dann wird mir immer klar: Nichts ist so wichtig, wie diese Momente. Ich tanke Kraft, lasse die Anspannung los und schaue mit wohlwollendem Blick auf den Tag zurück. Vieles wird dann einfach unwichtig und ich kann es loslassen.

Birgit


Zeitblüte 269

Laufen

Meine Zeitblüte ist für mich das Anziehen meiner Laufschuhe und dann loszulaufen. Mit guter Musik im Ohr quer durch die Stadt oder den Park. Mal vom gewohnten Weg abbiegen und weiterlaufen, manchmal in ungewohnten Richtungen. Die Atmung und Straße spüren und an schöne Momente mit Freunden und Familie zurückbesinnen.

H. D.


Zeitblüte 268

Ein Danke

Wenn du die Hand eines Hilfsbedürftigen hältst und mit der Kraft deines Herzens dabei bist, kannst du spüren, dass auch du gehalten wirst.

Dazu folgendes Erlebnis:

Ich habe freiwillig in einem Pflegeheim ausgeholfen und zum Mittagessen den Damen das Essen gereicht. Eines Tages fehlte eine der Damen, weil es ihr sehr schlecht ging und sie im Bett geblieben war.

Sie war selten ansprechbar und zeigte keine Reaktion auf Worte, die an sie gerichtet waren. An ihrem Bett nahm ich – wie immer – ihre Hand in meine linke und reichte ihr mit der anderen das Essen. Plötzlich drückte sie meine Hand, ein tiefes Lächeln zog über ihr Gesicht und sie hauchte mir ein “Danke” zu.

Nicht nur an diesem Tag, sondern den Rest meines Urlaubs gab mir dieses Erlebnis Kraft und ein Gefühl von Aufgehobensein. Meine eigenen Sorgen rückten in den Hintergrund und eine beruhigende Zuversicht bestimmte meine nächsten Tage und Wochen.

Birgit 


Zeitblüte 267

Nordic Walking

Seit meiner Herz-OP habe ich das Nordic Walking für mich entdeckt. Wenn ich die Stöcke nehme und loslaufe, gehen schon die Mundwinkel hoch und es kommt ein Lächeln.

Wenn ich dann ein Stück gelaufen bin, bekommen meine Gedanken “Flügel” und sind nicht mehr so tranig wie früher. Ausserdem bin ich in der wunderschönen Natur und in der frischen Luft. Das ist jedes mal eine Zeitblüte für mich.

Bernd


Zeitblüte 266

Freudvolles Kritzeln

Vor einiger Zeit lernte ich einen sehr interessanten Menschen kennen. Es war eine Frau Mitte 40. Wir trafen uns im Wartezimmer beim Arzt. Sie erzählte mir, dass sie gerne malt und ich ihr, dass ich gerne schreibe.

Wir vereinbarten uns an einem Freitag Vormittag zu treffen. Ich besuchte sie zu Hause. Ein wunderschöner alter Bauernhof, der restauriert wurde. Ein heimeliges Gefühl verbreitete der beheizte große gusseiserne Ofen.

Sie erzählte mir, sie könne nur malen, was sie vor sich sieht, sie hätte keine Fantasie. Ich kann zwar überhaupt nicht zeichnen, weil ich die Dinge nie in den richtigen Proportionen schaffe. Aber trotzdem zeichne ich gerne und bezeichne es eben als Kritzeln.

Dann bat ich sie um Papier und zeigte ihr, dass Papier mein Freund ist, weil ich viel damit anfangen kann. Ich fertigte eine Kusudamaeinheit vor ihren Augen an.

Sie wollte es auch lernen. Dann saßen wir da, genossen die Wärme des rustikalen Ofens und sie diktierte mir, was ich zeichnen soll und ich versuchte es einfach.

Auch wenn es nicht so geworden war, wie ich wollte, so hatten wir doch riesigen Spaß, weil ich mich einfach dem Moment des Erfindens und Ausprobierens hingab.

Auch sie entdeckte plötzlich, dass sie sehr wohl Fantasie hatte. Aber nur wenn sie mit ihrer linken Hand zeichnet und mit der rechten die Dinge dann perfektioniert. Also die Ideen holt sie sich mit der linken Hand und mit der rechten macht sie es dann visuell ansprechend.

Die Zeit verflog sehr schnell. Ich kam beinahe zu spät zur Schule, um meine Kinder abzuholen. Das waren wunderschöne unbeschwerte Stunden.

Diane


Zeitblüte 265

Sieben Süßigkeiten

Jeden Sonntagabend fülle ich mir ein schönes Glas mit sieben „kleinen“ Süßigkeiten. „Klein“ deshalb, weil ich wegen meines Gewichtes auf Süßes möglichst verzichten will, aber es mir nicht komplett verbieten möchte.

Jeden Abend gönne ich mir zwei Minuten (nachdem die Kinder im Bett sind), nehme mir eine der Süßigkeiten aus dem Glas und denke darüber nach, welcher Moment an diesem Tag am schlimmsten für mich war (Streit mit den Kindern, Besprechung ohne Zielerreichung, meine Verärgerung über „nicht geputzte Fußböden“ oder das Auslassen dieser Wut am Partner – um nur ein paar Beispiele zu bringen).

Mit dem Genuss im Mund und etwas Abstand zum Ärgernis, stellt sich dieses plötzlich als nicht mehr so tragisch heraus und es gelingt mir gut, darüber nachzudenken, wie ich mich in Zukunft in solch einer Situation anders/entspannter verhalten kann.

S. W.


Zeitblüte 264

Geringer Aufwand und maximaler Wohlfühlerfolg  

Vor ca. zwei Jahren begann ich mit dem Laufen. Nachdem ich jahrelang kaum Sport betrieben hatte, fiel es mir ziemlich schwer, den inneren Schweinehund zu überwinden, die Laufsachen anzuziehen und anzufangen.

Und noch viel schwerer fiel es mir, dann auch dabeizubleiben und nicht aufzugeben, weil der Anfang einfach weh tat und die angebliche “Sucht nach dem Laufen” nicht eintreten wollte.

Heute, in der Rückschau und nachdem ich sogar einen Marathon gelaufen habe, muss ich sagen, dass es eine der besten Entscheidungen meines Lebens war, diesem Sport treu zu bleiben.

Es ist für mich heute die beste Art der Entspannung, das geeignetste Mittel zum Stress-Abbau: in der Natur zu laufen, von Zeit zu Zeit auch mal intensiver für kleine Wettkämpfe zu trainieren, das Gefühl, dem Körper etwas Gutes zu tun. Einfach nur genial und sowas von empfehlenswert. Geringer Aufwand und maximaler Wohlfühlerfolg. Einfach machen!

Roman 


Zeitblüte 263

Ich nehme mir die Zeit!

Der Berufsalltag ist meistens sehr stressig und mit drei Schulkindern wird die Zeit außerhalb des Büros auch nicht wirklich ruhiger. Ich habe aber das Glück, wundervolle Kinder zu haben, die mich immer wieder an die wirklich wichtigen Dinge des Lebens erinnern.

An besonders schönen Tagen stehlen wir uns einfach eine Stunde und wir gehen in einen nahe gelegenen Wald, die Kinder bauen bei den Baumwurzeln kleine Häuschen aus Rinden, Zapfen, Farnen usw. – so wie ich es vor fast 30 Jahren schon gemacht habe.

Weiter im Wald haben wir eine kleine Lichtung, mit moosbewachsenem Boden. Da legen wir uns alle hin und beobachten die Wolken, hören den Vögeln zu, hören alle möglichen Geräusche …

Herrlich! Alle Sorgen – egal ob vom Büro oder von der Schule – setzen wir dann auf eine Wolke und schicken sie weg. Nur wenn ich das wem anders erzähle, ärgern mich Kommentare wie „Na, du musst Zeit haben!“.

Ich habe nicht mehr Zeit als andere – ich NEHME sie mir!

Regina


Zeitblüte 262

Wunderbare Momente des Innehaltens

Diese wunderbaren Momente des Innehaltens. Ruhe und Zentrierung spüren. Im Hier und Jetzt zu sein. So etwas wie Erfüllung fühlen in der morgendlichen Meditation. Dankbarkeit und Demut für den vorherigen Tag.

Momente wie:

  • das freudige Lachen des Kindes
  • das Kreischen der Möwe
  • der glutrote Sonnenaufgang
  • das strahlende Blau am Himmel
  • das Lächeln der Kassiererin
  • das nette Gespräch in der Bahn

Josefine


Zeitblüte 261

Meine Zeitblüten

  • Eine Rose blüht am Wegesrand, sie blüht für mich!
  • Dieser fremde Mensch (egal ob Mann oder Frau oder Kind!) lächelt oder lacht für mich, ich lasse mich von der Heiterkeit anstecken, lache auch!
  • Noch besteige ich mühsam den Berg, zurzeit ist der Weg besonders beschwerlich, doch oben wartet schon das Gipfelkreuz auf mich, dann bin ich am Ziel! Und ich habe schon sehr viel an Strecke bewältigt, ganz viel hinter mir gelassen, das ich nicht mehr brauche. Ich kann es mir von oben ansehen!
  • Eine Kastanie liegt beim Spazierengehen mit Hundi auf dem Bürgersteig, die Natur hat sie dort für mich hingelegt, ich nehme sie mit und freue mich über ihre Herzform! Her(r)/zlich)! Für mich! Und sie passt genau in meine Hand hinein, welch ein Zufall! Ich umschließe sie sanft und doch bestimmt mit meiner Hand und spüre, wie sie allmählich warm wird.
  • Ein herrlicher Regenbogen steht am Himmel: Hoffnung und Neuanfang (auch für mich!)
  • Der Duft der Bienenwachskerze stimmt mich milde und gelassen, das Licht der Flamme gibt mir neue Kraft und Hoffnung!
  • Barfuß gehend im feuchten Gras genieße ich das Einsinken der Füße im weichen Boden. Und danach: eine frische Klarheit und Wachheit meines Geistes und Körpers!
  • Eine kleine Auszeit für mich: einfach Hinlegen und Sein!

Christine 


Zeitblüte 260

Relaxen bei Kerzenlicht

Wenn ich eine Auszeit brauche, lasse ich mir ein Bad ein und entspanne mich bei Panflötenmusik und Kerzenlicht.

Regula


Zeitblüte 259

Meine Kinder ins Bett bringen

Ich bin zeitweise starkem Stress ausgesetzt. Es prasselt alles auf mich ein und ich habe das Gefühl, die Kontrolle über Dinge zu verlieren, die ich eigentlich im Griff haben sollte.

An solchen Tagen ist es schwer, die Arbeit im Büro zu lassen. Mir fällt es wesentlich leichter, diese Sorgen hinter mir zu lassen, wenn ich abends meine Kinder schlafen lege.

Es gibt für mich fast nichts Beruhigenderes, als zu sehen, dass meine Kinder wohlbehütet in ihrem Bett liegen und schlummern. Ich kann mir kein friedlicheres Bild vorstellen.

Ich könnte dabei stundenlang zuschauen, wenn ich nicht selbst schnell „einschlummern“ würde.

Das ist definitiv meine Zeitblüte.

Eduard


Zeitblüte 258

Urlaubseindrücke zurückholen

Ich habe auf meinem Desktop als Hintergrund ein schönes Urlaubsbild (vom Abel-Tasman-Nationalpark in Neuseeland) installiert. Wenn es nötig ist, klappe ich alle Programme weg und hole mir mithilfe dieses Bildes die Ruhe und Entspannung des Urlaubs zurück.

Margarete


Zeitblüte 257

Sich das Schöne bewusst machen

Sich die täglichen schönen Dinge des Lebens bewusst machen:

  • Kinderlachen
  • Sonne auf der Haut spüren
  • gesund sein
  • mit Freunden/Familie/netten Kollegen das Leben teilen zu dürfen
  • sich die Freizeit selbst einzuteilen
  • an einem schön gedeckten Tisch sitzen
  • Emotionen und lebendig sein – sprich das eigene Leben selbst bunt zu bemalen

Es ist unsere innere Selbststärke die es möglich macht. An alle, die sich selbst treu bleiben und das Leben verstanden haben!

Sylvia


Zeitblüte 256

Kalligraphische Pausen

Ich nehme mir Zeit für Worte, Zitate, kurze Texte und schreibe diese mit Feder und Tinte auf Papier. Es gibt unzählige kalligraphische Alphabete und je nach Lust und Laune schreibe ich in dieser oder jener Schrift, meist begleitet von klassischer Musik.

Für mich sind diese „kalligraphischen Pausen“ Erholung pur und gleichzeitig eine sinnvolle Betätigung. Viele meiner Texte werden irgendwann an liebe Mitmenschen verschenkt.

E. F.


Zeitblüte 255

Tauchen

Meine persönliche Zeitblüte ist das Tauchen. Sobald ich im Nass bin – nein, eigentlich schon vorher bei den Vorbereitungen – kommt alles zur Ruhe. Nur mehr der Fokus auf die Gerätschaft, das Atemgerät, die Tarierjacke und das Boot, das schon wartet, um einen ins offene Meer zu bringen.

Sobald dann die Taucher im Nass sind und abgetaucht schwimmen, gibt es nur mehr das Hören des eigenen Atems und die schöne Natur (auch wenn sie – wie in den Seen Mitteleuropas – sehr karg erscheinen mag). Ja, das ist für mich die schönste Zeitblüte seit Jahren.

Gerhard


Zeitblüte 254

Der aufziehende Morgen

Ich arbeite in der Leitstelle und Verwaltung eines Rettungsdienstes. Gelegentlich, besonders in Nachtschichten, wenn ich mal kurz den Kopf frei kriegen muss, stelle ich mich bei uns in der Leitstelle (7. OG) ans offene Fenster, sehe in den aufziehenden Morgen und die Berliner Skyline, atme diese frische Luft, die aus dem Park herüber zieht und kriege den Kopf frei.

Das sind dann nur zwei oder drei Minuten, aber die helfen mir jedes Mal, wieder auf Null zu kommen und mich dann auf den nächsten Anruf voll einzulassen.

Vincent 


Zeitblüte 253

Balsam für alle Sinne

Eine Zeitblüte für mich ist ein Spaziergang am Meer! Das ist Balsam für alle Sinne: NUR die Natur sehen, fühlen und hören. Kein Beton und Asphalt, kein Autolärm – sondern Weite und Stille.

Ulrike


Zeitblüte 252

In Kinderaugen blicken

Leider habe ich es aus verschiedenen Gründen – wie Hausbau und Studium – versäumt, meine Kinder bei den ersten Schritten zu begleiten. Heute befinden diese sich im Teenageralter und ich mich mitten in einem anspruchsvollen Berufsleben mit wenig Zeit zum Abschalten.

Die Wochen und Monate fliegen vorüber und Kinderwünsche werden oft erfüllt, um eine kurzfristige und allgemeine Balance im Alltag zu erreichen.

Kürzlich habe ich, aus einem mir heute unergründlichen Zufall, lange und tief in die Augen eines der Kinder gesehen und mich und meine Kindheit darin wieder entdeckt.

Ein langanhaltender und strahlender Blick aus Kinderaugen und ich wusste sofort, was ein gerechter Lohn für mein Einhalten war. Aber auch die Strafe für das zu lange Versäumnis.

Oliver


Zeitblüte 251

Ins Lebensbuch blicken und erlaubte Aufregung

In meinem Beruf als Trainerin erlebe ich die skurrilsten, spannendsten und oft auch sehr betroffen machende Begebenheiten. Zwei Dinge, die mir enorm helfen, damit umzugehen:

Der Blick ins Lebensbuch

Wenn so ein intensives Gespräch mit einem Kunden/Teilnehmer/Klienten zu Ende ist, mache ich symbolisch das Lebensbuch des Teilnehmers zu und bedanke mich, dass er/sie mich daran teilhaben hat lassen.

Dadurch bleibt die Geschichte in der Verantwortung des Betreffenden und ich kann mein Mitgefühl einbringen, Anregungen geben oder einfach nur zuhören – ohne die Geschichte zu meiner eigenen zu machen.

Aufregung erlauben

Manchmal gestatte ich mir ganz bewusst eine Aufregung unter dem Motto:

Wenn es jetzt passt, erlaube ich mir, mich aufzuregen.

Allein diese Erlaubnis, ein bestimmtes Gefühl zu einem selbstgewählten Zeitpunkt haben zu dürfen, entschärft die Situation ungemein. Und oft muss ich darüber lachen – auch über mich selbst. Dann muss ich mich nicht mehr so wichtig nehmen.

Gabriele


Zeitblüte 250

Der Blick auf den See

Ich schaue aus dem Fenster unserer Wohnung auf den See. Vor allem am Morgen, wenn die Sonne aufgeht, ein beruhigender und erhabener Anblick. Die Wasseroberfläche ist jeden Tag anders, nie gleich. Je nachdem, wie die Sonne scheint, der Wind geht… bewegt sich das Wasser anders.

Oder ich mache einen kleinen Spaziergang am Abend an den Waldrand und sitze auf einer Bank, um von dort den See und Sonnenuntergang zu genießen. Manchmal  finde ich noch wilde Brombeeren im Wald – welch eine Köstlichkeit…

Thomas 


Zeitblüte 249

Eine Stunde nur für mich

Meine Zeitblüte ist das Laufen. Zweimal in der Woche eine Stunde Zeit nur für mich. Eine Art persönliche Auszeit. Während des Laufens fällt all das ab, was sich im Laufe des Tages gesammelt hat. Was danach noch übrig bleibt, ist zumeist das wirklich Wichtige.

Wolfgang 


Zeitblüte 248

Seifenblasen

Eine kleine Zeitblüte sind für mich Seifenblasen. Ich sitze gerne mit meinen zwei Kindern auf den Stufen vor unserer Haustüre und mache Seifenblasen. Es ist einfach schön zu sehen, in welchen Farben sie schillern und wie sie oft leise und langsam um die Hausecke davon schweben oder manchmal auch erst noch einen kurzen Moment auf dem Gras liegen bleiben, bis sie zerplatzen.

In solchen Momenten werden sogar meine sonst so wilden Zwerge für eine kurze Zeit ganz ruhig und entspannt.

J. M.


Zeitblüte 247

Auszeit auf der Terrasse

Wenn ich gestresst von der Arbeit komme, führt mein erster Weg von der Haustüre durchs Wohnzimmer auf die Terrasse. Ich habe das Gefühl, dass ich dann alles, was war (Computergeräusche, das Brummen der Leuchtstoffröhren und den Verkehrslärm), an der Türe abstreife.

Wenn ich dann auf der Terrasse sitze, höre ich nur noch das Rauschen der Blätter und sonst nichts! Man hat das Gefühl, man fällt in ein ganz weiches Kissen, das alles von einem fern hält. So tanke ich in Minuten Energie, die fühlbar wie warmer Tee durch den ganzen Körper läuft.

Elmar


Zeitblüte 246

Nach dem Rasenmähen

Für mich gibt es nicht den einen Moment, sondern es sind die Momente, in denen ich die Dinge von der positiven Seite betrachte und mir bewusst werde, dass ich schon einiges erreicht habe. Am liebsten provoziere ich diesen Zustand an einem Abend nach dem Rasenmähen.

Nachdem alle Störgeräusche verhallt sind und man nur noch die Natur hört, setze ich mich gerne hin und genieße diese Zeit für mich, auch wenn es nur fünf Minuten sind. Schön, dass der Rasen so oft zu mähen ist.

Heiko


Zeitblüte 245

Durch Bewegung die Zeit stillstehen lassen

Jedes Wochenende mache ich mich mit meinem Kind auf den Weg in den nahegelegenen Reitstall.

Wir putzen die Pferde und reiten dann gemeinsam eine Stunde. Wenn das Wetter es zulässt, marschieren wir mit unseren Gummistiefeln in den angrenzenden Wald, durch den ein kleines Bächlein fließt.

Durch diesen kleinen Bach marschieren wir, bis wir an eine kleine Lichtung kommen. Dort machen wir ein Picknick und quatschen oder dösen ein bisschen.

Diese Zeitblüte, dieses Innehalten ist für mich sehr wichtig. Es ist eine Art Wochenabschluss bzw. der Anfang einer neuen Woche, gibt viel positive Energie und lässt mich leichter am Leben meines Kindes teilhaben.

Sylvia


Zeitblüte 244

Meine Patenkinder

Meine persönlichen Zeitblüten sind meine zwei Patenkinder (zwei Mädchen, 3 Jahre und 8 Monate). Wenn ich mit ihnen zusammen bin, vergesse ich ganz schnell alles drumherum.

Sie brauchen meine ganze Aufmerksamkeit, die ich ihnen nur allzu gerne gebe. Mit ihnen zu spielen, zu kuscheln oder ihnen etwas Neues beibringen, entspannt mich total und lässt mich alle Alltagssorgen schnell vergessen.

Aber auch ich kann von ihnen so viel „Altes“ wieder neu entdecken. Sie sehen Blumen, über die ich achtlos hinwegsehe, sehen z. B. einen Marienkäfer, den ich fast zertreten hätte.

Sie gehen ohne Vorbehalte unbefangen auf andere zu, nicht wie wir Erwachsenen.

Aber am allerschönsten ist das grenzenlose Vertrauen, das die beiden in mich haben.

C. H.


Zeitblüte 243

Erinnerungen an die Unbekümmertheit der Kindheit

Wenn ich das Gefühl habe, es erdrückt mich und alles wendet sich gegen mich, dann ziehe ich mich zurück in mein Lesezimmer.

Obwohl es früher als Junge etwas verpönt war, habe ich ein voll geschriebenes Poesiealbum aus meiner Grundschulzeit retten können und nehme es gerne zu solchen Zeiten in die Hand.

Beim Durchblättern kommt die eine oder andere Erinnerung an die Unbekümmertheit der Kindheit wieder hoch und dies bestärkt mich.

Eine Seite ist darunter, die ich sehr häufig lese und die mir besonders gut gefällt. Darauf ist ein kleiner Igel gemalt, der einen langen Weg geht und dieser Weg ist mit vielen großen Steinen bestückt. Darunter steht:

Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man etwas bauen.

Treffender kann man es nicht formulieren, denke ich oft und mit einem Lächeln gehe ich wieder an die Dinge des Alltags.

Markus Held


Zeitblüte 242

Der Nussbaum vor meinem Fenster

Wenn ich morgens aufwache, sehe ich durch mein Fenster in die Krone eines alten, großen Nussbaums.

Ich höre das Zwitschern der darin nistenden Vögel und lasse meine Gedanken einfach fließen. Nach einigen Minuten denke ich überhaupt nichts mehr und spüre eine angenehme Ruhe, die sich in mir ausbreitet.

Dann strecke ich mich, springe aus dem Bett und beginne schwungvoll meinen Tag.

A. G.


Zeitblüte 241

Ein kurzes Gespräch

Mein bester Freund rief an und wir sind kurz Schwimmen gegangen. Wir wollten uns nur schnell abkühlen, da wir beide heute noch viel zu lernen haben. Wir sind an den 10 Minuten entfernten Baggersee gefahren, sind 5 Minuten geschwommen und haben uns super unterhalten.

Obwohl das Ganze keine halbe Stunde gedauert hat, war es total entspannend und anregend für mich.

Manchmal sind die kurzen Gespräche die besten!

Thomas


Zeitblüte 240

Kreative Tätigkeiten bringen mich in meine Mitte

Für mich ist jede kreative Tätigkeit eine Zeitblüte. Ob das Sieden von Seifen, die Herstellung von Naturkosmetik oder Heilprodukten oder auch das Entwerfen und Bearbeiten einer Grafik am PC, Schreiben, Nähen oder Mode designen – diese Momente bringen mich absolut in meine Mitte.

Die zweite große Art Zeitblüten ist es, wenn ich mich bewege. Am liebsten natürlich in der Natur – Inlineskaten, Walken, Nordic Walking, Wandern – einfach den Wind spüren und staunen, was es so alles rund um mich gibt.

Das sind meine beiden (hauptsächlichen) Möglichkeiten, zur Ruhe zu kommen und an der Energietankstelle aufzuladen.

M. Kriz


Zeitblüte 239

Das Eintauchen in die Welt des Buches

Eine halbe Stunde mit einem guten Buch ungestört bei völliger Ruhe, dann bin ich wieder bereit für alle anstehenden Projekte. Das Eintauchen in die Welt des Buches bewirkt bei mir ein „Löschen und Neustarten“ meines Innern.

SA


Zeitblüte 238

Meine stille Stunde

Das Management ist zum größten Teil fremdbestimmt. Ich habe mir jeden Tag eine „stille Stunde“ eingerichtet, in der ich zwar anwesend, aber nicht erreichbar bin. Eine Stunde am Tag, in der ich allein bestimme, was ich dort machen will oder auch nicht.

Zu Beginn habe ich meinen Sucher ausgeschaltet, mein Telefon abgestellt und ein Abwesenheitsschild an die Tür gehängt. Nach einigen Monaten brauchte ich dies alles nicht mehr. Jeder hat „meine Stunde“ respektiert und ich hatte dann tatsächlich in dieser Zeit keine Störungen durch andere. Ich habe diese Freiheit des Tages genossen.

Für mich eine kleine Veränderung mit großer Wirkung.

Rolf 


Zeitblüte 237

Der Fasnachtsbrunnen von Tinguely

Wie ein kleiner Urlaub wirkt seit 30 Jahren folgende Zeitblüte auf mich:

Mitten in Basel, auf dem Theaterplatz, setze ich mich an eine meiner Kraftquellen: den Fasnachtsbrunnen von Tinguely. Ein großes flaches Brunnenbecken mit kinetischen wasserspritzenden Metallplastiken, umgeben von vielen Menschen, vorbeifahrenden Straßenbahnen – jedoch für mich eine Oase der Stille, aber auch der Lebendigkeit, des Humors und Spiel des Lebens.

Besonders die Figur “dr Schuufler” hat es mir angetan. Er begeistert mich. Er mutet an wie ein kleiner Vogelstrauß, der ständig laufend doch nicht von der Stelle kommt.

Aufgrund der sichelartigen Halterung kommt zusätzlich das Bild “vom Kopf in den Sand (hier: Wasser) stecken”. Trotzdem schaufelt er unermüdlich mit seinen tellerförmigen Füßen das Nass, herzlich liebenswürdig im Gesamtauftritt aller neun Schauspieler-Maschinchen.

Egal, ob uns diese Wasserspiele an einem heißen Sommertag erfrischen oder im Winter bizarre Eisformationen zu sehen sind… jeder Aufenthalt ist ein Geschenk, jeder Wechsel der Perspektive ein Genuss.

CP 


Zeitblüte 236

Schwarzes Fell

Wenn ich gestresst von der Arbeit komme und weiß, meiner Mutti im hohen Alter geht es nicht gut, freue ich mich auf meinen sportlichen kleinen schwarzen Kater.

Er gibt mir durch seine liebevolle Art, er begleitet mich von der Garage bis ins Haus, schnurrt und mauzt in den besten Tönen. Wenn ich ihn dann in den Arm nehmen kann, ist er so verschmust, als wenn er einem unter die Haut will.

Dieses kleine wundervolle Tier bringt mich in ein sehr angenehmes Gleichgewicht, sodass der hinter mir liegende Tag vergessen ist. Hätte nie geglaubt, dass so ein kleines Wesen soviel positive Energie ausübt.

Monika


Zeitblüte 235

Verabredungen mit mir selbst

Morgens nach dem Aufwachen, wenn keiner mehr im Haus ist, mache ich mir einen leckeren Kaffee und nutze die Zeit zur Muße. Ich horche in mich hinein und erfahre dort sehr gut, wie es mir heute geht und was ich für einen energiereichen Tag benötige.

Wenn ich abends aus dem Büro oder von Dienstreisen zurückkomme, mache ich dasselbe noch mal. Mit einem guten Kaffee setze ich mich in einen ruhigen Raum und gehe in mich.

Was ist mir gut gelungen? Was ist noch verbesserungswürdig? Bin ich respektvoll mit mir und meinem Energiehaushalt umgegangen? Habe ich Ideen/Anregungen für den nächsten Tag?

Je regelmäßiger ich es mache, umso schneller entdecke ich die Wege zu meinen versteckten Ressourcen.

Doris


Zeitblüte 234

Was Musik bewirken kann

Ich arbeite in einer Leipziger Integrativ-Kindertagesstätte. Verhaltensauffälligkeiten von einigen Kindern sind an der Tagesordnung. Ein Junge, der oft durch lautes, auch aggressives Verhalten auf sich aufmerksam macht, flüsterte zu unserem Erstaunen plötzlich. Das waren wir von ihm nicht gewohnt.

Ich hatte eine CD mit besonderer Musik eingelegt, die Kinder befanden sich gerade beim Aufstehen nach dem Mittagsschlaf. Mit Mimik und Körpersprache unterstützten wir die entstehende Atmosphäre. Es war sehr spannend.

