Pflichtangaben in E-Mails

Unternehmen, die in ihrer geschäftlichen Korrespondenz die Pflichtangaben nicht berücksichtigen, kann das teuer zu stehen kommen. Nicht nur auf Geschäftspapier, sondern auch in E-Mails sind Pflichtangaben vorgeschrieben. Wird das nicht berücksichtigt, riskiert das Unternehmen eine Abmahnung.

Die Pflichtangaben sind in Deutschland und Österreich etwa deckungsgleich, da diese Vorschriften auf eine Richtlinie des europäischen Parlaments basieren.

Zu diesen Pflichtangaben in einer gewerblichen E-Mail gehören, abhängig von der Rechtsform des Unternehmens:

Einzelkaufmann:

Firma mit Rechtsform
Ort der Handelsniederlassung
Handelsregisternummer
Registergericht

GmbH:

Rechtsform
Sitz der Gesellschaft
Registergericht
Handelsregisternummer
alle Geschäftsführer
wenn vorhanden die Aufsichtsratsvorsitzende

Aktiengesellschaft:

Rechtsform
Sitz der Gesellschaft
Registergericht
Handelsregisternummer
Vorstände
Aufsichtsratsvorsitzende

In Österreich ist die Pflichtangaben-Übersicht im §14 des UGB (Unternehmensgesetzbuch) nachzuschlagen. In Deutschland findet man die gesetzlichen Grundlagen für die Pflichtangaben – je nach Rechtsform – im §37a HGB (Handelsgesetzbuch), §35a GmbHG (GmbH-Gesetz) und im §80 AktG (Aktiengesetz).

Diese Pflichtangaben in der E-Mail dürfen nicht als Graphik in der Signatur integriert sein, sondern müssen als reiner Text aufscheinen.

Wenn Sie genau wissen möchten, welche Angaben in Ihren gewerblichen E-Mails aufgrund Ihrer Unternehmensform Pflicht sind, können Sie diese Pflichtangaben mit diesem Daten-Generator automatisch ermitteln.

Zum Weiterlesen:

Kommentare

Diesen Artikel kommentieren

Bitte die Kommentarregeln berücksichtigen. Danke!