Zeitmanagement: Wie macht das Bauingenieurin Dorit Glomb?

Zur Person:

zeitmanagement Dorit Glomb

  • Beruf(e): Bauingenieurin, Entspannungspädagogin, Übungsleiterin
  • Angebot: Kurse, Seminare und Workshops rund um die Themen Bewegung, Entspannung und Stressbewältigung
  • Website: www.best-aktiv.de

Frau Glomb, was bedeutet für Sie persönlich Stress?

Wenn zu beruflicher Belastung noch persönlicher Ärger oder Kummer hinzu kommt und so die Zeit für Ausgleich, Ruhe und Muße fehlen.

Wenn Termine ohne Grund äußerst eng gesetzt werden.

Wie organisieren Sie Ihren Arbeitsalltag?

Ich habe mir regelmäßige Arbeitszeiten und Pausen festgelegt, die ich nach Möglichkeit auch einhalte. Ausnahmen und Abweichungen finde ich nicht so tragisch und handhabe sie flexibel.

Wenn nötig, arbeite ich auch abends oder mal am Wochenende, bei Kursen ja sowieso, dann „gönne“ ich mir Ausgleich in der Woche – dafür bin ich ja selbständig :-)

Da ich allein wesentlich konzentrierter und zügiger arbeiten kann als früher im Büro einer Firma, arbeite ich pro Tag i.d.R. nur 6-7 Stunden. In der Zeit schaffe ich trotzdem mehr als früher als Angestellte.

Welches ist Ihr wichtigstes Zeitmanagement-Tool und warum?

Ich habe lediglich für die Woche eine Papier-ToDo-Liste mit max. 4 Aufgaben pro Tag, die ich nach Erledigung durchstreiche. (Tipp von Gitte Härter von Unternehmenskick – finde ich super!). Damit fahre ich sehr gut. Outlook nutze ich nur für eMails.

Nach welchen Kriterien legen Sie (Aufgaben)Prioritäten fest?

Nach Wichtigkeit (A-B-C), wobei im Moment die zeitliche Reihenfolge für mich wichtig ist, d.h. wann soll was fertig sein.

Wie können Sie sich nach einem anstrengenden Arbeitstag am besten entspannen?

  • Sport, Natur, Bewegung an frischer Luft
  • Stille
  • Lesen (keine Fachliteratur)

Haben Sie einen Zeitmanagement-Tipp für die Leser?

Meine Methoden für einen sinnvollen Umgang mit meiner Zeit lauten einfach Achtsamkeit und Faulheit.

Achtsamkeit bedeutet für mich das Heute bewusst zu leben, ohne die ständigen Gedanken an das, was war und was sein wird. (Ganz klar, das ist nicht immer einfach.)

Faulheit meine ich im Sinne von positivem, kreativem Müßiggang. Vielen ist das ein Graus, schließlich muss man ja gefälligst fleißig und effektiv sein!

Deshalb noch einige Beispiele:

  • zusehen, wie der Wind die Blätter bewegt (Abwandlung für den Herbst: durch die Luft wirbelt)
  • im Winter die Vögel am Vogelhäuschen beobachten (ist sehr witzig, könnte ich stundenlang tun)
  • sich die Hände an einer Tasse Tee wärmen, dabei den Duft einatmen und die aufsteigenden Dampf-Kringel beobachten
  • Kindern beim Spielen zusehen
  • Ameisen auf einer Ameisenstraße beobachten

…. darf gern fortgesetzt werden, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Je „unnützer“ und „kindischer“, desto besser!

Dadurch erlebe ich die Zeit nicht als „Gegnerin“, sondern als Verbündete. Manchmal genügen mir 10 Minuten, manchmal verbringe ich auch ein ganzes Wochenende derart ungeplant, dann auch bewusst ohne Uhr, Telefon, PC, Fernsehen, Radio…. kurz, ohne Input. Solche Auszeiten geben mir wesentlich mehr an Kraft, Elan und Kreativität als alles andere.

Vielen Dank, Frau Glomb!

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