Der genannte Junge flüsterte plötzlich leise zu mir, ob er seinen Freund nun endlich wecken solle. Die Angewohnheit des Jungen war sonst, sofort Kinder unsanft zu wecken. Die schon über längeren Zeitraum  anhaltenden Bemühungen meiner Kollegin und mir zeigten ersten Erfolg. Ein schönes Gefühl. So fühlen sich Wunder an.

Steffen 


Zeitblüte 233

Mein Sonnenstuhl

Zunächst ich arbeite sehr viel, 60 Stunden/Woche sind milde

Am Wochenende nach dem Aufwachen koche ich mir meinen Kaffee.Dann schlurfe ich, mit einem Becher Kaffee in der Hand, barfuß und im Morgenmantel auf meine Dachterrasse.

Dort setze ich mich auf meinen Sonnenstuhl (wenn es kühl ist mit Wolldecke), schließe die Augen, genieße den Kaffee und das Vogelgezwitscher und habe ein endloses Gefühl von Ruhe und dass ich unendlich viel Zeit für mich habe.

Corban


Zeitblüte 232

Mein Aquarium

Wenn ich abends vor dem Aquarium sitze und nur dieses Licht den Raum erhellt und ich die Fische beobachte, bin ich total darin versunken und werde ruhig bzw. müde vor dem Schlafengehen.

Es fasziniert mich, welche unterschiedlichen Formen und herrlichen Farben die Fische haben. Besonders erfreue ich mich, wenn ich entdecke, dass wieder junge Fische geboren wurden und wie klein und niedlich diese sind.

Interessant ist auch zu sehen, wie sie innerhalb kurzer Zeit größer werden. Wenn sie klein sind, kann man noch nicht erkennen, welche Farbe ihre Schwänze haben. Erst wenn sie größer sind. Bei diesen Beobachtungen bin ich total im Augenblick versunken.

Susanne 


Zeitblüte 231

Eine Welt voller Geschenke

Meine Zeitblüte: Im Wald, geduldig den Käfer beim Krabbeln betrachtend – mein dreijähriger Sohn. Ich?

Ich stehe dabei … ahne, wie voll von Geschenken in seinen Augen die Welt ist und danke in dem Moment, dass er mir dies zeigt.

Bernd


Zeitblüte 230

Sich im Rauschen verlieren …

Wir haben hier einen sehr schönen, gepflegten kleinen Stadtpark, mit alten, großen Bäumen, vielen Wildblumen, Wanderwege, kleinem See, es wimmelt von Vögeln und Insekten.

Und mittendrin findet man eine Saline, also eine große Bretterwand mit daran befestigten Reisigen, über die von oben herab Salzwasser in unendlich vielen kleinen und kleinsten Strömen herunterfließt. So wird das salzschwangere Wasser sehr fein zerstäubt und an die umgebende Luft abgegeben. Das Inhalieren ist sehr gesund für Lunge und Atemwege.

Ich setze mich auf eine der Parkbanken davor, schließe die Augen und konzentriere mich auf das laute, geradezu aufdringliche Rauschen. So vergesse ich sehr schnell alles um mich herum und alle Sorgen und Lasten fallen von mir ab.

Peu à peu gewöhnt sich das Ohr an diesen Geräuschteppich und zunehmend dringen andere Geräusche ans Ohr, leicht zu identifizieren als Vogelgezwitscher, Hummelsummen, Kindergeschrei von einem entfernten Spielplatz, Windpfeifen, bellende Hunde im Park, Gesprächsfetzen von Passanten usw.

Nach geraumer Zeit bemerke ich dann auch wechselnde Düfte, durch den dominierenden Salzwassergeruch hindurch riecht es abwechslungsreich nach verschiedensten Blumen und Naturgerüchen.

In dieser sehr intensiven Geräusch- und Geruchswelt fühle ich mich sehr wohl, das Ausschalten insbesondere des optischen Sinns, erlaubt eine sehr klare Wahrnehmung auch feiner Nuancen, anstrengungslos, fast meditativ. Von dieser Entspannung profitiere ich ungemein und oft klären sich im Rest des Tages “unlösbar” scheinende Probleme durch eine neu erlangte Gelassenheit und Klarheit im Denken. Allzu oft ist mir diese Gelegenheit leider nicht vergönnt.

Aber: Wird mir der Stress in meinem Beruf einmal deutlich zu groß, setze ich mich, wenn möglich, in meinem Büro in einen bequemen Sessel, schließe die Augen und bilde mir ein, genau dort zu sitzen und es funktioniert: Ich höre das Rauschen, die Vögel …

C. M.


Zeitblüte 229

Durch Blumenfelder hin zum See

Ich nehme mehrere tiefe Atemzüge und gehe in die Entspannung. Dann stelle ich mir vor, ich sitze in meinem Garten auf einer Rosenbank, über mir wachsen die Rosen, ich nehme ihren Duft wahr – und vor mir öffnet sich ein Weg in die Unendlichkeit. Ein Weg, der durch viele Blumenfelder hin zu einem See führt, an dem ein Boot liegt.

Ich kann dieses Boot besteigen, über eine unter mir wachsende Tulpe auf eine Insel herabsehen und dorthin herabrutschen. Oder ich werde klein, steige auf einen Adler und fliege mit ihm über die Insel, verliere mich im Schauen, bin einfach mal weg…

Wenn ich keine Ablenkung habe, gelingen mir solche Phantasiereisen öfter. Ich freue mich dann immer wieder, wenn ich eine solche Erfahrung mache. Es lohnt sich, Fantasiereisen zu gestalten oder auszuprobieren.

Matthias


Zeitblüte 228

Barfuß laufen

Meine Zeitblüte ist das Barfußlaufen. Der Kontakt und das bewusste Erfühlen von verschiedenen Untergründen hilft mir, mich ganz auf mich selbst zu konzentrieren und alles “Unwichtige” auszublenden. Besonders schön ist es, an einem warmen Sommermorgen über das noch feuchte Gras zu laufen.

Diese Zeitblüte baue ich oft auf dem Weg zur Arbeit ein. Einfach mal kurz die Schuhe aus und eine Abkürzung über eine Wiese nehmen …

Daniela


Zeitblüte 227

Mein Pferd

Als berufstätige Mutter von drei kleinen Kindern weiß ich oft nicht, wo mir der Kopf steht. Ich bin oft müde und erschöpft.

Dann ist meine Zeitblüte ist mein Pferd, eine junge Stute. Auf ihrem Rücken verschwinden alle Sorgen. Ich reite in der Natur, lasse die Seele baumeln und meine Gedanken fließen.

Manchmal erzähle ich mir (oder ihr) halblaut eine Geschichte. Plötzlich lösen sich die Knoten in meinem Gehirn, oder es kommen mir neue Ideen. Nach meinem Ausritt fühle ich mich wieder im Gleichgewicht.

S. T.


Zeitblüte 226

Ying Yang

Ich habe darüber nachgedacht, ob ich eigentlich auch oder überhaupt in der Lage wäre, eine persönliche “Blüte” beizusteuern. Nach doch längerer Zeit fiel mir dann ein Traum ein – eigentlich war es eine bildliche Meditationsidee, die ich mal als “Einschlafhilfe” genutzt habe und die auch immer noch bestens funktioniert:

Meine Zeitblüte ist die Vorstellung, von “oben” kommend/schwebend auf einer sehr großen Scheibenebene zu landen, die sich majestätisch wie eine Galaxie unter mir um ihr Zentrum dreht und aus der Vogelperspektive das YingYang-Symbol trägt.

Aus der Höhe betrachtet dreht sich die Scheibe beruhigend langsam. Während ich beim Sinken der Scheibenoberfläche immer näher komme, scheint sich die Geschwindigkeit der Scheibe zu erhöhen und die Kontrastlinie bedrohlich sensenartig “vorbeizufegen”.

Allmählich beginne ich mich zu fragen, ob ich mich bei einer “Landung” überhaupt auf der Scheibe werde halten können. Jeder erinnert sich sicher an die Drehscheiben auf Kinderspielplätzen und weiß noch, wie schwer es schon ist, sich auf einer solchen doch recht kleinen Scheibe zu halten.

Mein Sinken geht stetig voran und die Geschwindigkeit des Symboles unter mir scheint sich unbeirrbar zu erhöhen. Schon sehe ich nur mehr den sich weit biegenden Trennbereich zwischen dem schwarzen und dem weißen Bereich des Symboles.

Mir scheint, ich werde eher am Rande der Scheibe landen. Der Gedanke treibt mich um, wie hoch wohl die Rotationsgeschwindigkeit eines gedachten Punktes in meinem Zielgebiet sein wird und was das für meine Landung bedeutet.

Rein hypothetisch wäre die Geschwindigkeit eines Punktes auf dem Rande einer unendlich großen Scheibe dann wohl auch unendlich groß. Was aber würde das für jeden Punkt bedeuten, der weiter innen liegt?

Er würde sich, je weiter innen er liegt, immer langsamer um das Zentrum drehen! Wenn ich mir eine unendlich große Scheibe vorstellen kann, kann ich mir auch einen unendlich kleinen Zentrumbereich dieser Scheibe vorstellen.

Was, wenn es mir gelänge, mich auf das Zentrum der Scheibe zuzubewegen und gleichzeitig immer kleiner zu werden …?

Winzig klein, nanoklein … und noch kleiner! … dem Zentrum mit jeder Größeneinheit näher kommend, ohne es je zu erreichen! Ich müsste dann doch irgendwann eine Rotationsgeschwindigkeit gegen Null bekommen!?

Die Vorstellung gefällt mir und eine tiefe Ruhe kommt über mich – ich halte in Erwartung des Aufpralles und des unvermeidlichen “Weggeschleudertwerdens” durch die Fliehkraft schon seit geraumer Zeit die Augen geschlossen und fühle mich plötzlich immer stärker zum  Zentrum der Scheibe hingezogen.

Vor meinem geistigen Auge rotiert der Kontrastbogen unter mir immer langsamer und nach einer Ewigkeit des Weitersinkens unter gleichzeitiger beständiger Verkleinerung meiner selbst, scheint die Ebene nur mehr aus einer weißen und einer schwarzen Hälfte zu bestehen, die sich kaum noch wahrnehmbar um den Mittelpunkt zu drehen scheinen, auf den ich jetzt zusteuere.

Ich kann auf Grund des Fehlens irgendwelcher Bezugspunkte schon seit längerer Zeit nicht mehr sagen, in welcher physikalischen Höhe ich mich über der Ebene befinde. Es könnten Millimeter oder Kilometer gleichermaßen sein.

Es ist mir egal – alles ist unendlich langsam – es gibt keine messbare Zeit mehr und nichts ist mehr wichtig. Alles steht still. Das Königreich der Stille – einfach nur Ruhe. Ein ewig dauerender Moment.

Plötzlich – nach 2 Milliarden Jahren – tauche ich in die Grauzone zwischen Schwarz und Weiß ein – alles Grau für eine messbar kurze Zeit, dann immer heller, farbig – wache ich vollkommen erholt und mit einer wahnsinnigen “Lust auf Geschwindigkeit” auf.

Klaus


Zeitblüte 225

Ein Teil der unvorstellbaren Weite sein

Gestern Abend saß ich auf meinem Balkon und habe den Sternenhimmel beobachtet. Je länger man schaut, desto mehr Sterne sieht man. Es waren auch viele Flugzeuge unterwegs – die “blinkenden Sterne” :-)

Und den ein oder anderen Satelliten sieht man auch. Bei der Vorstellung, ein Teil dieser unvorstellbaren Weite zu sein, da komme ich zur Ruhe.

Und ich habe sogar noch ein wunderschönes Geschenk bekommen. Eine Sternschnuppe, die sich richtig Zeit gelassen hat, damit ich sie genießen und meinen Wunsch ins Universum schicken kann!

Ruth


Zeitblüte 224

Eintauchen in das Stimmenmeer

Für mich steht 4x im Jahr ein wichtiger Termin im Kalender und ich setze alles daran, diesen weder zu verschieben, noch auf der Prioritätenliste nach unten rutschen zu lassen.

An diesen Tagen findet die spirituelle Liedernacht statt. Mitten unter 700 Menschen stehe ich dann und singe Mantras, Gospellieder oder Taize- Gesänge. Die motivierenden kurzen Texte werden wiederholt gesungen und bewirken ein Eintauchen in das Stimmenmeer und einen inneren Widerhall, dass es in mir einen gigantischen Klang erzeugt.

Mich begeistert vor allem, dass diese Lieder so nachklingen… und im Alltag noch wirken. Inzwischen habe ich auch einige auf dem mp3- Player und hole mir diese Kraft, wann immer ich sie brauche… beim Walking, im Liegestuhl oder bei langen Autofahrten.

Dabei gelingt es mir, unheimlich aufzutanken. Durch das Klingen der Stimmen im Chor und die eigene Stimmgewalt erlebe ich immer wieder eine anhaltende Kraft, die Entspannung und Kraftquelle zugleich für mich ist.

Kirsten K.


Zeitblüte 223

Eine Tasse Kaffee

Wenn ich gestresst von der Arbeit nach Hause komme, koche ich mir erst einmal eine schöne Tasse Kaffee, setze mich damit auf die Terrasse und beobachte in aller Ruhe, was sich im Garten so abspielt. Die Vögel zwitschern und versorgen ihre Jungen, Nachbars Katze kommt hin und wieder vorbei und alles ist wunderbar still. Ich genieße diese Ruhe und kann so wunderbar entspannen.

Silke


Zeitblüte 222

Als würden die Töne meine Seele liebkosen

Meine Zeitblüte hat einen etwas komplizierten Anfang und ein ganz einfaches Ende:

Zwei meiner Freundinnen, die eine kann sehr gut Didgeridoo spielen, gibt sogar Unterricht und die andere möchte es gerne lernen. Diejenige, die dieses Instrument beherrscht, wohnt sehr weit weg und die andere in der Nähe von mir.

Bei einem Besuch beider Freundinnen haben wir uns zum gemeinsamen Musizieren Zeit genommen. Ich war neugierig und wollte versuchen, ob ich die Zirkularatmung hinbekomme, die für dieses Instrument notwendig ist. Nach einigen Schwierigkeiten und viel Ausprobieren habe ich es geschafft – nur leider meine lernende Freundin nicht.

Zur Motivation und Unterstützung wollte ich zusammen mit ihr jede Woche etwas üben – ihr Terminplan war dagegen. So setzte ich mich ab und zu alleine zum Üben hin. Nach einem Telefonat mit der lehrenden Freundin ließ ich mich dazu ermutigen, etwas regelmäßiger zu spielen.

Didgeridoo war nicht mein Wunschinstrument, ich wollte immer Harfe lernen – es ist aber zu MEINEM Instrument geworden, dem ich einen fixen Platz in meinem Alltag einräume! Jeden Morgen, nachdem die Kinder zur Schule gegangen sind, habe ich eine Viertelstunde Zeit, bevor ich zur Arbeit muss.

Diese Viertelstunde gehört dem Didgeridoo und mir. Ich setze mich hin, vergesse Zeit und Raum und versuche diesem Instrument zumindest etwas an Melodie und Rhythmus zu entlocken, was mir einiges an Konzentration für die Technik abverlangt. Manchmal klingt es bestimmt sehr schräg, aber das stört mich nicht. Denn das Spielen fühlt sich so an, als würden die Töne meine Seele liebkosen.

So blüht an jedem Tag diese Zeit für mich und ich fühle mich nach dem Didgeridoo-Spiel sehr ausgeglichen und dennoch voller Energie – startklar für einen weiteren erfolgreichen Tag!

Mirjam


Zeitblüte 221

Der Teich vor meinem Fenster

Der Teich vor meinem Fenster ist für mich zu einer Oase geworden. Das Plätschern des Wassers entführt mich sofort, weg von allem, was mich am Tag beschäftigt hat.

Es ist das Zusammenspiel von Wasser, Pflanzen und Tieren wie Fische, Frösche, Insekten, die diesen Ort so anziehend machen. Und es gibt immer wieder überraschende Besuche – ein Vogel, der sich vorsichtig nähert, um zu trinken, eine Libelle, die sich am Stiel einer Pflanze einen kurzen Moment ausruht, eine Schlange, die sich hinter Steinen versteckt oder auch eine Katze, die beim Trinken die Fische beobachtet.

Selbst im Winter hat der Anblick des zugefrorenen Teiches etwas Besonderes. Die Stille und Ruhe der Natur, das Ausruhen vor dem nächsten Frühling, in dem wieder alles zu neuem Leben erwacht.

Bea


Zeitblüte 220

Meine Kräuterspirale

In unserem Garten habe ich eine Kräuterspirale angelegt, an deren Fuß sich ein kleiner Teich befindet. Am Teich steht eine Bank. Auf der Bank sitzend beobachte ich gerne das Leben am und im Teich: Gelbrandkäfer und Rückenschwimmer tummeln sich gemeinsam mit Libellenlarven im Wasser. Am Teichrand sitzt ein Frosch und fixiert eine Fliege, bis er plötzlich springt un die Beute schnappt.

Libellen, Bienen und Hornissen schweben über dem Wasser, um zu trinken oder Eier abzulegen. Eine Meise kommt und wagt sich an den Teichrand, um ihren Durst zu stillen.

A.


Zeitblüte 219

Stille Zeit am Bach

Es gibt in der Nähe unseres Wohnortes einen kleinen, naturbelassenen Bach, der sehr flach und mäandernd über Steine und Kies fließt. Dieser Bach hat einen Zugang über einen Waldweg und man ist ganz schnell weit ab von Straßen und Häusern.

Wenn ich dort eine kleine Weile sitzen kann und – mit ein wenig Glück – die Entenfamilie beobachte, die sich häufig dort aufhält, fühle ich mich von sehr viel Ballast des Alltages befreit. Unter den Bäumen herrscht immer Zwielicht und Geräusche dringen fast gar nicht durch bis zu mir.

Es ist eine richtig herrliche Auszeit, die mir wieder Kraft verleiht, auch wenn ich nur daran denke, dort zu sitzen.

Marlen 


Zeitblüte 218

Pferdekoppeln

Ich habe mal in einem toten Winkel Deutschlands eine Ausbildung gemacht. In der Südheide. Es war eine kleine Schule. Angenehm war es dort nicht und der Horizont dieser abgeschiedenen Welt war klein.

Aber es war idyllisch. Zur Schule ins nächste Dorf bin ich mit dem Fahrrad gefahren. Es ist tiefstes Hannoveraner Land und ich fuhr durch Koppeln voller herrlicher Pferde. Spätestens zur Fohlenzeit bei strahlendem Sonnenschein waren diese Fahrten eine echte Zeitblüte. Egal was am anderen Ende der Fahrt auf mich wartete.

BW


Zeitblüte 217

Die Zeit mit meinem Sohn

Meine Zeitblüte ist die Zeit, die ich meinem kleinen Sohn schenke.

Wenn er aufwacht, wenn er mich anstrahlt, wenn seine dunklen Augen fragend auf mich gerichtet sind.

Wenn er gluckst und lacht, wenn es ihm gut geht.

Wenn er entdeckt und erforscht, wenn er Neues lernt und es mir zeigt.

Wenn er weint und Trost durch mich erfahren kann, wenn er traurig ist und spürt, dass dieses  Gefühl sein darf und sich ändert, wenn man es annimmt.

Wenn er auf und in meinem Arm liegt und nach kurzer Zeit wieder erforscht.

Das sind meine Kraftquelle, die ich nicht mehr missen möchte. Ich gebe sie gerne und täglich. Und hoffentlich noch sehr lange. Es hält mich jung, schenkt mir inneren Frieden und Ausgeglichenheit.

Brigitte


Zeitblüte 216

Der Platz für meine Träume

Sehr gern fahre ich zum Träumen mit dem Fahrrad an unsere kleine Aue in den Wald.

Es ist dort wie im Märchen, meine kleine Traumwelt eben. Dort spreche ich nicht nur mit den Bäumen, sondern höre dem Plätschern des Wassers und dem Rauschen des Windes zu, das gibt mir Kraft.

Manchmal schreibe ich kurze Gedichte oder einfach nur meine Gedanken auf, lese ein paar Seiten in einem Buch oder singe dann ein Lied.

Diesen Platz möchte ich nicht missen, es ist der Platz für meine Träume.

Dort habe ich erkannt, dass es schön ist sich vorzustellen, ein Baum oder die Aue zu sein, oder der Weg, der immer wieder befahren oder begangen wird, das Eichhörnchen, das neugierig immer ein Stück näher kommt, das Reh, welches erschrocken weg läuft.

Auch die großen fleißigen Waldameisen bei ihrem emsigen Treiben zu beobachten ist eine Wonne, wenn ich hier so faul sitze.

Mein Leben ist soooo schön!

Gabriela


Zeitblüte 215

Die Fußballwelt meiner Kinder

Wenn die Kinder in die Schule geschickt sind und bevor mein Arbeitstag beginnt, jogge ich morgens durch den benachbarten Wald.

Ich laufe allein, lasse die Gedanken abschweifen, bekomme meinen Kopf frei für neue Ideen.  Das tut mir gut – auf die eine Weise.

Denn letztens bemerkte ich, dass es in meinem Leben auch viele andere guttuende Momente gibt. Ich muss sie nur erkennen und genießen oder beim Genießen erkennen.

Beispielsweise diese Begebenheit:

Meine Söhne spielen beide aktiv Fußball. Das bedeutet, sie werden zum Training gefahren. Als ich einmal Fahrdienst hatte, blieb ich dort und schaute zu. Ich stand da, sah die Jungs flitzen und tribbeln, freute mich über gut gelungene Aktionen und dachte plötzlich: „Huch, das tut aber gut!“

Ich habe während des Trainings nicht ein einziges Mal an Arbeit, Termine und anderen Stress gedacht! Entspannt fuhr ich mit meinen müden Jungs nach Hause.

Seit ich nicht mehr angestellt bin, sondern meine eigene Chefin, gönne ich es mir, ab und zu beim Training und immer bei den Spielen dabei zu sein. Dann tauche ich in die für mich entspannende Fußballwelt meiner Kinder ab.

Jana 


Zeitblüte 214

Baum des Lebens

Meine Zeitblüte ist eine uralte Eiche. In meinem Lieblingswald steht sie und zu ihren Wurzeln liegt ein ca. 2m langer Stamm, der als Sitzbank dient.

Dieses Bild steht für mich für das alte Erbe, das wir Menschen zu schützen haben, aber leider eben auch schädigen. Wir haben doch nur eine Erde!

Schön ist es aber auch, einfach nur da zu sitzen und durch das Fell meines Hundes zu streichen und die Ruhe zu genießen.

Martin 


Zeitblüte 213

Filmriss

Sehr oft versinke ich in Arbeit. Vor lauter Arbeit und Konzentration vergesse ich mein Umfeld. Plötzlich ein “Filmriss“ –  ein Gedanke kommt hoch. Hey, da gibt es mehr als nur arbeiten! Ich fühle mich, als ob ich erwachen würde, wie in dem Film MATRIX.

Ich laufe in die Natur, sehe mir die Bäume an, fahr heim zu meiner Familie, lebe mit und nicht neben meinen Kindern.

Diese Erkenntnis dauert einige Tage und dann, langsam aber sicher, deckt mich wieder die Arbeit zu und ich glaube, ersticken zu müssen.

Bis ich wieder aufwache …

Martin


Zeitblüte 212

Mein Kraftbaum

Oft ist es recht schwierig, inmitten des aufgestauten Drucks den Moment zum Druck ablassen und loslassen zu finden, um wieder ins innere Gleichgewicht zu kommen.

Da gibt es für mich das Bild des „Kraftbaumes“, an dem Blätter mit vielen meiner guten Eigenschaften und Talente hängen. Denn negative Sachen und Kritik erfahre ich täglich schon genügend. Also kann ich mir auch jeden Tag dafür positive Sachen sagen und die guten Eigenschaften und Talente an mir wieder schätzen lernen. Das Bild meines Kraftbaumes habe ich mir so aufgehängt, dass ich es täglich gut sehe.

Bei zu viel innerem Druck und Stress hilft mir auch das Schreiben. Ich nutze das Mail-Schreiben an einen guten Freund, ähnlich wie ein Tagebuch, nur dass es eben auch einer liest und ich ab und zu ein Feedback bekomme.

Schreiben, um noch mal einen Blick auf die Dinge werfen zu können und sie anschließend abgearbeitet zu haben und sie dann auch wieder loslassen zu können.

Martina


Zeitblüte 211

Ruhe

In einer Welt, die von Medien und der einhergehenden Hektik und Flut von unwichtigen und wichtigen Nachrichten bestimmt wird, ist meine Zeitbblüte der “Luxus der Ruhe”.

Nicht erreichbar zu sein für einen bestimmten Moment. In den Wald gehen und der Natur lauschen und die Jahreszeit tief in meine Lungen einatmen. Am See stehen und die Gedanken schwelgen lassen.

Andreas


Zeitblüte 210

Barfuß auf dem Heimweg

Letztes Jahr im Sommer habe ich auf dem Heimweg von der Arbeit mein Auto ein paar Straßen entfernt von unserer Wohnung geparkt. Die Sonne schien, es war trocken. Ich habe bewusst so weit entfernt geparkt. Dadurch war ich gezwungen, den letzten Kilometer zu Fuß zu gehen. Ich habe dies aber barfuß gemacht. Habe einfach Schuhe und Socken ausgezogen und bin losgegangen.

Durch den teilweise „gefährlichen Untergrund“ in der Stadt (Glasscherben, kleine spitze Steine, Kanten, Ecken, Abfall etc.) war ich sofort gezwungen, sehr konzentriert zu gehen. Man darf sich keine Unachtsamkeit erlauben!

Doch dieses Gehen war nicht anstrengend, ganz im Gegenteil: Durch die extreme Konzentration auf den nächsten Schritt kam ich nicht zum Denken an irgendetwas anderes. Eine SEHR befreiende Erfahrung!

Ich kann nur jedem empfehlen, diesen Selbstversuch zu wagen, wenn es das Wetter und die Zeit zulässt. Das Beste: Die Leute, denen man begegnet, werden meistens eher neugierig und interessiert reagieren, als den Kopf zu schütteln. So ergibt sich vielleicht auch der ein oder andere spannende Kontakt zu einem vorher unbekannten Mitmenschen … Probieren Sie es mal aus!

Christian


Zeitblüte 209

Was können fünf Minuten schon ausrichten?

Was können fünf Minuten schon ausrichten? Dann lieber erst gar nicht in der Mittagspause nach draußen gehen, auf dem Weg zur Arbeit lieber die schnellere, wenn auch verkehrreichere Straße wählen und statt ein paar Dehnungsübungen gleich aufs Sofa fallen. Was können fünf Minuten schon ausrichten?

Fünf Minuten können viel ausrichten! Sie reichen für:

  • den kleinen Umweg, der mich als Radfahrerin fast auf der ganzen Strecke vor dem Autoverkehr bewahrt
  • die Pause auf der Bank in der Sonne, zwei Straßen weiter
  • die kleine Mentalreise an meinen Lieblingsort
  • für das bewusste Kaffeekochen mit dem Aufschäumen der Milch als meditative Übung
  • für das Einatmen von natürlichen Duftölen (meine Lieblinge – je nach Stimmung: Orange, Lavendel, Zitronengras)

Britta 


Zeitblüte 208

Meine Zeitblüten sind …

… wenn ich abends nach Hause komme, Badewasser einlasse, vielleicht mit einem Glas Wein reinsteige und nichts tue. Oder ich nutze die Zeit, mit meinen Lieben zu telefonieren, für die ich mir sonst zu wenig Zeit nehme oder neben dem Telefonieren andere Dinge wie Wäsche waschen oder putzen erledigen. In der Badewanne kann man nicht mehr viel tun.

… wenn ich mit meinem Partner einfach nur Zeit verbringe, mich an ihn kuschle und seine Ruhe und Ausgeglichenheit auf mich übergeht. Ich merke, wie ich entspanne und loslassen kann.

… wenn ich Freitagabend oder Samstagnachmittag die Sachen packe und in die Sauna gehe. Mit viel Glück kann ich eine Massage dazubuchen. Und dann gilt, Augen zu und entspannen. In der Sauna kann ich nicht recherchieren, lesen und telefonieren. Sondern ich bin nur ich selbst, kann schlafen oder andere Leute beobachten.

… wenn ich abends aus dem Büro gehe und mich frage, ob ich heute mit meiner Hündin den direkten Weg nach Hause gehe. Und in dem Moment drehen wir beide schon um und laufen eine extra Runde durch den Park, treffen auf andere Hunde, smalltalken und freuen uns, dass wir uns auch unterhalten können.

… wenn ich mir jetzt einfach 2x die Woche eine halbe Stunde freie Zeit vormittags schaffe und ins Fitnessstudio gehe. Mit speziellen Übungen und Geräten reicht auch eine halbe Stunde, um Körper und Kreislauf fit zu machen.

