Hier erfahren Sie Tipps und Tricks, wie Ihnen ein entspannter Start in den Feierabend gelingt.

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Tipps für einen entspannten Start in den Feierabend

Vielen Menschen fällt es in ihrer Freizeit schwer, von der Arbeit abzuschalten. Die Gedanken drehen sich weiterhin um die Arbeit. Je herausfordernder der Job, desto häufiger dieses Problem. Und wenn das Abschalten nicht gelingt, kann man auch keine nachhaltige Entspannung erfahren.

Ich hatte auch lange Zeit meine Schwierigkeiten, nach der Arbeit wieder „runterzukommen“ und den Feierabend zu genießen. Mittlerweile habe ich das aber sehr gut im Griff.

Vielleicht gelingt es auch Ihnen mit den folgenden Tipps entspannt in den Feierabend zu starten:

Aufgabe(n) abschließen

Eine nicht zu Ende gebrachte Aufgabe ist besonders prädestiniert, um nach Arbeitsschluss lästig im Kopf umherzuschwirren. Deshalb versuche ich Aufgaben so zu planen, dass ich sie bis zum Feierabend erledigen kann, um keine angefangenen im Kopf nach Hause zu tragen.

Tagesplanung am Vortag

Den Tagesplan für den nächsten Tag mache ich immer, bevor ich mein (Heim-)Büro verlasse. So kann ich wesentlich besser abschalten. Es gehen mir in der Freizeit keine tausend Gedanken mehr durch den Kopf, was ich morgen noch alles erledigen muss.

Ich starte strukturiert in den neuen Tag und „verplempere“ nicht wertvolle Zeit am Morgen, um mir erst Gedanken über den Ablauf des Tages zu machen. Denn genau die ersten Stunden des Arbeitstages sind meine produktivsten. Da bin ich noch voller Elan und kann konzentriert arbeiten. Deshalb möchte ich diese produktive Phase nicht für die Tagesplanung nutzen, sondern für wichtige Aufgaben, die meine volle Konzentration erfordern.

Ordnung schaffen

Das gilt vor allem für meinen Schreibtisch. Es ist eine Wohltat, den Tag an einem aufgeräumten Schreibtisch zu starten. Das habe ich lange nicht so gehandhabt. Erst mit der Ordnung auf dem Schreibtisch wurde mir bewusst, welchen wesentlichen Beitrag diese Ordnung zu einem entspannteren Feierabend beiträgt. Denn Unordnung und Chaos auf dem Schreibtisch trägt man auch unbewusst mit nach Hause.

Ebenso lege ich vor Verlassen des Büros alle Unterlagen bereit, die für die Erledigung der ersten Aufgabe meines Tagesplanes erforderlich sind. So kann ich am nächsten Tag gleich die erste wichtige Aufgabe anpacken und muss nicht erst die entsprechenden Unterlagen zusammensuchen.

Dieses Ordnung schaffen beansprucht nicht mehr als fünf Minuten. Und diese fünf Minuten zeigen bei mir eine nachhaltige Wirkung hinsichtlich entspannten Feierabend.

Der positive Tagesrückblick

Unser Fokus ist häufig auf negative Ereignisse des Arbeitstages ausgerichtet – also auf alles, was nicht so geklappt hat. Das geht bis zu einem „gesunden Maß“ auch ok, weil sich dadurch häufig Verbesserungspotenzial findet. Aber das Gute wird dabei oft übersehen. Man sollte das Positive, das Gelungene nicht außer Acht lassen.

Eine Bekannte von mir führt den positiven Tagesrückblick schriftlich durch. Auch wenn der Tag alles andere als gut verlaufen ist, es gibt immer etwas Positives zu vermerken, und wenn es noch so unscheinbar scheint. Es geht also darum, sich das Positive, das Geschaffte bewusst vor Augen zu führen. Ob schriftlich oder in Gedanken – damit startet man auf alle Fälle mit einer besseren Grundstimmung in den Feierabend.

Der „Gedanken-Müllplatz“

Wer kennt das nicht: Arbeitstage die vollgepackt sind mit Problemen, Schwierigkeiten, Ärger und Stress. Und genau an solchen Tagen fällt das Abschalten nach Arbeitsende besonders schwer. Hier hat sich für mich ein „mentaler Trick“ bewährt: der Gedanken-Müllplatz. Ich habe einen Platz gewählt, an dem ich bei Bedarf in Gedanken den gesamten Ärger des Tages ablade und erst dann in den Feierabend starte.

Es geht also darum, sich einen Platz – z. B. auf dem Nachhauseweg – zu suchen. Es sollte einer sein, an dem Sie täglich vorbeikommen, bevor Sie Ihr Heim betreten. Das kann eine Wiese, ein Parkplatz oder die Garage sein. Dort laden Sie dann ganz bewusst alle negativen Emotionen und Gedanken, den Ärger und den Stress ab.

Mit diesem Ritual gelingt der Start in den Feierabend nach einem „schlechten“ Tag wesentlich besser.

Mein „Zwischenspeicher“

Ein Grund, warum das Abschalten nach Arbeitsende nicht immer klappt, sind häufig auch wiederkehrende, belastende Gedanken. „Das muss ich noch erledigen…!“ „Das darf ich nicht vergessen…!“ Und diese Gedanken tauchen eben nicht nur einmal auf, sondern immer wieder – und wenn es nur für ein paar Sekunden lang ist.

Früher hatte ich immer ein Diktiergerät in meiner Hosentasche. Mittlerweile nutze ich die Aufnahmefunktion meines Smartphones als „Zwischenspeicher“. Kommt mir also ein solcher Gedanke, spreche ich ihn auf mein Smartphone und brauche nicht mehr zu fürchten, dass ich etwas Wichtiges vergesse – mein Kopf wird frei!

Das Abschluss-Ritual

Rituale geben Sicherheit und Orientierung. So kann ein Abschluss-Ritual wesentlich dazu beitragen, mit dem Arbeitstag abzuschließen und entspannter in den Feierabend zu starten.

Welches Ritual dabei gewählt wird, bleibt jedem selbst überlassen. Hauptsache man entscheidet sich für eines. Das kann der positive Tagesrückblick sein, der Rundgang durchs Büro, ein Selbstgespräch – z.B. „Geschafft – ich freue mich auf den Feierabend… – oder eine andere regelmäßige Aktion, die eindeutig den Arbeitsschluss kennzeichnet. Damit wird auch dem „Kopf“ mitgeteilt, dass er ab jetzt die Arbeitsgedanken hinten anstellen soll.

Na dann, einen entspannten Feierabend! :-)

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