Wie Sie am besten trösten

Wohl jeder von uns kommt mal in die Situation, in der er mit Menschen zusammenkommt, die Trost benötigen. Vielleicht weil sie gerade einen schweren Schicksalsschlag erlebt haben, eine Enttäuschung oder mit einer anderen schwierigen Situation konfrontiert wurden.

Trost ist dann für solche Menschen etwas sehr Wertvolles. Trösten kann wieder Mut schenken.

Trost ist wie Balsam auf die Wunden, tut einfach gut und lässt so manche schwierige Situation leichter ertragen bzw. erscheinen.

Wollen Sie einem Menschen Trost schenken, ihm also eine Stütze in einer schwierigen Situation sein, dann sollten Sie einiges berücksichtigen.

So schenken Sie Trost

  • Seien Sie da
    Oft genügt auch nur die bloße Anwesenheit. Es bedarf keiner großen Worte. Für die trauernde bzw. Trost suchende Person ist es schon sehr wertvoll, zu wissen, dass Sie für sie da sind, dass sie nicht alleine ist.
  • Zuhören
    Das Wichtigste beim Trösten überhaupt. Sie müssen keine Lösungen oder Ratschläge geben. Nichts beschwichtigen. Einfach ein offenes Ohr schenken. Mitgefühl zeigen.
  • Umarmung
    Eine Umarmung kann Trost spenden. Aber das gilt nur dann, wenn Sie mit der leidenden Person wirklich vertraut sind. Sonst kann eine Umarmung auch befremden.
  • Nichts verharmlosen
    „Das wird schon wieder“ oder „So schlimm ist es gar nicht“ – Floskeln, die alles andere als Trost sind. Die leidende Person fühlt sich damit missverstanden. Eine ganz „schlimme“ Floskel: „Ich kann verstehen, wie du dich fühlst!“ oder „Das Leben geht weiter“.
  • Gefühle zulassen
    Gestehen Sie der leidenden Person Gefühle zu. Wut, Trauer, … Lassen Sie die Person weinen. Das gehört zum Verarbeitungsprozess. Versuchen Sie nicht, diese Gefühle durch Ablenkung zu unterdrücken. Einfach die Trauer der Person zugestehen.
  • Einen Brief schreiben
    Viele tun sich leichter, das Mitgefühl in einem Brief mitzuteilen. Und ein Brief kann wirklich Trost schenken. Trost aussprechen ist so eine Sache. Schnell sagt man etwas, das die leidende Person vielleicht missverstehen und damit verletzen kann. Insbesondere weil man in schwierigen Situationen besonders sensibel ist. Wenn Sie sich schwer tun, mit gesprochenen Worten Trost zu spenden, dann wählen Sie am besten den Briefweg. Dabei können Sie sich jedes Wort genau überlegen.
  • Unter die Arme greifen
    Leidende bzw. trauernde Personen sind oft in einer Art Starre versetzt. Sie haben keinen Kopf für alltägliche Dinge und Aufgaben, die (dringend) anstehen. Hier gilt es, unterstützend unter die Arme zu greifen – einfach praktische Hilfe anbieten, ohne groß nachzufragen.

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