Der Weckertrick – selbst motivieren leicht gemacht

Wer kennt sie nicht: Aufgaben und Tätigkeiten, die wir gerne auf die lange Bank schieben. Je mehr wir diese vor uns herschieben, desto belastender wirken sie. Denn eine aufgeschobene Aufgabe ist in der Regel auch ein „Stress-Gedanke“. Irgendwann ist meist der Zeitpunkt erreicht, der keinen weiteren Aufschub duldet.

Und wenn man solche unliebsamen Aufgaben schließlich doch anpackt, nimmt die Erledigung häufig mehr Zeit als notwendig in Anspruch. Diese Feststellung hat bereits der britische Historiker und Publizist Cyril Northcote Parkinson (1909 – 1993) gemacht und in seinem „Parkinsonschen Gesetz“ formuliert:

Arbeit dehnt sich so weit aus, dass die für ihre Fertigstellung zur Verfügung stehende Zeit voll ausgenutzt wird. (Dies gilt generell für Tätigkeiten, nicht ausschließlich für unangenehme.)

Oder anders ausgedrückt:

Wenn ich für die Erledigung einer bestimmten Aufgabe in der Regel 30 Minuten benötige und mir hierfür nun 45 Minuten zur Verfügung stehen, dann werde ich diese zusätzliche Viertelstunde wahrscheinlich ausnutzen – die Erledigung also entsprechend in die Länge ziehen.

Wenn ich für die gleiche Aufgabe hingegen nur 20 Minuten Zeit habe, so werde ich diese voraussichtlich auch in dieser kürzeren Zeit schaffen.

Dieses „Parkinsonsche Gesetz“ kann man sich auch zunutze machen, um unangenehme Aufgaben motivierter anzupacken und diese effizienter abzuarbeiten. Und das gelingt mit dem Wecker-Trick.

Der Wecker-Trick

Es steht also eine unangenehme Aufgabe an oder eine, die Sie – aus welchen Gründen auch immer – gerne vor sich herschieben. Das können Tätigkeiten sein wie beispielsweise das Ablegen von Dokumenten, Aufräumen des Büros/der Wohnung, Abarbeiten eines vollen E-Mail-Posteingangs, aber auch Haushaltsarbeiten wie das Bügeln.

Nehmen Sie einen Wecker zur Hand. Das kann natürlich auch Ihr Handy mit einer Weckfunktion sein. Im Büro mit mehreren Kollegen können Sie es auf lautlos mit Vibrationssignal stellen.

Schätzen Sie dann den Zeitaufwand für die Aufgabe. Der geschätzte Zeitaufwand kann durchaus knapp bemessen sein. Nun stellen Sie entsprechend den Wecker. Und los geht’s. Sie versuchen also, die Tätigkeit bis zum Ertönen des Weckersignals zu erledigen.

Sie werden staunen, wie fokussiert Sie diese unliebsame (Routine-)Aufgabe abarbeiten. Bei mir funktioniert’s.

Damit das Ganze spannend und motivierend bleibt, können Sie die Herausforderung steigern. Wenn Sie die Aufgabe beispielsweise in 30 Minuten geschafft haben, stellen Sie das nächste Mal den Wecker auf 25 Minuten. Versuchen Sie, Ihre Bestmarke zu knacken.

Wenn auch Sie Aufgaben haben, die Sie gerne auf die lange Bank schieben und Ihnen die Motivation für die Abarbeitung fehlt, versuchen Sie es einfach mal mit diesem Wecker-Trick.

Aber manchmal tut es in der Hektik des Arbeitsalltags auch gut, eine Aufgabe bewusst langsam anzugehen, um zwischendurch wieder etwas „runterzukommen“.

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