Längerfristige Ziele bergen manchmal die Gefahr, den Fokus auf das Wesentliche, eben auf das Ziel zu verlieren. Der Weg Richtung Ziel weist viele Abzweigungen auf – die eine oder andere führt auch in eine Sackgasse. Kommt man vom Weg ab, kann es leicht passieren, dass man die Orientierung und damit das Ziel aus den Augen verliert, es nicht erreicht oder nicht in der vorgesehenen Zeit.
Heute möchte ich Ihnen eine Orientierungshilfe beim Wandern Richtung Ziel vorstellen: die Ziellinie. Damit verstehe ich aber keine Ziellinie im üblichen Sinn, wie man sie aus dem Sportbereich kennt – also eine Linie, die vom Sieger als erster überschritten wird.
Nein, es ist eine visuelle Hilfe, die das schrittweise Vorgehen erleichtert und den Blick auf das gesetzte Ziel fokussiert. Für mich hat sich diese Ziellinie schon öfters bewährt.
Die Ziellinie ist also nichts anderes als eine Zeitlinie. Der Linienanfang markiert den Start Richtung Ziel, das Linienende kennzeichnet das erreichte Ziel. Auf dieser Linie werden dann die einzelnen Meilensteine in zeitlich chronologischer Reihenfolge aufgetragen.
Nehmen wir an, Sie haben sich ein großes längerfristiges Ziel gesetzt, das Sie beispielsweise in zwei Jahren erreicht haben möchten.
Ein solches Ziel besteht immer aus mehreren Teilzielen, aus Meilensteinen. Um wiederum diese Meilensteine zu erreichen, sind Maßnahmen und Aufgaben erforderlich – also einzelne Schritte. Schritt für Schritt Richtung Ziel.
Soweit so gut! Ziel ist bekannt. Nun gilt es die einzelnen Meilensteine und die entsprechenden Maßnahmen zu finden. Ein Brainstorming ist angesagt. Also einen Notizblock und einen Stift zur Hand und sich den Weg Richtung Ziel durch den Kopf gehen lassen. Ideen, Aufgaben, Meilensteine werden zu Papier gebracht – ohne diese zu werten, ohne Struktur oder besondere Ordnung zu berücksichtigen. Lassen Sie Ihren Gedanken freien Lauf.
Mir hilft bei so einem Ziel-Brainstorming stets folgende Fragestellung, um die einzelnen erforderlichen Schritte zu ermitteln:
Was müsste ich heute noch alles erledigen, damit ich mein Ziel bereits morgen erreichen könnte?
Das ist ein reines Gedankenspiel. Auch wenn eine so kurzfristige Zielerreichung nicht der Realität entspricht, wird damit der Überlegungsprozess angeregt.
Nun kommt die Ziellinie an die Reihe. Nehmen Sie am besten einen größeren Papierbogen und heften Sie diesen an eine Wand. Am besten an einem Ort, an dem Sie sich täglich begeben oder an den Sie häufig vorbeikommen.
Tragen Sie auf diesem Blatt einen senkrechten Pfeil auf, die Pfeilspitze zeigt nach oben. An der Pfeilspitze notieren Sie in Stichworten Ihr Ziel.
Im nächsten Schritt werfen Sie einen Blick auf Ihre Brainstorming-Notizen und tragen Sie dann – zuerst am besten mit Bleistift – die notierten Meilensteine in zeitlich chronologischer Reihenfolge auf.
Diese Ziellinie hat sich für mich hinsichtlich mehrerer Aspekte bewährt:
Vielleicht ist diese Methode der Zielvisualisierung auch etwas für Sie? Lassen Sie es auf einen Versuch ankommen!
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