… wenn ich mich überraschend mit Freunden treffe, die ich sonst selten sehe und einen ganzen Abend bei einem Glas Wein über alte Zeiten und Erinnerungen austausche. So stelle ich fest, dass es doch einige Veränderungen in meinem Leben gegeben hat und dass ich vielleicht früher nicht alles so ganz ernst gesehen habe.

Kris


Zeitblüte 207

Mein Baum

Meinen Baum besuchen, hinsetzen, ihn bewundern: seinen Stamm, der für Sicherheit und einen stabilen Halt sorgt. Das bedeutet für mich, mit beiden Beinen fest am Boden zu stehen.

Seine Äste immer nach oben wachsend – heißt für mich, aufrecht durchs Leben gehen.

Seine Blätter saftig grün – heißt für mich, die Ressourcen aus unserer Natur zu nutzen und sich Ruhe und Energie zu holen.

Mit einem Lächeln verlasse ich ihn wieder bis zu meinem nächsten Besuch… bei meinem Baum.

Wolfgang


Zeitblüte 206

Meine Katzen

In einem schweren Lebensabschnitt, als meine Mutter im Sterben lag, war es unsere Katze, die sich mitfühlend an mich ran schmiegte und mir Trost spendete.

Sie wusste genau, dass es mir schlecht ging, dass ich über den Tod nachdachte und hat es auf wunderbare Weise geschafft, mich zu trösten.

Sie war einfach da und wusste genau, was ich brauchte. Kurze Zeit später war sie todkrank und ich streichelte sie, bis sie im Katzenparadies angekommen war, konnte ihr also etwas zurückgeben, ohne dass sie es gefordert hatte.

Es braucht doch so wenig, um sich geborgen zu fühlen, Katzen haben da wohl doch Antennen, die diese Schwingungen unverfälscht wahrnehmen, wir können von ihnen lernen.

Nun haben wir eine neue Katze und auch sie kann sich in meine, unsere Gefühle wunderbar einfühlen, ist einfach nur da, wenn sie gebraucht wird. Wir Menschen sollten uns doch mehr auf diesen Urinstinkt besinnen.

Es tut so gut, wenn jemand für einen da ist, unaufdringlich und sensibel.

Ute 


Zeitblüte 205

Lesezeit

Mein Alltag kann zeitweise ganz schön stressig sein. Ein Vollzeitjob, ein 3-jähriger Sohn und der Haushalt fordern mich oft.

Nach einem besonders stressigen Tag kann ich am besten abschalten, wenn ich meinem Sohn eine Geschichte vorlese.

Voller Begeisterung lese ich ihm dann eine unserer zahlreichen Lieblingsgeschichten vor – mit unterschiedlichen Stimmen und vollem Einsatz.

Ich genieße diese intensive Zeit mit meinem Sohn und erlebe dabei einen regelrechten Flow.

Das sind die Momente, in denen ich alles andere vergessen und mal so richtig abschalten kann.

Angela


Zeitblüte 204

Gast im eigenen Dorf

Tagaus, tagein fahre ich von der Arbeit nach Hause. 23 Kilometer mit dem Auto. Nach unzähligen Jahren könnte ich auch sagen, mit dem Autopiloten.

Und dieses gewohnheitsmäßige Verhalten wollte ich eines Abends bewusst ändern. Mein Ziel war, meine mir bestens bekannte nähere Umgebung aus den Augen eines Fremden zu betrachten und wahrzunehmen.

Ich spielte ein Spiel, schlüpfte in die Rolle einer ortsfremden Person – eines Feriengastes.

Und schon sah die Welt ganz anders aus. Ich war gespannt, was mich auf meiner Reise und an meinem „Ferienort“ erwarten wird.  Als „Gast“ wusste ich ja nicht, was auf mich zukommt.

Und es kam viel Neues auf mich zu! Vieles war mir völlig unbekannt. Bekannte Personen plötzlich irgendwie fremd und interessant. Unwichtiges schien mir wichtig. Ich sah nicht nur den Weg, auch den Horizont.

Ich fühlte mich richtig wohl.

Und das tue ich immer noch!  Sollte dem einmal nicht so sein oder es gibt etwas, das mich stört, dann kann ich das nun gelassen annehmen oder angehen. Ich weiß ja: Ich bin hier doch nur „Gast“.

R. F.


Zeitblüte 203

Der Sternenhimmel

Da ich in einer sehr ländlichen Gegend wohne, kann man in klaren Nächten ganz wunderbar die Sterne beobachten. Klare Luft, Stille. Allein sein mit mir selbst und der Welt.

Ich genieße es, die Sternbilder zu suchen, die mich über das Jahr begleiten – im Winter tauchen andere auf als im Sommer. Mit Namen kenne ich nur sehr wenige, dennoch sind mir die Sterne vertraut.

Es ist ein entspannendes Gefühl, diese Weite zu betrachten… die Details und die Schönheit. Einerseits die Unendlichkeit zu sehen und zum anderen dankbar zu sein, dass ich – als einer von mehreren Milliarden Menschen – das genießen darf, es mir geschenkt ist, diese Momente zu erleben.

Mechthild


Zeitblüte 202

Montagmorgen – mein erster Gedanke

Montagmorgen – mein erster Gedanke – nein, nicht “Oh Gott, schon wieder Montag!” – sondern: “Wie schön warm sich mein Partner anfühlt – und das kleine Füßchen da? Meine Kleine hat sich ins Bett geschlichen und ihren Fuß auf meinen Bauch gelegt.

So lag ich bestimmt fünf Minuten selig lächelnd da und war einfach nur dankbar. Dafür, dass ich mit zwei geliebten Menschen aufwachen durfte. Dafür, dass wir es warm hatten und gut geschlafen hatten. Einfach dafür, dass es uns so gibt.

Caroline


Zeitblüte 201

Wer schon am Grunde des Meeres war …

“Wer schon am Grunde des Meeres war, der fürchtet sich nicht vor Pfützen”

Mein Lieblingsspruch ist auch gleichzeitig meine Zeitblüte.

Ende des Jahres erkrankte mein Mann an Multipler Sklerose. Im Verlauf seiner Berufsunfähigkeit ging unser finanzielles und soziales Gefüge den “Bach” runter und wir stürzten in ein tiefes stürmisches Meer.

Diese schlimmen Lebensumstände haben sich als Chancen erwiesen. Welche Kraft daraus erwächst, etwas Neues zu beginnen, das ist DIE Erfahrung schlechthin.

Endlich konnte mein Mann durch eine Umschulung sein Hobby zum Beruf machen. Ich habe ebenso einen neuen beruflichen Anfang wagen können. Wir haben Menschen kennengelernt, welche uns sehr wichtig wurden.

Alte Freundschaften zeigten sich als Retter in der Not und es trennte sich die Spreu vom Weizen.

Wenn ich heute ein Tief erlebe, dann stehe ich schmunzelnd davor und sehe tatsächlich eine Pfütze vor meinem inneren Auge. Ich bin niemals beunruhigt, etwas nicht zu meistern.

Im Gegenteil, ich weiß ganz tief in meinem Innern, wer in einem “stürmischen Meer Schiffbruch erlitten hat und fast ertrunken wäre”, der sieht selbst in einer Pfütze einen Regenbogen.

Meine Zeitblüte ist der Blick in die Pfütze!

Monika


Zeitblüte 200

Verrückte Dinge tun

Wenn mein Kopf voll ist oder die Sorgen überhandnehmen, kann es sehr hilfreich sein, verrückte Dinge zu tun.

Mitten in der Stadt mal ein paar Schritte rückwärtsgehen – es muss ja nicht gleich die Einkaufsstraße sein. Oder einfach laut schreien.

Das Gehirn wird anders gefordert und ich bewege mich außerhalb meiner sogenannten Komfortzone. Der Kopf ist sofort mit anderen Dingen beschäftigt und ich gewinne Abstand zu einem Problem.

Reinhard


Zeitblüte 199

Mein Glückstagebuch

Meine Zeitblüte ist das allabendliche Schreiben in mein Glückstagebuch. Es ist schwarz mit einer leuchtend grünen Banderole und hat Platz für täglich drei Glücksmomente.

Den Tag Revue passieren zu lassen und sich nur auf die schönen Augenblicke zu konzentrieren, lässt Negatives in den Hintergrund treten und man geht mit einem guten Gefühl zu Bett.

An nicht so schönen Tagen hilft es mir, mich wieder auf das Positive zu fokussieren, indem ich in meinen Notizen lese und diese auf mich wirken lasse.

Heike 


Zeitblüte 198

Sport mit meinem 10-jährigen Sohn

Mein Sohn und ich wollten etwas gemeinsam haben, was wir zusammen unternehmen könnten. Seine Idee: ein Sport! Mein Vorschlag: Tennis.

Nach der Probe-Stunde waren wir uns einig, wir haben was für uns beide gefunden. Es macht Spaß und ist gut für die Gesundheit. Auch haben wir in unseren Gruppen neue Freunde gefunden.

Aber das Beste daran ist: Wir haben Zeit für uns allein. Wir erfahren mehr voneinander und eine neue Bindung Mama-Sohn ist entstanden.

Paula 


Zeitblüte 197

Ein gutes Gespräch

Meine persönliche Zeitblüte ist das wirklich gute Gespräch mit einem lieben Menschen. Nicht ein oberflächlicher Smalltalk, eine beiläufige Konversation ohne Tiefgang.

Nein, was ich meine, ist ein inspirierendes Gespräch mit nachhaltigem Wert. Vielleicht amüsant, vielleicht sogar lehrreich. Auf jeden Fall ein echtes, offenes, ehrlich gemeintes Gespräch, wo man sich danach viel besser fühlt.

Natürlich muss man selbst auch bereit sein, sich zu öffnen, damit ein gegenseitiges Vertrauen entstehen kann. Sonst kratzt die Konversation nur an der Oberfläche.

Melanie


Zeitblüte 196

Mein Chor

Jeden Mittwoch probt „mein“ Chor. Ich darf „mein“ sagen, weil ich nicht wenig Zeit und Arbeit in ihn investiert habe und noch immer investiere. Aber immer, wenn ich mittwochs da im Probenraum sitze und in die Gesichter meiner Mitsängerinnen und Mitsänger sehe,

  • wenn ich beobachten kann, wie die Anspannung des Tages von ihnen abfällt,
  • wie sie lachen, wenn unsere Chorleiterin uns auf ihre charmante Weise unsere Fehler vor Augen hält,
  • wie sie sich gegenseitig helfen,
  • und wenn ich höre, wie nach einem langen Tag doch am Ende ein Stück harmonisch und fast perfekt klingt,

erfüllt mich das mit großer Liebe, Stolz und Genugtuung. Und ich gönne es mir häufiger, im Verlauf eines Abends umherzuschauen und diese Gefühle mit einem Lächeln zurückzugeben. :-)

Petra 


Zeitblüte 195

Laufen im Wald

Ich liebe es durch den Wald zu joggen und dabei Musik zu hören, um in Schwung zu kommen. Dabei kann ich alle Frustration, allen Stress und alle Anspannung einfach ablaufen und mich nebenbei an dem Wald erfreuen.

Der Wald ist für mich der einzige Ort, der zu jeder Jahreszeit wunderschön aussieht! Im Frühling bedeckt von einem Blütenteppich, im Sommer grün und durch die Sonne sattstrahlend schön, jetzt im Herbst bunt und am liebsten ganz rot und im Winter schneeweiß und mystisch hell, wenn der Schnee das Mondlicht reflektiert.

Das alles beruhigt mich und meine Nerven und es fällt mir kaum auf, dass ich laufe. Ich lächle einfach nur und erfreue mich an der Schönheit. Und das Schöne ist, dass mein Lächeln oftmals auch die Menschen ansteckt, denen ich begegne.

Nadja 


Zeitblüte 194

Wieder Kind sein

Da ich als Mutter von zwei kleinen Mädchen, mit Vollzeitjob und einem ehrenamtlichen Engagement ein sehr hektisches Leben führe, sind meine Zeitblüten immer nur Bruchteile von Augenblicken.

Ich hole mir Kraft und Ruhe in dem Augenblick, wenn ich die Kinder im Kindergarten abhole und im Außengelände oder in den Gruppen meine Kleinen sehe, ohne dass sie mich schon wahrgenommen haben. Ich beobachte sie, wie unbeschwert und unbekümmert sie miteinander umgehen, sich manchmal auch heftig streiten und im nächsten Moment wieder dicke Freunde sind. Sie denken nicht darüber nach und tragen niemandem etwas nach.

Manchmal würde ich gerne auch einfach mal mein Gehirn ausschalten und einfach wieder Kind sein.

Katrin

 


Zeitblüte 193

Die Lebendigkeit und Vielfalt des Mikrokosmos

Nach einer schweren Operation war ich in meiner Beweglichkeit stark eingeschränkt und konnte den die Klinik umgebenden Park zwischen den einzelnen Therapieterminen und Mahlzeiten nur in einem sehr engen Radius nutzen.

Ein von Parkbesuchern selten aufgesuchter windgeschützter sonniger Platz am Ufer eines kleinen naturnahen klaren Fließgewässers, wurde zu meinem Lieblingsplatz. Es gab immer etwas zu beobachten.

Mit einem kleinen Fernglas mit einem sehr guten Naheinstellungsbereich, beobachtete ich das Kleintierleben in diesem Bach in seiner beeindruckenden Vielfalt. Ich fühlte mich dabei in meine Kindheit zurückversetzt, denn seitdem hatte ich nicht mehr die Zeit und die innere Ruhe gefunden, Eindrücke aus der Natur so in mich aufzunehmen.

Welcher erwachsene Mann bringt es schon fertig, eine halbe Stunde lang mit einem Fernglas Wasserläufer, Köcherfliegenlarven, kleine Fische u. a. zu beobachten?

Ich habe dabei wieder gelernt, quasi mit den Augen eines Kindes, die Lebendigkeit und Vielfalt dieses Mikrokosmos zu erfassen, und habe dabei nach den traumatischen Erfahrungen der Krankheit meine innere Ruhe wiedergefunden.

Gerd


Zeitblüte 192

Täglich ein Foto

Seit Februar mache ich jeden Tag ein Bild. In diesen Momenten muss ich innehalten, stehen bleiben, mir alles genau anschauen und Zeit nehmen.
Das holt mich aus der täglichen Hektik heraus.

Jürgen


Zeitblüte 191

Ein Ameisenstaat als Inspirationsquelle

Um innere Ruhe und Abstand vom Alltag sowie neue Impulse für mein tägliches Leben zu erlangen, besuche ich so oft es geht den Ameisenstaat einer roten großen Waldameise an einem sonnigen Platz am Waldrand. Hier finde ich stets wertvolle Inspirationen.

H.-H. Z.


Zeitblüte 190

Es gibt kein Muss

Der Alltag mit seinen vielen – oft lästigen oder mühseligen – Verpflichtungen, die meistens nicht zu umgehen sind, hat mich häufig nur gestresst, bis ich meinen eigenen Anteil daran erkannte. Deshalb habe ich für mich Folgendes festgelegt:

Es gibt kein MUSS im Leben. Es gibt nur die Dankbarkeit, dass ich etwas tun KANN. Denn könnte ich nichts mehr tun, gäbe es keinen Grund zur Freude, kein Lächeln, keinen Genuss.

So gelingt es mir viel besser, die unangenehmen Dinge des Alltags zu erledigen, auch wenn manche nach wie vor nicht unbedingt ein Genuss sind.

H. 


Zeitblüte 189

Musik lässt müde Gedanken verfliegen

Wenn ich ein neues Stück mit meiner Gitarre einübe, vergesse ich die Zeit. Ich tauche ganz in die Musik ein.

Es ist ein gutes Gefühl, nach schwierigen Parts im Stück einen Erfolg zu sehen. Auch einfach mal spielen, was mir in den Sinn kommt, macht Lebensfreude und lässt mich die Sorgen oder den Ärger des Alltags vergessen.

Brigitte


Zeitblüte 188

Die kleinen Freuden des Lebens

Jeden Abend denke ich über meinen Tag nach und suche nach den kleinen Freuden des Lebens dieses Tages. Es gibt so viel zum “Freuen”. Dabei geht es nicht um große Dinge.

Es geht um positive Empfindungen, nicht um Wünsche in der Zukunft. Es geht um die wertvollen Sekunden des Tages und damit des Lebens.
Finde ich nichts (was fast nie vorkommt), dann suche und (er)finde ich sofort “etwas”, damit mein Tag gut ausklingt.

Peter 


Zeitblüte 187

Eine Beobachtung

Ich saß letzten Sommer mit meinem Sohn im Garten, er genoss das Planschen im Planschbecken.

Da bewegte sich plötzlich etwas in einer schattigen Ecke des Gartens. Bei näherem Hinsehen entdeckten wir beide ein kleines Kaninschen, das sich dort an Gras und Löwenzahn zu schaffen machte. Es hoppelte mal hierhin, mal dorthin, reckte und streckte sich, aber die meiste Zeit lag es da und kaute vor sich hin.

Beim Beobachten dieses kleinen Kerls erschien es mir fast, als würde die Zeit stillstehen. Nichts drang in diese Idylle, selbst mein 4-jähriger Sohn ließ sich von dem Zauber anstecken.

Nach einer halben Ewigkeit verschwand unser Freund wieder in den Büschen, wir sahen uns an und grinsten fröhlich.

Eine kleine Zeitblüte, die unseren Tag heller gemacht hat.

Ursula 


Zeitblüte 186

Mein Boarder-Collie

Meine schönste Zeitblüte ist ein Boarder-Collie. Ich kann ihn zum Wochenende immer wieder für lange Spaziergänge in unserer schönen Natur ausborgen – er braucht sehr viel Auslauf (tut auch mir sehr gut), er gehorcht aufs Wort, freut sich über jeden geworfenen Ball, hält dicht, wenn ich ihm Dinge erzähle, für die ein Therapeut nur fürs Zuhören viel Geld nehmen würde, strahlt mich mit treuen Augen an und schläft beim abschließenden Bürsten an mich gekuschelt ein …

Und dann bringe ich ihn zu seinen Menschen zurück, die auch unter der Woche viel Zeit (die ich mir nicht nehmen kann) mit ihm verbringen.

I. S.


Zeitblüte 185

Tief durchatmen

Bei mir ist es in der Arbeit oft stressig und gelegentlich auch privat. Es gibt Tage, da bricht alles auf einen hernieder und man fühlt sich überfordert.

Wenn mir einmal wirklich ALLES zu viel wird und ich kann/darf nicht einfach raus auf die grüne Wiese, in den Wald, auf einen Berg oder an ein ruhiges Gewässer, dann gehe ich für fünf Minuten vom Arbeitsplatz weg, suche einen halbwegs ruhigen Platz, mache die Augen zu und atme bewusst ein paar Mal tief durch. Dabei stelle ich mir schöne und entspannende Erlebnisse oder freie Fantasievorstellungen vor.

Eine Tasse Tee und Fotos von lieben Menschen neben der Arbeit helfen mir auch!

Markus


Zeitblüte 184

Die Morgensonne

Da auch bei mir der Weg zur Arbeit eine feste Größe ist, in der ich alleine im Auto sitze, kann ich ihn für solche Zeitblüten gut nutzen.

Eine besteht darin, dass ich zu gewissen Jahreszeiten und Uhrzeiten morgens genau in die Sonne fahre. Sie steigt als roter Ball auf und taucht die Landschaft in ein schönes ursprüngliches Licht.

Manchmal möchte ich fast anhalten und diesen Moment ohne Autofahren genießen. Leider ist kein Parkplatz mit Blick auf dieses Ereignis auf der Strecke und im Sommer ist die Sonne meist schon etwas weiter oben, wenn ich zur Arbeit fahre.

Eine andere Zeitblüte besteht in der Musikauswahl beim Autofahren. Es gibt so einige Lieder, die mir sofort bei den ersten Akkorden ein Strahlen aufs Gesicht zaubern. Das besonders dann, wenn sie unverhofft im Radio angespielt werden. R.E.M. Shiny happy people ist so eines – und der Tag beginnt mit hochgezogenen Mundwinkeln!

Thomas


Zeitblüte 183

Der erste Blick auf den See

Meine Zeitblüte beginnt in dem Moment, wenn ich mit meinem Wagen nach getaner Arbeit ca. 4 km vor meinem Zuhause um eine Kurve fahre und den ersten Blick auf unseren wunderbaren See erhasche.

Dann komme ich nämlich richtig nach Hause, der Stress des Arbeitstages bleibt hinter mir und ich erinnere mich an traumhafte Stunden am und auf dem See und freue mich auf die nächsten Erlebnisse.

Michael


Zeitblüte 182

Bewusst leben

Meine Zeitblüten bestehen im Erkennen, wie schön das Leben ist und im bewussten leben. Ich begrüße morgens freudestrahlend den Tag: Guten Morgen neuer Tag, schön dich zu sehen, was bringst du mir heute?

Bewusst zu duschen, zu frühstücken und zur Arbeit fahren. Unterwegs die Natur und die Sonne begrüßen. Wie wundervoll es ist, all diese Schönheit wahrzunehmen. Kurz in der Natur anzuhalten, auszusteigen und ein wundervolles Vogelkonzert zu hören. Einfach fantastisch. In der Mittagspause Kontakt zu den Elementen aufzunehmen. Auf die Erde, in den Tau, in die Sonne legen und sich vom Wind streicheln lassen.

Und positiv denken und sich selbst nicht so wichtig nehmen.

Einfach erkennen, wie schön und wertvoll das Leben ist.

Siglinde


Zeitblüte 181

Salsa

Meine Zeitblüte ist das Salsatanzen. Sobald die Musik angeht, ich mich bewegen kann und die Klänge durch meinen Körper fließen, vergesse ich alles.

Ich fühle nur noch Leidenschaft, Lebensfreude und Freiheit. Zudem genieße ich es, einfach mit fremden Menschen zu tanzen und mich immer wieder neu auf jemanden Unbekannten einzulassen … zum Träumen!

Annelie


Zeitblüte 180

Meine Bienenvölker

Wir haben einen recht großen Garten – insgesamt etwa 6000 Quadratmeter.

Dort haben wir einige Bienenvölker sowie zu gegebener Zeit einige Hummel- und Hornissenvölker stehen.

Es ist mir stets eine Freude, diese Tiere zu beobachten und dabei gleichzeitig den Neckar und das wunderschöne Neckartal mit der alten Brücke in Heidelberg im Blick zu haben.

Der Sound der fliegenden Tiere und das herrliche natürliche Umfeld erfreuen und erquicken meine Seele und lassen mich Last und Unrast des beruflichen Alltags unverzüglich und nachhaltig vergessen.

Mögen uns diese fleißigen Helfer und Freunde noch recht lange erhalten bleiben!

Heinz-Hermann 


Zeitblüte 179

Den Alltag ausLAUFEN lassen

Um die Sorgen und Gedanken aus dem beruflichen Alltag abzulegen, ziehe ich mir nach der Arbeit regelmäßig die Laufschuhe an.

Bei einer Afterwork-Laufeinheit durch Wald und Flur genieße ich die wundervollen, ständig wechselnden Eindrücke, die mir die Natur hierbei bietet.

Ich bekomme den Kopf frei, tanke Schritt für Schritt neue Energie und fokussiere mich auf das Wesentliche – mein Dasein als fürsorglicher Ehemann und Familienvater.

Dirk


Zeitblüte 178

Versunken in einem Buch

Ich entspanne vollkommen, wenn ich in ein Buch versunken bin, und zwar ganz egal, wo. Das kann mitten in der Stadt sein oder einfach in einer Buchhandlung. Unwichtig, wie laut oder welche Umgebung. Davon zehre ich noch Tage danach. Das ist für mich wie eine innere Oase.

M. 


Zeitblüte 177

Heavy Metal

Ich arbeite in einem mittelständischen Unternehmen als EDV-Administrator und Qualitätsmanagementbeauftragter.

Um dem ganzen Stress des Alltags zu entfliehen, habe ich mit 40 Jahren wieder angefangen, Musik zu machen. Und zwar nicht irgendeine Musik, sondern semiprofessionell in einer Heavy-Metal-Band.

Die Proben und Konzerte sind wie ein Eintauchen in eine komplett andere Welt, die mit meinem Alltag gar nichts mehr zu tun hat. So gewinne ich Abstand und schöpfe Kraft, um meine Aufgaben zu erledigen.

Dirk 


Zeitblüte 176

Mit verbundenen Augen

Folgend ein Vorschlag, durchzuführen in freier Natur. (Zuvor einige Dinge einpacken. Siehe unten!)

Zuerst werden der Person, die man verwöhnen möchte, die Augen verbunden. Dann wird die Person nur durch Stimm- und Schrittgeräusche durch die Landschaft geführt. Zwischendurch macht man verschiedene “Haltestelle”, bei denen die unterschiedlichen Sinne “getestet” werden.

Zum Beispiel der Tastsinn: Mit verschiedenen Gegenständen über der Arm streichen und raten lassen, was es sein könnte.

Geruchssinn: verschiedene Aromen auf das Handgelenk geben und raten lassen.

Geschmacksinn: etwas zum Essen und/oder Trinken geben.

Das macht einen wahnsinnigen Spaß!

bzj


Zeitblüte 175

Mit Kinderaugen

Ich schaue unheimlich gern darauf, wie meine Tochter die Welt entdeckt und ihre “Grenzen” kennenlernt – und das macht mich persönlich stolz!

Kinder probieren neue Dinge ohne Angst – und davon können Erwachsene lernen! In vielen Dingen denken wir Erwachsene zu viel über die möglichen Folgen nach … und behindern uns dabei ganz gewaltig!

Meine Tochter (neun Jahre) hat mich schon zu vielen Dingen “ermutigt”, die ich als Erwachsener mit den sachlichen Gedanken nicht gemacht hätte.

Dazu passend ein paar Zitate

Man muss zeitlebens die Welt mit Kinderaugen sehen.
Henri Matisse

Und ich weiß jetzt: Wie die Kinder werde.
Alle Angst ist nur ein Anbeginn.
Aber ohne Ende ist die Erde,
und das Bangen ist nur die Gebärde,
und die Sehnsucht ist ihr Sinn.
Rainer Maria Rilke

Wir sind voller Angst – allerdings vor den falschen Problemen.
Hoimar von Ditfurth

Stef@n


Zeitblüte 174

Kater Pablo

Meine Zeitblüte ist, meinen Kater Pablo im Arm zu halten und ihn schnurren zu hören und ihn zu spüren. Wir haben ein gutes Verhältnis zueinander, er ist ein sehr sanfter, lieber Kater, der so schnurren kann, dass ich dann jedes Mal wirklich weiß: Das ist alles, was ich in diesem Augenblick brauche.

SD


Zeitblüte 173

Fingerhalten

Meine persönlich schwierigsten Themen sind Bemühen und Sorgen. Dabei will ich oft zu viel – und das sofort.

In einer Heilweise, dem Jin Shin Jyutsu, dem Energieströmen, habe ich Hilfe gefunden:

Wenn ich in mein Bemühen verfalle, halte ich den kleinen Finger, bei Sorgen den Daumen, ein paar Minuten, bis es zu pulsieren anfängt.

Es gibt dabei noch viele andere Hilfen, doch diese kleinen Griffe kann ich immer durchführen. Und sie wirken. Und sie sind einfach. Die einzige Schwierigkeit besteht nur darin, in der jeweiligen Situation mich auch tatsächlich hierzu aufzuwecken.

Martin


Zeitblüte 172

Mit der inneren Kamera festhalten

Es gibt immer wieder Situationen an manchen Tagen, in denen die Natur einen so durch ihre Schönheit überrascht und fasziniert, dass ich denke, es sieht aus wie auf einer Postkarte. Da meistens kein Fotoapparat zu Hand ist, drücke ich in Gedanken auf den Auslöser, um dieses Bild festzuhalten.

An einem Tag war ich mit meinem Sohn, sieben Jahre, abends auf dem Friedhof, um am Grab der Oma Blumen zu gießen. Da durften wir ein wunderbares Schauspiel erleben:

Die Abendsonne tauchte eine Seite des Berges in ein goldenes Licht, sodass wir beide stark beeindruckt waren, weil wir sowas in der Art noch nicht erlebt hatten.

Ich sagte ihm: “Das müssen wir mit unserer inneren Kamera festhalten” und drückte in Gedanken auf den Auslöser.

Bei diesem Eindruck fiel mir auch das Märchen mit den goldenen Fenstern ein. Solche Momente in der Natur sind meditativ und die ZEIT bleibt für einen kurzen Moment stehen.

Ingrid


Zeitblüte 171

Bilder einprägen

Wenn mir etwas sehr gut gefällt, z. B. ein Ausblick im Urlaub, so versuche ich, mir dieses Bild mit vielen Details genau einzuprägen.

Beispielsweise der Blick vom Hotelzimmer auf die Stadt Sydney, mit dem Verkehr auf der anderen Straßenseite, den Booten etc.

Im Alltag denke ich dann gerne an diesen Augenblick zurück und das Bild erscheint wieder.

