Die optimale Prüfungsvorbereitung
Burkhard Heidenberger schrieb
zum Thema „Trickkiste & Sonstiges“:
Die optimale Prüfungsvorbereitung – gibt es die? Ich sage Ja. Deshalb heute Tipps zur richtigen Prüfungsvorbereitung. Einige davon habe ich selber bei meinem Studium bekommen und einige beruhen aus meiner persönlichen Erfahrung.
Wohl die meisten von uns stehen irgendwann vor einer Prüfungsvorbereitung. Sei es für eine Prüfung beim Studium, in der Ausbildung, Weiterbildung oder auch bei einer Umschulung. Prüfungen gehören in der Regel nicht unbedingt zum angenehmen Teil – aber mit der richtigen Vorbereitung schafft man die besten Voraussetzungen für den positiven Abschluss.
Im Folgenden geht’s mehr um die Vorbereitung auf die Prüfungssituation selbst, weniger um das Lernen.
Lernstoff aufbereiten, Zeitplan aufstellen, sich über den Ablauf der Prüfung und über die Prüfer und deren Schwerpunkte informieren, das Lernen selbst, regelmäßige Wiederholungen – all das sind Punkte, die wohl selbstverständlich sind und auf die ich hier auch nicht näher eingehen werde.
Gut, und hier die Tipps:
Vorbereitung einige Tage vor der Prüfung
- Ausgleich und mehr
Achten Sie neben Lernzeiten auch auf einen Ausgleich. Man muss vom Lernen regelmäßig abschalten. Am besten geht das mit Bewegung, mit Sport. Sport „pumpt“ Sauerstoff in unseren Körper, in unser Gehirn. Die Konzentrations- und Merkfähigkeit steigt. Aber auch Spaziergänge oder andere Aktionen in der Natur gehören zu einer guten Prüfungsvorbereitung.
Eine gesunde Ernährung mit viel Obst trägt auch einen Teil dazu bei. Und zu guter Letzt: Gönnen Sie sich ausreichend Schlaf. Schlafmangel ist die Giftspritze für eine gute Prüfungsvorbereitung.
- Positive Bilder
Visualisierungen motivieren und unterstützen. Stellen Sie sich den Prüfungsablauf positiv vor. Malen Sie sich die bestandene Prüfung und detaillierten Bildern aus. Beispielsweise wie Ihnen die Prüfer zu der bestandenen Prüfung gratulieren.
- Richtig atmen üben
Mit richtig atmen ist die Bauchatmung gemeint. Die tiefe Bauchatmung beruhigt und reduziert das Lampenfieber. Üben Sie die Tage vor der Prüfung mehrmals die Bauchatmung.
- Vermeiden Sie negative Gefühle
Negative Gefühle wie Ärger, Kummer etc. aber auch Stress rauben Kraft und Energie. Vermeiden Sie soweit möglich solche Gefühle. Gehen Sie Konflikten in dieser Zeit aus dem Weg. Saugen Sie positive Gefühle auf. Lächeln und lachen Sie. Das hebt die Stimmung, baut Stress ab und unser Gehirn wird aufnahmebereiter.
- Üben Sie den Prüfungsablauf
Vor einer schwierigen mündlichen Prüfung habe ich den Ablauf mit Studienfreunden immer geübt. Die Freunde bildeten die Prüfungskommission und haben mir ein paar Fragen gestellt. Dann haben wir die Rollen getauscht, so dass jeder Mal vor der Prüfungskommission antreten musste. Dieses „Prüfung spielen“ war mir eine große Hilfe.
Prüfungsvorbereitung am Tag vorher
- Schluss mit Lernen
Das große Lernen am Tag vor der großen Prüfung bringt nicht mehr viel. Was man bis jetzt noch nicht kann, lernt man nicht mehr. Lenken Sie sich ab, machen Sie etwas ganz anderes.
- Freuen Sie sich auf die Prüfung
Ich weiß, das ist leichter gesagt bzw. geschrieben, wie getan – aber versuchen Sie es. Stellen Sie sich die bestandene Prüfung vor und freuen Sie sich darüber.
- Vorbereitung
Bereiten Sie alles für den nächsten Tag vor, damit Sie am Prüfungstag keinen Stress mehr haben: alle Unterlagen, die Kleidung und auch den Frühstückstisch.
- Zeitig ins Bett
Wecker stellen und dann zeitig schlafen gehen. Auch wenn Sie nicht gleich einschlafen können.
Der große Tag
- Rechtzeitig aufstehen
Stehen Sie rechtzeitig auf. Eine Wechseldusche brachte meine Lebensgeister immer zum Tanzen. Dann frühstücken – ein Zuviel oder Zuwenig ist schlecht für die Konzentration. Also nicht mit einem übervollen Magen aber auch nicht mit einem knurrenden Magen das Haus verlassen.
- Sitzt die Kleidung?
Bevor Sie das Haus verlassen, werfen Sie einen kritischen Blick auf Ihr Äußeres. Sitzt die Kleidung, die Frisur? Auch bei einer Prüfung wirkt das Äußere (oft auch unbewusst) auf die Prüfer.
- Rechtzeitig aufbrechen
Machen Sie sich rechtzeitig auf den Weg. Kalkulieren Sie eventuelle Verspätungen von Verkehrsmittel ein.
Die Prüfung
- Nervös?
Wenn Sie nervös sind, dann ist das völlig normal. Das muss Ihnen bewusst sein. Die Aussage eines Lehrers ist mir immer noch in Erinnerung: „Akzeptiert eure Nervosität. Euch muss bewusst sein, dass es niemanden, aber auch niemanden gibt, der nicht nervös ist, wenn er vor die Prüfungskommission tritt.“
- Die freundliche Begrüßung
Betreten Sie den Raum mit einem Lächeln. Das wirkt auf die Prüfungskommission sympathisch und nimmt Ihnen selber die Anspannung und etwas Nervosität. Begrüßen Sie die Anwesenden freundlich.
- Bleiben Sie locker
Ob Sie sitzen oder stehen, bleiben Sie locker und atmen Sie tief in den Bauch. Ich habe immer den Blickkontakt zu jenen Prüfern gesucht, die am freundlichsten geblickt haben. Das tat gut.
- Sprechen Sie klar
Sprechen Sie mit kräftiger Stimme, deutlich und langsam. Hier kam mir wieder das eingangs erwähnte Üben des Prüfungsablaufs zu Gute. Das gab mir eine gewisse Sicherheit.
- Wenn Sie wählen dürfen
Wenn Sie wählen dürfen, mit welchem Thema Sie beginnen wollen, dann natürlich immer mit jenem Thema, das Ihnen mehr liegt. Das gibt Sicherheit und nimmt das Lampenfieber.
- Verabschieden
Verabschieden Sie sich bei den Prüfern, wie Sie diese begrüßt haben: freundlich und mit einem Lächeln. Bedanken Sie sich.
Diese Tipps haben mir immer bei der Prüfungsvorbereitung und bei der Prüfung selbst geholfen. Wenn Sie die Prüfung dann geschafft haben, feiern Sie! Erst das Feiern macht einen Erfolg so richtig „schmackhaft“. Haben Sie noch einen Prüfungsvorbereitungs-Tipp?