Täglich zwei Sätze oder das Minuten-Tagebuch

Beim Plaudern mit Freunden werde ich oft an Erlebnisse erinnert, die ich schon vergessen geglaubt hatte. Es ist doch so: Man vergisst so vieles in seinem Leben: schöne Momente, Erfahrungen, Gefühle etc. Aber genau das ist es, was das Leben auch ausmacht.

Abhilfe gegen das Vergessen kann ein Tagebuch schaffen. Mit so einem Tagebuch können Sie beispielsweise im Alter auf eine wertvolle Lebens-Chronik zurückgreifen.

Ihnen fehlt die Zeit dafür?

Sie hätten Lust, ein Tagebuch zu führen, Ihnen fehlt aber die Muße und Zeit dazu? Dann probieren Sie es mit einem sogenannten Minuten-Tagebuch:

Schreiben Sie jeweils am Morgen einen einzigen Satz in ein dafür vorgesehenes Notizbuch. Das können Sie z. B. kurz nach dem Aufwachen, beim Frühstück, auf dem Weg in die Arbeit – wo auch immer machen. Wenn Sie täglich am PC sitzen, können Sie so ein Minuten-Tagebuch auch mit einem passwortgeschützten Word- oder anderen Textdokument führen.

Schreiben Sie in einem Satz, was Ihren derzeitigen inneren Zustand ausdrückt, den Rückblick auf einen Traum in der vergangenen Nacht, eine Vorschau auf den Tag, einen Vorausblick auf ein Ereignis, …

Und am Abend schreiben Sie erneut eine einzige Zeile: Fassen Sie darin den Tag zusammen. Kommentieren Sie das am Morgen Geschriebene oder werfen Sie einen Blick auf den nächsten Tag.

Auf diese Weise haben Sie mit einem Minimum an Aufwand eine aussagekräftige Chronik. Versuchen Sie es einfach einmal eine Woche lang. Sie werden staunen, wie Sie so einen aufschlussreichen Rückblick nur auf diese eine Woche erhalten.

Zum Weiterlesen: 

Kommentare

Bitte die Kommentarregeln berücksichtigen. Danke!

Diesen Artikel kommentieren

108