Karl


Zeitblüte 170

“Randsteinhüpfen”

… war eine meiner Lieblingsfortbewegungsarten als Kind und ich erinnere mich immer wieder daran, wenn ich aus stressigen Fortbildungstagen komme.

Ich gehe noch schnell zur Bank oder … und nutze jeden Randstein zum Rauf- und Runterhüpfen, oder rechtes Bein oben, linker Fuß unten.

Auf sandigen Gehwegen hüpfe ich gerne vom Weg auf den Rasen, zickzack, schnell und langsam. Zum Abschluss gehe ich noch gerne rückwärts.

Nach wenigen Minuten spüre ich mich wieder selbst und fühle mich meist besser.

Elly 


Zeitblüte 169

Unsere Tiere

Unser Golden Retriever-Rüde, unsere Pekinese-Hündin und unsere beiden Zwergkaninchen schenken uns täglich Zeitblüten.

Sei es bei den Hunden die übermäßige Wiedersehensfreude, wenn wir in der Früh aufstehen oder am Abend nach Hause kommen oder diese unbeschreiblichen Gefühle der Treue und Dankbarkeit, die sie uns immer wieder unermüdlich vermitteln oder das liebevolle Miteinander, das uns alle unsere Tiere täglich zeigen.

Und immer wieder schafft es einer von ihnen, uns zu überraschen und zu zeigen: “Hey, ich nehme euch wie ihr seid, egal, ob ihr gestresst von der Schule und Arbeit nach Hause kommt oder mit zerzausten Haaren und schlabbrigen Gewand herumläuft.”

Vor Kurzem hatte ich wieder einmal einen Konflikt mit meinem pubertierenden Sohn. Da machte sich die kleine Hündin bemerkbar und mitten in der Hitze des Gefechtes forderte sie mich ganz heftig auf, sie auf den Schoß zu nehmen. Ich nahm sie rauf, worauf sie sich sehr energisch in meinen Arm vergrub. Der Konflikt war schlagartig vorbei und wir schmusten mit unserer kleinen Maus.

Tiere urteilen nicht, sind nicht nachtragend, machen sich keine Sorgen über das Morgen – sie leben einfach. Mit unseren Tieren leben wir in einem immerblühenden Zeitblütengarten!

Annemarie 


Zeitblüte 168

Perspektive ändern

Bei meinem Beruf als Grundschullehrerin kommt es schon mal vor, dass ich mich über das Verhalten meiner Schüler ärgere.

Mir hilft es sehr, die Perspektive zu verändern. Das bedeutet nichts anderes, als gedanklich und emotional einen Schritt aus der Situation zu machen, um den Grund der unangebrachten Reaktion zu erkennen. Und manchmal hilft es mir, den Schüler als Kind zu sehen.

Michaela


Zeitblüte 167

Meine Katze

Früher habe ich zweimal in der Woche im Fitnesscenter für eine Stunde trainiert und bin danach in die Sauna gegangen. Nach meinem Umzug nach Berlin schaffe ich es aufgrund der Arbeitszeit in Verbindung mit einer Weiterbildung nun nicht mehr, ein Fitnesscenter aufzusuchen.

Mir hilft seit Langem meine Katze, einen Ausgleich zu finden. Nach dem Aufstehen wird geschmust und gespielt und auch beim Nachhausekommen. So fällt nach der Arbeit natürlich auch der erste Alltagsstress ab.

Es ist lustig zu sehen, wie die Katze auf bestimmte Spiele (z. B. mit einer Zeitung oder einem ausgedienten Karton) reagiert und ebenso entspannend, wenn sie sich auf dem Schoß niederlässt, dabei schmust und schnurrt und dann sogar einschläft. Wenn ich dann selbst einschlafe, werde ich meist mit einem freundlichen Pfotendruck daran erinnert, dass ich weiterkraulen soll.

Auch sehe ich einen guten Ausgleich in einem guten Buch, welches man am besten bei Sonne auf einer Bank (im Winter schön warm eingekuschelt) liest.

Gerne gehe ich auch spazieren. Obwohl ich wohl eher ein “Sommermensch” bin, hat auch der Winter seine schönen Seiten (knackekalt, fast windstill und dann durch den schneebedeckten Wald stapfen – toll!).

Wir tauchen auch seit über zehn Jahren – und ich kann den Beitrag Nr. 100 nur bestätigen. Man fühlt die Ruhe und Entspannung richtig (trotzdem kann es z. B. bei Papageienfischen sehr “laut” sein, wenn diese an Korallen knabbern!).

Die Zeit bleibt für einen Moment stehen, wenn man das Glück hat, einen Walhai aus 2 m Entfernung an einem vorbeigleiten zu sehen – ein riesiges Tier … und friedfertig!

Ich denke, eine gute Mischung hilft!

A. W.


Zeitblüte 166

Ferien

Meine Zeitblüten sind die Sommer- und Winterferien. Ich bin Lehrerin von Beruf und jeden Tag brauche ich mindestens eine Zeitblüte, um mich vom Stress zu befreien. Meistens ist das ein Buch, thematisch mit Problemen verbunden, die mich quälen. Oft bekomme ich dabei einen anderen Blick auf konkrete Situationen. Dabei gewinne ich die notwendige Distanz.

In den Ferien kann ich meine Interessen und Reiselust pflegen. Dann habe ich Zeit für den Kontakt mit der Natur. Ich entspanne mich im Garten beim Grillen und beim Treffen mit der Familie und Bekannten. Die Reise ins Unbekannte macht mir immer viel Spaß.

Wunderbare Zeitblüten sind für mich auch das Pilzesammeln mit anschließendem Picknick.

Barbara 


Zeitblüte 165

Mein Sohn

Meine Zeitblüte ist mein 6-jähriger Sohn. Ich genieße die Zeit mit ihm. Er entlockt mir immer wieder einen lauten Lacher und zaubert ein Glitzern in meine Augen.

Da ich mich gerade von meinem Nochehemann scheiden lasse und dies viel Stress und Ärger verursacht, nehme ich mir jetzt bewusst noch mehr Zeit, die ich mit meinem Sohn verbringe. Wenn ich dann fühle, dass es ihm total gut und ich ein “Ich liebe dich Mama!” höre, könnte ich vor Glück weinen.

In solchen Momenten “drängt” sich dann unser Hund Sunny (Chihuahua) zwischen uns und gibt uns auf hundische Art und Weise ganz viele Bussis. Das sind meine Zeitblüten.

Natali


Zeitblüte 164

Einfach abhängen

Ich lege mich immer, wenn ich mir was Gutes tun will, in meine Hängematte. Manchmal nur für fünf Minuten, aber auch für eine „halbe Ewigkeit“.

In diesen Momenten bin ich nur für mich da. Mein Körper und meine Seele danken es mir.

P. H.


Zeitblüte 163

Shila

Meine Zeitblüte ist meine einjährige Hündin Shila. Sie bringt mich zum Lachen, ich vergesse die Zeit und wir amüsieren uns, wenn wir draußen sind. Shila ist “durch Zufall” zu mir gekommen und ich würde sie um nichts in der Welt mehr hergeben.

Wir durchwandern Wiesen, Wälder, Schneehänge, tollen im Garten rum, schmusen auf dem Teppich/Sofa – noch nie hatte ich ein Tier, das so dankbar für jede Zuwendung ist.

Ich gebe ihr gerne und bekomme immer doppelt zurück. Ein schönes und grundehrliches Gefühl!

Lilli 


Zeitblüte 162

Eine Shiatsubehandlung

Für mich ist eine Zeitblüte, wenn ich eine Shiatsubehandlung genießen kann.

Hier werde ich in meinem Innersten berührt und mit meinen Gedanken und Empfindungen an einen Ort entführt, der tief in mir verborgen liegt, der mir aber ohne diese wundervolle Behandlungsart verborgen geblieben wäre.

Mein Körper kann wunderbar entspannen und neue Kräfte schöpfen. Es ist einfach wunderschön …!

Corinne 


Zeitblüte 161

Natur, Sonne und Kindergeschrei …

Meine Zeitblüte ist ein Kinderspielplatz in einem Park in Magdeburg. An einem leicht westlich geneigten Abhang steht eines dieser aus geknüpften Seilen gebauten Klettergerüste, mitten auf einer Wiese und mit ein paar Bäumen drumherum.

Wenn ich Stress hatte, mich davon erholen oder manchmal auch zusammen mit einer Freundin einfach nur quatschen will, gehe ich zu diesen Spielplatz, gucke, ob auf den Seilen eine Ecke frei ist und setze mich in die Sonne.

Wenn die Kinder rundherum spielen, die Sonne scheint und ich die Natur praktisch „hören“ und natürlich auch fühlen kann, habe ich das Gefühl, in mir geht ebenfalls eine Sonne auf, Probleme werden immer kleiner und irgendwann völlig unbedeutend …

So kann ich die Natur genießen.

Jacqueline 


Zeitblüte 160

Umarmungen

Jeden Morgen um fünf Uhr stehe ich auf und bin zeitig auf meiner Laufstrecke.

Gegen sieben Uhr treffe ich regelmäßig eine junge Frau, die dieselbe Strecke läuft, aber mir entgegenkommt und immer schon von der Ferne winkte und nett grüßte! Irgendwann blieb sie aus. Ich dachte, sie sei im Urlaub.

Dann traf ich sie wieder und rief ihr entgegen: “Ich hab Sie ja sooo vermisst!” Ja, und dann fielen wir einander einfach in die Arme.

Seither umarmen wir uns immer, wenn wir uns morgens treffen, machen ein Drei-Minuten-Schwätzchen, umarmen uns zum Abschied erneut und dann zieht jeder seiner Wege.

Vier herzliche Berührungen pro Tag sind das Existenzminimum, acht braucht der Mensch zu seinem Wohlbefinden, zwölf zur Entfaltung seiner Persönlichkeit.
Virginia Satir, 1916 – 1988, US-amerikanische Familientherapeutin

Peter


Zeitblüte 159

“Geben, nehmen, gemeinsam wachsen, und zwar genau in dieser Reihenfolge!”

Das Wichtigste in unserem Leben sind wir selber, was sich viele Menschen leider nicht zugestehen können oder wollen.

Nur wenn wir uns selber “guttun”, können wir auch “anderen guttun”! Das macht uns als soziale Wesen schließlich aus. Das Gesetz der Anziehung besagt, dass alles, was wir geben – gedanklich oder materiell – auf meist indirektem oder auch direktem Wege auf uns zurückfällt. Im Guten wie im Schlechten.

Es macht eine große Freude, ohne Erwartungshaltung zu geben. Die Freude, die in diesem Moment beim Gegenüber sichtbar wird, erzeugt in unseren Herzen eine positive Energie, mit der wir uns aufladen und die wir weitergeben können.

Daran mitwirken zu können, die Welt ein bisschen lebenswerter zu gestalten, ist eine sehr befriedigende Motivation für mich.

Holger


Zeitblüte 158

Körper von innen oder außen bemalen

Wenn ich nicht so ganz zur Ruhe und Zufriedenheit gelange, obwohl ich schon auf der Couch oder im Bett liege, stelle ich mir vor, wie ich mit meiner Lieblingsfarbe meinen Körper von innen ausmale.

Ich fange bei den Füßen an, hoch zu den Waden … bis zum Kopf. Meine Lieblingsfarbe ist gelb. Es ist so unglaublich beruhigend.

Oder ich klebe gedanklich riesengroße Wörter von außen auf mich, wie Liebe, danke, schön, ausgeruht, Fülle, … Ich trage dann das schönste Gewand und es lässt mich zur Ruhe kommen.

Britta 


Zeitblüte 157

Im Stress vollkommene Entspannung

Meine Zeitblüten sind die Minuten, in denen selbst im Stress für mich vollkommene Entspannung und Kraft für längere Zeit entstehen:

Sagt mir jemand einen Termin ab oder ein Termin ist erheblich kürzer als gedacht, frage ich heute nicht mehr, welche von den anstehenden Aufgaben ist jetzt dran, sondern denke nur: Geschenkte Zeit für mich und ich kann tun, was mir Spaß macht.

Manchmal ist das nur Augen schließen und ein Lied summen, ein paar Schritte zur inneren Musik tanzen, eine Tasse Kaffee trinken – ganz für mich allein.

Gerade weil ich stets von anderen umgeben bin und nicht machen kann, was ich möchte, sind diese Momente so wichtig.

Karin 


Zeitblüte 156

Mein entspannter Start in den Tag

Ich stelle mir auch an freien Tagen gerne meinen Wecker sehr früh, um mich dann mit einer Tasse Tee alleine vor die Balkontür zu setzen und den Blick und das Gefühl, den ganzen schönen langen Tag noch vor mir zu haben, zu genießen.

Unter der Woche gibt mir dieser entspannte Start in den Tag Energie, um auch schwierige Situationen zu meistern.

S. T.


Zeitblüte 155

In die Stille gehen

Ich habe einen Pflegehund und mit ihm genieße ich morgens schon den halbstündigen Waldspaziergang. Dabei tanke ich Ruhe und ausreichend frische Waldluft und auch der Körper freut sich auf das Tautreten.

Auch die Spiel- und Schmusezeit mit ihm bringen mir Entspannung, Freude und Ruhe.

Kraft und Zuversicht erhalte ich sehr oft, wenn ich für mich selbst in die Stille gehe, meditiere und lausche und dann erfahre, dass doch alles gut und sehr gut in meinem Leben war und ist, auch wenn das Äußere, weil der Verstand es einfach so sieht, scheinbar nicht perfekt ist.

Es tut einfach gut, von seinem Selbst zu hören und zu fühlen: Alles ist in bester Ordnung.

Elly


Zeitblüte 154

Die längste Warteschlange

Das Leben ist lang, wenn du es zu gebrauchen verstehst. (Seneca)

Eine Möglichkeit für mich, im hektischen Alltag eine Ruheinsel zu schaffen, in der ich mich besinnen kann, ist im Supermarkt an der Kasse die längste Warteschlange zu wählen – ja, richtig gelesen: die längste!

Damit stärke ich mein Gefühl der Selbstkontrolle, nehme mir bewusst die Zeit, entweder die Gedanken schweifen zu lassen, Menschen zu beobachten oder auch zu überlegen, was am Abend noch zu tun wäre.

Seitdem ich das so handhabe, komme ich im Supermarkt nie in Zeitdruck oder bekomme Ungeduldsanfälle, wie ich sie von früher kannte.

Jacqueline 


Zeitblüte 153

Meine halbe Stunde

Jeden Morgen, wenn meine Kinder und mein Mann aus dem Haus sind, habe ich eine halbe Stunde Pause.

Ich lasse alles stehen und liegen und verbringe die halbe Stunde mit einem Tee oder Kaffee in meinem Garten. Ein kleines Büchlein dazu und alles ist perfekt.

Lässt es das Wetter nicht zu, mache ich es mir auf dem Sofa gemütlich. Damit ich nicht immer zur Uhr schauen muss, stelle ich mir eine Eieruhr. So kann ich richtig entspannen.

Jeden Tag freue ich mich darauf.

K. D.


Zeitblüte 152

Das Zitat zum Tag

Meine Büroarbeit beginnt täglich mit einem Zitat und einem Spruch des Tages aus einer Zitate-Datenbank, die ich mir als Startseite eingerichtet habe.

Diese Momente sind echte Zeitblüten, auf die ich mich täglich freue, weil sie meistens die Stimmung aufheitern. Diese Zeit lasse ich mir nicht nehmen, denn ein treffendes Zitat von Karl Heinrich Waggerl lautet:

“Zeit hat man nur, wenn man sie sich nimmt.”

Stephan 


Zeitblüte 151

Die Farben des Herbstes

Ich fotografiere seit einigen Jahren mit Leidenschaft und genieße dabei auch kurze Ausflüge mit der Kamera.

Auf Motivsuche sieht man manches aus einer anderen Perspektive und lernt, dass man manche Details und auch den Hintergrund erst auf den zweiten Blick entdeckt.

Hat man dann noch ein ansprechendes Motiv ganz nach Wunsch festgehalten, so geht es zufrieden und entspannt nach Hause. Das ein oder andere Bild eignet sich auch später, um beim Anblick abzuschalten und zu entspannen.

Meine Lieblingsmotive sind die Farben des Herbstes und darauf freue ich mich das ganze Jahr.

Heike Utecht

heike utecht


Zeitblüte 150

Meinen Garten genießen

In der stressigen Welt, in der man „keine Zeit mehr hat“, muss man ab und zu gezwungen werden, sich Zeit zu nehmen.

Ich genieße es, am Wochenende den Rasen meines Gartens zu mähen, dabei abzuschalten und Unkraut zu zupfen. Danach im Garten zu sitzen und zu sehen, wie alles schön aussieht.

Ein sehr schöner Moment. Zum Glück kann ich den Graswuchs nicht beeinflussen, sonst hätte man wahrscheinlich auch keine Zeit.

Jürgen 


Zeitblüte 149

In die Kinderwelt eintauchen

Um mich vom beruflichen Alltag am Abend oder am Wochenende abzulenken, spiele ich ganz bewusst mit meiner 5-jährigen Tochter. Ich tauche mit ihr in ihre Kinderwelt ein. Sei es, dass ich ihr ein Buch vorlese, dass wir zusammen Theater spielen oder etwas basteln.

Auch wenn es nur mal 15 Minuten sind – aber die sind dann sehr intensiv und reichen oft aus, um eine berufliche Angelegenheit am nächsten Tag ganz anders anzugehen.

Pérez


Zeitblüte 147

Von der kleinen Blüte bis zum Sonnenuntergang

Ich bin eine Hobbyfotografin und dank der Erfindung der Digitalkamera brauche ich mich nicht mehr zu ärgern, wenn ein Bild nichts geworden ist, sondern mache einfach noch eins.

So bin ich auch in jedem Urlaub mit der Kamera unterwegs und fotografiere von der kleinen Blüte bis zum Sonnenuntergang eine ganze Menge. Die schönsten Bilder hole ich mir dann als Bildschirmschoner auf den Computerschirm.

Da ich nicht ständig mit dem Computer arbeite, habe ich immer mal was von dem Urlaubsgefühl und nehme mir beim Ansehen der Bilder eine kleine Auszeit – außerdem sind die Bilder immer wieder ein schöner Einstieg in ein Gespräch mit Kollegen.

Astrid 


Zeitblüte 146

Lob in Erinnerung rufen

Gestern durchlebt und heute genieße ich diesen Moment:

Ich bin selbst ein sehr empfindlicher und emotionaler Mensch.

Mein Selbstvertrauen ist derzeit ziemlich im Keller, daher habe ich einen Strohhalm gereicht gekommen, was sich nach einem guten Schlaf heute erst bemerkbar gemacht hat.

Ich habe gestern im Haus schwer geschuftet. Ich habe Lob für die Arbeit erhalten, aber von jemandem, der mir nicht nahesteht. Im Stress ging dies total unter. Heute Morgen blühe ich gerade sehr auf und bin voller Tatendrang.

Diese Momente sind zu notieren und wenn es einem schlecht geht und das Selbstvertrauen mal wieder im Keller ist, muss man sich diese wieder in Erinnerung bringen.

Peter


Zeitblüte 145

„Gänsehaut-CD“

Musik stellt die Möglichkeit dar, Gefühlen Ausdruck zu verleihen, direkter und tiefer als Worte es könnten. Lieder bzw. Klänge schaffen es, das verstandesmäßige, logische, analytische Denken zu umgehen und sich direkt zu unseren tieferliegenden Gefühlen Zugang zu verschaffen.

Ich habe mir eine „Gänsehaut-CD“ mit unterschiedlicher Lieblingsmusik zusammengestellt und habe sie immer bei mir. So kann ich mir jederzeit Zugang zu meinen Gefühlen verschaffen, sei es Entspannung, Konzentration, Fröhlichkeit, Gelassenheit etc.

Rahel 


Zeitblüte 144

Mini-Trampolin (Dynamic Rebounder)

Vor einigen Jahren habe ich mir nach einem Workshop einen Dynamic Rebounder (weiches Mini-Trampolin) gekauft. Die positive Auswirkung auf meine Psyche nehme ich innert kurzer „Hüpfzeit“ wahr. Eine besondere Freude macht das Trampolinspringen natürlich mit Musik, denn die tänzerisch-rhythmischen Bewegungen machen mir großen Spaß.

Schon nach wenigen Minuten steigt meine Stimmung und ich spüre, wie Glückshormone in meinem Körper ausgeschüttet werden. Das Schwingen auf dem weichen Trampolin wirkt zu jeder Tageszeit ausgesprochen anregend oder auch entspannend.

Nicht zu vergessen ist auch die positive Auswirkung auf den Körper: Die Beweglichkeit, das Gleichgewicht, die Muskeln und Knochen werden aufgebaut und gestärkt.

Bezüglich des Auftankens von Sauerstoff entsprechen fünf Minuten auf dem Trampolin einen Lauf über gut drei Kilometer. Schon zehn Minuten täglich reichen aus, um die Körperkondition zu verbessern.

Rahel 


Zeitblüte 143

Rauschen eines Wasserfalls

Augen schließen, dem Weg des Wassers nur über das Gehör folgen und die Veränderungen bewusst wahrnehmen – dies hat eine äußerst beruhigende Wirkung auf mich. Liebend gerne lasse ich mich an den Ufern der unterschiedlichsten Wasserfälle nieder und genieße meine Zeitblüte.

Karin 


Zeitblüte 142

Meine Familie

Meine Zeitblüte ist der Moment, wenn ich nach einem langen, anstrengenden Arbeitstag die Wohnungstür öffne und mein kleiner, zweijähriger Sohn Thomas vom letzten Winkel der Wohnung zur Tür läuft und mir mit einem Lächeln im Gesicht laut “PAAAAH” zuruft.

Ich nehme Thomas auf den Arm, küsse ihn und freue mich, dass ich endlich bei meiner lieben Frau und meinem Sohn sein kann.

Christoph


Zeitblüte 141

Drei Dinge

Ich notiere mir jeden Morgen drei Dinge, die mir am Vortag besonders gut gefallen haben.

Jasmin 


Zeitblüte 140

Noch ein Katzenaugenblick

Für mich hört der Alltag immer auf und eine “Eigen-Zeit” fängt an, wenn mein Kätzchen hereinkommt und sich an mich schmiegt. Jeden Tag fängt sie sichtlich fröhlich und unvoreingenommen an und gibt mir auf diese Weise auch jeden Tag etwas von ihrer Stimmung mit.

Das Besondere: Dieses Tier war anfangs nur scheu und ängstlich. Ganz abgemagert, krank und traumatisiert wurde sie (wahrscheinlich ausgesetzt) als “Notfellchen” auf der Straße gefunden. Wir wissen nicht, was sie erlebt hat, aber es muss schlimm gewesen sein, denn sie brauchte zwei Jahre, um sich in das freudige, gesunde, vertrauensvolle Tier zu verwandeln, das sie heute ist.

So ist für mich jeder auch noch so kurze Augenblick mit ihr eine Zeitblüte: Erinnerung daran, dass alles wieder gesunden kann, dass jeder Tag eine neue Chance bedeutet und Liebe auch sehr schlimme Dinge überwinden lassen kann. Und dass jedes Wesen ein Recht darauf hat, Zeit zu brauchen: für Vertrauen und für Veränderung.

M. B.


Zeitblüte 138

Eine Erinnerung an Menschen, die ich liebe

Ich selbst habe keine Kinder, aber zwei Nichten und zwei Neffen. In der Arbeit installiere ich einen Bildschirmhintergrund mit einem Foto von einem oder mehreren der Kinder, das ich selbst aufgenommen habe. Dadurch werde ich mehr oder weniger den ganzen Tag hindurch an Menschen erinnert, die ich sehr liebe, und das entspannt und entstresst mich, ohne dass ich irgendetwas dafür tun muss.

Es ist eine ständige, kleine Erinnerung an ein schönes Erlebnis mit meinen Nichten und Neffen.

Außerdem wechsle ich etwa monatlich den Hintergrund. Damit er passt, suche ich in einer ruhigen Stunde ein schönes Foto aus, adaptiere es als Hintergrund … Auch das ist eine schöne, entspannende Tätigkeit: ein wenig kreativ (Fotobearbeitung/-gestaltung), und es weckt wieder Erinnerungen an schöne Stunden.

RF


Zeitblüte 137

Unser Beisammensein am Morgen

Unsere kleine Familie – mein Mann, mein Sohn (sieben Jahre) und ich – schafft sich jeden Werktagmorgen gegen 6.10 Uhr eine kleine gemeinsame Zeitblüte. Meine Männer essen ihr Müsli, ich trinke meinen Ingwer-Tee, wir sitzen – wenn das Wetter es zulässt – auf der Terrasse, lauschen dem Vogelgezwitscher, beobachten den Eichkater, der sich seinen (von unserem Sohn bereitgestellten) Imbiss abholt und genießen das Beisammensein.

Meist ruft unser Sohn noch zum Familienkuscheln – ein paar Minuten auf der Couch – und schon geht der Tag verheißungsvoll los und die Freude auf das Zusammensein am Abend begleitet uns durch den Tag.

Mir hilft im Alltag bei der pädagogischen Arbeit mit Kindern und Erwachsenen oft ein paar Minuten bewusstes Atmen, Anspannen, Entspannen – entlehnt aus den Pilates-Übungen. Diese kleine Zeitblüte hilft mir meist, mein Lächeln zu bewahren.

Susanne 


Zeitblüte 136

Zeit schenken

Das Schönste für mich ist, jemandem, der mich braucht, meine Zeit zu schenken und nach der gemeinsamen Zeit in das glückliche Gesicht zu sehen.
Mich entspannen verschiedene Instrumentalmusik sowie Spaziergänge mit unserem Hund im Wald. Ich umarme einen Baum und spüre die Kraft, die auf mich einwirkt.
Auch einfach nur innehalten kann sehr entspannend sein.

Was für eine komplette Entspannung entscheidend ist, habe ich erst vor kurzem erkannt: Es ist die “völlige Gedankenlosigkeit” (natürlich nur bei der Entspannung).

Bettina


Zeitblüte 135

Wunderschöne Waldeindrücke

Ich habe das große Glück, in einer wunderschönen Natur zu wohnen.  Für mich ist es Entspannung pur, wenn ich zur Haustüre hinausgehe und mich nach zwei, drei Straßenecken bereits im Wald befinde. Ich gehe ca. eine halbe Stunde, höre dabei den Vögeln im Wald zu, schaue mir die Pflanzen an und bleibe des Öfteren einfach nur stehen und lasse die wunderschönen Waldeindrücke auf mich wirken, bis ich zu einer Lichtung komme.

Dort steht eine Bank und man hat einen atemberaubenden Blick auf die Landschaft und auf ein kleines Dörfchen (ca. 80 – 100 Einwohner). Ich setze mich für ein paar Minuten und genieße einfach nur den Ausblick und die Natur. Danach gehe ich leichten Schrittes wieder durch den Wald zurück und fühle mich wunderbar aufgetankt und frisch.

Christine 


Zeitblüte 134

Dein Innerstes weiß, was gut und richtig für dich ist!

Meine Ausbildung in Wertimagination bringt mich zu den im Unbewussten, personifizierten Kräften, den “Wertgestalten”. In der Beziehung zu diesen Wertgestalten werden die Selbst- und Sinnverwirklichung sowie die Selbstheilungskräfte gefördert.

Wertimaginationen sind identitätsstiftend, sie machen mich selbstbewusster und klarer. Wertimaginationen bieten sinnvolle Lebensführung und Orientierungshilfe, Wertimaginationen sind kreativfördernd, imVerlauf von Imaginationen bieten sich Lösungsmöglichkeiten auf anstehende Probleme an.

Mit diesen Wertgestalten in Verbindung zu sein, mit ihnen auf eine “innere Reise” zu gehen, stellt für mich DIE unübertroffene Zeitblüte dar. Es ist wie Viktor Frankl (Logotherapie) gesagt hat: Dein Innerstes weiß, was gut und richtig für dich ist!

Gabriele 


Zeitblüte 133

Miniurlaub

Mit meinem Mann habe ich vergangenes Wochenende eine Nacht im Hotel verbracht – ohne besonderen Anlass. Es war gar nicht weit weg von unserem Wohnort, sodass wir keinen Fahrstress hatten.

Eine andere Umgebung, ein anderes Bett, ein Glas Wein an der Hotelbar, ein anderes Frühstück – all das zusammen hat unsere “Ehe-Batterien” wieder aufgeladen und zu guten Gesprächen geführt. Auf die Kinder hat meine Schwester aufgepasst. Ich kann so einen Miniurlaub nur empfehlen.

Eder 


Zeitblüte 132

Totes-Meer-Salz-Bad

Wenn ich in jeder Hinsicht total ausgelaugt bin, nehme ich ein 500-Gramm-Totes-Meer-Salz-Bad. Neben der wohltuenden Wärme des Wassers kann die Haut ihr Mineraliendefizit wieder ausgleichen und der Stresspegel sinkt merklich. Hinterher bin ich “bis in die Tiefe” entspannt. Das Badesalz gibt es in jeder Drogerie für wenig Geld zu kaufen.

Sandra


Zeitblüte 131

Mein Garten

Nach einem anstregenden Tag gehe ich in den Garten und gestalte mal hier, mal da etwas Neues.
Neue Pflanzen oder gleich ganze Beete. Neue gestalterische Elemente. Hier bekomme ich die Ruhe, die ich als Ausgleich brauche.

Uwe


Zeitblüte 130

Eine Person zum Lachen bringen

Ich versuche jeden Tag mindestens eine Person zum Lachen zu bringen und das anschließende gemeinsame Lachen intensiv zu genießen. :-)

bzj


Zeitblüte 129

Meine Frühlingswiese

Anstelle eines glatt gemähten Rasens wächst in unserem Garten eine Frühlingswiese mit verschiedensten Wiesenblumen und Gräsern.

Beim Anblick dieser natürlich gewachsenen Pracht, in der sich Schmetterlinge, Bienen, Käfer und sonstige Insekten zuhause fühlen, geht mir das Herz auf und ich habe das Gefühl, für die Natur etwas Gutes getan zu haben. Nebenbei erspart es mir x-mal Rasenmähen. :-).

Antje 


Zeitblüte 128

Meine Tochter

Nach Feierabend hole ich meine Tochter (gerade fünf Jahre geworden) vom Kindergarten ab. Danach gehen wir im Park spazieren, füttern die Enten und Schwäne oder machen im Frühjahr und Sommer ein Picknick.

Es ist schön zu sehen, wie unbeschwert die Kleine ist, wie fröhlich sie singt, da wird man selbst ganz fröhlich und singt einfach mit. So kann ich den anstrengenden Arbeitstag vergessen und abschalten. Zu Hause angekommen, gibt es noch eine „Kuschelstunde“ für uns zwei. Danach geht meine Tochter ins Bett.

Ab und an entspanne ich mich auf meiner Massagematte und höre tolle Entspannungsmusik und eine CD mit „Seelenreisen“. Danach fühle ich mich vom Stress befreit. Gut erholt, motiviert und gestärkt kann ich den neuen Tag beginnen.

Ich freue mich jetzt auch auf das Frühjahr und den Sommer, dann kann ich wieder in unserem schönen Garten gehen und ihn genießen. So ist das Wochenende immer wie ein Kurzurlaub.

Sylvia 


Zeitblüte 127

Rüttelmaschine

Ich gehe bzw. lege mich immer wieder gerne (mehrmals in der Woche) für eine Viertelstunde auf meine Zen-Chi-Rüttelmaschine – danach bin ich wie neu geboren. Diese Maschine rüttelt meinen Körper in einer Art “Fischbewegung” hin und her. Dies dient mir neben der Meditation auch zur Entlastung der Wirbelsäule.

Andreas


Zeitblüte 126

Entspannen in der Bahn

Ich fahre jeden Morgen 45 Minuten mit der Bahn zur Arbeit und die gleiche Zeit wieder zurück! So hole ich mir meine Entspannung, indem ich mir meinen Kaffee mitnehme, ein Buch einpacke und ich es mir in der Bahn im wahrsten Sinne des Wortes gemütlich mache.

Da zu Hause der Haushalt und mein Sohn (ein Jahr) auf mich wartet, finde ich ansonsten nur am Abend Zeit für mich, und da warten auch meist noch andere Dinge.

Anika


Zeitblüte 125

Allein mit meinem Zelt

Ich packe mir gerne, wenn es der Wetterfrosch zulässt, mein Ein-Mann-Zelt in den Rucksack. Dann finde ich einen ruhigen Platz, der mich über das Tal blicken lässt. Wenn es dann anfängt, dunkel zu werden, mache ich mir ein kleines Lagerfeuer und beobachte, wie die Sterne langsam am Himmel sichtbar werden.

Dabei habe ich das Gefühl, dass Raum und Zeit stehen bleiben und die ganze Welt nur für mich da ist.

Petra


Zeitblüte 124

Im Chor singen

Einmal in der Woche vergesse ich den Alltag beim Singen.

Bei der Konzentration während der Probe mit ca. 80 aktiven Sängerinnen und Sängern vergesse ich alle Probleme. Danach gehe ich gut gelaunt und beschwingt nach Hause. Manche Melodie geht mir dann nicht aus dem Kopf und ich summe noch im Bett, bis ich einschlafe.

EK


Zeitblüte 123

Einen Augenblick Zeit nehmen

Sich an den kleinen Sachen im Leben freuen und sich dieser wieder bewusst werden, das sind für mich Zeitblüten.

Sich einen Augenblick Zeit nehmen und z. B. die Wolken ansehen, abends einen Blick in den Himmel machen und die Sterne beobachten. Oder einfach mal das Fenster öffnen und einen tiefen Luftzug nehmen.

Einfach kurz aus dem Alltag “aussteigen” und einen kurzen Augenblick der Welt zuhören.

Jens


Zeitblüte 123

Meine Enkelin

Meine Zeitblüte ist meine kleine Enkelin.

In diesem Jahr bin ich Oma geworden und ich genieße es, sie auf dem Arm zu haben und mich anlachen zu lassen oder sie schlafen zu sehen und zu spüren,wie sie ganz entspannt auf meinem Schoß immer schwerer wird.

Ich mache unendlich viele Fotos von diesem wunderschönen kleinen Wesen und bin einfach nur glücklich.

Hanna


Zeitblüte 122

Ein Moment des Alltages

Krach rund um´s Haus,
was ist denn da los?
Fenster auf und rausgucken,
verdutzte Gesichter auf beiden Seiten,
ein kurzer Aufschrei auf der anderen Seite.
Buschel, das Eichhörnchen, hat scheint’s beschlossen, bei uns einzuziehen.
Wie das hellbraune Fell leuchtet in der Sonne
und es flink über die Senkrechte auf und ab läuft,
neugierig ist und gar nicht scheu,
vielleicht sogar einen Dialog mit mir beginnt,
und plötzlich merke ich,
eben noch geschäftig und umtriebig,
wie ich entspannt auf der Fensterbank lehne und Freude in mir fühle.

k. m.


Zeitblüte 121

Meditieren beim Wäschefalten

Nachdem das Bügeln und das Zusammenlegen der Wäsche nicht unbedingt zu meinen Lieblingstätigkeiten gehören, habe ich mir etwas überlegt, wie ich meinen inneren Schweinehund überwinden kann.

Zuerst habe ich mir ein Faltbrett gekauft, so entfällt vieles zum Bügeln. Der zweite Schritt war, aus dem Wäschefalten eine Meditation zu machen. Und das geht so:

Einfach ganz bewusst jedes Teil anfassen – wie fühlt es sich an? Welche Erinnerungen habe ich mit dem Kleidungsstück? …

Nachdem das Zusammenfalten ja in drei Schritten erfolgt, kann man daraus auch eine gute Atemmeditation machen.

Seit ich diese Methode anwende, freue ich mich richtig auf meinen Wäschekorb.

P. H.


Zeitblüte 120

Unvergessliche Glücksmomente

Meine persönliche Zeitblüte ist der Moment, wenn ich am Morgen aufwache, die Sonne hereinlächelt, die Vögel zwitschern und ich meine Tochter sehe, wie sie strahlt. Dies sind unvergessliche Glücksmomente.

Ursula 


Zeitblüte 119

Mein Beruf und Hobby

Bis vor drei Jahren hatte ich einen stressigen Vertriebsjob. Oft habe ich die Menschen beneidet, die morgens ins Fitnessstudio gehen konnten oder zum Joggen oder Shoppen gefahren sind.

Mittlerweile bin ich selbstständig in einem wunderbaren Beruf, und zwar als Yogalehrerin. Es ist so schön, einen Beruf zu haben, der gleichzeitig auch noch entspannend ist. Dafür bin ich sehr dankbar.

Auch wenn ich noch in der etwas schwierigen Anfangsphase bin und ich in diesem und letztem Jahr hohe Nachzahlungen an das Finanzamt und die Krankenkasse leisten musste, lasse ich mich davon nicht unterkriegen.

Mein Beruf und gleichzeitig mein Hobby sind meine Zeitblüte. Es ist sehr wertvoll für mich, das entdeckt zu haben. Und wenn mir danach ist, gehe ich morgens shoppen oder joggen.

Ulrike


Zeitblüte 118

Schenken

Meine persönliche Zeitblüte ist der Moment, in dem ich einen anderen Menschen mit einem kleinen Geschenk überrasche.

Dieser Moment vermittelt mir Freude darüber, dass ich einem anderen Menschen meine Zuneigung und Anerkennung zeigen konnte. Jeder von uns bekommt gerne Geschenke. Dabei ist es egal, ob es sich um einen teuren Gegenstand oder nur um ein Foto oder einen handgeschriebenen Brief handelt. Der Wille zählt – denn er zeigt den Menschen, dass sie für jemanden etwas bedeuten. Dieses Gefühl ist unübertrefflich.

Jeder von uns sollte geliebt werden – ein furchtbarer Gedanke, nicht geliebt zu werden. Deshalb schenke ich gerne – ich zeige meinen Freunden, wie gern ich sie mag.

Henri


Zeitblüte 117

Die Welt mit anderen Augen sehen

Vor drei Jahren haben wir uns, als Nachfolger unserer analogen, eine digitale Spiegelreflexkamera gekauft. Durch die unendlichen Möglichkeiten des Ausprobierens, entwickelte sich in mir eine noch größere Leidenschaft des Fotografierens. Es kann noch so klein, noch so scheinbar unbedeutend sein, auf einem Foto gelangt es doch plötzlich zu ungeahnter Schönheit.

Die Natur liegt mir dabei besonders am Herzen. Egal aus welchem Blickwinkel, ob aus der Ferne oder aus nächster Nähe, unsere so wertvolle Natur, unsere Lebensräume sind unglaublich interessant, facettenreich, wunderschön, seltsam, malerisch und einzigartig. Selbst scheinbar einfache Pflanzen und Insekten werden zu Schönheiten und  interessanten Schöpfungen dieser Erde!

Hin und wieder nutze ich die frühe Stunde und genieße es in vollen Zügen, die Natur im Erwachen zu fotografieren.

Die Fotografie gibt mir unheimlich viel Kraft, ich sehe die Welt mit anderen Augen, immer auf der Suche nach dem Schönen und nehme die Natur viel bewusster wahr.

Uta 


Zeitblüte 116

Die Wärmflasche

Als überwiegend am PC Arbeitende komme ich häufig mangels Bewegung mit kalten Füßen nach Hause. Das ist ein sehr unangenehmes Gefühl und vor allem sind kalte Füße kostenlose Wachhalter, die einen nicht einschlafen lassen.

Seit ein paar Jahren ist meine grüne Wärmflasche mein Bettbegleiter: Sie ist anschmiegsam und eine gute Einschlafhilfe. Der Witz ist aber, die Wärmflasche liegt nicht an den Füßen, sondern auf meinem Bauch. Von dort aus wird die Wärme in den ganzen Körper verteilt, wie eine Zentralheizung alle Räume gut wärmt.

Heike


Zeitblüte 115

Meine Siesta

Ich pflege seit Jahrzehnten meine “heilige” Zeit: meine Siesta nach dem Mittagessen. Sie ist mir sehr wichtig, da ich meinen “inneren PC” einmal täglich herunterfahre und je nach Möglichkeit ruht das “System” bis zu einer Stunde aus, bevor ich es neu boote.

So habe ich einfach mehr von der zweiten Hälfte des Tages!

Außerdem folge ich noch der alten Weisheit, sich täglich eine halbe Stunde zu sorgen und während dieser Zeit ein Nickerchen zu machen. :-)

Andreas 


Zeitblüte 114

Moment der Stille in der Bewegung

Ich betreibe mit viel Begeisterung Yoga (unterrichte auch).

Yoga heißt verbinden, also Körper, Geist und Seele in Einklang bringen. Wenn ich in eine Asana hineingehe und dabei völlig abschalte und in meinem Körper verankert auf den Moment der Stille in der Bewegung achten kann, dann ist das ein besonderer Moment des Loslassens.

Anschließend fühle ich mich frisch, frei und froh!

Gertraud 


Zeitblüte 113

Mit meinen Hunden

Der beste Weg zum Entspannen besteht für mich in einer Runde laufen mit meinen Hunden. Dabei genieße ich die frische Luft, oft einen tollen Sonnenaufgang am Morgen und die Stille, nur vom Vogelgezwitscher unterbrochen, wenn die meisten noch schlafen. Ich kann dabei völlig abschalten, und gerade dadurch habe ich wohl auch oft die besten Einfälle bei meinen Spaziergängen.

Während des Tages hole ich mir öfter kleine Erholungspausen, indem ich mir ein paar Minuten Zeit nehme, in denen ich meinen drei Hunden Tricks beibringe.

Außerdem genieße ich nachmittags nach einem Spaziergang in der kalten Winterluft gerne eine Tasse heißen Cappuccino, obwohl ich sonst keine Kaffeetrinkerin bin.

Claudia


Zeitblüte 112

Langsam fahren, verschnaufen, Zeit nehmen

Langsam fahren

Ich fahre beruflich viel mit dem Auto. Auch gerne und schnell. Entspannter fahre ich, wenn ich bewusst nicht rase und einem Hörspiel meine Aufmerksamkeit schenke.

Keine Nachrichten, keine hektische Musik, keine dummen Sprüche von Moderatoren. Einfach eine schöne Geschichte hören, gerne auch eine Abenteuergeschichte aus der Sammlung meiner Kinder. Ich komme ruhig, gut gelaunt und trotzdem pünktlich zu meinen Terminen.

Verschnaufen

Wenn im Büro mal wieder Hektik und Stress ist: einfach raus an die frische Luft. Im Park oder am Fluss (ich arbeite in der Nähe des Mains) für einige Minuten spazieren gehen. Sich auf etwas anderes konzentrieren, z. B. andere Personen beobachten, die Umgebung und Gerüche wahrnehmen. Auf dem Rückweg festlegen, welche zwei Dinge als nächstes abgearbeitet werden, oder festlegen, welches Thema Priorität hat.

Zeit nehmen

Der eigene Tagesablauf und der der Kinder ist oft mit Terminen und Aktivitäten vollgestopft. Schöne Momente entstehen, wenn ich mir für jedes Kind bewusst ein paar Minuten Zeit nehme und keine Hausaufgaben oder Kindergartenerlebnisse abfrage. Einfach zuhören oder mitmachen. Das Kind erzählen lassen, den Fantasien folgen, albern sein, mitspielen, so wie es das Kind möchte.

E.D.-S.


Zeitblüte 111

Auszeit im Kloster

Ich bin Selbststängige und beruflich sehr eingespannt. Ein Termin jagt den nächsten.

Zwei- bis dreimal im Jahr gönne ich mir für ein Wochenende eine Auszeit in einem Kloster. Zwar habe ich mit Kirche eigentlich gar nichts im Sinn, aber diese Zeit möchte ich nicht missen. Es ist eine Zeit der absoluten Stille (kein Handy, kein PC, keine Autos), netten Gespräche und Meditation.

K. H.


Zeitblüte 110

Zeit und Raum vergessen

Wenn ich abends nach Hause komme und meine Katzen schon voller Freude auf mich warten, dann kuscheln wir eine Runde.

Die Katzen sind so total im Sein, im Moment, ohne Wenn und Aber. Sie sind einfach und melden ihre Bedürfnisse ganz spontan ohne zu werten. Es gibt auch keinen Vorwurf “Wieso kommst du erst jetzt?” oder “Ich musste zu lange auf das Futter warten.”

Sie sind einfach da, freuen sich und ich freue mich, durch ihr kuscheliges Fell zu fahren. In diesen Momenten vergesse ich alles – Zeit und Raum.

Sandra 


Zeitblüte 109

Meine Zeitblüten

Nach Durchlesen aller anderen Zeitblüten bin ich draufgekommen, dass es während des Tages mehrere Momente für mich gibt, um abzuschalten und wieder zu mir zu kommen.

Fürs Erste ist es mir am Wichtigsten, in der Früh so zeitig wie möglich in der Firma zu sein – mind. 30 – 40 Minuten früher. Ich eröffne meinen Arbeitsplatz, ich lese die Zeitung, ich melde mich bei meinem Mann und dann beginne ich in aller Ruhe meinen Arbeitstag.

In dieser Zeit läutet kein Telefon, es quatscht mich keiner an. Mit diesem Ritual schöpfe ich Kraft für den Tag. Dieser zeitige Arbeitsbeginn hat noch dazu den Vorteil, dass ich eigentlich nie zu spät kommen kann, denn falls ich verschlafen sollte, habe ich immer noch genug Zeit. Beim Nachhausefahren kann ich im Auto am besten entspannen, ich höre Musik, ich resümiere die vergangenen Stunden und ich freue mich, dass ich wieder alleine bin.

Zu Hause angekommen erwarten mich höchsterfreut meine drei Katzen. Sie laufen mir entgegen, ich streichle ihr weiches Fell, höre ihr unermüdliches Schnurren, dabei kann ich abschalten und dies habe ich jeden Tag der Woche.

Meistens sonntags zieht es mich zum Nordic Walken in den Wald. Am liebsten ist es mir, wenn mir kein Mensch begegnet. Ich liebe es, alleine im Wald unterwegs zu sein, ich brauche keinen Player, keine Dauerbeschallung. Ich genieße die Ruhe im Wald, den Geruch und die Farben, die sich über das Jahr verändern.

Ich kann mich erinnern, dass mir als Kind das sonntägliche Wandern auf die Nerven ging. Aber heute als Erwachsene brauche ich den Wald und besonders seine Ruhe, seine Kraft und die frische Luft. Dies stärkt mich und ich fühle mich wie im Urlaub.

Claudia


Zeitblüte 108

Für die ich mir bewusst Zeit nehme

Zeitblüten sind für mich all jene Momente, die ich an jedem einzelnen Tag dazu mache. Die, für die ich mir bewusst die Zeit nehme:

  • mit meinem Hund herumtollen
  • meine Katzen streicheln
  • liebe Freunde treffen
  • im Garten in der Erde buddeln
  • ein schönes warmes Bad nehmen
  • im Regen spazieren gehen
  • in ein Buch versinken
  • am Morgen den Eintrag für meinen Blog ersinnen
  • einen Tee zubereiten und genießen
  • den Duft der Jahreszeiten schnuppern …

Die Liste lässt sich beliebig fortsetzen. Man muss nur seine Sinne auf Empfang stellen und bereit sein, die Zeitblüten wahrzunehmen.

Dagmar


Zeitblüte 107

Ein Kinderlachen kostet nichts

Nach einem anstrengenden Tag genieße ich die Zeit mit den Kindern. Einfach mal nur faul rumliegen, lesen und viel kuscheln.

Kinder sind einfach wunderbar, also verbringe ich viel Zeit mit ihnen. Ein Kinderlachen geht einfach über alles und ist so einfach zu erreichen, dafür braucht man kein Geld.

W. L.


Zeitblüte 106

Momente, die mein Leben besonders bereichern

  1. Wenn ich frühzeitig aufstehe und den Tagesbeginn bewusst erlebe, mich mit einer kraftvollen Affirmation auf die neuen Erfolge des Tages einstimme. Ich nenne das Morgenlob.
  2. Wenn ich die am Vorabend die in meiner Agenda festgelegte Aufgabe mit der Priorität 1. sofort in Angriff genommen und noch vor 11 Uhr so gut wie möglich gelöst habe. Idealerweise handelt es sich dabei um eine ungeliebte, aber für meine Entwicklung wichtige Aufgabe. Das Hochgefühl, Sieger über sich selbst zu sein, ist mit nichts anderem vergleichbar. Alle anderen Aufgaben des Tages gehen dann viel leichter von der Hand.
  3. Wenn ich meinem Körper Bewegung in der Natur und genügend Schlaf verschafft habe, stellen sich Glücksmomente ein – auch für meinen Kopf, dessen Gedanken entwirrt und beruhigt werden. Kreative Ideen manifestieren sich gerne in einem “belüfteten” Kopf!

Peter Thomas


Zeitblüte 105

Ein Wohlgefühl im ganzen Körper

Ein Wohlgefühl im ganzen Körper breitet sich nach einer mindestens halbstündigen Ganzkörpermassage aus. Das ist auch eine gute Besänftigung für die gestresste Seele, danach bin ich wohlig entspannt und “lammfromm”, das heißt, nichts kann mich mehr so schnell aus der Ruhe bringen.

Angela


Zeitblüte 104

Herbst-Zeitblüte – das Sein in der Natur

Ich gehe im Herbst sehr gerne unter schönen großen Bäumen spazieren und halte Ausschau nach den schönsten und skurrilsten Herbstblättern.

Das Sein in der Natur – man denkt an nichts und geht in der Natur auf, wird eins mit ihr. Die allerschönsten Blätter nehme ich mit nach Hause, trockne sie und binde sie mit einem dünnen Faden zu einer schönen Kette, die ich dann aufhänge.

So erinnert sie mich daran, dass es noch etwas Wichtigeres als Business gibt … Viel Spaß beim “Blättern”….

Tabea


Zeitblüte 103

Erholsame Tage des Zusammenseins

Einmal im Jahr mit meinen Freunden für drei Tage auf eine Hütte im Schwarzwald zu gehen, von dort aus zusammen wandern, Pilze suchen und am Abend gemeinsam kochen – das ist meine Zeitblüte. Es sind zwar nur drei Tage, aber immer wunderschöne erholsame Tage des Zusammenseins.

Mathias


Zeitblüte 102

Zum Fenster hinausschauen

Ich arbeite in einem Büro in der 3. Etage eines Bürokomplexes. Mein Büro verfügt über ein bodentiefes Fensterelement und einen Balkonzugang.

Immer, wenn ich etwas Ruhe zum Abschalten benötige, stehe ich auf, schaue zum Fenster hinaus, gehe manchmal auch auf den Balkon und lasse den Blick auf die wunderschöne Umgebung schweifen. Ich muss hinzufügen, dass ich einen freien Blick auf den Speyerer Kaiserdom habe.

Es tut gut, sich einen Punkt in der Landschaft zu suchen und den Blick für eine Weile dort haften zu lassen. Bei mir ist es eben dieser beeindruckende Dom. Sehr schnell befinde ich mich “in einer anderen Welt”. Nach nur wenigen Minuten kann ich mich dann deutlich entspannter wieder meiner Arbeit zuwenden.

Doris


Zeitblüte 101

Farben bewusst wahrnehmen

Meine Zeitblüte stammt eigentlich aus dem Augentraining.

Ich konzentriere mich manchmal darauf, eine bestimmte Farbe bewusst wahrzunehmen. Einmal sind es Rottöne, dann wieder Blautöne. Das mache ich auch von meiner Stimmung abhängig.

Wenn ich wärmebedürftig bin, dann entscheide ich mich für warme Farben, wenn ich abkühlen möchte, eher für kühle. Erstaunlich, wie die Gegenstände in den gesuchten Farben einem „entgegenspringen“! Ich nehme so meine Umgebung ganz anders wahr und erlebe ein kleines Wunder im Alltag.

E. F.


Zeitblüte 100

Entspannende Gefahr

Meine persönliche Zeitblüte war das Abtauchen in ein Aquarium mit einem Ammenhai und Stachelrochen und verschiedenen anderen Fischen.

Die Ruhe und Zufriedenheit, die ich hier unter Wasser gefunden habe, war unglaublich. Vielleicht denkt mancher: “Haie, Rochen – wie gefährlich!” Aber probieren Sie es aus und Sie werden feststellen, wie entspannend Gefahr und Risiko sein können.

D. D.


Zeitblüte 99

Die Vögel im Garten beobachten

Meine Zeitblüte ist ein Wasserbecken für Vögel. Ich habe es in unserem Garten so aufgestellt, dass ich es von der Terrasse aus sehen kann. Wenn ich nach einem stressigen Tag aus dem Büro komme, setze ich mich mit einem Cappuccino auf die Terrasse und genieße es einfach, den Vögeln beim Baden und Trinken zuzusehen.

Heute war sogar ein Igel dort und hat seinen Durst gestillt. Diese kleine Zeitblüte macht mich immer wieder dankbar und zufrieden.

Walter 


Zeitblüte 98

Die Konfrontation mit der Vergänglichkeit

Ich habe eine Gewohnheit, die manchem etwas skurril erscheinen mag, die für mich aber sehr hohen Wert hat.

Da ich in der Nähe eines Friedhofs lebe und arbeite, mache ich des Öfteren einen kleinen Spaziergang auf dem Friedhof.

Die Ruhe dort, verbunden mit der Konfrontation der Vergänglichkeit, hilft mir immer sehr schnell, mich auf das Wesentliche zu besinnen.

Monika


Zeitblüte 97

Vier Pfoten, die mich begleiten

Vor einem halben Jahr habe ich mir einen Wunsch erfüllt und mir gleichzeitig eine neue Aufgabe gestellt.

Da ich ein ziemlicher Bewegungsmuffel bin, habe ich mir einen Flatcoatretriever zugelegt.

Wir beide gehen jetzt viel spazieren und außerdem fordert er auch eine Ausbildung, die wir gemeinsam genießen.

Nach so einem Spaziergang oder Ausbildungszeitraum geht es mir einfach nur prächtig.

Und wenn ich mal wieder zu müde bin, stösst mich der Kleine an. Und auf gehts, manchmal mit Überwindung, aber stets mit Erfolg.

Diese Augenblicke sind meine kleinen Zeitblüten.

Martina 


Zeitblüte 96

Tanze wie ein Kind

Wenn ich müde und energielos nach Hause komme, sich die Gedanken im Kreise drehen und eine Entspannung unmöglich scheint, dann mache ich Folgendes:

Platz schaffen, unbequeme Kleidung und Schuhe ausziehen, schwungvolle Musik einschalten (z. B. Samba, afrikanische Musik) und einfach durch die Wohnung tanzen und wirbeln.

Ganz frei wie ein Kind, so wie man es sich in der Öffentlichkeit meist nicht trauen würde. Locker und gelöst, mit herumwirbelnden Armen und Beinen, ganz nach dem Motto “free style”.

So vergesse ich die Alltagssorgen und die Zeit.

Zum Abschluss setze ich mich auf den Boden, ziehe Grimassen wie ein Clown und lache laut und viel! Das mag alles befremdlich klingen, aber es entspannt und befreit mich unheimlich.

Ausserdem erinnert es mich einfach immer wieder daran, das Leben nicht allzu ernst zu nehmen und dankbar dafür zu sein, dass ich mich so frei bewegen und fühlen kann!

Sylvia 


Zeitblüte 95

Ein paar Minuten eine schöne Erinnerung

Wir alle kennen diese Momente, in denen man so sehr in der Arbeit steckt, dass man meint, man wäre nur ihretwegen zur Welt gekommen. Das sind Zeiten, in denen ich eine “Zeiblüte” dringend nötig hätte, aber oft nicht die Zeit und den Raum dafür finde.

Ich habe mir angewöhnt, wenn ich das Gefühl habe, zu sehr unter Druck zu stehen, mich für einige Minuten zurückzulehnen und meine Augen zu schließen. Und dann hole ich mir für ein paar Minuten eine schöne Erinnerung an einen geliebten Menschen oder an ein wunderbares Ereignis und verbringe dort in Gedanken eine zwar sehr kurze, aber intensive Zeit.

Ich durchlebe im Zeitraffer noch einmal diese Erinnerung und hole mir daraus Kraft, um relativ entspannt wieder weiter arbeiten zu können. Es funktioniert auch wunderbar zu Hause, wenn mein Sohn und ich in Konflikt geraten. Im Privatbereich ziehe ich mich dafür in mein Zimmer zurück und somit hat auch mein Sohn ein wenig Zeit für sich alleine. Wenn ich dann gestärkt zurückkomme, ist das Gesprächsklima ein ganz anderes und es gelingt uns leichter, miteinander zu reden.

Amanda 


Zeitblüte 94

Zeit für meinen Körper und meine Gedanken

Vor fast zwei Jahren, als ich noch im Angestelltenverhältnis war und täglich am frühen Morgen ins Büro fuhr, war ich immer neidisch, wenn ich einen Jogger am Wegrand sah.

Zwei meiner größten Wünsche waren damals, mich selbstständig zu machen und am frühen Morgen die Zeit zum Joggen und somit Zeit für meinen Körper und meine Gedanken zu finden. Vor allem in den Herbst- und Wintermonaten war es mir, angesichts der Dunkelheit, unmöglich vor oder nach der Bürozeit zu joggen.

Seit fast zwei Jahren habe ich nun meinen Wunsch, mich selbstständig zu machen, realisiert. Seit gut einem Monat habe ich nun, nachdem mir meine Firma die Möglichkeiten bietet, meinen zweiten größten Wunsch umgesetzt. Ich gehe fast täglich am frühen Morgen eine Stunde laufen und danach in mein eigenes Büro.

Ich bin mächtig stolz darauf, meine Träume umgesetzt zu haben. Und ich bin sehr zufrieden. Das Joggen hilft mir, die tägliche Arbeit mit einer Freude und Gelassenheit anzugehen. Ich rieche täglich die Natur, sehe wie sie sich den Jahreszeiten entsprechend verändert, amüsiere mich an den Tieren – meist Vögel oder Eichhörnchen, die mir des Weges begegnen. Es gibt mir Energie und Tatendrang, eine echte Zeitblüte!

Carmen 


Zeitblüte 93

Vier Pfoten und ein kuscheliges Fell

Meine Zeitblüten haben vier Pfoten und ein kuscheliges Fell: meine Katzen. Wenn eine von ihnen zu mir kommt, sich auf meinem Schoß wohlig zusammenrollt und schnurrt, bleibt für mich die Zeit stehen und alles ist gut. Das Schnurren entspannt und ist für mich eines der schönsten Geräusche überhaupt.

Es gibt Studien, dass das Schnurren der Katze einen positiven Effekt auf Menschen ausübt und auch beim Heilen von Brüchen und Verletzungen der Katze hilft. Vor allem bei dem Zusammenwachsen von gebrochenen Knochen hilft das Schurren durch die Schwingung, die Dauer für die Heilung des Bruches zu verkürzen.

Es dient der Katze also zur Selbstheilung und Beruhigung.

Und das funktioniert wohl auch bei mir! :-)

L.H.


Zeitblüte 92

Vom Alltag abschalten

Beruflich habe ich mit Menschen mit Autismus zu tun. Diese Arbeit verlangt sehr viel Geduld und noch mehr Empathie.

Damit ich nicht nur mit den Gefühlen anderer beschäftigt bin, und durch den Job meinen Körper vernachlässige, treibe ich Sport. Nordic Walking im Herbstwald, wo ich den Duft der Natur genieße und auch die Stille mich vom Alltag abschalten lässt.

Auch beim Schwimmen kann ich gut loslassen, denn manche belastende berufliche Erfahrung ersetze ich so durch eine Art Schwerelosigkeit bzw. Leichtigkeit im Wasser.

Sollte es doch einmal der Fall sein, dass ich Arbeit gedanklich mit nach Hause nehme, vertiefe ich mich in ein spannendes Buch und überzeuge damit den Kopf, endlich Feierabend zu machen.

Ramona 


Zeitblüte 91

Meditative Ruhe

Bei mir bleibt die Zeit fast stehen, wenn ich inmitten meiner hektischen Stadt in den Kreuzgang des Doms gehe. Hier findet man kaum Menschen; höchstens ein paar verirrte Touristen. Dieser Kreuzgang ist fast immer geöffnet und in ihm herrscht eine fast schon meditative Ruhe. Kein Gebet, keine Meditation – einfach Ruhe genießen.

Lea 


Zeitblüte 90

Zeit ist relativ

“Zeit ist relativ” – wie schon Einstein sagte, und das ist vielleicht gar nicht so technisch gemeint gewesen, wie die Wissenschaft uns heute weismacht.

Mir kommen angenehme Ereignisse so kurz vor, und vor Schwierigkeiten dehnt sich die Zeit, so als wollte sie sich weigern, zu vergehen.

Immer, wenn die Zeiger auf der Uhr aus dem “innerlichen” Takt geraten, hilft mir Musik, mein Gleichgewicht zu finden. Es muss nicht immer gleich eine ganzheitliche Lösung des Problems sein, aber im ausgeglichenen Zustand kann ich einfach besser denken. Die fortlaufenden Taktschläge ziehen mich aus dem Sand, so als nähme mich jemand an der Hand.

Musik kann beschleunigen und entschleunigen, so habe ich schon einige Lieblings-CDs neben der HiFi-Anlage stehen. Und habe ich mal wieder “überhaupt keine Zeit”, dann ist Lounge Musik dran.

Gabriela


Zeitblüte 89

Geräusche zum Innehalten

Nach jeder beruflichen stressigen Situation – und in meinem Beruf als Rezeptionsleiterin gibt es viele –, gehe ich bei uns in den Hinterhof des Hotels, setze mich auf die Bank, schließe die Augen, atme tief ein und aus und horche auf die Geräusche.

Mal sind es die zwitschernden Vögel, die ich höre, mal ein Flugzeug, das über das Hotel fliegt, mal die Sirenen des Krankenwagens – es gibt immer ein Geräusch, das hervorsticht. Dieses Geräusch erinnert mich, innezuhalten, zu atmen und den Stress zu vergessen.

Privat ist es anders. Es gibt zwei Zeitblüten, die mich den Stress vergessen lassen. Einmal ist es die Musik. Ich drehe das Radio auf, singe lauthals mit oder tanze. Das ist Erholung pur. Die zweite ist lesen. Ich setze mich in meinen Massagestuhl, nehme ein gutes Buch und nach 30 Minuten bin ich relaxt. Herrlich.

Wichtig ist, dass ICH weiß, wie ich mich erholen kann. Jeder Mensch tickt anders und dementsprechend braucht jeder seine ganz persönliche Zeitblüte.

Sylvia


Zeitblüte 88

Die Jahreszeiten in der Natur

Meine Zeitblüten sind schöne Tage im Wald (am liebsten im Herbst), wenn die Blätter golden und rot wie ein Ehrenteppich auf den Wegen liegen. Dazu vom Wind alle Sorgen und Belastungen wegwehen lassen (zumindest die negativen Gefühle dabei, sodass ich an eine konstruktive Lösung gehen kann).

Geht übrigens auch wunderbar im Frühling – dann achte ich auf den “Neuanfang der Natur” und auf alles, was da so sprießt. Im Sommer auf die schönen Blüten, die es doch hin und wieder am Waldrand und auf den Wegen gibt und auf das schöne Grün. Im Winter genieße ich die klare Luft, den Schnee und einen strammer Spaziergang zum Warmwerden.

Wenn mir dann kühl geworden ist, ist noch eine gemütliche Sauna mit schönem Duft in netter Gesellschaft oder auch alleine dran.
Zum Schluss noch irgendwas, womit ich mich verwöhnen kann, z. B. ein leckeres Eis, eine Massage oder eine schöne Musik.

Dorrit


Zeitblüte 87

Im Japanischen Garten

Wenn ich mal die Zeit vergessen möchte, besuche ich den Japanischen Garten in Leverkusen. Die 15.000 qm Gartenlandschaft beherbergen ostasiatische Pflanzen aller Art, Teiche, Pavillions, kleine Wasserfällle und Bachläufe sowie schmale, verschlungene Spazierwege – Eine Rückzugsgebiet zwischen den Städten Köln und Leverkusen und zu jeder Jahreszeit eine Oase der Stille und Schönheit.

S. L.


Zeitblüte 86

Am Hafen

Ich kann am besten bei uns im Außenhafen abschalten.

Meine kleine Basset-Hündin und ich (oft auch mein Mann) fahren dann zur Mole und sehen den Schiffen zu. Es herrscht manchmal ein reges Treiben und man kann den auslaufenden Schiffen seine Träume und Wünsche mitgeben. An anderen Tagen ist es einfach nur besinnlich.

Am allerliebsten haben wir aber die stürmischen Tage, da wird mir jeder traurige Gedanke einfach aus dem Kopf geblasen! Man kann sich kaum auf den Beinen halten und es ist lustig zu sehen, dass manche Zeitgenossen sich nicht mal aus dem Auto trauen.

Kaessalulu


Zeitblüte 85

Das innere Kind

Wenn ich gestresst bin, gehe ich in den Park spazieren. Dabei lasse ich meine Gedanken schweifen.

Des Öfteren kam mir in den Sinn, wie einfach es doch war, Kind zu sein. Erinnerungen, Eindrücke, Ängste, die heute zum Schmunzeln anregen. Im Alter von 8 oder 9 Jahren kletterte ich oft auf Bäume – zum Bedauern meiner Mutter –, liebte Schokolade und Erdbeereis oder legte mich auf eine Wiese und betrachtete die Wolken am Himmel.

Warum sollte man Altes vergessen? Wenn Sie also jemanden im Park auf einem Baum sitzen oder auf einer Wiese liegen sehen, mit einem Erdbeereis in der Hand, dann bin das ich – auf Entdeckungsreise in Kindheitserinnerungen.

Für mich gibt es nichts Entspannenderes und Erfreulicheres zugleich.

V. F.


Zeitblüte 84

Mensch-Tier-Natur

Wenn ich z. B. mit meiner Hündin (Labrador) nach getaner Arbeit (gestresst/nicht gestresst) oder auch am Wochenende frühmorgens durch den Wald spaziere und in diese Stille des Waldes hineinhöre, kann ich sagen, dass mich das beruhigt. Ich freue mich über diese Momente.

Am liebsten gehe ich wirklich morgens in aller Stille durch den Wald oder auch zum See (beides ist in unmittelbarer Nähe) und freue mich, wenn ich Vogelstimmen zuordnen kann oder zumindest hoffe, dass es die eine oder andere bekannte Stimme ist. Oder ich lausche in den Wald hinein, weil man mitunter auch wachsam wegen der Wildschweine sein muss.

Diese Momente der „Zweisamkeit“ mit dem Hund genieße ich, zumal meine Hündin seit fast drei Jahren Krebs und im vergangenen Jahr auch eine schwere OP gut überstanden hat.

Marina


Zeitblüte 83

Meine Schatzkiste

Ich habe eine kleine Schachtel – eigentlich ein Schuhkarton, golden beklebt, sieht sehr schön aus. Darin sammle ich nette Erinnerungen: Postkarten von Freunden, Muscheln, besondere Bilder von meinem kleinen Sohn, Fotos, schöne Bilder, Witze und Cartoons, lustige oder schöne Zeitungsberichte – eben alles Nette, was man so findet.

Wichtig ist mir, dass es nur diese eine Kiste gibt. Ab und zu wird ausgemistet, manches wird mal verschenkt oder anderweitig verwendet (basteln!). Mit dieser Schachtel setze ich mich manchmal hin und krame darin herum.

Man schwelgt dabei eben nicht nur in Erinnerungen, sondern kann auch viel lachen – und gleich sieht der Tag viel schöner aus! Nach einer halben Stunde mit „meiner Schatzkiste” habe ich richtig gute Laune.

KD


Zeitblüte 82

Mein Luxus am Morgen

Frühmorgens, bevor die Kinder wach werden, koche ich mir erstmal eine schöne Tasse Tee. Dann hole ich mir die Tageszeitung, setze mich an den Tisch auf der Terrasse, trinke meinen Tee, lese die Zeitung und genieße die Stille, die gute Luft und das Vogelgezwitscher (eine Freundin nennt das Biolärm – ganz so schlimm ist es für mich nicht ;-)). So einen Luxus gönne ich mir jeden Tag, beginnend im Frühling, endend im Herbst … außer, wenn’s regnet!

Andrea 


Zeitblüte 81

Orte von früher

Ich besinne mich am besten, wenn ich zu den Orten zurückkehre, an denen ich aufgewachsen bin oder früher gewohnt habe. Ich sehe mich dort und das, was sich verändert oder eben nicht verändert hat und wo somit die Zeit stillzustehen scheint.

Das zeigt mir immer wieder, dass das Leben ein langsam fließender Fluss ist und man besinnt sich wieder an seine alten Stärken und innere Ruhe.

Michael 


Zeitblüte 80

Seerosenteich

Meine Zeitblüte ist die regelmäßige Wanderung in einen nahegelegenen Wald. Dort ist ein kleiner Seerosenteich, den ich seit meiner Kindheit kenne. Es gab Jahre, da war er fast verschwunden. Jetzt scheint er sich erholt zu haben und bringt – trotz seiner geringen Größe – die wunderschönsten Seerosen zutage.

Ich stehe dann davor und bewundere, was die Natur so alles zustande bringt. Höre die Vögel zwitschern und rieche die frische Luft vom Wald. Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich eins bin mit der Natur und empfinde Kraft und Gelassenheit.

W. B.


Zeitblüte 79

Bewegend in der Natur

Die schönste Zeit verbringe ich bewegend in der Natur, fast bei jedem Wind und Wetter.

Zum Glück wohne ich so schön, dass ich mit ein paar Schritten in Wald und Feld unterwegs sein und viele verschiedene Wege gehen kann. Und je nach Stimmung wähle ich meine Gangart: gemächlich joggen, walken oder schlendern und dabei die Natur aufnehmen in all ihrer Pracht. Ab und zu kreuzen Hasen oder Rehe meinen Weg und natürlich viele verschiedene Vögel. Farben, Gerüche, Töne, die Luft auf der Haut – das ist Luxus pur. Gestärkt in Körper, Atem, Geist und Seele kehre ich jedesmal nach Hause zurück.

AHS


Zeitblüte 78

Meine Tiere und die Natur

Ich habe Pferde. Mit ihnen zusammen sein, sie kraulen, den Zusammenhalt genießen, den eine Pferdeherde bietet – das lässt mich den Alltag vergessen und gibt mir Kraft. Draußen in der Natur reiten, sich der Kraft meines Pferdes hingeben, die Umgebung genießen, mich tragen lassen, da sieht die Welt gleich ganz anders aus.

Genauso ist es beim Spaziergang mit meinen Hunden. Ich kann zur Ruhe kommen, innerlich abschalten und die Natur beobachten. Wenn wir uns dann noch gemeinsam an einen Bach setzen, die Hunde jetzt im Sommer baden und ich das fließende Gewässer beobachten kann, lässt mich das meinen Stress vergessen.

Marina 


Zeitblüte 77

Die erste Gesangsstunde

In der ersten Klasse Volksschule sollte ein Lied von uns Kindern gesungen werden. Während der Proben sangen wir alle im Chor. Plötzlich brach der Chorleiter ab und sagte zu mir, die ich mitten zwischen allen anderen stand, ich könne nicht singen.

Es war, als würden sich hundert Augen auf mich richten und meine Welt zusammenbrechen – ich war eine der Kleinsten und ich war damals tief gekränkt und habe mich sehr ungerecht behandelt gefühlt.

Den Wunsch zu singen und das vermeintliche Wissen, es nicht zu können, habe ich bis vor einem Jahr mit mir herumgetragen. Ich habe nur für mich gesungen, aber nie aus voller Seele.

Seit einem Jahr nehme ich Gesangsunterricht und seit der ersten Stunde weiß ich, dass ich ganz passabel singe. Meine Zeitblüte ist es, Gesangsunterricht zu nehmen und mich immer wieder überraschen zu lassen – von den Tönen, von ihrer Klarheit und dem schönen Gefühl, das ich dabei empfinde.

Und wenn ich in einer anderen Situation zögere, denke ich an die erste Gesangsstunde zurück, in der ich alle Ängste und Zweifel über Bord geworfen und mich geöffnet habe.

HSB


Zeitblüte 76

Innehalten und das Bewusstwerden

Ich bin eine alleinerziehende Mutter von zwei wundervollen Kindern im Alter von 14 und 12 Jahren. Mein Junge ist Autist.

Die Zeit mit ihnen ist mitunter sehr schwierig – beide sind in der Pubertät – und ich fühle mich oft überfordert und verzweifelt. Gerade heute morgen, als beide furchtbar stritten und auch mit mir meckerten, war ich kurz davor, ebenfalls zu schreien, hielt aber inne.

Warum hätte ich schreien sollen? Hätte die Situation sich verbessert? Hätten sich meine Kinder in der Zeit der schwierigen Pubertät besser gefühlt, wenn ich auch noch auf ihnen „herumgehackt“ hätte? Ist es nicht so, dass meine Kinder eine starke Mutter brauchen, die ihnen ein gutes Vorbild ist?

Plötzlich fühlte ich mich wie befreit und es war mir bewusst, dass ich im Grunde ein glücklicher Mensch bin.

Andrea 


Zeitblüte 75

Fünf Minuten vor die Tür

Meine Zeitblüte lässt sich sehr einfach umsetzen und ist gerade bei schlechtem Wetter zu empfehlen:

Ich gehe einfach fünf Minuten vor die Tür und lasse den Wind über meine Haut streichen. Ich konzentriere mich ganz auf das Gefühl, das in den Hautzellen entsteht. Danach fühle ich mich wundervoll erfrischt, sowohl körperlich als auch im Kopf.

Dieser Kontakt mit der Natur ist überall möglich und wird bei einiger Übung auch nicht durch trostlose Ausblicke oder üble Gerüche beeinträchtigt.

C. Z.


Zeitblüte 74

Wasser

Meine Zeitblüte ist zweifelsohne Wasser.

Ich schwimme für mein Leben gerne und kann dabei völlig abschalten. Bei keinem anderen Sport muss ich mich derart auf die Sportart selbst konzentrieren, was jegliche andere Gedanken verscheucht.

Zwar denke ich dabei hin und wieder an gewisse Dinge. Diese Gedanken blitzen allerdings wie von selber auf. Und bei diesem Sport hatte ich auch schon einige gute Ideen und Problemlösungen, welche mir nie einfallen würden, wenn ich versuchte, sie durch angestrengtes Nachdenken zu finden.

Des Weiteren fühle ich mich nach ein paar Längen ruhig und gelassen, und ich erkenne wieder die Unwichtigkeit mancher kleiner Probleme.

David 


Zeitblüte 73

Die Vergangenheit beleben

Ich digitalisiere die alten Dias meiner Eltern.

Da mein Vater immer mehr in seiner Demenz versinkt, sind diese gemeinsamen Momente, in denen wir die alten Zeiten wieder aufleben lassen, für ihn sehr intensive Lichtblicke.

Zu vielen Bildern weiß er noch die Geschichten und ich erfahre wertvolle Dinge aus meiner Kindheit.

Auch meine Kinder sind von diesen Erzählungen ganz begeistert. Wir alle können diese Zeitblüten sehr intensiv genießen und erfahren eine wunderschöne Nähe und Gemeinsamkeit.

G. W.


Zeitblüte 72

Mit dem Motorrad

Ich habe vor einem Jahr zusammen mit meinem 20-jährigen Sohn den Motorradführerschein gemacht.

In erster Linie wollte er es und für mich ergab sich die Gelegenheit, noch einmal etwas mit meinem Sohn gemeinsam zu machen – und das war gut so.

Jetzt ist es für mich das beste Mittel, um Stress abzubauen und den Kopf freizubekommen, weil da gar kein Platz mehr für andere Dinge ist. Motorradfahren erfordert die volle Konzentration. Nach jeder Fahrt fühle ich mich wieder fünf Jahre jünger.

Dietmar 


Zeitblüte 71

Meine Lieblingsorte

Meine Zeitblüte nennt sich EarthTV. Dabei werden verschiedene Orte auf der ganzen Welt zusammengeschnitten und im Hintergrund läuft eine entspannende Musik. Das dauert meist nur eine Minute, aber ich bin davon immer wieder gefesselt und es erinnert mich an alles, was ich noch erleben will.

Die Bilder in Kombination mit der Musik motivieren mich ungemein. Und wenn mir dieser kurze Zusammenschnitt nicht genug war, dann gehe ich einfach ins Internet und schaue mir meine Lieblingsorte nochmals an.

A. S.


Zeitblüte 70

Das Geschenk des Himmel

Der Himmel schenkt Farben, er schenkt Spielraum für Träume, lässt Gedanken mit den Wolken reisen, Gefühle mit dem Wind tanzen …

Der Himmel schenkt Sonne für Wärme auf der Haut, er schenkt Wasser für fließende Bäche, aus denen wir trinken oder er schenkt Sternenbilder, die wir studieren können.

Er ist immer da. Immer anders. Immer spannend.

Manchmal lege ich mich in die Wiese, hebe die Beine und tue so, als würde die Welt Kopf stehen … als könnte ich mit den bauschigen Wolken fliegen. Und nachts lege ich Freunden oft ein paar liebe Grüße in den großen Waagen.

Felicia


Zeitblüte 69

Mozart

Meine Zeitblüte ist Mozart!

Ich war vor zwei Jahren für 14 Wochen im Krankenhaus und dort hab ich ihn “schätzen gelernt”. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Musik ist für mich eines der wertvollsten Dinge in meinem Leben – das war immer schon so, da ich sehr musikalisch fühle. Musik ist Gefühl PUR.

Mein Auswahlkriterium ist einfach: Sie muss mein Herz treffen – das bedeutet, sie ruft bei mir einen “FLOW” (Einklang von Körper, Geist und Seele) hervor. Und ich “singe” am liebsten allein im Auto. Die Möglichkeit besteht täglich auf dem Weg zur Arbeit (eine Stunde hin und zurück), sodass ich niemanden belästige.

K. S.


Zeitblüte 68

Zwischen den Welten bewegen

Als Segelfliegerin, die diesen Sport schon länger als 30 Jahre ausübt, finde ich immer wieder diese ganz besonderen Momente, die mein Leben so unendlich bereichern.

Es sind die Momente, in denen ich mich “da oben” sozusagen zwischen den Welten bewegen kann, ganz losgelöst von der Unruhe und dem Unbehagen des täglichen Lebens.

Alles sieht so aufgeräumt und friedlich aus. Und manchmal schalte ich auch das Funkgerät aus und bin mit mir ganz allein …

Britta


Zeitblüte 67

Lösen, lachen, leichter werden

Für mich ist eine wichtige Zeitblütenquelle das Lachen: lachen über mich, über meine Muster und die, die ich gespiegelt bekomme – das löst den Stress in der Situation binnen Sekunden auf und schon ist es wieder leichter! Ganz nach meinem Motto:

Lösen, lachen, leichter werden! Das erspart mir viel „Ärger- und Stress-Zeit“.

Claudia


Zeitblüte 66

Loslassen

Wer so ehrgeizig wie ich ist, kann in bestimmten Bereichen des Lebens – nämlich im Beruf – Misserfolge schwer verkraften. Eine Zeit lang habe ich sehr viel Kraft investiert, so zu tun, als ob es mir nichts ausmacht. Dann folgte eine Zeit von verkrampften Lächeln und der Einbildung, dass jeder gegen mich ist. Die letzte Zeit war von Schlaflosigkeit und unkonzentriertem Handeln gezeichnet.

Ich habe nun losgelassen – von dem Job, den ich so liebte. Den ich unbedingt packen wollte.

Ich erlebe derzeit Zeitblüten. Die jetzige, etwas andere Tätigkeit, macht auch Spaß. Die Mitmenschen lassen mein Herz hüpfen. Ich danke mir täglich, dass ich von dieser Art Erfolgsdruck erlöst bin.

B. R.


Zeitblüte 65

Hinaus in die Natur

An so schönen, sonnigen Tagen wie jetzt im Frühling, setze ich mich hinaus in die freie Natur, schließe die Augen schließen und denke an nichts Bestimmtes. Ich lausche dem Vogelgezwitscher und spüre die sanfte Windbrise.

J. W.


Zeitblüte 64

Einfach nur fahren

Meine Zeitblüte ist zweifelsohne das Motorradfahren! Nicht mit einem Racer, nein, mit einem Chopper.
Nach einem stressigen Tag bei schönem Wetter kommt das Moped raus und ich fahre nur mit Tempo 80 über Landstraßen und durch kleine Orte mit schönen alten Häusern, alten Bäumen und Teichen. Kamera ist natürlich immer dabei. Wenn man dann nach 2-3 Stunden wieder zu Hause ist, ist Stress und Ärger vergessen, man setzt sich auf die Terrasse und trinkt noch ein schönes Glas Wein.

Erwin 


Zeitblüte 63

Die schönen Momente der Kindheit zurückholen

Ich habe seit ca. drei Jahren verschiedenste Hobbies ausprobiert, Sport gemacht und versucht, meinen Stress loszuwerden. Leider gelang es mir nicht so wie ich es mir gewünscht habe.

So habe ich dann mal nachgedacht, was ich als Kind gerne gemacht habe und was mir Spaß brachte. Es dauerte nicht lange und ich erinnerte mich an die schönen Momente mit meinem Pflegepferd.

Seit einigen Wochen habe ich mich wieder einem Pflegepferd zugewandt. Und jedesmal, wenn ich mit ihm zusammen bin, es putze, pflege und dann raus in die Natur reite – mit dem wunderbaren Tier voll Kraft, Stärke und Lebenslust –, bemerke ich wieder, wie ich dies vermisst habe und dadurch auch wieder zu meiner Ruhe und Gelassenheit gelange.

Zusätzlich nehme ich mir morgens und abends die Zeit, um über den Tag nachzudenken, was ich erlebt habe, was ich heute Gutes tun möchte und wie ich näher zu meinen Ziel gelange. Auch dieses Ritual des In-sich-Gehens gibt mir sehr viel Energie und löst auch den Stress, der mich manchmal gefangen hält.

Zurück zur Natur und zu sich selbst, ist das,was mir im Moment das Abschalten von stressigen Tagen erleichtert.

Margit 


Zeitblüte 62

Mit dem Oldtimer den Alltag hinter sich lassen

In meiner Garage steht ein kleiner Oldtimer aus dem Jahr 1952. Mit seinen 16.5 Pferdestärken ist er nicht der schnellste. Wenn ich in ihm – vorzugsweise abseits der vielbefahrenen Wege – unterwegs bin, scheint die Zeit stillzustehen.

Der Alltag ist schon beim Einsteigen vergessen. Allein schon der Geruch nach Öl, Gummi und Leder ist wie ein Wundermittel, bei dem jede Hektik sofort verschwindet. Es ist eine Zeitreise in eine Welt, die irgendwie nicht zur gegenwärtigen passt und deshalb auch nicht mit ihr mithalten will.

Es ist aber auch immer ein kleines Abenteuer, da man nie weiß, was einem unterwegs begegnet. Geschehen ist noch nie etwas, zuverlässig tut das kleine Auto seinen Dienst und hat mich immer wieder nach Hause gebracht.

Es kommt zwar manchmal vor, dass es mit dem Nachhausekommen schwierig wird. Grund ist dann aber nicht irgendeine Panne, sondern man findet immer wieder eine Abzweigung, damit der Weg noch ein wenig länger wird. Ist man dann zurück von der Tour, brummt einem zwar ein wenig der Kopf, doch das Glücksgefühl hält an.

Die Gedanken schweifen dann immer wieder zurück auf den Weg, den man gefahren ist. Gedanken an unscheinbare Details wie ein Waldstück, eine Weide, ein altes Haus, jene Kurve, nach der der Ausblick so wunderbar war …

Jahre später kann man sich noch an solche Details erinnern. Noch schöner ist es, wenn man zu zweit unterwegs ist und dieses Erlebnis teilen kann. Vielleicht begegnen wir uns ja einmal auf der Straße. Viele winken mir fröhlich lachend zu und ich habe dann jemand anderem eine Zeitblüte geschenkt.

Martin


Zeitblüte 61

Frische Luft, Sonne und Natur genießen

Den Tag positiv beginnen. Früh aufstehen, frische Luft und, jetzt im Frühling, die frühe Morgensonne genießen. Bei einem Spaziergang mit Bruno, meinem Golden Retriever-Rüden, oder am Wochenende auch mal alleine mit der Digitalkamera.

Mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren, statt mit Auto oder Straßenbahn, dabei die Natur genießen, Störche sehen und die Seele baumeln lassen. So ist der Start in den Arbeitstag immer etwas Besonderes, etwas Einmaliges.

Uwe


Zeitblüte 60

Der kleine hässliche Geist

Vor einiger Zeit habe ich die Fantasie meines Enkelsohnes (damals vier Jahre) in eine Geschichte verfasst. Diese lese ich heute vielen Kindern vor, die mich besuchen, und sehe in ihren Augen das Mitgehen, Vorstellen und Mitfühlen. Das bereichert mein Leben und die folgenden Tage werden leicht.

Der keine Geist, der noch keinen Namen hat, aber ein Schutzgeist ist und trotzdem genauso viele Flausen im Kopf hat wie sein Erfinder. Die Geschichte wird mit jedem Jahr weitergesponnen, das Alexander älter wird.

Und ich muss sie oft vorlesen, denn sein Bruder und seine Cousins finden sich in den Geschichten ebenfalls wieder. Auch sie bekommen einen besonderen kleinen Geist, der achtgibt und in ihren Leben eine Fantasierolle spielt.

Margit 


Zeitblüte 59

Die Natur mit allen Sinnen aufnehmen

Auf meinem Weg zur Arbeit fahre ich morgens immer durch ein Stück Wald. Letztens war ich etwas früh dran und habe dort einmal angehalten und bin 10 Minuten durch den Wald gelaufen …

Das hat mir sehr gutgetan, zumal mein Job von Hektik und Zeitnot bestimmt wird. Ich kann mich im Wald sammeln, die Natur mit allen Sinnen aufnehmen sowie Kraft für den Tag sammeln. In dieser Zeit bin ich mit den Gedanken nicht schon bei der Arbeit (wie sonst im Auto), sondern kann einfach noch einmal die Schönheit der Natur wahrnehmen.

Einen ähnlichen Effekt hat ein Gang durch einen Park oder durch grüne Wiesen.

Dafür lohnt es sich sogar, etwas früher aufzustehen.

U. O.


Zeitblüte 58

Vergangene Tage lebendig machen

Ich schreibe abends Tagebuch. Darin erzähle ich meinen Tag – wie ich ihn erlebt habe – und kann so mit diesem Tag abschließen. Und ich kann Lehren ziehen. Das Beeindruckendste aber für mich ist, wenn ich Tage oder Wochen später wieder zurückblättere. Anhand der aufgeschriebenen Erlebnisse und Gefühle werden diese Tage wieder lebendig.

Andrè


Zeitblüte 57

Die persönliche Morgenstunde

Mein Geheimrezept gegen innere Unruhe und chronischen Zeitmangel ist das Genießen meiner persönlichen Morgenstunde. Ich stehe eine Stunde früher als nötig auf, um direkt in die Sportklamotten zu steigen. Ich walke eine Stunde durch den Wald und genieße den Morgen.

Die Tiere, die mir begegnen oder auch die Färbung des Himmels, stimmen mich fröhlich und ich gehe gedanklich die Erlebnisse vom Vortag durch und überlege mir, wie ich diesen Tag starten möchte. Wenn ich nach Hause komme, bin ich entspannt und fröhlich, was sich auf meine Familie abzufärben scheint.

Julia 


Zeitblüte 56

Der Augenblick zählt

Ich habe zwei kleine Töchter (2 und 3), unsere Firma und ein dreistöckiges Haus. Viel Zeit bleibt da nicht, um zu entspannen. Und doch habe ich mir etwas “Kindliches” behalten. Etwas, das mich entspannt. Es ist ein Augenblick, der mir dann mitunter den ganzen Tag Kraft und Freude bringt.

Und es sind meist die einfachen Dinge des Lebens – seien es meine beiden Töchter, wie sie sich umarmen und sich gegenseitig ein Küsschen aufdrücken, ein besonders schöner Sternenhimmel, ein Marienkäfer, der irgendwo sitzt, der Duft von frisch gemähtem Gras usw. All diese Sachen hellen mir den Tag auf und geben mir die Kraft.

Wenn ich nachts mal nicht einschlafen kann, fantasiere ich mir selbst ein paar schöne Geschichten in meinem Kopf zusammen, die mich irgendwann sanft in den Schlaf wiegen.

Olivia 


Zeitblüte 55

Plätze für Geist und Seele

Ich habe eine 14-jährige Tochter. Vor zwei Jahren haben wir angefangen, Orte/Plätze zu notieren, an denen wir gerne zusammen sind (Plätze für Geist und Seele). Das kann z. B. bei einer Motorradfahrt eine Bank mit wunderschöner Aussicht oder ein bestimmter Platz an einem Urlaubsort sein.

Dann haben wir Plätze/Orte von Nr.1 bis Nr.20. Diese Liste wird immer zu Beginn des Jahres gelöscht und neu gestaltet. Schon heute reden wir über diese schönen Momente und Plätze aus der Vergangenheit und freuen uns schon jetzt auf die Liste für das kommende Jahr.

Gerald


Zeitblüte 54

Was war heute am schönsten?

Wir haben für unsere Tochter (vier Jahre) ein schönes Abendritual eingeführt, das wir zelebrieren seit sie sprechen kann und das uns jeden Tag viel Spaß macht. Dieses Ritual schenkt uns oftmals beim Gute-Nacht-Sagen unvergessene Momente:

Nach der Gute-Nacht-Geschichte und den Gute-Nacht-Liedern fragen wir uns gegenseitig: “Was war heute für dich heute am schönsten?”

Auf diese Art und Weise kommen wir zu einer fröhlichen Tageszusammenfassung und für uns Eltern ist es eine gute Gelegenheit, unsere Tochter für etwas zu loben oder ihr Augenmerk auf eine liebevolle Geste oder einen schönen Moment zu lenken. Und meistens fallen uns mehrere “schönste” Sachen ein. Unsere Tochter geht so mit positiven Gedanken in die Nacht und auch wir haben immer wieder Anlass zum Schmunzeln und Impulse für Gespräche zu zweit.

In der Vorweihnachtszeit ist es außerdem ein ganz besonderes Ereignis, wenn wir gemeinsam Kekse backen. Dabei hören wir fröhliche Kinderweihnachtslieder, singen laut mit und haben jede Menge Spaß und eine völlig verklebte Küche. Wir Erwachsenen kommen dabei in so kindliche Weihnachtsstimmung, dass wir trotz aller Termine nicht auf diese “Weihnachtsbäckerei” verzichten wollen. Und wenn unsere Tochter dann mit stolz strahlenden Augen ihre selbst verzierten Werke verschenken darf, ist die Adventszeit perfekt.

Sibille 


Zeitblüte 53

Einstimmung auf den Tag

Ich habe mir angewöhnt, morgens eine halbe Stunde früher aufzustehen als eigentlich nötig wäre. Nachdem ich mich fertiggemacht habe, setze ich mich vor eine Kerze, begrüße innerlich den Tag und stimme mich auf ihn ein.

Ich bemühe mich, an Dinge zu denken, auf die ich mich an diesem Tag freuen kann und lese mir einige Affirmationen durch. Ich mache mir Mut für die Dinge, die vielleicht an diesem Tag für mich schwierig erscheinen. Dies macht mich innerlich ruhiger und ermöglicht mir einen entspannten Tagesbeginn, der das frühere Aufstehen allemal wert ist.

Ulrike 


Zeitblüte 52

Raus in den Wald

Das Schönste ist für mich meine Stunde, in der ich in den Wald rausgehe. Diesen Luxus gönnte ich mir fast jeden Tag. Ich nehme meine Digitalkamera und halte die Veränderungen der Jahreszeiten für mich fest.

In den letzten Monaten nahm ich mir dafür weniger Zeit und als ich mich kürzlich dazu aufmachte, habe ich bemerkt, was ich in diesem Jahr alles verpasst habe. Dies stimmte mich sehr nachdenklich und es wurde mir bewusst, welchen Luxus ich mir eigentlich entgehen ließ. So habe ich mir vorgenommen, meine Stunde wieder möglichst täglich zu nehmen.

Thomas 


Zeitblüte 51

Entspannung in der Natur

Wenn mir mal der Haushalt über den Kopf wächst und die Kinder nerven, habe ich zwei tolle Strategien. Entweder raus in die Natur, grad jetzt im Herbst, Blätter sammeln, mit den Schuhen durch die Blätter stapfen, die dann schöne Geräusche machen, was die Kids total lieben oder mich ins Auto setzen, Musik an und lauthals mitsingen, das beruhigt uns alle wunderbar!

Michèle 


Zeitblüte 50

Die Liebe beobachten

Es gibt sie noch, die Liebe, Herzlichkeit und Zusammengehörigkeit – wo, fragen dann viele. Wenn ich einmal unterwegs schlecht drauf bin, nicht gerade meine Familie zur Hand habe, gehe ich auf Bahnhöfe oder am liebsten auf einen Flughafen. Dort findet man die scheinbar verloren gegangene Liebe, denn scheinheilig wird niemand bei einer Verabschiedung oder Begrüßung umarmt oder geküsst! Dies zu beobachten gibt einem so richtig Energie und es wird mir bestätigt, dass es doch überall auf der Welt noch Liebe gibt.

Thomas 


Zeitblüte 49

Reine Entspannung

Nach einem anstrengenden Tag ist ein Spaziergang mit meinen Hunden für mich reine Entspannung.

Ich kann mir alles von der Seele reden – meine Hunde hören nur zu, kritisieren mich nicht und geben keine Ratschläge. Ich freue mich, bei gutem Wetter, auf den Wiesen zu sitzen, meine Hunde zu beobachten und zu sehen, wie die Sonne untergeht.

Bis hier kann mir meistens noch jeder folgen – dann kommen die Einwände aus meinem Freundeskreis:

„Bei gutem Wetter kann ich das noch verstehen – aber ist es nicht schlimm, wenn es regnet?!“

Bei Regen ist es noch schöner. Die Natur verändert sich, ich kann zuschauen, wie die Regentropfen zu kleinen Bachläufen werden und versickern.

Aber das Schönste ist … mit viel Schwung und beiden Füssen in eine Pfütze zu springen, dass es nur so spritzt.

Dabei vergesse ich alles und lebe wirklich nur in diesem Moment!

Isabella


Zeitblüte 48

Parallel lesen

Mein Ehemann und ich haben uns ein Buch zweimal gekauft. Dann haben wir uns eine Kurzgeschichte ausgesucht, die wir parallel gelesen haben. Anschließend wurde über die Personen im Buch und über uns diskutiert. Plötzlich entstehen ganz neue Erkenntnisse über die Beziehung und über einen selbst. Es hat uns beiden ausgesprochen gut gefallen.

I. J.


Zeitblüte 47

Grundgefühl für den Tag

Jeden Morgen – noch im Bett – fühle ich hinein, welches Grundgefühl mich heute durch den Tag begleiten darf. Diesen Begriff “Ruhe”, “Freude” oder was immer mich bewegt, schreibe ich mir dick in den Aktivitätenplan. Tagsüber und besonders wenn es anstrengend oder hektisch wird, erinnert mich der Begriff an die gewählte Qualität und leistet so gute Dienste.

Barbara


Zeitblüte 46

Von der Fantasie mitreißen lassen

Meine Tochter erwartete die Geburt ihres zweiten Kindes und ich hatte mich bereit erklärt, während der Zeit auf mein erstes Enkelkind aufzupassen. Ich wollte mit der Dreijährigen einen Spaziergang durch den Wald machen, damit sie vom Trennungsschmerz abgelenkt und abends schön müde ins Bett fallen würde.

Wir spazierten also los und ich ließ mich von der Fantasie des Kindes mitreißen. Wir sammelten Blätter, mit Zweigen machten wir “Musik” an Zäunen, balancierten auf Baumstämmen, entdeckten Enten auf dem Teich, beobachteten ein Eichhörnchen beim Knabbern und sahen den Schnecken beim Kriechen zu.

Kurz: Wir haben beide diesen Tag sehr genossen. Seither freuen wir uns immer wieder auf unsere gemeinsamen Spaziergänge.

Aber die Krönung unseres ersten gemeinsamen Ausflugs: Als wir nach Hause kamen, wartete ihr Papa schon auf sie und erzählte ihr von der kleinen Schwester, die das Licht der Welt erblickt hatte.

S. Z.


Zeitblüte 45

Genieße den Augenblick

Anfang der Woche bin ich in den Weltbildladen gegangen und erwarb ein kleines Taschenbuch von Anselm Grün: Jeder Tag ein Weg zum Glück.

Da ich immer noch an den Folgen eines Burnout-Syndroms leide, suche ich Anregungen wie ich wieder das Leben genießen kann.

Er sprach im ersten Kapitel von Glück. Es hat mich tief bewegt. Ich nehme mir nun mehr Zeit für mein morgendliches Ritual.

Ich erspüre plötzlich Dinge, die ich früher nicht sah oder fühlte.

Die Ruhe kehrt zurück und alles verändert sich.

Jeden Augenblick erlebe ich intensiver denn je, ich plane mehr Pausen ein, lese zwischen durch oder gönne mir einfach eine gute Tasse Kaffee.

Da gibt es dann kein Rangehen ans Telefon, da nehme ich mir die Zeit für mich.

Dieses Hasten macht die Menschen kaputt, obwohl ich die Erfahrung in dieser Woche gemacht habe, dass ich mit der Besonnenheit und inneren Ruhe viel weiter komme als mit dem Hasten.

Ich genieße wieder die Augenblicke und habe auch eine Lebenspartnerin gefunden, die ich Anfang November zu meiner Frau nehmen werde.

Markus 


Zeitblüte 44

Die Boulebahn

Eine kleine Zeitblüte ist unsere Boulebahn im Garten. Sooft es das Wetter und die Arbeit erlauben, treffen wir uns dort mit Freunden. Boule spielen ist ein “Sport”, den man ohne große Vorkenntnisse spielen kann und bei dem auch die Altersunterschiede ziemlich nebensächlich sind.

Es wird mit Ehrgeiz und Humor geworfen und viel, viel gelacht! Hier entdeckt man die erstaunlichsten Temperamente und Talente. So tauchen wir ab und zu in Ferienstimmung ein.

Elisabeth 


Zeitblüte 43

Die ersten Zähne

Meine kleine Tochter bekommt ihre ersten zwei Zähne und ich habe mich darüber so gefreut wie schon lange nicht mehr. Ich habe mich befreit und stolz gefühlt, ich war einfach nur glücklich. Das ist ein tolles Erlebnis für mich als Mutter. Der Tag war für mich einfach nur wunderschön und für einen Moment konnte ich alle Sorgen vergessen.

Christina 


Zeitblüte 42

Zeitblüten auf dem Balkon

Ich sitze gerne auf meinem Balkon und genieße die Zeit. Doch manchmal habe ich den Eindruck, dass die Natur den Atem anhält und die Zeit stehen bleibt.

Es ist kein Mucks zu hören, kein Auto, keine Eisenbahn, die Tiere schweigen, der Spielplatz liegt verlassen, die Nachbarn sind alle ausgeflogen, der Wind legt eine Pause ein, kein Blatt bewegt sich. Stille.

Die Luft riecht, je nach Jahreszeit und Temperatur, zart nach Vanille, verschwenderisch süß nach Flieder, schwer nach Rosen oder je nachdem wie mein Balkon bepflanzt ist, lecker nach Kräutern. Im Herbst riecht die Luft schon ein wenig älter, nicht mehr so frisch wie im Frühling. Selbst der Winter hat diese Stille und seinen eigenen Geruch, den ich nicht missen möchte.

Leider blühen diese Zeitblüten nicht sehr oft auf, schließen sich dann auch wieder sehr schnell, z. B. wenn im Sommer eine eifrige Biene unbedingt meine Geranien ansehen muss. Doch sie geben mir in dieser kurzen Zeit ein tiefes Gefühl von innerem Frieden und Verbundenheit.

Ich versuche, diese Zeitblüten zu jeder Tages- und Jahreszeit zu finden und zu genießen, denn sie sind einfach wunderschön.

Andrea 


Zeitblüte 41

Der Enkel als Entschleuniger

Meine Zeitblüte ist mein Enkelsohn Niclas. Gerade erst zwei geworden, bereitet er seit dem Tag seiner Geburt uns beiden „Großeltern“ absolute Freude.

Wenn er bei uns ist, dann sind alle anderen Probleme ganz klein und vergessen. Es macht einfach nur Spaß, die Zeit mit ihm zu verbringen. Er zeigt uns, was wirklich wichtig ist in dieser schnelllebigen Zeit. Nebensächlichkeiten (wie kleine Tiere, Blätter, Wäscheklammern, Kartoffeln, …) betrachten wir mit Kinderaugen und wir bekommen so wieder eine ganz andere Perspektive auf die Welt.

Niclas ist unser „Entschleuniger“ und dafür sind wir ihm, unserer Tochter und unserem Schwiegersohn unendlich dankbar.

Marion 


Zeitblüte 40

Mit den Gedanken im Konzert

Wenn ich im Büro eine Arbeit erledigen muss und ich nicht besonders motiviert bin oder wenn ich abgelenkt werde von den Geräuschen rundherum, höre ich auf meinem MP3-Player klassische Musik. Meist ist es dasselbe Stück. Mein Lieblingsstück ist die kleine Nachtmusik von Mozart.

Wenn ich dann am PC sitze, einen kurzen Augenblick die Augen schließe, tief durchatme und mir vorstelle, ich sei in einem Konzert, bin ich so zufrieden, dass ich mich mühelos an die Arbeit mache. Die Musik in den Ohren, voll konzentriert auf meine Arbeit.

Wenn es jetzt wieder abends früher dunkel und kalt wird, sind klassische Konzerte für mich die wirklichen Antidepressiva.

R.


Zeitblüte 39

Die Schöne-Momente-CD

Eine CD mit Liedern, die mich an schöne Momente erinnern – diese CD höre ich gerne nach einem anstrengenden Arbeitstag, wenn möglich irgendwo im Grünen, und ich nehme mir ganz bewusst die Zeit, um zu träumen. Durch diese Auszeit kann ich den Stress hinter mir lassen und Kraft tanken.

S. F.


Zeitblüte 38

Mein süßer Enkel

Er kam vor zwei Jahren zur Welt und ist meine Zeitblüte.

Einerseits ist es sehr schade, dass wir fast 300 km voneinander entfernt leben. Andererseits hat jedes Wiedersehen eine ganz besondere Qualität, die vielleicht verlorenginge, sähe ich ihn öfter. So jedoch wohnt jedem Moment, den wir zusammen verbringen, eine Kostbarkeit inne, die ich nicht missen möchte.

Wir genießen die gemeinsame Zeit und nutzen diese auch bestimmt besser, als manch andere, die sich täglich sehen und dies oftmals gar nicht zu schätzen wissen.

Marion 


Zeitblüte 37

Schlafstörungen nutzen

Immer wieder kommt es vor, dass ich nachts aufwache und längere Zeit wach liege. Statt mich drüber zu grämen, stehe ich dann auf und nutze die Zeit zu sinnvollem Tun. Manchmal lese ich in einem meiner Lieblingsbücher, ein anderes Mal schreibe ich auf, was mir so durch den Kopf geht, oder ich schreibe und beantworte E-Mails.

Sollte ich aufwachen, wenn bereits der Morgen heraufdämmert, kann es vorkommen, dass ich relativ früh aufstehe und ins Büro gehe. Neulich war das bereits um fünf Uhr. Ich räumte den Schreibtisch auf, setzte mich an konzeptionelle Arbeiten und genoss es, ohne Störungen Wichtiges bereits erledigt zu haben, bevor das Tagesgeschäft begann. An solchen Tagen reserviere ich mir dann allerdings eine Zeit für den Mittagsschlaf.

Günter


Zeitblüte 36

Die Einfachheit des Seins

Im Sommer bin ich fast jedes Wochenende auf unserer Berghütte. Es ist ein einfaches kleines Häuschen ohne Strom und ohne fließendes Warmwasser, ca. 200 Jahre alt. Die Einfachheit dieses Häuschens, die urige Gemütlichkeit, die ruhige Umgebung und das wundervolle Gebirgspanorama lassen mich Abstand zu meinem oft unnötig komplizierten Leben gewinnen. Hier oben sehe ich alles aus der Vogelperspektive. Anders als wenn ich mitten im Geschehen bin und oft den Überblick verliere.

Hier kann ich einfach „sein“ (wie ich bin).

Hier kann ich einfach nachdenken.

Hier kann ich einfach genießen.

Hier bin ich einfach glücklich.

B. P.


Zeitblüte 35

Geocachen zum Abschalten

An den Tagen, an denen der Stress besonders stark wird und ich abschalten muss oder will, gehe ich mit Freunden Geocachen.

Geocachen ist eine Schatzsuche mit GPS und Koordinaten aus dem WWW.

Bei dieser Art des Abschaltens bin ich schon an Punkte in meiner Umgebung gekommen, von denen ich gar nicht wusste, dass es so schöne Flecken auf der Erde gibt.

Gestern Abend zum Beispiel bin ich an so einer Stelle gekommen, es fing an zu dämmern und der Nebel stieg langsam auf.

Der Augenblick, den ich genießen durfte, ließ mich meinen ganzen Stress und die alltäglichen Probleme vergessen – ein Augenblick des Abschaltens.

Edgar 


Zeitblüte 34

Mein Körper ist heute mein Seismograph

Es war der Moment, als ein Auto von hinten in mein stehendes Auto fuhr, als eine Fußgängerin die Straße überquerte. Natürlich auf dem Fußgängerstreifen. Zuerst realisierte ich überhaupt nicht, welchen Schlag mein Körper aufgefangen hat.

Doch schon vier Stunden später, beim Arzt, hieß es: einen Monat absolute Ruhe. Wirbelsäulentrauma, Rücken verstaucht, der ganze Körper traumatisiert. Arbeiten schon, aber keine heftigen Bewegungen mehr. Nur noch gehen und liegen. Ich fühlte mich wie ein Pflock. Spürte nichts mehr außer einem großen Chaos in der Energie. Ich, ein Bewegungsmensch, einfach stillgelegt.

Nach einem Monat die erste Behandlung bei der Craniosacral-Therapeutin. Was für ein Schock, als mir mein Körper nach und nach zeigte, was er aufgefangen hat. Mein Körper spricht eine andere Sprache und ihn habe ich nicht „im Griff“. Ich habe es gelernt, in über einem Jahr, nach 30 Physiotherapien, 9 Cranio, einer Miniskusoperation als Folge vom Unfall und immer noch in der Oesteopathie, auf meinen Körper zu hören. Während dieser Zeit habe ich wunderbare Menschen kennengelernt, die mich begleiteten und mir viele gute Tipps mitgegeben haben.

Mein Körper ist heute mein Seismograph. Ich habe auf eine umständliche Weise gelernt, seine Signale wahrzunehmen. Und um wahrzunehmen, braucht es Ruhe und Stille.

Ein wunderbares Geschenk. Ich bin rückblickend sehr dankbar für diese Reise und Erfahrung und natürlich, dass alles wieder komplett in Ordnung kommt.

Noch etwas: Während der ganzen Zeit hat die Versicherung des Unfallverursachers so alle 6-8 Wochen angerufen, um sich nach meinem Befinden zu erkundigen, was ich in der heutigen Zeit als ausgesprochene Aufmerksamkeit erachte.

Lilian 


Zeitblüte 33

Meeting mit meinem Kind

„Mein kleiner Schatz, steh auf, mach dich fertig, zieh dich an, putz dir die Zähne, … Mama muss pünktlich um 8.00 bei einem Termin sein.“

Wieder einmal bin ich zerrissen zwischen meinem Job, den ich liebe und meinem Kind, dem ich gerne meine ganze Aufmerksamkeit schenken will.

„Schätzchen, Mama hat einen wichtigen Termin und möchte daher ganz pünktlich dort sein. Weißt du, das ist mir wichtig und daher brauche ich deine Hilfe.“

Um zu verdeutlichen, wie wichtig der Termin und das pünktliche Erscheinen sind, erkläre ich dies anhand eines kindlichen Beispiels.

„Morgen gehen wir gemeinsam am Nachmittag zum Kasperl und da wollen wir ja auch nicht in der Mitte der Geschichte eintrudeln, sondern schon von Anfang an dabei sein. Deshalb müssen wir pünktlich von Zuhause wegfahren.“

Dieses Beispiel leuchtet ein, meine Tochter beeilt sich und wir kommen ohne Zwischenfälle in den Kindergarten und ich zeitgerecht zum Meeting.

Am nächsten Nachmittag greife ich das Thema wieder auf und betone, wie schön es ist, wenn man für einander da ist. Wir nehmen beide Termine, den beruflichen und das Kasperltheater, gleich wichtig und unterstützen uns gegenseitig.

Um meiner Tochter zu zeigen, wie wichtig sie mir ist, fahren wir ohne Hektik weg und ich schalte mein Telefon für einige Stunden aus. Wir verbringen einen ganz tollen Nachmittag miteinander. Sie erhält ungeteilte Aufmerksamkeit und ich selbst genieße es, die Aufmerksamkeit nicht teilen zu müssen.

Birgit 


Zeitblüte 32

Manchmal rechts und links schauen …

In unserer Stadt organisieren seit vielen Jahren einige engagierten Menschen eine „Offene Tür“ für Obdachlose. Immer, wenn das Kloster, wo täglich warme Mahlzeiten ausgegeben werden, seine Pforten schließt (um die Räumlichkeiten einmal ordentlich zu putzen), übernimmt diese kleine Gruppe die Verköstigung. Dieser eine Tag im Monat ist bei den Bedürftigen deshalb so beliebt, weil sie ihre Mahlzeit nicht an einer Ausgabe abholen müssen, sondern an liebevoll, der Jahreszeit entsprechend, gedeckten Tischen von uns bedient werden.

Jedes Jahr im August findet unsere „OT“ auf den Rheinwiesen statt, wo eine Art Grill-Treffen veranstaltet wird. Für viele unserer Stammgäste ist dieser Tag einer der Höhepunkte im Jahr, auf den sich wirklich alle freuen.

Vor einigen Jahren, meine Kinder und ich waren auf unseren Rädern zu den nahe gelegenen Rheinwiesen unterwegs, um den Aufbau von Biertischen und Stühlen durchzuführen, geschah etwas, das mich nicht nur sehr stolz, sondern auch nachdenklich gemacht hat:

Einen Tag zuvor hatte sich mein 16-jähriger Sohn eine rote Kapuzen-Sweatjacke gekauft, für die er selbst gespart hatte und die er nun stolz trug. Plötzlich aufkommender heftiger Wind und noch heftigerer Regen ließen unsere „OT“ buchstäblich ins Wasser fallen. Viele waren nur in Sommerkleidung erschienen und froren erbärmlich. In ihrer Not nahmen sich die Leute blaue Mülltüten, zogen sie sich über den Körper, um sich wenigstens etwas gegen das Unwetter zu schützen. So froren wir gemeinsam im Schutz einer Brücke.

Als sich das Treffen viel früher als beabsichtigt auflöste und wir mit dem Aufräumen begannen, fiel mir auf, dass Adrian keine Jacke mehr trug. Ich fragte ihn danach. Mit hochrotem Kopf, aber mit einem Lächeln im Gesicht, antwortete er: „Mama, die hab´ ich verschenkt! Ich habe doch noch so viele Sachen zu Hause.“

In der Ferne sah ich eine Gestalt in einer roten Jacke winken.

Monika 


Zeitblüte 31

Mein Luxus

Die Tasse Kaffee, die ich mit meiner besten Freundin trinke, das Buch, das ich mit meinem Mann abends im Bett gegenseitig vorlese, die E-Mails, die ich meinen Freunden schreibe, die weiter weg in einer anderen Zeitzone leben – das ist Luxus, das sind meine Gründe morgens aufzustehen.

Anne 


Zeitblüte 30

Spaziergänge im Herbstwald

Gerade in dieser Jahreszeit liebe ich ausgedehnte Spaziergänge im Herbstwald. Die Färbung der Blätter zaubert dieses unvergleichlich goldene und warme Licht, selbst wenn über dem Blätterdach dicke Wolken stehen.

Unter den Füßen rascheln dicke Laubteppiche, die ich mit jedem Schritt schlurfend anhebe. Die Luft ist feucht und riecht leicht modrig – eben nach Herbst!

Ich genieße die Frische auf der Haut, die sich von der spätsommerlichen Restwärme weich anfühlt. Im Morgennebel sind die Gräser noch feucht. Nur mühsam bahnen sich die ersten Sonnenstrahlen ihren Weg durch den Schleier – einfach mal anhalten und staunen.

U. S.


Zeitblüte 29

Über den Wolken frei sein

Mein Hobby ist das Segelfliegen. Jeder Moment, den ich oben frei in der Luft sein kann, ist für mich Entspannung, ich kann vom Alltagsstress abschalten und mich nur auf den Moment konzentrieren.

Von oben sehen die Probleme des Lebens aus wie kleine Probleme und für einen Moment ist man FREI. Frei wie ein Vogel über den Wolken. Denn dort oben ist die Freiheit grenzenlos …

N. R.


Zeitblüte 28

„Der Schall des Flügelschlages“

Wenn es mir ein Bedürfnis ist, mich für eine kurze Weile aus dem Alltag, der Hektik, den übergreifenden Reizen zu „beurlauben“, setze ich mich an einen Ort, wo ich mich wohlfühle, wo ich zur Ruhe komme, wo die Sonne auf mich scheint und mich wärmt, oder wo ich am Wasser sitzen, wo ich zur Ruhe kommen kann.

Ich schließe meine Augen und konzentriere mich auf die Geräusche in meiner Umgebung, lasse sie einfach auf mich wirken und durch mich hindurchströmen. Dann versuche ich zehn verschieden Geräusche zu lokalisieren.

Wenn ich ein Geräusch akustisch klar höre und die anderen ausschließen kann, konzentriere ich mich auf das nächste „Nebengeräusch“. Dabei zähle ich mit den Fingern die verschiedenen Geräusche mit. So werden mir ganz viele, oft auch unscheinbare, angenehme Geräusche bewusst. Es sensibilisiert die akustische Wahrnehmung und durch die konzentrierte Aufgabe kann ich wunderbar entspannen und fühle mich danach wach und frisch.

Dorle 


Zeitblüte 27

Raus mit dem Hund

Wenn ich nach einem strapaziösen Tag nach Hause komme, springe ich schnell in bequeme Sachen: Schlabbrige Pullis und ausgebeulte Hosen – so würde ich mich auf Arbeit nie sehen lassen. Mein Hund trampelt inzwischen schon ganz aufgeregt hin und her. Wenn ich dann nach der Leine greife, gibt es für ihn kein Halten mehr. Wir zwei verschwinden nun für eine Stunde im Wald. Ruhig und ausgeglichen kommen wir wieder, bereit, es mit dem Rest des Tages aufzunehmen.

Cornelia 


Zeitblüte 26

Pilze finden

Tja, ich erhole mich nach einer anstrengenden Woche gern im Wald. Jetzt im Herbst, aber auch im Frühjahr gehe ich gern “Pilze finden”. Dann stehe ich auch sonntags ganz früh auf, frühstücke kurz eine Kleinigkeit und schnappe den Korb. Mit dem Auto geht es an den Waldrand und dann los. Je nachdem, welche Zeit gerade ist, werden die Pilze eingesammelt, die essbar sind und die ich kenne. Vor ein paar Jahren habe ich einen kleinen Kurs mitgemacht, sodass ich auch einige andere Pilze, außer Maronen und Steinpilze kenne.

Das macht richtig Spaß und dabei kann ich Stunden verbringen. Immer bergauf und bergab. Wenn dann das Licht mitspielt und ich auch noch meine Digi-Kamera dabei habe, fotografiere ich die schönsten Pilze – meist Fliegenpilze wegen der Farben.

Das ist für mich pure Erholung. So bekomme ich neuen Schwung für die nächste Woche.

D. W.


Zeitblüte 25

Picknick am See mit Sonnenaufgang

Zur Morgendämmerung ist die Natur so frisch und gereinigt, so energiegeladen und erquickend.

Mindestens einmal im Sommer frage ich meine Tochter am Abend: “Hast du Lust auf ein Picknick zu Sonnenaufgang?” “Jaaaaaa!!!”, erklingt es in meinen Ohren. Meine Tochter weiß dieses Erlebnis zu schätzen.

Um 4 Uhr klingelt der Wecker, es ist ein freudiges Erwachen, denn es erwartet uns ein unvergesslicher Morgen. Heißer Tee und Kakao wird in Thermoskannen gegossen, alles für ein genüssliches Picknick in einen Korb gepackt, warme Kleidung, kuschelige Decken, Fotoapparat und Handtücher dürfen nicht fehlen.

Sanft wecke ich meine Tochter, sie hüpft aus dem Bett, denn sie teilt diese auf uns wartende Freude mit mir. Im dämmrigen Morgen spazieren wir zum Strandbad, breiten unser Picknick aus und genießen die beeindruckende Stille. Wie munter die Tiere um diese Zeit schon sind. Der Himmel wandelt sich von schwarzblauen zum hellblauen Horizont, die Wolken färben sich in alle Rosa- und Orangetöne.

Stille, Ruhe und Nähe – dies genießen wir gemeinsam in eine kuschelige Decke eingepackt.

Plötzlich blinzelt die Sonne am Horizont auf der gegenüberliegenden Seite des Sees. Diesen Moment haben wir sehnsüchtig erwartet. Immer wieder berührt dieser Moment unser Herz.

Sobald die Sonne sich ganz zeigt, hüpfen wir aus unserer wärmenden Schale und springen in den See. Durch die Frische des Morgens erscheint das Wasser überraschend warm. Wir wissen, wie gut diese Überwindung tut, wie wohl man sich danach in der eigenen Haut wieder fühlt.

Frisch gebadet freuen wir uns auf die warme Kleidung, die kuschelige Decke, den heißen Tee und Kakao – und das Frühstück schmeckt unbeschreiblich lecker.

Die Sonnenstrahlen werden immer stärker, langsam erwachen das Dorf und die Geräusche der Zivilisation.

Reich beschenkt genießen wir am Nachmittag unsere wohlverdiente Siesta.

Eva


Zeitblüte 24

Der Blick auf die “kleinen” Dinge

Wenn ich in trüber Stimmung bin, nehme ich mir meine Kamera und fotografiere die kleinen Dinge um mich herum, einfach, um sie bewusst wahrzunehmen … einfach das, was mich im Moment anspricht … Das kann eine schöne Farbe sein, grünes Gras nach einem Regen, der blaue Himmel, eine Blüte, die sich gerade öffnet, die fertige Bügelwäsche, ein Käfer oder einfach mal meine Lieblingstasse mit Kaffee.

Einige Fotos kann ich wieder löschen, aber manchmal fällt mir ein schöner Satz oder ein Text dazu ein, den ich dazuschreiben kann. Dann kann ich auch ohne Kamera darauf zurückgreifen.

Karin


Zeitblüte 23

Ein schöner Nachmittag mit Mama

Kinder dieser Zeit …

Manchmal ärgere ich mich, dass ich so wenig Zeit für meine Kinder habe. Nach der Arbeit komme ich nach Hause, koche schnell etwas für meinen Großen, fege mit dem Staubsauger durch’s Wohnzimmer und hole anschließend die beiden Kleinen von der KiTa ab.

Am Nachmittag muss ich noch die Wäsche machen, den Kindern eine Zwischenmahlzeit reichen, den ganz Kleinen wickeln und außerdem einkaufen. Genervt antworte ich meiner Tochter (fünf Jahre) auf ihre Frage, ob ich mit ihr spiele: “Keine Zeit!” Abends falle ich dann halbtod auf’s Sofa, um dort noch vor dem Wetterbericht einzuschlafen.

Doch halt! Was (und wem) nützt das ganze Gerenne und Gezerre an der Zeit?

Mittlerweile ist mir doch der Staub im Wohnzimmer egal, die Spülmaschine kann mein (supertoller) Mann (ich danke ihm an dieser Stelle) auch am Abend ausräumen. Und die Wäsche läuft auch nicht weg.

Also bespreche ich erst einmal mit meinem Sohnemann die Hausaufgaben, bereite den Nachmittagsimbiss vor und hole die beiden Kleinen aus der KiTa, um mit ihnen im Park ein gemeinsames Picknick zu veranstalten und einen Supernachmittag zu verbringen.

Am Abend sind die Kinder müde und ich habe sogar noch die Kraft, beim 20.15-Uhr Krimi meine Bluse für den nächsten Tag zu bügeln, während mein Mann die Socken zusammenzieht. So bin ich zwar eine nicht ganz perfekte Hausfrau, aber immerhin eine gute Mutter. Denn was nützt meinen Kindern eine perfekt aufgeräumte Wohnung, wenn doch ein Nachmittag mit Mama viel schöner sein kann.

Ruth 


Zeitblüte 22

Sehr kostbar, wie die rauchenden Männer in “Momo” wissen

Ihre “Zeitblüten” erinnern mich irgendwie an Julia Cameron’s “artists date”. Auch an Michael Ende’s “Momo”, wo die Blätter von so etwas getrocknet, zu Zigarren gerollt und geraucht werden.

Eine Zeitblüte ist eigentlich das Normalste auf der Welt. Man kann sie in allen Situationen blühen sehen und täte gut daran.

Allein schon das Schreiben dieser E-Mail ist im gewissen Sinne eine Zeitblüte, woher kämen sonst die Buchstaben und der Zusammenhang?

Ich muss dazu ja ein Stück zu mir selbst hinabsteigen. Etwas der Zeit Erwachsenes, kein knorriges Gestrüpp, sondern eine Blüte … Sehr kostbar, wie die rauchenden Männer in “Momo” wissen.

Vielleicht habe ich deshalb so lange darauf gewartet, weil ich eigentlich nicht damit heraus wollte. Es sei denn, Sie sehen diese E-Mail selbst als Zeitblüte.

Norbert 


Zeitblüte 21

5 Minuten Wegstrecke vom Alltag entfernt

Im Sommer fahren wir nie in Urlaub. Da wir unser Domizil in einem sehr kleinen Dorf haben, ist man im Nu in Feld und Wald. Von diesen ganz ungerichteten Spaziergängen ist mir einer unvergesslich:

Mein Mann und ich, wir schlenderten in sengender Nachmittagssonne am Kieswerk entlang, an einer Stelle, an der die Baggerarbeiten noch nicht so lange ruhten. Das künstliche Ufer fraß sich in ein Maisfeld, und in der Nähe hatte sich eine Terrassenlandschaft gebildet, auf der wir bizarre Erdformationen überquerten, fast wie in einer Mondlandschaft.

Wir waren die einzigen Menschen weit und breit, ließen uns nieder und schauten in völliger Zeitlosigkeit den Libellen und Rauchschwalben mit ihren kühneleganten Flugmanövern zu. Unweit vom Ufer fanden wir auf dem Kies in Richtung Waldrand noch ein rätselhaftes Tierskelett (ein Schnabeltier, die letzte Dronte?), das unsere Fantasie darüber anregte, ob sich an diesem Ort nicht Urzeit und Science Fiction begegneten.

Selten hab’ ich mich so lebendig gefühlt – mit weit offenen Sinnen und dabei nur fünf Minuten Wegstrecke vom Alltag entfernt.

Martina 


Zeitblüte 20

Abseits der Touristenpfade

Ich liebe es, in den vielen kleinen Gassen der Wiener Altstadt spazieren zu gehen, abseits der stark frequentierten Touristen-Einkaufsstraßen, die wunderschönen alten Häuser und Innenhöfe auf mich wirken zu lassen, mich in ein Cafe oder in ein kleines Beisl zu setzen, Zeitungen zu lesen.

Ich kann mich dabei toll entspannen und die Seele baumeln lassen. Die Spaziergänge zu den unterschiedlichsten Zeiten – frühmorgens, in der Abenddämmerung … jedes Mal wirkt die Stadt anders. Die Altstadt abseits dieser Touristenpfade ist für mich einer der schönsten Teile von Wien.

B. H.


Zeitblüte 19

Fröhliche Menschen am Morgen

Ich begrüße jeden Tag freudig. Wir wohnen in einem sehr beschaulichen Stadtteil in der Millionenstadt Berlin.
Jeden Morgen mache ich meine Runde mit dem Fahrrad, kaufe die Zeitung, halte einen Plausch mit den netten Angestellten im Zeitungsladen, ab und zu kaufe ich auch frische Brötchen.

Es ist so toll, morgens fröhliche Menschen zu treffen. Für mich ist es die Zeit der Freude, der Ruhe und für meine mentale Vorbereitung auf den Tag sehr wichtig. Ich richte meinen Blick nach vorne und sage mir: Heute ist mein bester Tag.

Sind Sie schon mal bei Regen mit dem Fahrrad gefahren? Es ist ein tolles Gefühl und Erlebnis, die Regentropfen auf der Haut ersetzen jedes Kosmetikstudio. Es regnet zurzeit sehr stark – ich habe meine Tour beendet, war unter der Dusche und stecke voller Kraft und guter Ideen.

Karla 


Zeitblüte 18

Danke für 10 Dinge

Als ich vor ein paar Monaten noch Single war, saß ich ab und zu am Samstagmorgen beim Frühstück und bemitleidete mich. Schon wieder so alleine aufstehen und Kaffee trinken, machte mich traurig.

Ich zog meine Joggingkleider an, lief eine Stunde durch den Wald, achtete genau auf die Blätter, den Boden und atmete die frische Luft ein. Das Selbstmitleid verschwand mit jeder Minute. Ein bisschen zufriedener zählte ich 10 Dinge auf, für die ich dankbar sein kann.

1. Ich kann mich bewegen,

2. ich kann sehen,

3. ich kann die Vögel hören usw.

Wieder daheim sah die Welt nach der warmen Dusche wieder ganz farbig aus. Kein Selbstmitleid mehr, denn ich wusste, früher oder später werde ich nicht mehr alleine Kaffee trinken. Ich wusste, wenn ich für das dankbar bin, was ich habe, werden sich auch die anderen Dinge ergeben, die noch nicht perfekt sind.

R. S.


Zeitblüte 17

Eine Städtereise an unbekannte Orte

Einmal musste ich beruflich ins Ausland fliegen, erfuhr aber morgens am Berliner Flughafen, dass wegen des Streiks am Zielort der Flug um 24 Stunden verschoben war. Wunderbar, ein geschenkter Tag!  Zu Hause traf ich auf die Tochter meines Freundes, bei der der Unterricht ausgefallen war.

Die junge Dame, fast ein Teenager, nahm die Sache in die Hand – und nach kurzem Verhandeln war klar: Sie will schon lange auf den Fernsehturm im Osten, ich schon lange auf den Fernsehturm im Westen der Stadt. Und so sind wir der Stadt auf den Kopf gestiegen.

Wir haben uns auf der Fahrt zwischen den Orten wie Schulfreundinnen unterhalten und zugleich Touristinnen gespielt, haben das Prinzip Zufall über das Restaurant entscheiden lassen, in dem wir dann einen Mittagsimbiss eingenommen haben – und waren angenehm überrascht. Am späten Nachmittag tranken wir Kaffee auf dem Fernsehturm im Osten der Stadt, und von dort haben wir dann den Vater des Kindes angerufen, der nicht sehr weit davon arbeitet.

Und mit relativ geringen Kosten hatten wir einen Tag lang “eine Städtereise an unbekannte Orte” unternommen.

Caroline


Zeitblüte 16

Die “Aura” großer Hotels

Ich genieße es, mich gelegentlich in die Lobby eines großen Hotels zu setzen, ein Buch oder eine Zeitung zu lesen oder die Menschen rundherum zu beobachten. Ich mag die “Aura” dieser Hotels und kann dort herrlich meine Gedanken schweifen lassen.

Diros


Zeitblüte 15

Ein Hauch von Neopren und Seewasser

… im Sommer ganz früh raus, zum Achensee, rein in meinen Neoprenanzug und eine Stunde schwimmen, dann beim Bäcker ein Frühstück gekauft, um sieben Frühstück im Büro, den ganzen Tag einen Hauch von Neopren und Seewasser auf der Haut – das gibt Kraft.

DI 


Zeitblüte 14

Jungbrunnen

Ich genieße es, mich mit meinem 6-jährigen Sohn zu beschäftigen. Wir spielen Rollenspiele, toben, erfinden eine Quatschsprache, reden über ernste Themen, fantasieren, ich beantworte ihm Fragen, auch wenn ich mal eine Antwort nicht weiß – dann lesen wir es in einem Buch oder im Internet nach.

Das alles ist für mich – wenn auch manchmal körperlich anstrengend – sehr entspannend und belebend, weil ich nicht versuche, mit meinem Wissensvorteil, mit meinen erwachsenen Verhaltensregeln (die heutzutage meistens beruflich sehr stark geprägt sind!) diesen Austausch zu behindern.

Ich versuche die Dinge so zu sehen wie mein Kind – also wie ich selbst vor ca. 35 Jahren: klar, einfach strukturiert, unvoreingenommen, tolerant, ehrlich.

Diese Reflektion und dieses „sich zurücknehmen“ sollten wir Erwachsenen uns – und nicht nur im Umgang mit Kindern – mehr vor Augen führen. Wir sind es, die viele Dinge im Leben verkomplizieren. Auch ich lerne immer wieder Neues und auch wieder Altes, wenn ich mit meinem Sohn spiele, rede, träume oder auch nur kuschele.

Stefan 


Zeitblüte 13

Scheinbar unbedeutende Kleinigkeiten “einfangen”

Wenn ich eine sehr stressige oder anspruchsvolle Zeit hinter mir habe, genieße ich es immer sehr, mir meine Digitalkamera zu schnappen um loszufahren. Meist verfolge ich kein bestimmtes Ziel, sondern setze mich z. B. in eine U-Bahn und fahre bis zur Endstation und beginne dort, die mir fremde Gegend zu erkunden.

Durch das Fotografieren wird man auf scheinbar unbedeutende Kleinigkeiten aufmerksam, die sich als wunderbar oder ungewöhnlich entpuppen, sodass man dadurch immer etwas Neues erleben kann. Dadurch beginnt man auch im Alltag, Dinge bewusster wahrzunehmen und kann seinen Alltagstrott wunderbar durch die Vielfalt der Welt, die uns stets umgibt, erweitern und bereichern.

Bianca 


Zeitblüte 12

Der Blick in die Gesichter der Kinder

Seit dem Tod meines Mannes fahre ich jedes Jahr zur Weihnachtszeit zu meiner Freundin und ihrer Familie nach Spanien, um diese Zeit nicht alleine verbringen zu müssen.

Fernab vom Tourismusrummel kann ich hier noch das echte, spanische Dorfleben genießen und andere Weihnachtsrituale kennenlernen.
Zu Weihnachten gibt es für die Kinder eine Kleinigkeit. Die “großen” Geschenke dann aber erst zum Fest der Heiligen Drei Könige am 6. Januar. Hier im Dorf werden die Geschenke im Rathaus gesammelt. Am 6. kommen alle Bewohner zusammen, die Kinder werden aufgerufen und bekommen ihr Geschenk überreicht.

Es ist immer wieder spannend und anrührend, in die Gesichter der Kinder zu blicken. Ich bin froh und dankbar, dass ich diese Tradition miterleben darf.

Ulrike


Zeitblüte 11

Die Freude, etwas geschaffen zu haben

Es ist nicht genug zu wissen, man muss auch anwenden; es ist nicht genug zu wollen, man muss auch tun. Ich male. Viele Menschen haben mir schon gesagt: “Ja, als Kind habe ich auch gemalt. Aber ich kann nicht male n…!” Und?!

Als Kind kann jeder malen. Oder singen. Oder dichten. Oder werkeln. Oder … Es stimmt schon. Man sollte Prioritäten setzen. Und ich bin jedes Mal erstaunt, wie viel Zufriedenheit mir der “Flow” beim Herstellen eines Werkes gibt. Es ist Abschalten, es ist ein Fließen … und wenn ein Bild dann fertiggestellt ist, ist es ein Schauen.

Die Freude, etwas geschaffen zu haben. Lets do!

Gisa


Zeitblüte 10

Eine “Blase” in der Hektik des Alltags

Meine persönliche Zeitblüte ist der wöchentliche Besuch in der Hauptbücherei am Standort Wien/Urban Loritz Platz.

Eine Bibliothek ist für mich ein Ort, an dem die Zeit stehenzubleiben scheint, gleichsam eine “Blase” in der Hektik des Alltags.
Die Bücher als Verbindung der Vergangenheit mit der Gegenwart als Basis der Zukunft …

Wenn man anhand der Bücher als Zeugen der Geschichte betrachtet, was die Welt schon alles erlebt hat, relativiert sich manchmal der Blick auf die eigenen Probleme des Alltages und macht Mut für die Zukunft.

Wolfgang 


Zeitblüte 9

“People always forget what you`ve said or done – but they never forget how you made them feel”

Dieses Zitat hat mir bewusst gemacht, dass ich mit Aufrichtigkeit und Wertschätzung viel weiter komme als mit den besten Argumenten. Wenn ich vor einem schwierigen Gespräch stehe (z. B. Kritikgespräch), dann führe ich mir in Gedanken vor dem Gespräch alle guten Eigenschaften dieses Menschen vor Augen.

Mit dieser innerlichen wertschätzenden Einstellung gelingt es einem, den anderen selbst in einem schwierigen Gespräch nicht persönlich nahe zu treten oder gar zu beleidigen (zumindest hoffe ich, dass mir das immer gelingt).

US


Zeitblüte 7

Die Wohlfühlschachtel

Für Tage, die zunächst nicht ganz toll laufen, habe ich eine Schachtel parat. Darin befinden sich einige Gegenstände, die mir das Wohlfühlen leichtmachen. Meine Lieblings-CD, eine warme Decke, ein schönes Buch, ein duftendes Schaumbad, ein Fläschchen wunderbarer Rotwein, eine Liste mit Telefonnummern von lieben Menschen.

Gerlinde


Zeitblüte 6

Begegnungen mit Menschen sind Mosaiksteine für die Ewigkeit

Ich hatte als Jugendlicher ein prägendes Erlebnis: Meine Großmutter starb im Alter von 87 Jahren. Obwohl sie ein reifes Lebensalter erreichte, hatte ich nie daran gedacht, dass sie einmal nicht mehr da sein könnte. Es tat mir leid, dass ich die letzten Begegnungen mit ihr nicht bewusster erlebt hatte.

Von diesem Zeitpunkt an habe ich Begegnungen mit Menschen sehr bewusst wahrgenommen und Beziehungen im privaten und geschäftlichen Bereich behutsam gepflegt. Die Erlebnisse mit anderen Menschen sind so wertvoll. Sie können uns eine neue Welt erschließen und uns innerlich öffnen für die Wunder des Lebens, die sich oft in kleinen Augenblicken zeigen.

Karl 


Zeitblüte 5

Picknick

Ich habe mit meiner Familie am Samstag ein Picknick auf einer kleinen Waldlichtung gemacht. Jeder hat für den Picknickkorb etwas Schmackhaftes vorbereitet. Mit den Kindern habe ich dann ein Baumhaus gebaut – ansatzweise sieht es auch danach aus.

Robert 


Zeitblüte 4

Spazieren im Möbelhaus

Bei uns in Wien gibt es ein tolles Einrichtungshaus. Manchmal spaziere ich nach einem stressigen Arbeitstag durch die einzelnen Stockwerke und stelle mir das Wohnen in den verschiedenen ausgestellten Wohnwelten vor – dabei kann ich mich unheimlich entspannen.

Ruth


Zeitblüte 3

Entspannung in der Badewanne

Ein Bad nehmen mit wohlriechenden Badeölen, entspannender Musik, einem guten Buch und Kerzen – das ist für mich pure Entspannung.

Ella


Zeitblüte 2

Kurzurlaub auf Sylt

Im letzten September haben mein Mann und ich uns für vier Tage in einer kleinen gemütlichen Pension in Sylt einquartiert. Das Handy haben wir bewusst zu Hause gelassen. Auch haben wir beide keine Uhr in diesen Tagen getragen.

Wir verbrachten die Zeit mit langen Spaziergängen, einer Radtour, viel Lesen, gutes Essen und konnten uns dabei toll erholen. Auch die langen Gespräche haben wir sehr genossen, die in unserem hektischen Alltag meistens zu kurz kommen, da wir beide einen sehr stressigen Beruf haben.

Margareta 


Zeitblüte 1

Buch aus Kindheit

Ich habe am Wochenende in einer Nacht ein Buch aus meiner Kindheit durchgelesen. Dabei kamen in mir Gefühle und Gedanken hoch, die ich damals als Kind in der Zeit hatte, als ich dieses Buch gelesen habe. Eine seltsame, aber sehr schöne Erfahrung.

B.

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Kommentare

  • Alexa

    Tolle Sammlung! Vielen Dank! Habe darin sehr viel Inspiration gefunden!

    Alexa antworten
  • Ernest

    Zeitblüten – eine schöne Bezeichnung! Ich finde die Idee, diese zu sammeln, ganz wunderbar!

    Ernest antworten
  • M. R.

    Obwohl ich normalerweise kein Bedürfnis habe, meine Gedanken mit der Öffentlichkeit zu teilen, hat mich Ihre tolle Seite doch dazu angeregt, meine persönliche Zeitblüte mit Ihnen zu teilen.

    M. R. antworten
  • Die schöne und wertvolle Zeit auf Erden, auch auf Ihrer schönen Seite, sollten alle sinnvoll und von Herzen gestalten sowie immer all ihre Chancen nutzen und vieles positiv verwirklichen, auch um die Wege des Herzens zu gehen sowie ihr Lebensglück zu finden.

    Wie wichtig es doch ist, dass zwei Menschen in einer Beziehung/Partnerschaft folgende Regeln bzw. Grundsätze unbedingt einhalten und beherzigen:

    1.) Jeden Tag sollte man kreativ und positiv gestalten sowie neugierig sein und gemeinsam viel neues ausprobieren, denn Langeweile ist nicht gut für die gemeinsame Zeit und die Liebe.

    2.) Die Freiheit sollte man immer bewahren, denn beide Partner müssen und sollten sich immer frei entfalten können sowie ruhig mal ein paar Tage getrennt voneinander verbringen und allein sein, denn es es tut immer gut, sich nacheinander zu sehnen.

    3.) Zeit füreinander investieren, denn wenn keine Zeit für gemeinsame Gespräche und Unternehmungen vorhanden und möglich ist, dann bedeutet es, dass die Beziehung/Partnerschaft nicht von Bestand ist.

    4.) Verschiedene Interessen pflegen, denn sie müssen nicht unbedingt dasselbe Hobby oder den identischen Freundeskreis haben, denn unterschiedliche Erfahrungen bereichern die Beziehung/Partnerschaft sowie die Liebe.

    5.) Sehr wichtig ist auch der Austausch von Zärtlichkeiten, Gefühlen, Streicheleinheiten usw., denn das ist die Grundlage der Liebe/Zweisamkeit, was zwei bewegt um gemeinsam füreinander immer da zu sein sowie der Nektar des Lebens.

    Günter Wilkening, Minden/Westfalen

    Wilkening, Günter antworten
  • M. Behr

    Meine Zeitblüte hierzu ist eine Freudenträne und einen Dankeschön, dass ich die Emotionen anderer Menschen erfahren durfte! Welch ein wunderbares Erlebnis! Bin sehr gerührt!

    M. Behr antworten
  • K. Weltermann

    Positiv-Buch

    Seit ungefähr einem Jahr habe ich ein Buch, in dem ich positive Erlebnisse dokumentiere. Ich schreibe, male und klebe es voll mit all den kleinen und großen schönen Momenten. Auch liebe Kommentare und Grüße verschiedener Menschen sind darin festgehalten.

    Immer wenn die Welt grau scheint oder das Pech mich scheinbar verfolgt, dann nehme ich das Buch und blätter es langsam durch.

    Jede Seite betrachte ich sorgfältig und erinnere mich an den Moment. Das schöne Gefühl macht sich breit und erfüllt mich.

    Die Wolken ziehen vorbei, die Sonne scheint.

    Gruß Katrin

    K. Weltermann antworten
  • Kristina

    Meine Zeitblüten sind viele kleine und große Dinge, die ich lieben gelernt habe:

    Mein kleiner Bruder Marc, der mit seinen 11 Jahren soviel über das Leben wissen will, dessen Neugier nicht zu bändigen ist und der manchmal herrlich albern auf die verrücktesten Vorstellungen kommt …

    Mein Vater, der mit seiner Weisheit und seiner Liebe für mich in jeder noch so dunklen Zeit ein Licht entzündet und einen Ausweg zeigt …

    Mein bester Freund Jürgen, mit dem ich den Sarkasmus ausleben kann, über die dreckigsten Witze lache, aber auch einfach ohne viele Worte weiß, dass er ein echter Freund ist …

    Mein Partner Marc, der mich mit seiner Liebe, seinem Temperament, seinen Träumen und Zukunftsplänen immer wieder spüren lässt, dass ich noch da bin und lebe und noch so vieles auf mich wartet …

    Meine Kater-Bande Lucky, Gismo und Micky, die mir immer wieder bewusst machen, wie schön es doch ist, einfach faul zu sein, in der Sonne zu liegen und zu dösen, zu kuscheln, herumzualbern, einfach zu leben ohne in Hektik zu verfallen oder nach dem Sinn zu forschen …

    Im Alltag sind es die kleinen Dinge: der Kaffee am Morgen, die Mittagspausen im Freien, in Ruhe ein leckeres Stück Obst essen oder ein Bonbon lutschen, das Handy/Telefon und die Haustür abstellen sobald ich zu Hause bin, am Wochenende keine Uhr tragen, mal einfach eine Stunde später ins Büro oder früher in den Feierabend gehen, ein gutes Buch lesen, einen neuen Tee kreieren, zum Sport gehen zu können usw.

    Am meisten hilft mir in stressigen Phasen mein Tagebuch. Seit über 19 Jahren führe ich Tagebuch und die schönste Zeitblüte für mich ist, dass ich wann immer ich will mein Tagebuch nehmen kann und dort alle wundervollen Zeitblüten meines Lebens wiederfinde …

    Euch allen eine schöne Zeit weiterhin

    Kristina

    Kristina antworten
  • Gabriele

    Die Zeitblüten von meinem Mann (zugleich mein bester Freund) und mir sind unsere gemeinsamen Urlaube, vielmehr jedoch die gemeinsame Planung dieser schönsten Zeit des Jahres.

    Wir verbringen Tage und Wochen damit, diese Urlaube Minute für Minute bereits vorher zu durchleben. Wenn wir die jeweilige Reise dann wirklich antreten, sind wir so glücklich und stolz auf uns, dass wir wieder einmal eine so schöne Zeit für uns beide zusammengebastelt haben.

    Wir schaffen uns dadurch viele gemeinsame Erinnerungen, auf die wir immer zurückgreifen können, wenn der Alltag mal nicht so angenehm ist. “Weisst du noch, wie wir die alte Nonne in Angkor getroffen haben, und sie uns die Armbänder umgebunden hat und uns so etwas wie ihren Segen über das Armgelenk gehaucht hat?” – und schon lächeln wir wieder.

    Wir befinden uns genau genommen in einer konstanten Planungsphase. Damit haben wir immer etwas, worauf wir uns beide unheimlich freuen. Was für ein Glück, dass wir das für uns gefunden haben.

    Gabriele antworten

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